Institut für Holocaust-Studien in Wien geplant

Ein "Wiesenthal Institut für Holocaust Studien" ist in Wien geplant. Eine Initiatorengruppe des geplanten Instituts hat die Kosten des Projekts mit 2,5 Millionen Euro pro Jahr beziffert. Finanzieren müssten das ihrer Meinung nach der Bund und die Stadt Wien (d. h. die österreichischen Steuerzahler).

Laut Initiatorenteam sollten die Finanzierungsgespräche bis Ende März 2005 abgeschlossen sein. Derzeit fehle aber noch die Zusage vom Bund. "Wir hoffen, dass wir das Bundeskanzleramt im Zuge der Gespräche dazu bringen, eine konkrete Zusage zu machen", hieß es von Seite der Initiatoren.

Davon hänge auch ab, ob sich die Stadt Wien an den Kosten beteiligt. Die Stadt habe zwar eine Finanzierungszusage gegeben - diese gelte jedoch nur, wenn der Bund auch zahlt.

Bereits am 21. 2. 2006 waren die Initiatoren beim österreichischen Bundespräsidenten Heinz Fischer. Dieser hatte seine Unterstützung zugesagt.

Ein geeigneter Standort für das Wiesenthal-Institut wurde bereits gefunden: ein Haus in der Innenstadt im Besitz der Israelitischen Kultusgemeinde. Diese würde das Haus kostenlos zur Verfügung stellen.

Neben einem kleinen Stamm an ständigen Mitarbeitern sollten auch internationale Wissenschaftler nach Wien geholt werden. Die wissenschaftliche Leitung des Forschungsinstituts müsste erst ausgeschrieben werden. An der Konzeption des geplanten Instituts war Simon Wiesenthal noch persönlich beteiligt.

Neben der Archivierung des Nachlasses von Simon Wiesenthal soll am Institut vor allem wissenschaftliche Forschung stattfinden. Geplant sind etwa die Erstellung von Täter- und Opfer-Profilen des Holocaust und die Erforschung anderer Genozide, wie dem Völkermord in Ruanda.

Die Initiatoren betonten die Wichtigkeit der Forschungsarbeit: "Wenn es nur eine Archivierung wäre, dann wäre das völlig uninteressant" hieß es.

Natürlich wäre Wien in gewissem Sinn ein idealer Standort für  "Holocaustforschung", da hier die "Freiheit der Forschung" auf diesem Gebiet durch eine in der Justizgeschichte einmalige Gesetzgebung in einer gewissen Richtung vorgegeben ist. Besonders das jüngste Urteil des Wiener Landesgerichtes gegen den englischen Historiker David Irving, der aufgrund seiner Forschungsergebnisse wegen "Wiederbetätigung für den Nationalsozialismus" zu drei Jahren Haft verurteilt werden konnte, läßt darauf schließen, welche Freiheit (der Forschung) die Befürworter dieses Vorhabens meinen.

Als weitere Wiedergutmachungsleistung würden die österreichischen Steuerzahler diese Holocaustforschung mit 
geplanten - wahrscheinlich ständig ansteigenden - Kosten von 2,5 Millionen Euro pro Jahr aushalten. Es genügt wohl nicht, dass bereits ein ähnliches Institut, das sog. "Dokumentationszentrum des österreichischen Widerstandes" in Wien auf Kosten der Steuerzahler in Archivierung und besonders Denunzierung angeblicher "Holocaustleugner" äußerst "erfolgreich" tätig ist und bereits zahlreiche Bürger wegen unerwünschter Meinungsäußerungen hinter Gitter gebracht hat.

[24. Februar 2006]

Holocaustleugner in Wien zweimal verurteilt >>

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