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Als Abschluss eines Projektes "25 Peaces", mit dem das Gedenkjahr 2005 (60 Jahre Befreiung) gefeiert wurde, sollte für die bevorstehende EU-Präsidentschaft Österreichs geworben werden. Dazu sind seit dem 27. 12. 2005 in ganz Wien auf 400 "Rolling Boards", das sind Motiv wechselnde, beleuchtete Werbeflächen, die Elaborate von 75 angeblichen Künstlern aus ganz Europa zu sehen. Darunter erregten einige Pornodarstellungen mit EU-Bezug tatsächlich große Aufmerksamkeit, sodass man dieser Art von EU-Propaganda eine gewisse Wirksamkeit nicht absprechen kann. Bei den Abbildungen soll es sich u. a. um Gruppensex prominenter EU-Politiker handeln. In einer Aussendung der Verantwortlichen hieß es, das erste Sujet "wendet sich konkret gegen die Globalisierung, das andere ironisiert die EU". Das Team stehe auch angesichts der Aufregung zu den Plakatsujets. In einer Stellungnahme der FPÖ vom 28. 12. 2005 zu der EU-Propaganda
heißt es, die jüngst affichierten Plakate des Kunst-Teams „euroPART“,
das mit Steuergeldern Pornographie in den öffentlichen Raum trage,
zeigen einmal mehr das Sittenbild dieser österreichischen schwarz-orangenen
Bundesregierung. Nicht zuletzt werde diese Aktion vom Bundeskanzleramt
unterstützt - also auch mit österreichischen Steuergeldern bezahlt.
Das jüngste Dementi des Kanzleramtes sei wenig glaubhaft, so der Bundesobmann
der FPÖ, Heinz-Christian Strache vor dem Hintergrund der aktuellen
Diskussion.
[29. Dezember 2005] Die kritisierten Pornoplakate wurden ab dem 30. 12. nicht mehr gezeigt. Es wurden aber Stimmen laut, die die Aktion zu rechtfertigen suchten. So bezeichnete Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP) laut Tiroler Tageszeitung am 2. 1. 2006, die Aufregung um die Motive als "maßlos übertriebene Diskussion und Erregung". "Egal nun, ob diese Plakate Kunst sind oder nicht - schon die Frage kann ja nicht objektiv beantwortet werden. Aber die Aktion hat ihren Zweck erfüllt. Man redet über Europa. Kunst muss provozieren können und dürfen", sagt Khol. Die Aufregung um den "EU-Slip" und auch die Turbulenzen um das Schwarzenegger-Stadion hätten ihn erheitert, so der ÖVP-Politiker: "Vordergründig geht es in beiden Fällen um Werte, um Grundwerte sogar. Hintergründig spielt in beiden Fällen Heuchelei und Populismus die Hauptrolle." [2. Januar 2006] Gegen "unbekannte Brüder in diversen Bereichen der Hand-Auf-Holding", gegen "Homosapiens Georg Springer" und Eduard Schrempf, ORF-Kulturchef Wolfgang Lorenz sowie gegen die Staatsholding ÖIAG hat der bekannte Pornojäger Martin Humer Anfang Januar 2006 Strafanzeige bei der Wiener Staatsanwaltschaft eingebracht. "Die Gruppensex-Darstellungen sind Tatbilder gemäß Paragraf zwei Pornografiegesetz, sog. 'weiche Pornografie', ein Verstoß gegen das Schamgefühl", erklärte Humer in einer Presseinformation. Durch die öffentliche Präsentation werde daraus "harte Pornografie" und damit ein Verstoß gegen die Menschenwürde.... Es wurde auch bekannt, dass seit Beginn der Aktion 25 Peaces ein Plakat mit einer EU-Fahne dargeboten wird, bei der anstatt von Sternen politischen Symbole, darunter Hammer und Sichel und Hakenkreuz zu sehen sind. Die FPÖ protestierte am 10. 1. 2006 dagegen... [10. Januar 2006]
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