Statue der Aphrodite soll wieder aufgestellt werden. Eine Aphrodite-Statue, die seit 1942 im Linzer Bauernbergpark stand, mußte auf Wunsch von Nazijägern entfernt werden. Im Juli 2008 wurde das Kunstwerk vom Bauernberg in Linz in einer Nacht- und Nebelaktion von angeblichen Linzer Kunststudenten - denen gegenständliche Kunstwerke wahrscheinlich ein rotes Tuch sind - entfernt und in einer Holzkiste der Stadtverwaltung zugespielt. In einem dazugehörigen Schreiben wurde die Statue als Geschenk Hitlers an die Stadt Linz und der Bildhauer als NSDAP-Mitglied "entlarvt". Daraufhin beeilte sich der damalige Linzer Bürgermeister Franz Dobusch (SPÖ) eine offizielle Anweisung zur Entfernung der Statue zu geben, was nach dem Bundesdenkmalgesetzen eindeutig rechtswidrig war. SPÖ und
Grüne verteidigten die Demontage, ÖVP und FPÖ übten Kritik.Die ÖVP will jetzt, dass die Statue wieder an ihren alten Platz zurückkommt, die SPÖ ist dagegen. Bei der Statue handelt es sich um einen Zweitabguss, der Erstabguss des mecklenburgischen Bildhauers Wilhelm Wandschneider stand in der Berliner Reichskanzlei.
Die ÖVP in Linz hat 2010 eine IMAS-Umfrage durchführen lassen, wonach die klare Mehrheit der Linzer – nämlich zwei Drittel - dafür ist, dass die Aphrodite wieder auf dem Bauernberg aufgestellt wird. Vizebürgermeister Erich Watzl (ÖVP) will daher, dass die Statue so bald wie möglich wieder an ihren alten Platz zurückkommt.
SPÖ-Bürgermeister Franz Dobusch pocht jedoch auf einen plötzlich aufgetauchten Bescheid des Bundesdenkmalamtes, in dem die Denkmalschützer der Stadt ausdrücklich erlauben, die Aphrodite Statue für fünf Jahre im Depot zu lassen und nicht aufzustellen. Vom Bundesdenkmalamt hieß es am 7. 7. 2010 dazu, man sehe den Bescheid nur als eine Art Verschnaufpause, um die Wogen in dieser Diskussion etwas zu glätten. Dass die Statue aber wieder aufgestellt werden muss, steht für das Denkmalamt außer Frage.[7. Juli 2010]