Landesfestumzug 2009 in Innsbruck
"200 Jahre Tiroler Freiheitskampf"Am 20. September 2009 fand in der Innsbrucker Innenstadt der Landesfestumzug statt, der Höhepunkt im Andreas-Hofer Gedenkjahr 2009, bei dem man das 200-Jahr-Jubiläum der Tiroler Freiheitskämpfe feierte.
Insgesamt marschierten bei Schönwetter und sommerlichen Temperaturen rund 26.000 Mitglieder von Traditionsverbänden, darunter zahlreiche Schützen aus dem Trentin, Nord- und Süditrol, Burschenschafter und Trachtenvereine wie auch das Bundesheer, aber auch Verbände der ehemaligen Feinde Frankreich und Bayern durch die Stadt. Es dürften mehr als 100000 Zuschauer statt der erwarteten 50000 in Innsbruck gewesen sein.
Begonnen hat der Festakt vor der Innsbrucker Hofburg, vor der die Tribüne für die Ehrengäste, darunter Kanzler Werner Faymann (SPÖ), Vizekanzler Josef Pröll (ÖVP) und Nationalratspräsident M. Graf (FPÖ), aufgebaut war. Bundespräsident Heinz Fischer (SPÖ) schritt zu Beginn die Ehrenkompanie ab. Aus sieben historischen Kanonen wurden 21 Salutschüsse abgegeben. Fischer sprach in seiner anschließenden Rede von Tirol als geschichtsbewusstem Land. Man habe nicht vergessen, was vor 200 Jahren geschehen sei. Er kritisierte auch Hitler und Mussolini, die Südtirol bei Italien belassen hatten. Heute schätze man die erreichten Lösungen (?). Der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) sprach in seiner Rede davon, dass sich in den letzten Jahren „viel getan“ habe. Die Grenzen seien gefallen, man habe eine gemeinsame Währung, vieles wachse zusammen. Der Umzug sei ein „Symbol für den Aufbruch in einem gemeinsamen, friedlichen Europa“.
Die Teilnehmer des Umzugs waren größtenteils anderer Meinung als die Festredner, entsprechende Transparente wurden mit Beifallskundgebungen aus dem Publikum bedacht. „Selbstbestimmung für Südtirol“ stand etwa auf einem der Transparente.
Eine Schützenkompanie aus dem Südtiroler Pustertal hatte „Los von Rom“ in großen, schwarzen Blockbuchstaben auf ein Transparent gedruckt, das sie auf dem 7,5 Kilometer langen Umzug vor sich hertrug. Im Vorfeld war darüber diskutiert worden, ob derartige Spruchbänder beim Umzug, der vom Tiroler ÖVP-Politiker Andreas Khol koordiniert wurde, verboten werden sollten: Sie blieben erlaubt
Auch die Dornenkrone aus Metall, die als Symbol für die Unterdrückung der Südtiroler durch Italien gilt, hätte nach Meinung der Systempolitiker beim Umzug eigentlich nicht dabei sein sollen. Man einigte sich jedoch auf eine „entschärfte“ Version: 2009 Rosen zierten die Krone auf ihrem Weg durch die Stadt. Beim letzten großen Umzug vor 25 Jahren hatte die Dornenkrone für Proteste Italiens gesorgt.
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Ladiner wollen wieder zu Bozen Eine Abordnung aus Eupen[20. September 2009]
Präsident M. Graf zum Thema Südtirol Bestürzt über die politischen Reaktionen auf sein Presse-Interview vom 26. 7. 2009 zum Thema Südtirol zeigte sich der Dritte Nationalratspräsident Martin Graf (FPÖ). Der journalistische Trend des ungeprüften Voneinander-Abschreibens halte abgewandelt nun auch in den politischen Parteien Einzug, so Graf: "Offenbar kommt es hier zu reflexartigen Rücktrittsaufforderungen, für die schon das Auffinden des Namens Graf in einer Zeitungs-Überschrift ausreicht. Gelesen dürfte das Interview kaum jemand haben. Das ist schade, gehört "Die Presse" doch zu Österreichs Qualitätszeitungen, deren Lektüre Politikern grundsätzlich empfohlen werden kann."
Graf betonte, dass er in dem Interview mit keinem Wort die Rückkehr Südtirols zu Österreich gefordert habe. Dies komme so nur im Titel vor, den der Presse-Redakteur gemacht habe. "Trotzdem verwundert es mich, zu welch allergischen Reaktionen eine mögliche Rückkehr Südtirols in Österreichs politischen Parteien führt, wo doch Österreich die Schutzmacht der deutschen und ladinischen Bevölkerung ist", so Graf, der weiterhin betont, dass das Recht auf Selbstbestimmung ein unteilbares Recht sei, das für alle Völker dieser Welt gelten müsse. "Weder Grüne noch SPÖ, die jetzt schon wieder gegen mich hetzen, werden in der Lage sein zu erklären, warum man für die Selbstbestimmung von Tibetern und Kurden sein soll, den Südtirolern dieses Recht aber getrost noch weitere 90 Jahre vorenthalten kann", so der Dritte Nationalratspräsident.
Graf forderte einen seriösen Diskussionsprozess zur Wahrung der Selbstbestimmung für Südtirol. Der Südtiroler Landeshauptmann Durnwalder habe Recht mit der Aussage, dass eine Volksabstimmung sorgsam vorbereitet werden müsse. Er habe auch in seinem Interview mit keinem Wort verlangt, dass sie morgen stattfinden müsse, so Graf. "In einer friedlichen Europäischen Union und nach Etablierung einer schwer erkämpften Autonomie ist nun aber der Zeitpunkt gekommen, den letzten Schritt zur Aufarbeitung der Südtiroler Geschichte zu setzen", erklärte der Dritte Nationalratspräsident.___________ Was dem Kosovo zugestanden wird, muss für Südtirol Recht und billig sein!
Der freiheitliche Südtirolsprecher NAbg. Werner Neubauer bedankte sich am 26. 7. 2009 in einem persönlichen Gespräch beim 3. Nationalratspräsidenten Dr. Martin Graf für seine Forderung nach Umsetzung des Selbstbestimmungsrechtes für die deutsche und ladinische Volksgruppe in Südtirol.
"Als nach Kriegsende Kanonikus Gamper die Leitung der Tageszeitung Dolomiten übernahm und sich weiterhin für die Belange der deutschen und ladinischen Volksgruppe in Südtirol einsetzte und mit seinem Leitartikel über den "Todesmarsch der Südtiroler" vom 28.Oktober 1953 ein Grundmotiv des Kampfes um die Südtiroler Autonomie lieferte, dachte niemand im Land Tirol daran, dass es der einstmals so stolzen Südtiroler Volkspartei vorbehalten sein sollte, zum "Raffl" Tirols zu mutieren", stellte heute der freiheitliche Südtirolsprecher NAbg. Werner Neubauer fest.
"Es ist für mich unbegreiflich, wie Steger, Durnwalder und Pichler Rolle sich permanent mit unqualifizierten Aussagen gegen das eigene Volk stellen und im gleichen Atemzug faschistische Denkmäler in Südtirol und friedliche, demokratisch legitimierte Demonstrationen verurteilen", stellte Neubauer heute erneut zu den Aussagen des Südtiroler Landeshauptmannes Durnwalder als Replik auf die Aussagen Grafs klar.
Dabei sehen wir uns in guter Gesellschaft mit der Forderung nach Selbstbestimmung, so Neubauer, "hat doch kein Geringerer als Gesundheitslandesrat und SVP-Obmannkandidat Richard Theiner die Forderung nach einem selbstbestimmten Südtirol erhoben". "Wenn Theiner meint, dass die "Selbstbestimmung für Südtirol keine utopische Forderung", sondern "ein Ziel, das wir nicht aus den Augen verlieren dürfen", sei, "dann hat er in der FPÖ einen aufrichtigen Partner". "Wenn die Südtiroler Volkspartei das völkerrechtlich verankerte Recht auf Selbstbestimmung aufgeben und nur noch einer wackeligen Autonomie das Wort reden möchte, dann soll sie den Mut haben, das Selbstbestimmungsrecht beim nächsten Parteitag aus ihrer Parteiprogrammatik zu streichen", sagte Neubauer. Die derzeitige Parteispitze verliere deshalb auch kontinuierlich jede Wahl und wolle offenbar deshalb die Partei von ihrer ursprünglichen Aufgabe als Vertretung und politische Schutzmacht weg in den italienischen Zentralstaat überführen, so Neubauer. "Das ist Verrat an den Gründungsvätern der Südtiroler Volkspartei und Verrat am Gründungsauftrag."
"Mit den Aussagen Durnwalders stellt sich die Südtiroler Volkspartei erneut abseits des Volkswillens", sagte Neubauer, der in diesem Zusammenhang am Selbstbestimmungsrecht sowie an der Möglichkeit einer doppelten Staatsbürgerschaft für deutsche und ladinische Südtiroler festhielt.
Neubauer erinnerte die beiden Tiroler Landeshauptleute Durnwalder und Platter an die Aussage des italienischen Ministers für die öffentliche Verwaltung, Renato Brunetta, in einem Interview für die Zeitung "Il Gazzettino", als dieser verkündete, dass die autonomen Regionen mit Sonderstatuten bald der Vergangenheit angehören würden. Im Zuge der italienischen Verfassungsreform müsste den "Sonderzugeständnissen", welche vor 60 Jahren einigen Regionen gewährt wurden, ein Ende bereitet werden. "Wir müssen endlich in anderen Dimensionen denken und die Regeln ändern", betonte Brunetta. "Regionen, die bis dato Privilegien genießen, darf es bis dahin nicht mehr geben", sagte der Minister. Wir sind der festen Überzeugung, dass all diese Ereignisse nicht eine zufällige Häufung sind, sondern dass sich hier eine Änderung in der italienischen Regierungshaltung gegenüber Südtirol und seiner Autonomie ankündigt, so Neubauer.
"Hatte ÖVP-Südtirolsprecher Gahr im März 2009 in einer Presseaussendung noch kein Wort zum Thema "Selbstbestimmung" verloren und die Autonomie für Europa als "Modellcharakter" bezeichnet, ließ er im April plötzlich positive Aspekte eines Entwicklungsprozesses zur Selbstbestimmung Südtirols durchblicken, um jetzt wegen Grafs Vorstoß erneut den Retourgang einzulegen", so Neubauer. "In Anbetracht der politischen Entwicklung im Land "wo Etsch und Eisack fließt", wird es ein Gebot der Stunde sein, die Schutzfunktion Österreichs endlich in der Verfassung zu verankern.
"Für uns Freiheitliche stellte Südtirol immer eine Herzensangelegenheit dar, während sich die Regierungsparteien mehr und mehr vom Grundrecht auf Selbstbestimmung der österreichischen und ladinischen Volksgruppe in Südtirol abwandten", sagte Neubauer. "Die FPÖ wird die Entwicklung in Südtirol weiter genau beobachten und ihren Teil zur Umsetzung des Selbstbestimmungsrechtes einbringen", betonte Neubauer. Dass das Recht auf Selbstbestimmung erreichbar und keine Utopie sein muss, wird in unseren Tagen am Beispiel des Kosovo und Grönlands deutlich.
Nach 90 Jahren der gewaltsamen Loslösung Süd-Tirols und nach der Zwischenlösung des Autonomiestatuts könne es innerhalb der Friedensordnung der EU wohl kaum unzulässig sein, die Diskussion um das Selbstbestimmungsrecht der deutschen und ladinischen Volksgruppen im südlichen Tirol voran zu treiben. Hier sei auch an den nie aufgehobenen Beschluss des Außenpolitischen Ausschusses des Österreichischen Nationalrates vom 1. Oktober 1946 erinnert, in welchem es heiße, dass der "Pariser Vertrag" nur als "Zwischenlösung" angesehen werden könne und "in keiner Weise einen Verzicht auf die unveräußerlichen Rechte unseres Staates auf Südtirol" bedeute", so Neubauer, der betonte, dass das Recht auf Selbstbestimmung aber natürlich von den Südtirolern selbst ausgehen müsse, die FPÖ diese Bemühungen aber stets wohlwollend begleiten werde![FPÖ-Pressemeldungen vom 26. 7. 2009]
Tiroler Schützentreffen in Innsbruck In Innsbruck (Nordtirol) ist am 17. 4. 2005 die 55. Jahresversammlung des Tiroler Schützenbundes abgehalten worden. Mehr als 700 Offiziere aus ganz Tirol repräsentierten fast alle Schützenkompanien des Landes. Zum neuen Geschäftsführer des Schützenbundes wurde der langjährige Hauptmann der Schützenkompanie Amras, Josef Haidegger, gewählt.
Bestätigt in seinem Amt als Landeskommandant wurde Otto Sarnthein. Zentrales Anliegen der Schützen war wieder, dass das Verbot, die Waffen nach Südtirol mitzunehmen, abgeschafft werde. Man wolle nicht mit kastrierten Waffen und Säbeln nach Südtirol fahren, so Sarnthein.
Nach einem Marsch durch die Innsbrucker Altstadt und einer Kranzniederlegung vor dem Erzherzog Eugen Denkmal für die gefallenen Kameraden ging die Bundesversammlung 2005 mit einer Parade vor der Hofburg zu Ende.
[17. 4. 2005]
Tiroler Schützen besuchen Wien In Wien überreichten am 5. 5. 2004 Vertreter des Gesamttiroler Schützenbundes Bundespräsident Klestil eine Resolution, in der die Schutzmacht Österreich um Unterstützung im Streit um die Südtiroler Ortsnamensgebung und in der Transit-Frage ersucht wird.
Am Vormittag besuchte die Delegation den noch amtierenden Bundespräsident Thomas Klestil. Weiters fand ein Treffen mit zwei prominenten ÖVP-Bundespolitikern aus Tirol, Parlamentspräsidenten Andreas Khol und Verteidigungsminister Günther Platter.
Im Vorfeld des Wiens-Besuch war es zu einer Kontroverse zwischen den Schützenverbänden und Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder gekommen. Die Südtiroler Schützen wollen etwa im Ortsnamenstreit nur 200 historisch gewachsene italienische Namen beibehalten, Landeshauptmann Durnwalder aber 600.
Durnwalder will den Schützen das Recht absprechen, das Land zu vertreten. Ein weiterer Punkt der Resolution der Schützen ist die Transitfrage, in der Wien zu "entschiedenem Einschreiten gegen die Zerstörung der Heimat" aufgefordert wird.
Die Präsidentschaftskanzlei ließ erklären, der Bundespräsident habe seine besondere Verbundenheit mit den Tiroler Schützen zum Ausdruck gebracht. In einer Zeit des Zusammenwachsens in Europa komme dem Engagement für eine europäische Region Tirol besondere Bedeutung zu.
Weiters wurde auf die historische Bedeutung des Besuchs verwiesen. Erstmals seit dem Jahr 1808, als Andreas Hofer mit einer Schützen-Delegation in Wien vorsprach, wurde wieder eine Schützen-Abordnung in die Wiener Hofburg empfangen. Wahrscheinlich werden die Anliegen der Schützen ebenso unter den Tisch gekehrt werden wie seinerzeit die Forderungen Andreas Hofers...
Der Delegation gehörten Schützen aus Nord-, Süd- und Osttirol sowie aus dem Trentino an.
[5. Mai 2004]
Gedenkfeiern für Andreas Hofer in Wien Die Tiroler Schützen haben am 25. Januar 2004 in der Wiener Innenstadt ihren Freiheitskämpfer Andreas Hofer geehrt. Eine Gedenkmesse hat im Stephansdom stattgefunden.
Begonnen hatten die Feierlichkeiten Abend des 24. 1. mit dem Tirolerball im Wiener Rathaus. Am Sonntag d. 25. 1. endeten sie mit einem Aufmarsch beim Hofer-Gedenkstein nahe des Südbahnhofs.Im Anschluß ging der Festzug mit 680 Teilnehmern von der Oper zum Stephansplatz, wo nach einer Messe zu Ehren des Freiheitskämpfer Salut geschossen wurde.
Das 1978 errichtete Ehrenmal war von der Stadt Wien für den Aufzug der Tiroler gereinigt worden. Der Landeskommandant der Tiroler Schützen hatte seine Unzufriedenheit über den Zustand des Denkmals geäußert, das als "Hundeklo" und "Sandlertreff" mißbraucht werde.
Am Stephansplatz zogen die Kompanien aus Hippach und Ramsau im Zillertal mit Waffen und Instrumenten in die Kirche ein.Beim Gedenkgottesdienst stellte der Domkurat Andreas Hofer als Vorbild für die heutige Gesellschaft heraus. Er sei ein Mensch gewesen, der immer gewußt habe, daß es einen Gott über ihm gebe. "Im Wissen, daß wir mit Gott den längeren Atem haben", beendete der Domkurat seine Predigt und erinnerte an den gestrigen Sieg des Zillertalers Stephan Eberharter in Kitzbühel.
Am Stephansplatz folgte als letzter Akt der Ehrungen die Generaldecharge. Zunächst schritt der Domkurat mit dem Ehrengast, den aus Nordtirol stammenden Nationalratspräsidenten Andreas Khol (ÖVP), die Kompanien ab. Dann wurden dem Freiheitskämpfer Salut geschossen.
[25. Januar 2004]
Andreas Hofer Landes-Gedenkfeier Am 191. Todestag von Andreas Hofer fanden wieder die traditionellen Gedenkfeiern des Landes Tirol statt: Am Vormittag des 20. Februar 2001 legte der Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner beim Andreas-Hofer-Denkmal am Berg Isel einen Kranz nieder. Im Landhaus wurden an 12 Tiroler das Landes-Ehrenzeichen verliehen. Der Abt des Stiftes Wilten, Prälat Raimund Schreier, feierte in der Hofkirche den Gottesdienst für Volk und Heimat, bei dem die Jugend Tirols ihr Herz-Jesu-Gelöbnis erneuerte und der Landeshauptmann am Grabmal des Freiheitshelden einen Kranz niederlegte. Die Predigt hielt der neue Militärdekan Werner Seifert.
Landeshauptmann Weingartner verlieh dann im Landhaus das Ehrenzeichen des Landes Tirol an zwölf Frauen und Männer aus Nord-, Ost- und Südtirol. In Vertretung von Südtirols Landeshauptmann Luis Durnwalder nahm Landesrat Bruno Hosp teil. Das Ehrenzeichen erhielten: Dr. Lois Craffonara, Ladiner - Forscher, Buneck, Univ.-Prof. D. Peter Fritsch, Vorstand der Univ.-Klinik für Dermatologie, Innsbruck, Prof. Dr. Josef Gelmi, Ordinarius für Kirchengeschichte, Kirchenhistoriker, Brixen, Prof. Dr. Magdalena Hörmann, Landes-Expertin für bildende Kunst, Innsbruck, Dkfm. Dr. Hansjörg Jäger, Präsident der Wirtschaftskammer Tirol, Innsbruck, Bernhard Johannes, Präsident des Südtiroler Industriellenverbandes, Meran, Dr. Alois Kothgasser, Bischof von Innsbruck, Monika Lami, Galeristin, Zams, Dr. Helmut Mayr, Vorstandsdirektor a.D. der Tiwag, Prof. Jos Pirkner, Bildhauer, Tristach, Anton Pletzer, Unternehmer, Hopfgarten i. Br., Helga Stabentheiner, Leiterin des Notburgaheimes Innsbruck.
Zur Ordensverleihung betonte Weingartner: "Ich möchte danke sagen für die Leistung, die hinter dieser Auszeichnung steht". Diese drücke ein "besonderes Maß an Verbundenheit des Landes Tirol mit der Bevölkerung" aus. Die Begriffe Heimat und Patriotismus würden nicht mehr Begriffe der "heutigen Zeit" darstellen, behauptete Weingartner (ÖVP). Es sei daher wichtig, den "Standort des anderen" zu akzeptieren und anzunehmen. Der Tiroler Landeshauptmann hob "drei Wegweiser" für die Zukunft hervor. Einerseits solle das "Europäische Projekt" gleichzeitig ein "Friedensprojekt" sein. Die Zukunft Europas solle andererseits "nicht nur eine Zukunft in materieller Hinsicht" bedeuten. Daher sei es "gut", daß man sich im Zuge der "ethischen Debatte" gegen die Schlachtung von Nutztieren "wehrt". Als dritten Wegweiser führte Weingartner die "Vielfalt der verschiedenen Regionen" an, die dieQualität Europas präge.
Gedenkfeier in Mantua In Mantua gedenken die Schützen des 191. Todestages von Andreas Hofer. Erstmals werden die Schützen dabei mit Säbel und Gewehr ausrücken und am Andreas - Hofer - Denkmal eine Ehrensalve abfeuern.
[20. Februar 2001]
50-Jahrfeier der Tiroler Schützenverbände Anläßlich des 50. Jahrestages der Wiederzulassung der Tiroler Schützenverbände fand am 28. Mai 2000 in Innsbruck ein Festumzug zahlreicher Tiroler Schützenverbändestatt. Südtiroler Schützen, denen erstmals seit Kriegsende wieder das Tragen von Waffen erlaubt wurde, feuerten den Ehrensalut für den Bundespräsidenten.
Ehrengäste bei der Schützenparade waren u. a. s. M. Otto v. Habsburg, der Bürgermeister von Innsbruck. H. v. Staa, der Landeshauptmann von Tirol Wallnhöfer, Bundespräsident Klestil und Angehörige des Bundesheeres sowie geistliche Würdenträger.
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Die Abordnung des Bezirkes Brixen, SüdtirolDie Tiroler Schützen bildeten sich in den einzelnen Tälern Tirols als Antwort auf die Bedrohung von ortsfremden Eroberern, besonders gegen die Armeen Napoleons(des 19. Jahrhunderts).
Der Volksheld Andreas Hofer, der bekannteste Vertreter der Tiroler Schützen, wurde am 20. 2. 1810 von den französischen Okkupanten in Mantua völkerrechtswidrig erschossen.
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In jedem Tal bildeten sich Schützenkompanien zur Verteidigung.
Die Wiedervereinigung von Nord- und Südtirol ist praktisch durch die Bildung der Euroregion Tirol - Trentino nach dem EU-Beitritt Österreichs vollzogen worden.
Die "Euregio" Tirol - Trentino ist mit einem eigenen Büro in Brüssel vertreten und wird auch bei der am 1. Juni 2000 beginnenden Weltausstellung in Hannover einen gemeinsamen Ausstellungsstand betreiben.
Das Internationale Ausstellungsbüro (BIE) in Paris verfolgt mit großem Interesse die Beteiligung der Euregio Tirol - Südtirol - Trentino an der Weltausstellung in Hannover. „Dieses Projekt kann auch für uns Symbol- und Testcharakter haben," sagte der Generalsekretär des BIE Vicente Loscertales dem Geschäftsführer der EXPO - EWIV Manfred Schweigkofler. Die Zeiten ändern sich sehr schnell und auch das Internationale Ausstellungsbüro sehe ein Erstarken der Regionen in Europa.
Man kann nur hoffen., daß sich die Tendenzen zu einem EU - Einheitsstaat, wie sie der westdeutsche Außenminister Fischer unlängst propagierte und wie sie auch in den EU14 - Sanktionen gegen Österreich zum Ausdruck kommen, nicht durchsetzen werden und es tatsächlich zu einem Europa der Regionen kommen wird.
[28. Mai 2000]