Tibet Friedensmarsch in Wien

Aus Anlass des 50. Jahrestags des tibetischen Volksaufstandes vom 10. März 1959 haben am 10. 3. 2009 in Wien-Landstraße rund 100 Menschen an einer Protestaktion vor der chinesischen Botschaft teilgenommen.

"Tibet stirbt und die Welt schaut zu", stand auf einem Transparent zu lesen, das die Demonstranten mit sich trugen.

Solange sich die Situation nicht verändere, würden die Tibeter ihren Kampf fortsetzen, sagte ein Sprecher von "Save Tibet". Nur wenige Menschen in China würden die Wahrheit über Tibet kennen. Es wurde ferner kritisiert, dass die Welt tatenlos zugesehen habe, als der Volksaufstand in Tibet vor 50 Jahren niedergeschlagen wurde.

Nach der Kundgebung formierte sich ein Demonstrationszug in Richtung Innenstadt. Im Gegensatz zum Vorjahr kam es zu keinen Zwischenfällen. 2008 war ein exil-tibetischer Demonstrant auf das Gelände der chinesischen Botschaft eingedrungen und hatte die chinesische Fahne von der Hausfront gerissen.

In Österreich haben insgesamt 190 Städte und Gemeinden am heutigen 10. März. auf ihren Rathäusern und Ämtern die Flagge Tibets gehisst und auf diese Weise an die Niederschlagung des tibetischen Aufstands durch die chinesische Armee vor 50 Jahren erinnert. An der Flaggenaktion der Tibeter-Hilfsorganisation "Save Tibet" beteiligten sich alle Bundesländer außer Wien. Bei dieser Aktion gehe es um "die Frage von Recht und Unrecht", heißt es in einer Aussendung der Organisation. "Diese Frage macht nicht an kommunalen, regionalen oder nationalen Grenzen halt", denn dem tibetischen Volk werde bis heute Unrecht angetan.

Auch in der BRD haben 996 Städte, Gemeinden und Landkreise dieses Jahr am 10. März auf ihren Rathäusern und Ämtern die tibetische Flagge gehisst, um ihre Solidarität mit Tibet kundzutun. Die Tibet Initiative organisiert die Flaggenaktion seit 14 Jahren. 
2009 beteiligten sich um 75 Städte mehr an der Aktion als 2008.

Berlin
Auch in Berlin wurde vor der Botschaft der VR China protestiert

[10. März 2009]

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Tibet-Friedensmarsch in Wien 

Mit einem eindringlichen Appell an die freien westlichen Demokratien, den gewaltlosen Widerstand des tibetischen Volkes gegen die chinesische Besatzungsmacht zu unterstützen, hat am 10. 3. 2001 in Wien der diesjährige Europäische Friedensmarsch für Tibet begonnen. Auf Peking müsse verstärkt Einfluss genommen werden, um die Freilassung der unter unmenschlichen Bedingungen inhaftierten und gefolterten Mönche und politischen Häftlinge zu erwirken und die rücksichtslose Umweltzerstörung zu stoppen, forderten mehrere hundert Teilnehmer aus 16 europäischen Staaten. Der Demonstrationszug führte vom Schwarzenbergplatz, vorbei an der chinesischen Botschaft im dritten Bezirk, zum Ballhausplatz. 

Anläßlich des 42. Jahrestages des von der chinesischen Armee blutig niedergeschlagenen Volksaufstands in Tibet soll an die fortdauernde grobe Verletzung elementarer Menschenrechte der freien Meinungsäußerung und Religionsausübung erinnert werden.  In den vergangenen Jahren waren Brüssel, Genf, London und Paris Schauplätze des Europäischen Tibet Friedensmarsches. Die österreichische Bundesregierung und die Europäische Union werden aufgefordert, bei der nächsten Session der UNO-Menschenrechtskommission in Genf eine Resolution gegen Die Menschenrechtsverletzungen Pekings einzubringen beziehungsweise zu unterstützen. 

Der Friedensmarsch - begleitet von einem sehr starken Polizeiaufgebot - steht unter dem Ehrenschutz der Österreichischen Buddhistischen Religionsgemeinschaft und unter anderem wird von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und dem Ludwig-Boltzmann-Institut für Menschenrechte unterstützt.  Bei der Abschlußkundgebung hielten der Nationalratsabgeordneten Matthias Ellmauer (ÖVP) und Madeleine Petrovic (Grüne) Reden. 

Tibet

Der Dalai Lama fordert Selbstbestimmungsrecht für Tibet

Der Dalai Lama hat China aufgefordert, die Tibeter in einer Volksabstimmung über die Zukunft ihres Landes entscheiden zu lassen. Zum 42. Jahrestag des gescheitertes Aufstandes der Tibeter gegen die chinesische Herrschaft warf deren weltliches und geistliches Oberhaupt der chinesischen Führung zugleich vor, die Unterdrückung des tibetischen Volks zu verschärfen. Der 66-Jährige sprach am 10. 3. 2001 auf einer Versammlung von Tibetern in seinem indischen Exil in Dharmsala. 

Es gebe klare Hinweise auf eine Verhärtung der Haltung Chinas und einen Mangel an politischem Willen, das Tibet-Problem zu lösen, sagte der Dalai Lama. China hält Tibet seit 1950 besetzt. Nach dem gescheiterten Aufstand der Tibeter 1959 floh der Dalai Lama mit 100.000 Anhängern nach Indien. Wie schon früher warf er Peking kulturellen Völkermord vor. Mit einer massiven Ansiedlung von Chinesen in Tibet wolle China die Identität und die Kultur der Tibeter zerstören. 

Mit dem Forderung nach einem Referendum griff der Dalai Lama die Idee verschiedener tibetischer Organisationen auf. «Ich bin zu dem Schluß gekommen, daß das tibetische Volk letztlich selbst über die Zukunft Tibets entscheiden soll», sagte der Dalai Lama. Er werde das Ergebnis eines solchen Referendums rückhaltlos anerkennen, erklärte er. 

[10. März 2001]

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