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Am 7. 7. 2007 demonstrierten NPD-Anhänger und nationale Gruppen in Frankfurt a. M. gegen die Globalisierung. Rund 500 Teilnehmer starteten mit zweistündiger Verspätung die Veranstaltung. Nach einer gerichtlich bestätigten Auflage der Stadt durften die NPD-Anhänger nicht wie geplant in der Innenstadt demonstrieren, sondern auf einer Route zwischen den peripheren Stadtteilen Hausen, Bockenheim und Rödelheim. Eine nationale Gruppe verschickte E-Mails wonach die Demonstration wegen der geänderten Route abgesagt worden sei, was einer der Gründe für die geringe Teilnehmerzahl gewesen sein dürfte. Außerdem fand am gleichen Tag eine nationale Demonstration in Rostock statt. Mit Blockaden der Frankfurter S-Bahn hatten linke Gegendemonstranten die Anreise der NPD-Anhänger zunächst verzögert, rund 130 Linke wurden laut Polizei unter anderem bei Räumungen der Blockaden vorübergehend festgenommen. Am eigentlichen Startort der Demonstration war zum geplanten Startzeitpunkt (13.00 Uhr) kein Anhänger der NPD angekommen, wie ein Polizeisprecher berichtete.
Ganz stolz wurde ein neues Abzeichen der Polizei präsentiert, das offenbar mit der NPD in Zusammenhang gebracht wurde, obwohl diese die Verwendung verfassungswidriger Symbole ablehnt...... Allein am S-Bahnhof Rödelheim hatten ca. 200 Linksradikale vorübergehend die Bahnlinie blockiert, auch Böschungen wurden in Brand gesetzt und Gegenstände auf die Gleise geworfen sowie Signalanlagen zerstört. Dabei entstand nach Angaben der Bundespolizei ein Sachschaden von mindestens 250.000 Euro, hauptsächlich an Signalanlagen. Die Polizei berichtete zudem von mindestens zwei verletzten Polizisten; den Beamten sei eine ätzende Flüssigkeit in die Augen gesprüht worden, sagte ein Sprecher der AP. Hessen M. Wöll und Ch. Worch sprachen. Auf einer zweiten Zwischenkundgebung sprachen u. a. S. Skoda und O. Riehs sowie italienische und englische Kameraden. Gegen 19 Uhr wurde die Demonstration für beendet erklärt. Anschließend kam es auf dem Frankfurter Hauptbahnhof zu weiteren Zusammenstößen mit Gegendemonstranten und Ausschreitungen der Linksradikalen. [7. Juli 2007] Am Anfang stand Verspätung. Die Antifa hatte die S-Bahn in Höhe Bahnhof Rödelheim blockiert, was operativ gesehen eine recht gute Wahl war, denn damit fiel der gesamte S-Bahnverkehr aus Westen in Richtung Innenstadt aus. Betroffen waren davon auch die Autofahrer und zwei Reisebusbesatzungen, die sich zur gemeinsamen Anreise per S-Bahn in einer westlich von Frankfurt gelegenen Kleinstadt getroffen hatten. Allerdings wurde kurzfristig umdisponiert; man fuhr einfach einen knappen Viertelbogen um die große Stadt herum und kam dann aus dem Norden. Da war nix blockiert. So weit hatten die Kräfte der Frankfurter Antifa trotz aller großmäuligen Ankündigungen nun auch nicht gereicht. Etwa zwei Stunden nach dem eigentlich vorgesehenen Zeitpunkt, gegen 15.oo Uhr, wurde die Veranstaltung eröffnet, eine knappe halbe Stunde später war Abmarsch. Es hatten sich nach meiner Zählung ziemlich genau 600 Teilnehmer eingefunden. Die Medien sprachen teilweise von 500, teilweise von 750. Das Wetter war gut, und die Strecke war durchaus nicht so abgelegen-menschenleer, wie manche Äußerungen im Vorfeld es hatten erwarten lassen. Auf der Zwischenkundgebung traten auf: Marcel Wöll, NPD-Landesvorsitzender von Hessen und Organisator der Demonstration; meine Wenigkeit und eine Kameradin aus Schweden. Auf der Abschlußkundgebung traten auf: Otto Riehs, Ritterkreuzträger, Eckhard Bräuninger, NPD-Funktionär, sowie je ein Vertreter der italienischen und der englischen Delegation. Die italienische Delegation von der Veneto-Fronte war übrigens sehr zahlreich erschienen, mit einem eigenen Reisebaus aus Norditalien. Die Reden der ausländischen Teilnehmer wurden in Absätzen übersetzt in deutscher Sprache wiederholt. Während des meiner Schätzung nach rund sechs Kilometer langen Umzuges gab es einmal einen kurzen Aufenthalt, weil die Polizei zwei Teilnehmer abgriff, die angeblich einen Stein auf Gegendemonstranten geworfen haben sollen. (Ob nun beide gemeinsam einen einzigen Stein geworfen haben sollen oder jeder von ihnen jeweils einen, konnte ich auch durch Nachfrage nicht ermitteln...) Die solidarische Ankündigung zum Beginn der Abschlußkundgebung, man werde auch nach Kundgebungsende so lange am Ort ausharren, bis die beiden Festgenommenen wieder in unseren Reihen seien, erwies sich als zwar gut gemeint, aber nicht nötig, denn sie wurden noch vor der Auflösung der Versammlung wieder entlassen. Die von uns wahrgenommenen Gegenaktionen hielten sich in engen Grenzen; zeitweilig wurden wir links und rechts von einigen Schreihälsen flankiert, die auch zusammenaddiert nicht einmal annähernd auf unsere Zahl kamen. Sehr vereinzelt wurden wir mit einer leeren Flasche, einem rohen Ei, einem angefaulten Apfel und einer Handvoll Zwieback beworfen. Für das, was man eigentlich in Frankfurt am Main hätte erwarten müssen, war der aktiv-militante Widerstand der Linken geradezu ärmlich. Schuld daran gewesen sein mag das überaus große Polizeiaufgebot; Medien sprachen von achttausend Beamtinnen und Beamten. Eine solche Zahl von Einsatzkräften erscheint mir völlig überzogen, wenn ich mir die Zahlen der Demonstranten insgesamt anschaue. Irgendwo im Innenstadtbereich soll Faru Roth vor angeblich zweitausend Menschen gesprochen haben. (Bei den Angaben für offiziös-staatstragende Gegendemos muß man allerdings gewaltige Abstriche machen; wir haben auch schon erlebt, daß dann in den gleichfalls offiziös-staatstragenden Medien aus wenigen hundert Leuten locker mal zweitausend oder mehr geworden sind.) Die militante Linke soll nach einigen Quellen bei 1.000 Aktivisten mobilisiert haben, andere sprechen sogar von 1.500. Mit uns zusammen wären das dann ungefähr bei 4.000 Demonstranten, seien sie nun friedlich oder gewaltbereit, und denen die doppelte Anzahl polizeilicher Einsatzkräfte entgegenzustellen, ist schon ein wenig fragwürdig. Sicherheit in allen Ehren, aber man kann es auch übertreiben. Vielleicht war es die politische Absicht der Verantwortlichen, alle demonstrativen Aktivitäten mindestens optisch mit dieser gewaltigen Armee in grün sozusagen zu ersticken. Auch wenn die meisten dieser Beamtinnen und Beamten einen ruhigen Einsatztag hatten, einige von ihnen mußten offenbar doch aktiv werden, und das wohl nicht ganz ohne Erfolg. Es wurde von ca. 190 festgenommenen Linksextremisten berichtet. (Vereinzelte Quellen nennen auch über 200.) Dies dürfte vornehmlich im Bereich der blockierten S-Bahn-Strecke gewesen sein. Es steht zu erwarten, daß mindestens einige der Festgenommenen auch für die erheblichen Sachschäden, die durch Beschädigung von Gleisanlagen, Bränden an Böschungen oder Zerstörung von Signaleinrichtungen der Bahn entstanden sind, in zivilrechtliche Haftung genommen werden. Die Sachschäden sollen sich nach einer vorläufigen Schätzung auf ungefähr 300.000 Euro summieren. Unter dem Strich ist zu sagen, daß auch in der traditionell linken Hochburg Frankfurt am Main das gewaltbereite Potential zwar noch vorhanden ist, aber schon deutlich geringer als in früheren Jahren. Die Hoffnungen der Linken, ganze Städte zu no-go-areas für nationale Demonstrationen zu machen, werden immer unerfüllbarer. Und das ist auch gut so! – Für die hessische NPD als Ausrichter der Demonstration mag es ein ermutigender Auftakt für ihren bis Ende Januar 2008 dauernden Landtagswahlkampf gewesen sein. Hamburg, den 8. Juli 2007
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