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Nachdem bei den Wahlen in Bosnien - Herzegowina die von den NATO - Okkupanten eingesetzten willigen Helfer eine vernichtende Niederlage erlitten hatten und die nationalen Parteien der Kroaten und Serben eine deutliche Mehrheit erreichten, werden die Ergebnisse von den NATO - Statthaltern wieder manipuliert Bereits bei früheren Wahlen wurde z. B. der Präsident der serbischen Teilrepublik von der OSZE abgesetzt und durch eine Marionette der Westmächte ersetzt. Fünf Tage nach den Wahlen in Bosnien-Herzegowina hat die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), die von den Beteiligten an dem NATO - Überfall auf Serbien beherrscht wird, wieder die Wahl mehrerer nationaler Abgeordneter annulliert. Betroffen sind 13 Abgeordnete der kroatischen Nationalenpartei HDZ und eine nicht genau benannte Anzahl von Kandidaten der nationalen Serbischen Demokratischen Partei (SDS), wie der Sprecher der OSZE, Luke Zahner, am 16. 11. 2000 in Sarajevo verlautbarte. Die OSZE, die die Wahlen organisiert und überwacht hatte, behauptet, es seien Verstöße gegen das Wahlrecht gemacht worden. Die Wahl von drei Abgeordneten der HDZ ins Gesamtparlament Bosnien-Herzegowinas wurde annulliert, da ihre Partei sich den vorgeschriebenen Finanzkontrollen widersetzt habe, behauptete Zahner. Zehn weitere HDZ-Abgeordnete dürften ihr Mandat in Regionalräten nicht wahrnehmen, weil ihre Partei parallel zur Wahl eine nicht genehmigte Volksabstimmung über die Einrichtung eigener kroatischer Institutionen abgehalten hatte. In der ostbosnischen Stadt Srebrenica sei die Wahl mehrerer SDS-Stadträte annuliert worden. Wähler mit gefälschten Personaldokumenten hätten versucht, mehrfach abzustimmen. Auch dürften zwei Abgeordnete der Partei für Bosnien - Herzegowina (SBIH) ihre Ämter im Gesamtparlament und in einem Regionalparlament nicht antreten, da ihre Partei im Wahlkampf die Abschaffung der bosnischen Teilrepubliken gefordert hatten. Das sind alles fadenscheinige Gründe für die Korrektur eines Wahlresultates, das den NATO - Okkupanten nicht paßt. Das am 21. 11. 2000 von der OSZE veröffentlichte vorläufige Endergebnis der allgemeinen Wahlen in Bosnien hat die Stärke der nationalen Parteien bestätigt. Bei den Parlamentswahlen für die moslemisch - kroatische Föderation wurde die national - moslemische SDA mit 26,8 Prozent stärkste Partei, während in der bosnischen Serbenrepublik die nationale serbische SDS auf 36 Prozent der Stimmen kam. Nachdem von derOSZE am 21. 11. noch behauptete, der Präsidentschaftskandidat der SDS, Mirko Sarovic, habe nur 49,8 Prozent der Stimmen erhalten, sodaß eine zweite Wahlrunde nötig sei, wurde am 23. 11. zugegeben, daß Sarovic doch mehr als 50 % erhalten hatte, nämlich 50, 2 %. Die vom Westen favorisierte Sozialdemokratische Partei (SDP) von Zlatko Lagumdzija kam in der Föderation auf 26,1 Prozent der Stimmen. [21. November 2000] |