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Reichsparteitagsausstellung in Nürnberg
Am 4. 11. 2001 wurde in Nürnberg (Franken) eine Ausstellung
über die Reichsparteitage von Nürnberg geöffnet. Prominente
Redner wie der Landeshauptmann von Bayern Stoiber oder der westdeutsche
Bundespräsident Rau bezeugten ihre Ablehnung des Nationalsozialismus
und riefen zur Wachsamkeit auf.
Die Ausstellung findet im der Kongreßhalle in der Bayernstraße
Nürnberg statt. Der Grazer Künstler G. Dominic konstruierte einen
zerstörerischen Betongang durch Teile der Kongreßhalle, in dem
Ausstellungsunikate dargeboten werden. Er lehne den Nationalsozialismus
ab, weil er radikal nationalsozialistisch erzogen worden sei, meinte der
Grazer Künstler. Er war 1945 zehn Jahre alt..Der Glas- Betongang sei
ein Speer, mit dem er den Speer zerstören wolle, erklärte der
Künstler in Anspielung auf A. Speer in einem TV-Interview am 3. 11.
2001. Er wußte nicht, daß die Kongreßhalle nicht vom
Architekten A. Speer stammt, sondern von den Nürnberger Architekten
Franz und Ludwig Ruff ab 1935 gebaut wurde.
Reichsparteitage zu Nürnberg werden in der Ausstellung erklärt..
Die Grundsteinlegung der Kongreßhalle erfolgte 1935. Die Fassadengestaltung
erinnert an das antike Colosseum in Rom. Ein freitragendes Dach sollte
einen Innenraum überspannen, der für 50.000 Menschen konzipiert
war. Die Kongresshalle blieb unvollendet; sie ist der größte
erhaltene NS-Monumentalbau in Deutschland. Nach 1945 ging das Gebäude
in städtischen Besitz über. Es wurde fortan pragmatisch als Lagerhalle
genutzt. Pläne, die Kongresshalle abzureißen oder in ein Sportstadion
umzuwandeln, scheiterten ebenso wie das Vorhaben, aus dem Bauwerk ein Freizeit-
und Shopping-Center zu machen. Seit 1973 gilt der "Kolossalstil des Dritten
Reiches" als denkmalschutzwürdig. Dies verpflichtet die Stadt Nürnberg,
die Bausubstanz der Kongreßhalle zu erhalten. Jetzt befindet sich
im Nordflügel des Monumentalbaus das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände.
Andere Bauten auf dem Reichsparteitagsgelände wurden von 1947 bis
1966 nach und nach in die Luft gesprengt.
Die Ausstellung in der Kongreßhalle Nürnberg, Bayernstraße
10 ist zu folgenden Zeiten geöffnet:
Montag bis Freitag....................9:00 bis 18:00
Sonn- und Feiertag..................10:00 bis 18:00

[4. November 2001] |