Entwicklungshilfe für Asien

Der westdeutsche Außenminister Fischer kündigte bei seinem Besuch in Indien Anfang Oktober 2000 die Wiederaufnahme der bundesdeutschen Entwicklungshilfezahlungen an Indien an. Als Atommacht hat Indien natürlich einen hohen Bedarf an Entwicklungshilfe. Außerdem braucht Indien auch Panzer und Handfeuerwaffen um die Bevölkerung von Kaschmir zu beherrschen und die Ausübung des Selbstbestimmungsrechtes für die dortige Bevölkerung zu verhindern. Nach Bundesaußenminister Fischer besuchte der russische Außenminister Indien, der sogleich einen Vertrag über massive Waffenlieferungen Rußlands an Indien abschloß. Man kann sich vorstellen, dass das von der BRD zur Verfügung gestellte Geld diese Waffenkäufe erleichtern wird.


Asien - Europa - Treffen in Seoul am 20. 10. 2000

Um noch mehrere Geschäfte dieser Art mit asiatischen Halb- oder Volldiktaturen zu machen, wurde eine Konferenz der EU und asiatischer Länder einberufen. Die Europäische Union und zehn asiatische Staaten haben auf ihrem Gipfel in Seoul den Versöhnungskurs von Nord- und Südkorea gewürdigt. In einer gemeinsamen Erklärung riefen die Staats- und Regierungschefs der 25 Teilnehmerländer des dritten Asien-Europa-Treffens (ASEM) die beiden Staaten auf, ihre Annäherungspolitik voranzutreiben. Auf humanitärem Gebiet, vor allem bei der Familienzusammenführung, sollten die Staaten weitere Schritte unternehmen, hieß es. Südkoreas Präsident Kim Dae Jung sagte, er hoffe, dass sich die Beziehungen Nord- und Südkoreas drastisch verbessern. Neben der BRD und Großbritannien planen nun offenbar auch Spanien und Belgien, diplomatische Beziehungen zum kommunistischen Nordkorea aufzunehmen. Bundeskanzler Gerhard Schröder sprach sich nach Angaben aus Seoul dafür aus, dass die EU-Länder zur Aufnahme
 diplomatischer Beziehungen mit Nordkorea einer einheitliche Position finden sollten. 

Bei ASEM III soll vor allem die künftige wirtschaftliche, politische und kulturelle Zusammenarbeit der beiden Kontinente
erörtert werden.

Die Polizei ging am Eröffnungstag gegen eine Demonstration von Globalisierungsgegnern vor. Nach Augenzeugenberichten
demonstrierten einige Hundert Stundenten in der Nähe der Tagungsstätte und einigen anderen Orten der Hauptstadt gegen die
Folgen von Globalisierung und des Neo-Liberalismus. Jede Kundgebung im Umkreis des Kongresszentrums war zuvor von den Behörden untersagt worden. 

[20. Oktober 2000]

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