War der israelische Geheimdienst Mossad informiert ?

Nach einer Associated Press Meldung soll Scotland Yard die Israelische Botschaft in London am 7. 7. 2005 wenige Minuten vor den Attentaten gewarnt haben, worauf der israelische Finanzminister B Netanyahu angewiesen wurde, in seinem Hotel zu bleiben. Er hätte zu einer Konferenz unmittelbar neben der Liverpool Street Station, dem Ziel des ersten Anschlages kommen sollen. Diese Meldung wurde später vom israelischen Außenminister dementiert, der sagte, Netanyahu sei erst nach der ersten Explosion gewarnt worden. Netanyahu soll auch am 11. September 2001 in New York gewesen sein.

Dagegen gibt es  Meldungen, wonach Israel London bereits vor einigen Tagen vor den Anschlägen gewarnt haben soll. Die britische Regierung wollte aber das G8-Treffen nicht absagen und hoffte, dass es sich um einen falschen Alarm handelte.

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Blair und Bush verurteilen Bombenanschläge auf unschuldige Zivilisten

Bei einer Serie von Terroranschlägen auf öffentliche Verkehrsmittel im Zentrum von London sind am 7. 7. 2005 mehr als 50 Menschen getötet worden. Mehr als 700 Menschen seien durch die Bombenexplosionen verletzt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Sieben Menschen seien bei der ersten Explosion um 08:51 Uhr Ortszeit in einem U-Bahn-Tunnel zwischen Moorgate und Liverpool Street im Osten der Stadt getötet worden, sagte die Polizeisprecherin. 21 Menschen starben demnach bei einer zweiten Detonation in einem Tunnel zwischen den U-Bahn-Stationen King's Cross und Russell Square, sieben weitere bei einer Explosion in einem in die U-Bahn-Station Edgware Road einfahrenden Zug. Mindestens 13 Menschen seien bei dem Anschlag auf einen voll besetzten Doppeldecker-Bus gestorben. Einen Tag vorher wurde London die Austragung der Olympischen Spiele zuerkannt, wobei eines der Hauptargumente war, dass es dort seit 1984 keine Bombenanschläge mehr gab... 

Alle Experten sind sich einig, dass die Anschläge nicht von der IRA verübt wurden, da diese unmittelbar vor den Attentaten zu warnen pflegt. Es wird daher angenommen, dass es sich um einen  Racheakt von Al Quaida Sympathisanten wegen der Beteiligung der Blair-Regierung am Überfall auf den Irak handelt. Laut dem Londoner Vize-Polizeichef Brian Paddick ist noch unklar, ob die Attentate von Selbstmordattentätern ausgeführt wurden oder ob die Bomben in den Verkehrsmitteln nur abgelegt wurden. Aus den U-Bahnhöfen flohen blutende und weinende Menschen. Es waren Szenen wie vor dreißig Jahren, als durch ein Feuer in der Kings Cross Station dreißig Menschen ums Leben kamen. 

Später stellte sich heraus, daß alle Detonationen in den U-Bahnen gleichzeitig erfolgten, also offensichtlich nicht von Selbstmordattentätern ausgeübt wurden. Außerdem sei hochqualitativer Sprengstoff verwendet worden, was auf eine sehr gut geführte und ausgerüstete Organisation schließen lasse...

Die beim G8-Treffen in Schottland weilenden Regierungschefs Blair und Bush, deren völkerrechtswidriger Überfall auf den Irak zehntausenden unschuldigen Zivilisten das Leben gekostet hatte, erklärten in Fernsehstatements entrüstet, daß sie die Tötung von unschuldigen Zivilisten bei den Bombenanschlägen aufs schärfste verurteilen und den Kampf  gegen den Terror unbeirrt fortsetzen werden.

Wie die arabische Website  http://www.elaph.com/ berichtet, hat eine "Geheime Oraganisation von Qaida al Jihad in Europa" die Verantwortung für die Attentate übernommen und dazu folgende Erklärung veröffentlicht: 

Freut Euch, Gemeinschaft der Muslime, Arabische Welt, die Zeit ist gekommen für die Rache an der zionistischen Kreuzfahrerregierung Britanniens für die Massaker die Britannien im Irak und in Afghanistan begangen hat. Die heldenhaften Mujahedeen haben heute einen Angriff in London durchgeführt. Ganz Britannien zittert jetzt in Angst und Schrecken, von Nord bis Süd, von West bis Ost. Wir haben die britische Regierung und das britische Volk immer und immer wieder gewarnt. Wir haben unser Versprechen gehalten und nach langen Vorbereitungen eine militärische Operation gegen Britannien durchgeführt. Wir warnen weiterhin auch die Regierungen Dänemarks und Italiens und alle anderen Kreuzfahrer-Regierungen, dass sie dieselbe Strafe ereilen wird, wenn sie nicht ihre Truppen aus dem Irak und aus Afghanistan abzuziehen.. 

The Secret Organisation of Qaida al-Jihad in Europe

London
 

Anschläge eine Folge des Überfalls auf den Irak

Der britische Unterhausabgeordnete George Galloway hat am 8. 7. 2005 die Beteiligung des Vereinigten Königsreiches an der US-geführten Aggression gegen den Irak für die Anschläge mitverantwortlich gemacht. "Wir haben immer gesagt, dass die Angriffe auf Afghanistan und den Irak die Gefahr von Terroranschlägen in Großbritannien vergrößern würden", erklärte der frühere Labour-Abgeordnete, der bei der Unterhauswahl im Mai 2005 mit seiner eigenen Respekt-Partei einen Unterhaussitz errungen hatte. "Tragischerweise haben die Londoner jetzt den  Preis dafür gezahlt, dass die Regierung solche Warnungen missachtet hat."

Im Unterhaus sagte der Abgeordnete später, die Anschläge in der britischen Hauptstadt seien nicht unvorhersehbar gewesen. "Verachtenswert, ja, aber nicht unvorhersehbar. Vollkommen vorhersehbar, und, das sage ich voraus, auch nicht die letzten." Selbstverständlich seien in erster Linie die Täter verantwortlich, betonte Galloway. Aber es wäre falsch, "diese Taten von dem politischen Hintergrund zu trennen, vor dem sie stattgefunden haben". Genau wie die Terroranschläge vom 11. September 2001 in den Vereinigten Staaten seien die Attentate "nicht aus heiterem Himmel gekommen". Galloway war einer der schärfsten britischen Kritiker des Irak-Krieges und war Ende 2003 aus der Labour-Partei von Premierminister Tony Blair ausgeschlossen worden.

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Bombenterror gegen Zivilisten

Die US-Armee hat nach afghanischen Angaben bei einem Angriff auf ein angebliches Rebellenversteck im Osten Afghanistans am 1. 7. 2005 mindestens 17 Zivilisten getötet. Unter den Toten seien auch mehrere Frauen und Kinder, sagte der Gouverneur der Provinz Kunar, Assadullah Wafa, am 4. 7. der Nachrichtenagentur AFP. Der Angriff sei auf das Dorf Shishal am 1. 7. geflogen worden.

Die US-Armee hatte die Kämpfe gemeldet und mitgeteilt, bei den Bombardements seien Präzisionswaffen eingesetzt worden. Über Opfer der Angriffe machte das US-Militär keine Angaben. Ein Sprecher der Taliban hatte bereits am 2. 7. in einem Telefonat berichtet, 25 Zivilisten seien bei den Angriffen getötet worden, unter ihnen Kinder. Die Provinz Kunar an der Grenze zu Pakistan gilt als eine Hochburg der Taliban. In der Region wird auch Al Quaida-Chef Osama bin Laden vermutet.

In der Gegend wo kürzlich ein amerikanischer Hubschrauber abstürzte, werden mehrere US-Soldaten vermisst. Wie Militärsprecher Jerry O'Hara am 1. 7. 2005 in Kabul mitteilte, sollte die Spezialeinheit in dem Transporthubschrauber nach den im ostafghanischen Gebirge verschollenen Soldaten suchen. Im Pentagon in Washington sagte Generalleutnant James Conway, der MH-47 Chinook sei von einer ungesteuerten Rakete abgeschossen worden. Den Treffer, der allen 16 Insassen das Leben kostete, bezeichnete er als "Glücksschuss".

Oberstleutnant O'Hara lehnte eine Stellungnahme zu den Angaben eines mutmaßlichen Taliban-Sprechers ab, die Taliban hätten in der Provinz Kunar einen ranghohen US-Offizier gefangengenommen. Mullah Latif Hakimi sagte, nahe des Ortes Assadabad an der Grenze sei ein US-Soldat gefangen genommen worden. Hakimi wollte keine weiteren Details nennen. O'Hara bestätigte lediglich, dass in der Region nach einer kleinen Gruppe amerikanischer Soldaten gesucht werde. Nach dem Verlust der Spezialeinheit würden anderweitig alle Mittel mobilisiert, sie zu finden.

Die 16 Toten beim Abschuss des Hubschraubers waren der bislang größte einzelne Verlust der US-Streitkräfte seit Beginn des Krieges in Afghanistan 2001. Er wirft ein Schlaglicht auf die sich in jüngster Zeit wieder verstärkenden Kämpfe. Dabei scheinen Anhänger der von den USA gestürzten Taliban und AlQuaida-Kämpfer zu versuchen, in Afghanistan Verhältnisse wie im Irak herbeizuführen.

In den vergangenen drei Monaten gab es die heftigsten Gefechte seit langem. Dabei wurden den offiziellen Angaben zufolge 465 "Aufständische" (wahrscheinlich ein Großteil Zivilisten), 43 afghanische Soldaten, 125 Zivilisten und 45 US-Soldaten getötet.

Die österreichische ÖVP-BZÖ-Regierung will demnächst unter Bruch der Neutralität und gegen den Willen der Bevölkerung über hundert Bundesheersoldaten nach Afghanistan schicken, um die dortigen Okkupationsmächte und deren Marionettenregierung zu unterstützen..

[7. Juli. 2005]

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