SPÖ-Gesundheitsminister propagiert "Pille danach" Mitte Dezember 2009 hat SPÖ-Gesundheitsminister Stöger ein Hormonpräperat aus einer Pharmafabrik eines ehemaligen ÖVP-Gesundheitsministers als "Pille danach" zum Verkauf in Apotheken freigegeben. In den ORF-Nachtrichtensendungen wurde einen ganzen Tag lang ausführlich über die "Pille danach" berichtet.
...................... Als katastrophales Signal bezeichnet FPÖ-Familiensprecherin NAbg. Anneliese Kitzmüller den Beschluss zur rezeptfreien Abgabe der "Pille danach" als Verhütungsmittel. "Es handelt sich um eine zutiefst lebensverachtende Maßnahme, wenn nun jede Frau ihr verantwortungsloses Sexualverhalten durch den einfachen Gang in die Apotheke praktisch ungeschehen machen kann." Besonders verwerflich sei es, dass ausgerechnet die Pharmafirma des früheren Familienministers Martin Bartenstein (ÖVP) den Antrag beim Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen gestellt hatte. "Offenbar hat die Profitgier über den letzten Rest christlich-moralischer Werte gesiegt", so Kitzmüller. Von einer Partei, die ausnahmslos auch die "Homo-Ehe" unterstützt hat, könne man jedoch ohnehin nichts anderes mehr erwarten. Dass nun den Apotheken die Beratung zum Verkauf der "Pille danach" aufgebürdet werde, sei ein Skandal, stellt Kitzmüller fest. "Jeder, der schon in einer Apotheke war, kann sich vorstellen, wie das vonstatten geht, wenn hinter der Käuferin die nächsten Kunden Schlange stehen", so Kitzmüller. Sie befürchtet, dass die "Pille danach" nun für viele zur normalen Verhütungsmethode wird: "Dies steht im klaren Gegensatz zur Meinung vieler Fachärzte, die auf die hohe Nebenwirkungsrate hinweisen und daher eine Abgabe des Medikaments ohne ärztliche Aufsicht klar ablehnen." Gesundheitsminister Stöger (SPÖ) habe die Freigabe massiv betrieben und nun im Antrag der Bartenstein-Firma auch einen Weg gefunden, sie zu beschleunigen, ohne den Wirkstoff genauer prüfen zu müssen. "Ein Gesundheitsminister, der so verantwortungslos mit der Gesundheit und mit menschlichem Leben umgeht, soll sein unheilvolles Wirken umgehend einstellen und seinen Sessel zum Wohle der Gesellschaft räumen", fordert die freiheitliche Familiensprecherin den Rücktritt Stögers.
Als "schöne Bescherung", bezeichnete heute der freiheitliche Ärztesprecher NAbg. Dr. Andreas Karlsböck die rezeptfreie Zulassung der Pille danach zum Christkind. Indem Stöger den Österreicherinnen die Pille danach quasi unter den Christbaum in die Weihnachtskrippe lege, beweise er einmal mehr seine Unsensibilität, so Karlsböck. "Die Pille danach ist kein Husten-Zuckerl und sollte daher auch nicht wie eines in den Apotheken abgegeben werden", so Karlsböck, der einmal mehr die Apotheker aufforderte dagegen aufzutreten, da nun sie diejenigen seien, die die Hauptverantwortung für die Abgabe dieses nicht ungefährlichen Präparates trügen. Damit werde die Verantwortung des Einzelnen auf den Apotheker abgeschoben, kritisierte Karlsböck. "Ohne ärztliche Konsultation sollte diese Hormonbombe nicht verabreicht werden", so der freiheitliche Ärztesprecher.
___________ Die Gesundheitssprecherin der FPÖ, NAbg. Dr. Dagmar Belakowitsch-Jenewein wirft Minister Stöger vor, bewusst die Gesundheit von Frauen zu gefährden. Trotz aller gegenteiligen Feststellungen von Experten habe sich der Gesundheitsminister jetzt zur rezeptfreien Abgabe eines Präparates zur Notfallverhütung entschlossen. "Die sogenannte 'Pille danach' stellt einen Eingriff in den Hormonhaushalt dar, der in der medizinischen Fachwelt durchaus bedenklich eingestuft wird. Eine rezeptfreie Abgabe in den Apotheken ist jedenfalls weiterhin abzulehnen", so Belakowitsch-Jenewein. Stöger solle die Gesundheit der Österreicher im Auge behalten, agiere jedoch bedauerlicherweise derart ideologisch gesteuert, dass - wie im Falle der 'Pille danach' zu erkennen sei - er möglicherweise das Gegenteil davon bewirke, kritisiert die Obfrau des parlamentarischen Gesundheitsausschusses das Vorgehen von Minister Stöger. Dieser habe sich damit als Gesundheitsminister disqualifiziert. Gehe es Stöger nämlich tatsächlich um die Abgabe des Präparates nur in Notfällen, sei dies ja ohnehin schon im Notfallparagraphen geregelt. "Als Gesundheitsminister sollte man sich vielleicht doch auch auf die Meinung von Experten verlassen", schlägt Belakowitsch-Jenewein vor, denn von diesen lägen eine Reihe fundierter Einsprüche gegen diese Verordnung auf dem Tisch, welche Stöger durchaus geläufig sein müssten.
[ FPÖ-Pressemeldung vom 18. Dezember 2009]