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Spende für das Herzl-Museum in Jerusalem
Zur Eröffnung des Herzl-Museums in Jerusalem am 19.5.2005
wurde bekannt, dass dort Frau Landeshauptmann Klasnic als
Spenderin von 70.000,- Euro für diese Einrichtung aufscheint.
In
der dort errichteten Ehrentafel wird Frau Klasnic namentlich
angeführt.
Seit den Medienberichten darüber suchte in nach einer Antwort,
woher dieses Geld stammt. Tatsächlich von der Frau
Landeshauptmann oder doch aus steirischen Steuergeldern.
Nach Suche in den Beschlüssen auf der Homepage der Stmk.
Landesregierung und Anfrage an das Büro von
Landeshauptmann Stv. Voves konnte weder ein Beschluss der
Regierung noch des Landtages dazu gefunden werden.
Ich wurde an das Kulturamt und von dort an das Büro der Frau
Landeshauptmann verwiesen. Nach Urgenz wurde dort
schließlich gestern behauptet, dass diese Förderung von
der
Stmk. Landesregierung am 18. April 2005 beschlossen wurde.
Das im Internet dazu veröffentlichte Protokoll,
http://www.politik.steiermark.at/cms/beitrag/10159989/539724,
gibt jedoch darüber keine Auskunft. Will man nähere Auskunft
über diesen anscheinend geheimen Beschluss, muss man mit
Herrn Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Wielinger persönlich
Kontakt aufnehmen (laut HR Mag. Wolfgang Wlattnig vom Büro Klasnics).
Da stellen sich mir folgende Fragen:
Hat das Land Steiermark so viel Geld, dass es für ein
zionistisches Museum ausgegeben werden muss, zumal schon
der Bund dafür "gespendet" und einen Minister mit
beweihräuchernden Worten zur Eröffnung gesandt hat?
Ist es notwendig, Theodor Herzl, der kein Steirer war, zu
würdigen, obwohl er als der Urvater des Nahost-Konfliktes zu
gelten hat?
Einerseits fördert das Land die Ausbildung palästinensischer
Kindergärtnerinnen - im Inland, an steirischen
Ausbildungsstätten -, andererseits gibt es bares Geld für
ein
Museum im Ausland, das den Mann ehrt, der einst die Existenz
der Palästinenser mit dem Satz "Ein Land ohne Volk für ein
Volk ohne Land" leugnete.
Und wenn das schon sein muss, warum ist dieser Beschluss
so geheim, dass er nicht veröffentlicht wird und sogar andere
in
der Landesregierung vertretene Parteien nichts dazu finden
können?
Unter diesen Umständen müsste man denken, dass es sich
dabei um eine einsame Entscheidung von Frau Klasnic - an der
Regierung und dem Landtag vorbei - handelt.
Ein Steirer, der Frau Klasnics Partei zweimal gewählt hat, mit
einer Palästinenserin verheiratet ist und nun nicht mehr weiß,
was er nach solch einer zionistischen "Spende" dieser
Landeshauptfrau bei der aktuellen Wahl machen soll.
M. B.
Graz (Steiermark)
[15. September 2005] |