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Israels Botschafter demoliert Ausstellungsstück in Stockholmer
Museum
Das avantgardistische Kunstwerk "Schneewittchen und der Wahnsinn der
Wahrheit" des israelischen Künstlers Dror Feiler wurde anläßlich
einer bevorstehenden Konferenz über Völkermord im Stockholmer
Historischen Museum ausgestellt.
Der israelische Botschafter in Schweden, Zvi Mazel, attakierte am 16.
1. 2004 das Ausstellungsstück, er riß die Elektrokabel heraus
und warf einen Beleuchtungskörper in das Bassin, das ein Meer von
Blut darstellen sollte. Er wurde vom Museumsdirektor zur Rede gestellt
und anschließend von schwedischen Sicherheitskräften aus dem
Museum eskortiert. Zvi Mazel erklärte später, das Ausstellungsstück
sei eine Provokation, da es eine Selbstmordattentäterin verherrliche,
die Israelis auf dem Gewissen habe. Er verlangte die Entfernung des Ausstellungsstückes
und drohte "Konsequenzen" an...
Der Botschafter wurde für Montag d. 19. 1. in das schwedische Außenministerium
bestellt, wo er seine Aktion zu erklären habe, hieß es von Seite
des Ministeriums.
"Schneewittchen..." und ein vom Botschafter hineingeworfener Beleuchtungskörper...
Nach Angaben seines Schöpfers soll das Kunstwerk deutlich machen,
daß Hilflosigkeit verzweifelte Menschen zu furchtbaren Taten verleiten
kann. Die Selbstmordattentäterin von Haifa hatte kurz vor dem Anschlag
mitansehen müssen, wie ihr Bruder von israelischen Soldaten erschossen
wurde.Der Künstler Dror Feiler gehört der Organisation "Israelis
für den Frieden" an, die die Besetzung der Palästinensergebiete
durch das israelische Militär verurteilt. Feiler komponierte auch
Musikstücke mit Titeln wie "Shrapnel" und "Du bist tot".
[17. Januar 2004] |