197 Personen starben in Österreich 2006 an den direkten Folgen des Konsums illegaler Drogen. Das sind sechs mehr als im Jahr davor und zwei mehr als im bisherigen Rekordjahr 1996. Betrachtet man das Zustandekommen der Zahlen kritisch, könnte es sich dabei jedoch nur um einen Teil des Problems handeln. In Österreich werden nämlich immer weniger Obduktionen durchgeführt. Das bedeutet, dass viele Drogentote nicht als solche erkannt werden, bzw. die genaue Todesursache unklar bleibt. 1985 wurden ca. 31000 Obduktionen durchgeführt, 2006 nur mehr ca. 15000. Der am 23. 11. 2007 veröffentlichte Bericht des Gesundheitsministeriums schätzt die Zahl der problematischen Drogenkonsumenten in Österreich auf bis zu 35.000. 9000 davon sind in Therapie.
Bei der Statistik der Drogentoten ist weiters auffällig, dass der Anteil der jungen Opfer zugenommen hat. Bereits 45 Prozent der 197 Toten sind jünger als 25 Jahre. Vor zehn Jahren waren es 35 Prozent. Und obwohl Wien mit 1,7 Mio. Einwohnern nicht einmal ein Viertel der Gesamtbevölkerung stellt, verstarb mit 95 Personen fast jedes zweite Drogenopfer in der Hauptstadt.
[23. November 2007]
Drogenbericht 2006 enthält alarmierende Zahlen! Als „sehr besorgniserregend“ hat FPÖ-Sicherheitssprecherin Barbara Rosenkranz den Jahresbericht über die Suchtmittelkriminalität von 2006 bezeichnet: „Der Kampf gegen Drogenmissbrauch und Drogenhandel muss mit den seit langem gestellten FPÖ-Forderungen verstärkt werden.“
Für Dealer müsse die Mindeststrafe deutlich angehoben werden, um eine wirklich abschreckende Wirkung zu erzielen, forderte Rosenkranz. Sämtliche Projekte der Suchtprävention und -hilfe hätten keine Chance, die immer größer werdende Drogenproblematik in Österreich aufzuhalten.
„Denn die Verantwortlichen schaffen noch immer nicht die gesetzlichen Rahmenbedingungen, um den Handel mit Drogen verstärkt zu unterbinden und einzudämmen“, kritisierte die freiheitliche Sicherheitssprecherin.
Im Sozial- und Fremdenrecht würde den organisierten Straßendealern annähernd uneingeschränkte Möglichkeiten geboten. Die, meist aus Afrika stammenden, Drogenhändler aus dem Asylwerber-Milieu wüssten bestens bescheid, dass sie in Österreich ein leichtes Spiel hätten, schnelles Geld im Drogenhandel zu verdienen.
„Es das Bewusstsein geschärft werden, dass es keine weichen oder harten Drogen gibt. Diese Bezeichnungen erzeugen insbesondere bei Jungendlichen einen verharmlosenden Effekt“, forderte Rosenkranz.
_____________ Drogenbericht 2006 für Österreich
Im Jahre 2006 wurden in Österreich 24.008 Anzeigen nach dem Suchtmittelgesetz erstattet - ein Rückgang um 7,28 Prozent im Vergleich zu 2005. 20.340 Anzeigen betrafen Konsumenten und Besitzer geringer Mengen, 3668 Anzeigen galten Dealern. Fast ein Fünftel aller Suchtmittelanzeigen entfiel 2006 auf Schüler, Studenten, Lehrlinge, Zivil- und Grundwehrdiener.
Nach Substanzen aufgeschlüsselt bilden in der am 26. 2. 2007 präsentierten Anzeigenstatistik Cannabiskraut und Cannabisharz die Spitze (rund 19.000 Anzeigen), dahinter folgen Heroin, Kokain, Ecstasy. Was die Menge an sichergestellten Suchtgiften (siehe Grafik) betrifft, verzeichnete die Polizei teils starke Rückgänge - mit Ausnahme von Cannabis und Ecstasy: eine Tonne Hanf, die in einem für Spanien bestimmten Schiffscontainer am Hafen Freudenau entdeckt wurde, ergab insgesamt die Rekordmenge von 1,8 Tonnen Cannabis. Die Menge an sichergestellten Ecstasy-Pillen hat sich verglichen mit 2005 verdreifacht. Alle beschlagnahmten Drogen zusammen hätten auf dem illegalen Straßenmarkt rund 21 Millionen Euro gebracht.
"Österreich ist kein klassisches Erzeugerland, sondern in erster Linie Transitstation", erklärte Herwig Haidinger, der Chef des Bundeskriminalamtes (BK). Innenminister Platter kritisierte in diesem Zusammenhang, dass es nicht gelinge, in Afghanistan Alternativen zum Opiumanbau zu schaffen. Die Anbaufläche für den Rohstoff von Heroin habe im Vorjahr sogar wieder um 69 Prozent zugenommen. Sorgen machen den Drogenfahndern aber auch immer mehr einheimische Haschisch-Plantagen. Die Indoor-Kultivierung werde durch den erlaubten Verkauf von Setzlingen und Zubehör gefördert. 301 Anzeigen wurden im Vorjahr wegen der Aufzucht THC-haltiger Pflanzen erstattet. Tetrahydrocannabinol, der Hauptwirkstoff von Cannabis Sativa, ist besonders in den unbefruchteten weiblichen Blütenständen hoch konzentriert.
Nach einer Studie des Gesundheitsministeriums hat ein Fünftel der Bevölkerung schon einmal Drogen konsumiert, bei jungen Leuten liegt der Anteil bei 35 Prozent. 25.000 bis 30.000 Menschen gelten in Österreich als heroinabhängig. Bei anderen Suchtgiften ist die Zahl der Abhängigen um einiges schwerer einzuschätzen. Kokainsüchtige leben laut dem Drogenbericht des Gesundheitsministeriums meistens "sozial unauffällig" und sind dadurch schwerer zu erfassen. 2,5 Prozent der Bevölkerung (ab 14 Jahre) dürfte aber schon einmal Kokain konsumiert haben, ungefähr gleich hoch liegt der Anteil bei den Partydrogen LSD und Ecstasy.
Anstieg der Zahl der Drogentoten
War Mitte der 90er-Jahre noch ein Rückgang der Zahl der Drogentoten zu verzeichnen, stieg diese in den vergangenen Jahren wieder kontinuierlich an. Für das Jahr 2005 meldetet das Gesundheitsressort in seinem Drogenbericht 191 Opfer. Bei den meisten Toten wurden mehrere Suchtmittel im Körper nachgewiesen, in 80 Prozent der Fälle waren Opiate beteiligt.
[27. Februar 2007]
____________ Europa hat ein Kokainproblem: Das geht aus einem Bericht des UNO-Büros für Drogen und Kriminalität (UNDOC) hervor, der am 2. 11. 2006 in London veröffentlicht worden ist. Europa bewege sich im Zusammenhang mit der Droge auf eine Krise zu, sagte UNODC-Vorsitzender Antonio Maria Costa. Während der Konsum weltweit rückläufig oder stabil sei, gehe er in Europa nach oben. Betroffen seien vor allem Italien, Spanien und Großbritannien.
In Spanien beträgt der Anteil der Kokainkonsumenten in der Altersgruppe von 15 bis 64 drei Prozent. Damit übertrifft der Anteil der Konsumenten erstmals jenen der USA. Dicht darauf folgt Großbritannien, wo die Prävalenz bei 2,4 Prozent lag, um 0,6 Prozent mehr als zehn Jahre davor. Die Steigerung lässt sich auch an einer Entwicklung in Spanien ablesen: Vor zehn Jahren lag der Anteil der Kokainkonsumenten bei den Drogenrehabilitationsprogrammen bei sieben Prozent, 2002 bei 42 Prozent.
Costa kritisierte, dass Konsumenten nicht nur sich selbst, sondern auch andere schädigen würden: "Sie tragen bei zu Umweltzerstörung und finanzieren Drogenhändler, Rebellen und Terroristen. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal glauben, dass eine Line Koks trendy und harmlos ist."
Für den UNODC-Chef hat Europa ein Glaubwürdigkeitsproblem bei den Anden-Staaten: Von diesen werde verlangt, den Coca-Anbau zu reduzieren, die Drogengewohnheiten der Europäer treibe die Nachfrage aber an. Sogar, wenn die über 900 in den Anden produzierten Tonnen beschlagnahmt würden, würde im kommenden Jahr genauso viel produziert werden, meinte Costa. Sogar, wenn die Bauern ihre Kulturen aufgeben würden, würde die Nachfrage dazu führen, dass woanders angebaut würde.
____________ Im Jahr 2004 hat die Exekutive in Österreich so viele Drogen sichergestellt wie noch nie: Insgesamt wurden Drogen im Wert von über 33 Millionen Euro beschlagnahmt - das ist vier Mal so viel wie 2003.
Auch die Zahl der Drogenanzeigen ist um mehr als zehn Prozent auf 25.000 gestiegen. Das besagt der aktuelle Drogenbericht für das Jahr 2004.
Extrem angestiegen sind die Aufgriffe bei harten Drogen wie Heroin (plus 450 Prozent) und Kokain (plus 30 Prozent). Ein Rückgang ist lediglich bei Ecstasy zu verzeichnen.
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Starker Anstieg bei Drogentoten in Österreich Der Drogenbericht für das Jahr 2000 des Österreichischen Innenministeriums wurde am 17. 7. 2001 in Wien vorgelegt. Es gab Steigerungen in allen Belangen: mehr Anzeigen, mehr Sicherstellungen - und auch mehr Drogenopfer. Im vergangenen Jahr starben 227 Personen an Drogen - um 53 oder 30,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 1999 gab es 174 Opfer. Erstmals seit 1996 stieg somit die Zahl der Drogentoten wieder über 200.
Die meisten Todesfälle im Zusammenhang mit Suchtgift gab es in Wien. In der Bundeshauptstadt war ebenfalls ein starker Anstieg - von 104 im Jahr 1999 auf 144 - zu verzeichnen. Deutlich mehr Drogenopfer meldet auch Oberösterreich: 18 Tote im Vergleich zu fünf im Jahr zuvor.
Die jüngsten Toten waren 16 (drei Fälle) und 17 (fünf Fälle) Jahre alt. Bei Jugendlichen wird das Problem Mischkonsum besonders deutlich: Nur in vier von 19 Todesfällen wurde eine einzige Substanz festgestellt, bei den anderen fanden sich mehrere Suchtgifte bzw. auch Alkohol und/oder Psychopharmaka.
Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) führte am Dienstag die gestiegene Zahl auf zwei Faktoren zurück: Auf die gesundheitlichen Folgen von langfristigem Mißbrauch und die starke Verbreitung von Designerdrogen unter jüngeren Konsumenten. Die Anzeigen stiegen österreichweit um zwei Prozent auf 18.125 und somit erstmals auf über 18.000. Bei den Sicherstellungen gab es von 1999 auf 2000 in erster Linie Steigerungen in den Bereichen Heroin (von 452 Fällen mit insgesamt 79kg auf 478 Fälle mit insgesamt 230 Kilogramm) und bei Ecstasy-Tabletten (von 31.000 auf 162.000 Stück). Die Balkan-Route sei nach wie vor für den Drogen-Nachschub in Österreich verantwortlich, nun trete aber auch verstärkt die Seidenstraße als Drogen-Hauptroute in Erscheinung, berichten Drogenfahnder.
Im Burgenland gab es eine hohe Zahl von Heroin - Beschlagnahmungen: Wurden im Jahr 1999 nur 14 Gramm sichergestellt, waren es ein Jahr später schon 38,6 Kilogramm. Strasser führt dies auf die intensive Schulung der Grenzgendarmen durch die Einsatzgruppe zur Bekämpfung der Suchtgiftkriminalität (EBS) zurück. Bei fast allen größeren Schlägen gegen die internationale Drogenkriminalität in Österreich stehen die 40 verdeckten Ermittler der EBS im Einsatz. Die Einheit besteht seit 20 Jahren. Die intern "Pumas" genannten Fahnder führen ein Leben, das an Geheimdienstfilme erinnert: Sie halten engen Kontakt zu Informanten aus der Szene, observieren Transporte, treten unter anderem Namen und geänderten Lebensgeschichten auf, und reisen nicht selten mit Koffern voller Geld, um Scheinkäufe durchzuführen. Diese "Kaufverhandlungen" fallen nicht unter die agent-provocateur-Bestimmungen der Strafprozeßordnung.
Nigerianische Asylwerber als Drogendealer...>
[18. Juli 2001]
Drogenstatistik für 1999 Die Drogenstatistik für Österreich von 1999 zeigt eine weitere Zunahme der Suchtgiftdelikte und eine Zunahme der offiziellen Drogentoten von 162 (1998) auf 172. Dabei ist davon auszugehen, daß für zahlreiche Todesfälle, die auf Drogenmißbrauch zurückgehen, andere Ursachen angegeben werden. Die Verfolgung der Dealer erweist sich als immer schwieriger, da es sich dabei zu 40 % um Schwarzafrikaner handelt und die Polizei von den Ausländerfreunden wegen der Aufgriffe bei Razzien als rassistisch bezeichnet wird. Das führt dazu, daß Beamte jetzt schon bei Entdeckung farbiger Dealer "wegschauen" um nicht dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit bzw. des Rassismus ausgesetzt zu sein. Außerdem werden festgenommene farbige Dealer immer wieder vorzeitig aus den Gefängnissen entlassen, da sie sich weigern, ihre Identität bekanntzugeben und daher nicht in ihre Heimatländer abgeschoben werden können. Viele farbige Dealer setzen auch systematisch
ausländerfreundliche Österreicherinnen beim Drogenhandel ein.Von den Befürwortern der Verbreitung von Suchtmitteln wird der Drogenbericht bagatellisiert und mit dem Alkohol- und Nikotinkonsum gleichgestellt. Ausländerfreundliche Politiker erklärten z. B., es seien "nur" 30 000 Österreicher drogensüchtig, während dagegen 300 000 "alkoholkrank" seien. Die Grüne Gemeinderätin Jerusalem forderte anläßlich des Drogenberichtes die Abgabe von Heroin auf Krankenschein. Die Freigabe von Marihuana wird von fast allen ausländerfreundlichen Politikern gefordert, u. a. mit der Begründung, daß das Tabakrauchen viel mehr Todesfälle zur Folge habe.
Österreich ist auch Transitland für den Vertrieb von Heroin. Die Zufuhr von Heroin nach Westeuropa hält unvermindert
an. 1999 wurden in Europa 12,8 Tonnen Heroin sichergestellt, österreichische Fahnder beschlagnahmten 79 Kilo aus dem Verkehr. Eine Menge, die bereits im ersten Halbjahr 2000 überboten wurde: Am Flughafen Wien-Schwechat fanden Ermittler in Zwischenwänden von Kartons Ende Juni 104 Kilogramm Heroin.Die Zufuhr von Heroin für den österreichischen Markt
organisieren in erster Linie Gruppierungen aus der Türkei, dem früheren Jugoslawien und Albanien. Von österreichischen Abhängigen konsumiertes Heroin stammt größtenteils aus dem Grenzgebiet Afghanistan/Pakistan und wird per Lkw nach Südosteuropa gebracht. Im Mittleren Osten hat sich in den vergangenen Jahren der Anbau verdoppelt.Der größte Teil der Opium - Produktion stammt dagegen aus Afghanistan. In Ländern wie Rumänien, Serbien aber auch Ungarn und der Slowakei stehen sogenannte Depots bereit, von wo aus kleinere Mengen hauptsächlich per Pkw, aber auch in
Gastarbeiter - Bussen nach Österreich gelangen. Das ist auch ein weiterer Grund, warum die Ausländer- und Drogenfreunde so
sehr auf die Osterweiterung drängen.Wegen der zunehmenden Reinheit des Heroins wird mittlerweile
ein Trend weg vom Heroin-Injizieren zum Heroin-Rauchen festgestellt. Auch Cannabisprodukte finden in Österreich reichlich Absatz. Das Suchtmittel ist das am stärksten verbreitete in der
EU. 40 Millionen EU - Bürger haben bereits einmal in ihrem Leben Cannabisprodukte (Haschisch, Marihuana) konsumiert.
Bei Heroin waren es 1,5 Millionen. 1999 wurden in Österreich 341 Kilogramm Cannabiskraut und 109 Kilogramm
Cannabisharz von den Behörden sichergestellt.Die Drogenkriminalität führt aber auch bei den Justizbehörden zu erheblichen Problemen. Die Staatsanwaltschaft Wien ist in Sachen
Suchtgiftkriminalität die meistbeschäftigte Anklagebehörde Österreichs. Nach der erfolgreichen Polizeirazzia "Operation Spring" vom Mai vergangenen Jahres - erstmals kam der "Große Lauschangriff" zum Einsatz - wurden rund 70 Personen angeklagt.1998 wurden in der EU rund 7000 Drogentote registriert.
Generell treten Drogenprobleme meist in Ballungsräumen auf. So ist auch die Zahl der Drogenopfer in Wien (1999 waren es 109)
in Relation höher als jene in den Ländern. Die Anonymität der Großstadt tragen zu dieser Entwicklung bei. Auch Massenveranstaltungen wie Raves, wo vor allem synthetische Drogen umgesetzt werden, finden hauptsächlich in Wien statt. Die optimale Mobilität der Kleinanbieter durch das U-Bahnnetz ist eine weitere Ursache für die Probleme Wiens. Auch die geographische Nähe der Bundeshauptstadt zu den Drogen-Transitländern ist ein spezifisches Problem der Millionenstadt. Eine andere interessante Beobachtung der Drogen-Analysten: Schwarzafrikanische Tätergruppen setzen -
vor allem im Großraum Wien - immer mehr Frauen als Kuriere ein. Für die Ermittler stellt der Flughafen Wien-Schwechat einen neuralgischen Punkt dar. Den Erkenntnissen des
Innenministeriums zufolge gelangt auf dem Luftweg in erster Linie Kokain nach Österreich. Es wurde 1999 vor allem von Österreichern aus Kolumbien oder Brasilien eingeführt. Via Luftpost wurden Cannabisprodukte und LSD über Schwechat eingeflogen.[18. Juli 2000]