DIE ÜBERNAHME DER DEUTSCHEN RÜSTUNGSINDUSTRIE DURCH DIE US-FINANZMAFIA

Der Kieler Schiffbaukonzern HDW ist auf Drängen der USA und unter Mitwirkung der Bundes-"Regierung" unter US-amerikanische Kontrolle gestellt worden.
Bis vor kurzem lagen 50 Prozent plus einer Aktie bei Babcock-Borsig, während der Rest bei Preussag (30 Prozent minus einer Aktie) und der Bayern-Finanz (20 Prozent) lag.
Jetzt liegen 50 Prozent minus einer Aktie beim amerikanischen Finanzinvestor "One Equite Partners (OEP)" und 25 Prozent plus einer Aktie bei Babcock Borsig.
"One Equite Partners (OEP)" ist eine Tochter der "Bank One". An dieser ist die US-Investmentgesellschaft "Henry Crown & Co." Beteiligt, die wiederum auch Anteile am Rüstungskonzern "General Dynamics" hält. 
Die 25 Prozent der konkursreifen Babcock-Borsig AG sind aber offensichtlich nur eine Übergangslösung. Staatssekretärin Schulte im Verteidigungsministerium hat nun – trotz Scharpings Zustimmung zum Deal - auf Gefahren im Zusammenhang mit der geplanten künftigen Eigentumsstruktur hingewiesen: 
OEP 50 Prozent 
Thyssen-Krupp 15 Prozent 
Ferrostaal 15 Prozent 
Northrop Grumman 20 Prozent 
Zwar hat Babcock-Chef Klaus Lederer bis vor kurzem behauptet, mit dem US-Rüstungskonzern "Northrop Grumman" habe man lediglich über eine geschäftliche Zusammenarbeit, aber nicht über den Verkauf von Anteilen gesprochen. Jetzt bestätigt Babcock-Sprecher Hans-Joachim Wieckmann, es könne sein, daß die im Papier der Staatssekretärin genannten Beteiligungsverhältnisse bei HDW "die Endstruktur" wiedergeben. 
Lederer, der durch den Verkauf an OEP seinen Vorstandsposten bei HDW behält (bei Verkauf an Thyssen wäre er geflogen), will offensichtlich die bei Babcock verbliebenen HDW-Anteile an "Northrop Grumman" verkaufen. Damit wäre aber HDW endgültig unter US-Kontrolle geraten. 
Das wäre katastrophal, denn erstens ist HDW mit seinen 3.200 Mitarbeitern eines der führenden Rüstungsunternehmen in Europa und zweitens verfügt das Unternehmen über eine weltweit einmalige Technologie: Das brennstoffzellenangetriebene U-Boot U 31. Dieses kann drei- bis viermal länger tauchen als andere nicht atomar angetriebene U-Boote und stellt damit eine beachtliche Konkurenz für die Atom-U-Boote dar. Bisher waren letztere die einzigen, die wegen ihrer langen Tauchzeit als sichere Abschuß-Stützpunkte für Lang- und Mittelstreckenraketen dienen konnten. Insofern bedeutet das wesentlich preisgünstigere U 31 beinahe eine strategische Revolution. 
Die ganze Geschichte ist ein Schulbeispiel für das Versagen der korrupten deutschen Machthaber, gleichgültig welcher Lizenzparteienprovenienz, rot, schwarz, gelb oder grün, wenn es darum geht, deutsche – und in diesem Fall auch europäische – Interessen gegen die abwechselnd mit Drohungen und Lockmitteln arbeitende internationale, hauptsächlich jüdisch-amerikanische Finanzmafia zu verteidigen. 
Daß es sich beim Verkauf an den Finanzinvestor "One Equite Partners (OEP)" nur um eine schlechte Tarnung der in Wirklichkeit stattfindenden Übernahme durch die US-Rüstungsindustrie handelt, liegt auf der Hand. Trotzdem wollte Badehosen-Scharping, diese, der allgemeinen Verachtung schon längst anheimgefallene Berliner "Verteidigungs"-Minister-Attrappe, keinerlei Gefahr sehen. "Alle Verträge sind wasserdicht", behauptete er lapidar und erwies sich damit erneut als personifiziertes Sicherheitsrisiko. 
Als Werkzeug für diesen Ausverkauf deutscher Rüstungstechnik hat man sich des offenbar korrupten Babcock Vorstandsvorsitzenden Klaus Lederer bedient. Dieser hatte sich schon beim Wechsel von ITT zu Babcock vom Aufsichtsratsvorsitzenden Friedel Neuber und von der WestLB zusichern lassen, daß er im Falle eines Babcock-Konkurses (der jetzt in der Tat droht) seinen Fünf-Jahres-Vertrag auf jeden Fall ausbezahlt bekommt. In der Folgezeit konnte er die darbende Babcock nur über Wasser halten, indem er das erfolgreiche Rüstungsflaggschiff HDW systematisch ausplünderte. Als der HDW-Vorstand sich weigerte, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, ließ Lederer den HDW-Chef feuern und übernahm selbst den HDW-Vorstandsvorsitz (neben dem Babcock-Vorsitz). Um die anderen HDW-Anteilseigner (Preussag und Bayern Finanz) zu verdrängen, ließ er verbreiten, Babcock wolle deren Anteile aufkaufen, worauf sich diese offensichtlich einstellten. Denn beide haben schließlich andere Unternehmensschwerpunkte. Insbesondere Preussag hat sich in den letzten Jahren stark umorientiert. Aber in Wirklichkeit hatte Babcock überhaupt nicht das Geld, um die HDW-Anteile zu kaufen. Stattdessen war von langer Hand – höchstwahrscheinlich in Abstimmung mit der US-Regierung und der Bundes-"Regierung" – geplant, an die Amerikaner zu verkaufen. Lederer persönlich erhielt für seinen Verrat von "One Equity Partners" die Zusage, HDW-Vorstandsvorsitzender zu bleiben, was ihm sicher sehr gut paßt, da die Babcock aller Voraussicht nach baden geht. 
Die Bundesregierung unternahm als Täuschungsmanöver den Versuch, Thyssen-Krupp zur Übernahme der HDW-Anteile zu bewegen, was tatsächlich zu einem entsprechenden Angebot führte. Hätte dies geklappt, hätte Lederer wahrscheinlich seinen Vorstandsposten verloren. Es war deswegen natürlich nicht schwer, ihn so zu instrumentalisieren, daß er auf das Angebot nicht einging. Er wollte einfach lieber an die Amis verkaufen und die Bundes-"Regierung", die mit Sicherheit das Ganze mit eingefädelt hatte, war natürlich einverstanden. 
Am vorläufigen Ende dieses traurigen Schmierentheaters kann man sich nur noch fragen:
WANN WERDEN JENE MUTMASSLICHEN AGENTEN FREMDER MÄCHTE, DIE HEUTE DEUTSCHLAND REGIEREN, ENDLICH ZUM TEUFEL GEJAGT UND DURCH EINE NATIONALE REGIERUNG ABGELÖST ??? 
 
PER LENNART AAE

[27. Juni 2002]

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