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Wie erst jetzt bekannt wurde, gab es auch während des zweiten Weltkrieges in London ein ausgesprochenes Folterlager der Alliierten für deutsche Kriegsgefangene, in denen Geständnisse und Informationen erpreßt werden sollten. So dürfte die Entschlüsselung der Chiffriermaschine Enigma auf solche Folterakte zurückzuführen sein und nicht auf heldenhafte Aktionen polnischer Widerstandskämpfer, wie bisher behauptet wurde. Auch belastende Aussagen wie man sie nach dem Krieg mit tagelangen Prügelorgien vom vormaligen KZ-Kommandanten Höß erpreßte dürften dort auf ähnliche Weise produziert worden sein. Folteropfer der Alliierten (Guardian) >> Mehr als 3000 Gefangene wurden in diesem Folterzentrum durch Schlagen, Schlafentzug und Drohung mit chirurgischen Eingriffen und Exekution "behandelt". Auch Hungern, frieren in Spezialduschen, Elektroschocks und Bearbeitung mit glühenden Eisen gehörten zum Instrumentarium der späteren Befreier Deutschlands. Während im Deutschen Reich die Kriegsgefangenen- und Konzentrationslager
regelmäßig von Delegationen der Roten Kreuzes besucht werden
konnten - am bekanntesten dürfte der Besuch einer Rotkreuzdelegation
im Konzentrationslager Auschwitz Ende 1944 sein - wurde das Folterlager
in London sorgfältig vor dem Roten Kreuz versteckt und geheimgehalten.
Mit diesen Folterungen wurde von Angeklagten in den sog. Kriegsverbrecherprozessen Schuldgeständnisse erpreßt, worauf diese dann zum Tode verurteilt wurden. Auch Zeugen wurden mit Folterungen zu belastenden Aussagen gegen ihre Kameraden gezwungen. Es gibt offizielle Papiere im britischen Nationalarchiv, die die Folterzentren als dunkle und unheimliche Orte bezeichnen, die höheren britischen Offizieren angeblich peinlich und unangenehm waren. Es gibt noch weitere PAPIERE über die britischen Foltermethoden, die aber vom britischen Kriegsministerium weiterhin geheimgehalten werden, obwohl es eine gesetzliche Verpflichtung gibt, die Papiere nach 60 Jahren der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. [14. November 2005] |