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Natürlich sind wir alle sehr froh, daß am 9. November 1989 das Mauermörderregime der SED in Ostberlin zusammengebrochen ist, daß damit der Terror der Herren Mielke und Honnecker beendet wurde. Aber dieser 3. Oktober ist eben ein willkürlich von den Regierenden festgelegter arbeitsfreier Tag, zu dem die Bevölkerung überhaupt keinen Bezug hat. Der Sturz des Pankower Regimes begann mit den Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag des Sowjetzonenstaates am 7. Oktober, als die Bevölkerung offen Ihre Sympathien für Gorbatschow in Berlin kundtat und dafür von den VoPos zusammengeknüppelt wurde. Der 9. November 1989 mit dem Fall der Schandmauer war der eigentliche Tag der kleinen Vereinigung des besetzten Deutschland. Dieses Datum wäre eines Feiertages würdig gewesen. Daß er es nicht sein durfte, verdanken wir Herrn Kohl und seinen Freunden aus dem Zentralrat, denen so die Verdrängung der Reichskristallnacht drohte. Daß dieser Tag in Deutschland auch weitere Bedeutungen in der Wandlung unseres Vaterlandes hat, weiß jeder geschichtsbewußte Bürger. Es hätte uns also gut angestanden, dieses Datum , das seit 1918 zu unserer Vergangenheit gehört, bewußt zu begehen. Mit den beiden 4 + 2 Verträgen hat das CDU-Gespann Kohl/de Maziere den letzten nationalen Stolz aufgegeben: Da werden die Rechte der westlichen Besatzungsmächte festgeschrieben, da wird die bis dahin so arg bekämpfte Oder-Neiße-"Friedensgrenze" anerkannt und das Vertreibungsunrecht zementiert. Daß der Galinkski-Kohl Vertrag dann den ungehinderten Zuzug eines angeblich in der Sowjetunion verfolgten bestimmten Personenkreises als Zugabe beinhaltete, ist kennzeichnend dafür, wohin die Reise gehen sollte. Innenpolitisch diente der 1:1-Umtausch der nur 1/5-wertigen Ostmark dem gezielten Zusammenbruch der Wirtschaft Mitteldeutschlands, denn die Lohnstückkosten erhöhten sich dadurch um das fünffache. In der SBZ begann der Morgenthauplan nun nach der "Wende". Allein in Mecklenburg sind bisher 10 % der Bevölkerung abgewandert, es stehen 30.000 Wohnungen abrißreif leer, von der Industrie blieb fast nichts übrig und in der Landwirtschaft sind noch 5 % der Beschäftigten übrig geblieben. Frühverrentung, Arbeitslosigkeit, Sozialhilfeempfang und Umschulungen machen bis 40 % der arbeitsfähigen Bevölkerung aus. Die Blockparteien sind ungeschoren in den Westparteien aufgegangen, die Mauermörderpartei SED kann unter Beibehaltung des dem Volk geklauten Vermögens dreist auftreten und ist in zwei Bundesländern mit den Sozis an der Regierungsmacht. Eine größere Verhöhnung der Opfer konnte es nicht geben. Darum ist dies kein Tag zum Feiern! Bündnis RECHTS Pressemitteilung vom 03.Oktober 2003
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