Pressekonferenz von Landeshauptmann Haider in London

Landeshauptmann Jörg Haider hat gemeinsam mit dem Chef der Kärnten Werbung, Werner Bilgram und mit Kärntens Tourismus- und Wirtschaftsreferenten Karl Pfeifenberger in einem Hotel im Regierungsviertel von London bei einer Pressekonferenz um britische Gäste geworben. Kärnten sei ein einzigartiges Tourismus- und Kulturland, erklärte der Landeshauptmann. Das Motto der Pressekonferenz war „Carinthia – Peace an Prosperity“. Die Journalisten interessierten

Kärnten
Pressekonferenz mit J. Haider am 27. 6. 2002 in London

sich jedoch für die Politik der Rechtsregierung in Österreich. Auf entsprechende Anfragen erklärte Jörg Haider, er fühle sich von der neuen Einwanderungspolitik der Europäischen Union bestätigt. Er sei jahrelang für ähnliche Vorschläge, wie sie die EU nun übernommen habe, als Rassist und Faschist beschimpft worden, sagte Haider bei der Pressekonferenz. Die EU habe jetzt mit zehn Jahren Verzögerung die Herausforderungen der Einwanderungspolitik angenommen.

Für ihn sei es eine Genugtuung zu sehen, wie linksgerichtete Parteien in Europa einsehen müßten, daß sie ohne die Annahme rechter Ideen politisch nicht überleben könnten. 

Die Journalisten stellten dem Landeshauptmann auch viele Fragen rund um das Thema EU, Einwanderungspolitik und Osterweiterung und künftiger Parteienentwicklung.

In London demonstrierten etwa 10 Linksradikale gegen Haiders Besuch mit Plakaten und Schreien wie "Haider ist Hitler", "Nazi-Abschaum" und "Mach' Urlaub mit Hitler".

FPÖ
Demonstration gegen Haider am 27. 6. 2002 in London

Die EU-Staaten hatten bei ihrem Gipfeltreffen am 22. 6. 2002 in Sevilla ein Aktionsprogramm Englands und Dänemarks gegen illegale Einwanderung abgelehnt und eine verwässerte Deklaration zwecks Stimmenfanges bei den kommenden Wahlen verabschiedet.
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Vor rund 50 Journalisten versuchte Haider Kärnten als stark aufstrebende Region im Schnittpunkt dreier Kulturen darzustellen sowie auf seine Weltoffenheit und grenzüberschreitenden Verbindungen und Kooperationen mit den Nachbarländern Italien und Slowenien – wie es sich vor allem an der gemeinsamen und erstmaligen Dreiländer-Olympiabewerbung gezeigt hat – aufmerksam zu machen. Kärnten hat sich zusammen mit seinen Nachbarn als „Region des Friedens“ positioniert.

Kärnten sei als Urlaubsdestination zu jeder Jahreszeit interessant, Haider verwies auf die sauberen Seen und herrlichen Landschaften sowie die Wintersportmöglichkeiten und die Kärnten-Card. Das Land biete eine enorme Fülle kultureller Aktivitäten und sportlicher Möglichkeiten. Erwähnt wurden im besonderen die Wörthersee-Bühne als Musicalbühne, auf der heuer „Falco meets Amadeus“ zu sehen sein wird, sowie die vielen Veranstaltungen, die Kärnten beleben, wie Songfestival, Ironman, Starnacht, Beachvolleyball, Harley-Treffen usw. Um dies zu unterstreichen, wurde auch ein Werbe- und Imagefilm präsentiert.

Die Kooperation mit der Fa. Ryanair und die neue Direktverbindung Klagenfurt – London werde das Interesse an Kärnten verstärken, erklärte der Landeshauptmann. Haider war im Zuge des Erstfluges der Ryanair auf der Route Klagenfurt – London/Stansted nach London gekommen. Erwartet wird, daß im Jahr an die 50.000 britische Gäste per Ryanair nach Kärnten fliegen werden.

Zudem machte der Landeshauptmann auch auf die optimalen medizinischen Behandlungs- und Kurmöglichkeiten in Kärnten aufmerksam. Auf diese Weise sollte der Gesundheitstourismus verstärkt werden.

[28. Juni 2002] 

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