Ecstasy verursacht Gehirnschäden

Ecstasy, eine Modedroge, die von Millionen fortschrittlichen 
Jugendlichen in der westlichen Welt eingenommen wird, kann
nach Berichten von Wissenschaftlern Dauerschäden im Zentral-
nervensystem verursachen. 

Ein Forscherteam der J. Hopkins Universität, Baltimore, stellte
fest, daß Primaten, denen Ecstasy (MethyleneDioxyMeth-
Amphetamine, MDMA) für nur vier Tage gegeben wurde, bereits
dauerhafte Gehirnschäden erlitten. Dr. A. Leshner, der Direktor
des US Instituts zur Beobachtung des Drogenmißbrauches sagte,
Menschen, die MDMA auch nur wenige mal nehmen, riskieren
dauerhafte Probleme mit ihrer Lern- und Erinnerungsfähigkeit.

MDMA verursacht ein Gefühl des Wohlbefindens und der Euphorie. Die Droge beeinflußt die Produktion von Serotonin, 
das den Gefühlszustand steuert. 

Das Forscherteam gab zweimal täglich für vier Tage einer Gruppe von Affen entweder Salzwasser oder Ecstasy. Nach zwei Wo- chen wurde die Hälfte der Versuchstiere und nach sieben Jahren die restlichen Tiere untersucht. Bei denen die MDMA verabreicht 
bekamen, wurden Gehirnchäden vor allem im Neurocortex, dem
äußeren Teil des Gehirns, in dem bewußtes Denken erfolgt, sowie
im Hyppocampus, dem Ort der Langzeiterinnerung festgestellt.

Die Forschungsergebnisse wurden im  Journal of Neuroscience 
vom 15. Juni 1999 veröffentlicht.

[15. Juni 1999]