Auch 2007 Rekorde bei Drogenproduktion in Afghanistan

2007 ist die Drogenproduktion in Afghanistan um weitere 34 %  gegenüber dem Rekordjahr 2006 angestiegen. Auf 193000 Hektar wurde Mohn angebaut, woraus 8200 Tonnen Opium produziert werden. 2006 waren es 6100 Tonnen. Gleichzeitig werden viele Millionen Dollar und Euro Steuergelder von den spendierfreudigen EU- und US-Bürokraten im Rahmen von Anti-Drogenprogrammen nach Afghanistan transferiert, wo sie von den dort herrschenden Drogenbaronen bereitwilligst eingesteckt werden.

Neu ist, dass die Systemmedien jetzt ganz unverfroren den Taliban die Schuld an der Rekord- Drogenproduktion geben wollen. Tatsache ist jedoch, dass von den Taliban die Drogenproduktion unterbunden wurde und 2001 praktisch zum erliegen gekommen war. Dann wurden durch die Aggression der USA die Drogenbarone wieder in Amt und Würden gebracht und die Drogenproduktion stieg von Jahr zu Jahr. Eine große Zahl von Regierungsbeamten beteiligt sich jetzt entweder direkt an Drogenproduktion und Handel oder nimmt Schweigegeld entgegen. 

Helmand
Britische Soldaten beschützen auf Wunsch ihrer Verbündeten, der Drogenbarone, Mohnfelder im Süden Afghanistans (Juli 2007, Erntezeit)

Von Seite der afghanischen Regierung wurde mehr Geld für die Bekämpfung der Drogenproduktion von der "Internationalen Gebergemeinschaft" gefordert (!). Mit einem Hektar Weizen kann ein Landwirt durchschnittlich 546 $ erwirtschaften, mit Opium aus einem Hektar Mohn sind es 5200 $, davon kann (muß) man den kontrollierenden Behördenvertretern gerne etwas abgeben. Eine der Errungenschaften der "Befreiung" Afghanistans ist auch die starke Zunahme der Drogensüchtigen in Afghanistan selbst, besonders in Kabul, der Bastion der "Befreier". Über eine Million der Afghanen sind bereits drogensüchtig.

[28. August 2007] 

Neue Rekorde bei Drogenproduktion in NATO-besetzten Gebieten Afghanistans

Die Opium-Produktion in Afghanistan wird nach Angaben der Vereinten Nationen in diesem Jahr ein Rekordhoch erreichen. Die Ernte werde 2006 um die 6100 Tonnen betragen, 59 Prozent mehr als Vorjahr und so viel nie zuvor, sagte der 
Direktor der UNO-Behörde für Drogen- und 
Harvest  Kriminalitätsbekämpfung 
(UNDOC), Antonio Maria Costa, am 2. 9. 2006 in der afghanischen Hauptstadt Kabul.

Im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Anstieg um fast 50 Prozent; gleichzeitig vergrößerten sich die Anbauflächen innerhalb eines Jahres um 59 Prozent. Die zu erwartende Ernte "übersteigt den weltweiten Verbrauch um 30 Prozent, sagte Costa. "Der Opiumanbau in Afghanistan sei "außer Kontrolle" geraten.  Die Zahlen seien sehr beunruhigend.

Das Land mit dem größten Drogenkonsum eroberte 2001 ein Land, in dem die Produktion von Drogen stark eingeschränkt worden war. Jetzt läuft die Produktion wie geschmiert und die CIA hat wieder eine Schwarzgeldquelle mehr, mit der covert operations bezahlt werden können.  Ähnliches ist auch aus Kolumbien zu vermelden, seit die USA die dortige Regierung gegen angebliche Terroristen massiv unterstützen, steigt die Kokainproduktion in Kolumbien. 

___________

In Gebieten Afghanistans, in denen NATO-Truppen stationiert sind, wurde schon 2005 eine massive Zunahme in der Drogenproduktion festgestellt. Laut UNO-Drogenbericht wurde zwar insgesamt die Drogenproduktion in Afghanistan etwas verringert, aber im Norden gab es eine Zunahme um 106 %, im Westen um 98 % und im Süden um 30 %. Der  Bericht widerlegt die Behauptungen Britanniens und der USA, die von Fortschritt und Stabilität in Afghanistan sprechen. Der stärkste Zuwachs ist im Norden und Westen, wo die NATO stationiert ist, sagte Antonio Costa, der Direktor der UN-Drogenbeauftragte. 

In einzelnen Gegenden wo NATO-Truppen stationiert sind, gibt es besonders hohe Zunahmen. In der Provinz Balkh nahm die Drogenproduktion um 348 % zu, dort ist in Mazar-e-Sharif eine Truppe der sog Wiederaufbautruppe (PRT, Provincial Reconstruction Team) stationiert. In Farah, wo Truppen der ISAF (International Security Assistance Force) stationiert sind, betrug die Zunahme 348 %. In Kandahar gab es eine Zunahme um 162 %.

Nachdem die Drogenproduktion im Jahre 2001 durch die Maßnahmen der Taliban auf null gesunken war, wurden durch den Überfall der USA deren Verbündete, die Drogenbarone Afghanistans, wieder an die Macht gebracht. Seither nahm die Produktion ständig zu und  Afghanistan produziert jetzt ca. 80 % des Weltbedarfes an Opium. 

Neben der USA, die mit einer Operation "Enduring Freedom" zur angeblichen Bekämpfung von Terroristen die Bevölkerung mit Bombardements terrorisiert, sollen die übrigen NATO-Truppen angeblich beim Wiederaufbau und der Wiederherstellung der Sicherheit behilflich sein. Die stärksten Kontingente stellen dabei die BRD und Britannien. Es ist interessant, dass vor Jahren bei einer Untersuchung in den Parlamenten der BRD und Britanniens massive Spuren von Drogenkonsum gefunden wurden, die offensichtlich von Parlamentariern stammten. Allerdings handelte es sich damals um Kokain, während in Afghanistan Opium bzw. Heroin produziert wird.

Die Parlamente beider Länder stimmten mit großer Mehrheit für den Einsatz ihres Militärs in Afghanistan, der westdeutsche Kriegsminister Struck meinte sogar, die Freiheit Deutschlands müsse am Hindukusch verteidigt werden...

Kokainkonsum im Bundestag und House of Commons >>

Neue Nachrichten aus Afghanistan >>

 < Volksgesundheit