|
M. Ruppert stellt diesen Zusammenhang her, wie auch wir schon vor einiger Zeit[2]. Bemerkenswert ist, daß er namentliche Anschuldigungen gegen Regierungsmitglieder macht und dies mit neuen, in Europa naturgemäß nicht so leicht recherchierbaren Fakten belegt. Bei der bisherigen Schweigespirale unserer Medien zu den wirklichen Hintergründen oder maximal der Verunglimpfung jener, die es doch schafften kurzfristig sich öffentliche Aufmerksamkeit zu verschaffen, ist es umso erstaunlicher, daß dieses Thema nun in den USA in dieser zugespitzten und personalisierten Form an die Oberfläche kommt. Daß dem so ist, dafür steht der Ort des Vortrage, bzw. der Veranstalter: der höchst noble Commonwealth Club in San Francisco. Um dies auch wirklich zu verstehen, was hier vorgegangen ist, muß man sich die sonst hier üblicherweise zum Vortrag geladenen Gäste zu Gemüte führen. Sie kommen durchwegs aus dem Top-Establishment. Ruppert zählt auch eine Reihe illustrer Redner auf, die vor ihm in diesem Club auftraten, womit er das Unerhörte dieses Ereignisses, die Essenz seines Vortrages vor diesem Kreis, im Grunde erst deutlich macht. Es waren dies: CIA-Direktor James Woolsey, zwei Mitglieder der Kean-Kommission (die 9-11 untersuchte): Slade Gorton und Richard Ben-Verniste, der Homeland-Security Minister Tom Ridge, der frühere Treasurer Robert Rubin, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten John Kerry, John Edwards, Denis Kucinich, das amerikanische „moralische Gewissen“ Joe Liberman, die frühere US-Außenministerin Madeleine Albright, geborene Körbel, .... Das ebenfalls mitgeteilte Erscheinen seines Buches, Crossing the Rubicon, das über alle „major outlets“ in den USA auf den Markt kommen wird, ändert u. A. die Lage erheblich: Dieses zweite Pearl Harbor wird nicht erst nach einem halben Jahrhundert allgemein als selbstinszenierter Vorwand für einen Krieg erkannt, die USA sind als wirklicher Schurkenstaat demaskiert. Es soll die Wahrheit über den 11. September und die Tatsache daß der Höhepunkt der Ölförderung erreicht worden ist, zu Sprache kommen; – er meinte (und dem können wir uns nur uneingeschränkt anschleißen), daß die Ereignisse der dem 11. September folgenden fünf Jahre das Schicksal der Welt für die nächsten 500 Jahre entscheiden werden. „Hier in den USA und auf der ganzen Welt bin ich nicht alleine, der glaubt, daß die Angriffe des 11. September von der US-Regierung vorbereitet, organisiert und durchgeführt wurden. Die Attacken vom 11. 9. sind das Ergebnis einer absichtsvollen Planung und von konzertierten Anstrengungen von identifizierbaren Führungspersonen aus der US-Regierung, dem Energie- und Finanzsektor, um eine zweites Pearl Harbor als Vorwand für einen Krieg des amerikanischen Imperiums, für die folgende Invasion und Konfiskation der Öl- und Gasreserven und/oder der Haupttransportrouten, auf denen es befördert wird, zu schaffen. Der 11. 9. war ein geplanter Mord“ und in seinem Buch (und bei jenem Vortrag im Commonwealth-Club), nennt er einige der Verdächtigen, die dieses Verbrechen begangen haben. Die Gewißheit, daß die USA der Instrumentierung eines solchen Angriff fähig sein würden, ist durch historische Vorbilder mehr als belegt. Der frühere Nationale Sicherheits-Berater Zb. Brzezinski beschreibt die Notwendigkeit für ein solches Ereignis an verschiedenen Stellen seines Buches von 1997, „The Grand Chessboard“[3]. ... Maine im Hafen von Habana, Tonkin-Bucht, Pearl Harbor, ... Crossing Rubicon ... kommt zum innersten Kern der 9-11-Attacken: Es stellt den 11. 9. in dem Mittelpunkt eines tollkühnen „neunen Amerika“, das sich auf den Rückgang der Ölförderung vorbereitet, indem diese Ereignisse von besonderen, namentlich genannten Individuen hervorgerufen wurden; es geht um die Bewältigung einer Wirtschaftskrise, wie sie die Welt noch nicht gesehen hatte. Bei nach wie vor stark steigendem Bedarf in den USA und der industrialisierten und der sich entwickelnden Welt, markiert das Überschreiten der Höchstfördermenge des Öls buchstäblich den Umkehrpunkt, an dem die wirtschaftliche und ökologische Lebensweise – alleine das „Wachstum“ – nicht mehr aufrechterhalten werden kann. Der frühere Nationale Sicherheits- und Anti-Terror-Berater Richard Clark behauptete, daß solch eine Verschwörung (wie 9-11) niemals hätte geheim bleiben könne. – Hier ist Ruppert (aber auch wir) ganz anderer Ansicht und er weist darauf hin, daß das Manhattan-Projekt, die Entwicklung der Atombombe, oder die des „Stealth“-Bombers erfolgreich geheim gehalten wurden, ... Aber man schulde Clark großen Dank für sein Buch „Gegen alle Feinde“, in dem er eine unwiderstehliche, feine Spur legte – sozusagen „Brotkrümel“ streute, Widersprüche in eidlichen Zeugenaussagen unserer obersten Führer und handfeste Beweise, die es Ruppert – und nicht nur ihm – erlaubten, einige Namen von Regierungsmitgliedern zu nennen, die für diese Attacken verantwortlich waren und sind, und er nennt auch den Hauptverdächtigen – Mr. Big – der bei allem das Kommando führte. Mr. Clark ist ja kein Dummkopf, und man kann daraus nur schließen, daß er diese Krümel fallen ließ, damit sie andere fänden. ... Ruppert spricht von einer „sogenannten“ unabhängigen Kommission die diese Ereignisse untersuchte, und berichtet, daß Kean einseitig die Zeiten von bestimmten Schlüsselereignissen verändert hatte, Aussagen oder Beweise negierte oder überging, ohne daß irgend eine neue beeidete, weder förmliche oder informelle Erkenntnis vorlag, die im Widerspruch zu den schon vorliegenden Aussagen und Beweisen gewesen wäre oder diese abzuändern gezwungen hätte. Ruppert stellt dann die Dossiers von Thomas Kean, dem Vorsitzenden, Lee Hamilton dem Vize-Vorsitzenden, Philip Zelikow (geschäftsführender Direktor), Jamie Gorelick, Richard Ben-Verniste, Slade Gorton, ... vor (die wir hier übergehen). 11. 9. 2001 Assotiated Press berichtete, daß Flugzeuge – Linien- und private Maschinen - innerhalb von wenigen Minuten, also sofort, abgefangen und eskortiert wurden, wenn sie nur geringfügig vom Kurs abwichen, und daß dies im Jahr 2001 bis zum 1. Juni insgesamt 67 mal der Fall war. Diesbezüglich versäumte es die Kean-Kommission nicht nur nachzuforschen, sondern „veränderte“ (= fälschte) sogar die Beweise für den Schlußbericht. Für Ruppert war dies ein absoluter Beweis für die Komplizenschaft der Regierung und für das Management der Attacken, daß unwidersprochen eine ganze Reihe von „Kriegs-Simulationen“ (war-games) durchgeführt wurden, die von Dick Cheney oder seinem engsten Mitarbeiterstab am 11. September (!) koordiniert oder kontrolliert wurden. Die Namen dieser Kriegs-Spiele waren: Vigilant Guardian (wachsamer Hüter/Wächter), Vigilant Warrior (wachsamer Krieger), Northern Guardian (nördlicher Wächter); Northern Vigilance (Wachsamkeit im Norden) und Tripod II. Über all diese Kriegs-Spiele wurde von der überregionalen Presse (major media) berichtet und durch unwidersprochene Aussagen von Militärs, wie auch von NORAD per Presseerklärung bestätigt. Fast alle hatten mit entführten Flugzeugen innerhalb der USA zu tun, insbesondere im nordöstlichen Verteidigungsbereich, in dem dann auch alle diese Ereignisse – angeblich - stattfanden. Nach den Dokumentationen waren Flugzeugentführungen Teil dieser Übungen, in einigen Fällen wurden falsche Kennungen (blips) absichtlich auf den FAA- und militärischen Radarschirmen eingefügt, und sie waren auch während der – angeblichen – Entführungen (zumindest der ersten, nach Ruppert) präsent.[4] Dies paralysierte aber die Flugabwehr, weil in der Region nur 8 Abfangjäger verfügbar gewesen sein sollen, aber 22 mögliche „Entführungen“ auf den Bildschirmen der Luftraum-Überwachung stattfanden. Außerdem zogen diese anderen Übungen, besonders Northern Vigilance bedeutende Abfangjäger-Ressourcen vom Nordosten der USA unmittelbar vor den Ereignissen des 11. 9. von den USA nach Kanada und Alaska(!) ab. Ein genaues Studium der Presseartikel vom Frühjahr 2004 enthüllte erstmals, daß diese Übungen „live“ waren, d.h. es flogen echte (wahrscheinlich ferngesteuerte) Flugzeuge, um das Verhalten bei Entführungen in der „Realität“ zu simulieren. Wir halten das für eine im Hinblick auf die späteren TV- und Bildschirmgeschichten so inszenierte Desinformation. Denn nach unseren photogrammetrischen Analysen der Beweisbilder und aus unmittelbaren Bildern des Pentagon ist ja klar erkennbar, daß am Ort des Ereignisses selbst keine Flugzeuge eingeschlagen haben. Wenn jedoch diese Story anschließend gesendet doch werden sollte, mußte man auch schon vorher die Kulissen entsprechend rangieren, um diese ganze Geschichte – trotz aller unmittelbaren Ungereimtheiten und Unmöglichkeiten - „plausibel“ erscheinen zu lassen. Dem dienten nicht zuletzt diese unerhörten „war-games“, was selbstverständlich die Beweiskette enger machte. Obendrein wurde eine nicht-militärische „biologische Kriegs“-Übung - Tripod II – am 10. September(!) in Manhattan angesetzt, die unter der direkten Kontrolle der F.E.M.A. – und auf Anordnung des Weißen Hauses – dem unmittelbaren Kommando des Vizepräsidenten stand. Diese „Übungsannahme“ sorgte praktischerweise und zeitgerecht dafür, daß eine voll besetzte Führungszentrale der F.E.M.A., des N.Y. City- und Justiz-Departments am Pier 29 in Manhattan parat stand, um nach dem Kollaps der WTC-Türme als Führungszentrale eingesetzt zu werden. – Derartige Zufälle gibt es natürlich nicht; die langfristige Vorausplanung und auf die zu kommunizierenden Stories abgestimmten Übungs-Annahmen und Desinformationen passen zu genau mit dem späteren per virtual reality simulierten Ereignissen zusammen, um als zufällige Koinzidenzen in Betracht zu kommen. Es gibt sehr viele Bereiche in denen die offiziellen Feststellungen der Kean-Kommission in Widerspruch zu den eindeutigen Beweisen (hard evidence), den offiziellen Aufzeichnungen, den Nachforschungen der „main-stream“ Medien und beeideten Aussagen stehen. Die Los Angeles Times und die NYTimes haben einige dieser weniger ins Auge springenden Widersprüche aufgezeigt. Ruppert will in seinem Buch viele weitere bringen. Er sagte u. a.: 1. Ich werde Richard Cheney als den hauptverdächtigen
des Massenmordes vom 11. 9. anzeigen und beweisen, daß er nicht nur
der Planer der Attacken war, sondern daß er am Tag des Ereignisses
ein vollkommen unabhängiges Befehls-, Kontroll- und Kommunikations-System
eingesetzt hatte, welches jegliche anderen Anordnungen überlagerte,
die von NMCC oder dem Lage-Raum des Weißen Hauses ausgegeben worden
sein mochten. Um das möglich zu machen stützte er sich auf ein
redundantes und überlegenes Kommunikations-System, das vom US-Geheimdienst
im oder in unmittelbarer Nähe des Notstands-Befehlszentrums des Präsidenten
– dem Bunker, in den er und die Nationale Sicherheitsberaterin Condoleezza
Rice – wie berichtet - „eilten“, nachdem die Maschine des Fluges 175 in
den WTC-Südturm (angeblich, Anm. GR) eingeschlagen hatte. Ich werde
zeigen, daß der Geheimdienst Radarschirme hatte, die diesem und dem
Vizepräsidenten, den sie keinen Augenblick verließen, mit Echtzeit-Informationen
versorgte, die mindestens so gut , wenn nicht besser als jene des Pentagon
waren.
Höchstfördermenge des Öls Betrachten wir die Motive der Morde. Die Tatsache, daß wir die Höchstfördermenge erreicht haben ist ein Staatsgeheimnis. Man leugnet es – aus verschiedenen Gründen. Dick Cheney weiß das natürlich. Sein Strategie-Gruppe für die Energiepolitik, jene die sich weigerten ihre Ergebnisse bekannt zu geben und eine Verfassungskrise verursachten und von einem oberstgerichtlichen Urteil gezwungen werden mußte, wissen das natürlich auch. Öl und Gas sind unentbehrlich Aller Kunstdünger wird mit Gas erzeugt, alle Pestizide werden aus Öl gemacht, jegliche Bewässerung, Ernte, Transport, ... werden von Öl-abhängigen Maschinen, öl- oder gasbetriebenen E-Werken bewerkstelligt. Es gibt zwischen 6 – 700 Millionen Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren. Nach National Geographic sind 7 Gallonen Öl in jedem Gummireifen, Wie könnte man plötzlich 700 Mio. neue Fahrzeuge produzieren, die etwas anderes als Treibstoff verwendeten, z.B. Wasserstoff? Und wieviel Öl braucht man dies zu tun? Sehen wir ein paar Publikationen an, die darauf eingehen: • “The End Of Cheap Oil” (Das Ende billigen Öls) – National Geographic (cover story) – Juni 2004. • “What To Use When The Oil Runs Out” (Was tun, wenn´s kein Öl mehr gibt?) – BBC – 22. April 2004 • “Adios Cheap Oil” (Adios blliges Öl)– Interpress News Agency – 27. April 2004 • “G7: Oil Price Threatens World Economy”(G7: Ölpreis bedroht die Weltwirtschaft) – Moscow Times – 4/26/04 • “World Oil Crisis Looms” (Weltölkrise droht)– Jane’s – 4/21/04 • “US Procuring The World’s Oil” (US sichert das Öl der Welt)– Foreign Policy In Focus – Januar 2004 • “Are We Running Out Of Oil? Scientist Warns Of Looming Crisis” (Wird das Öl zu wenig? Wissenschaftler warnen vor drohender Ölkrise) – ABCnews.com – 2/11/04 • “Blood, Money, And Oil”(Blut, Geld und Öl) – US News – 8/18/03 • “Soaring Global Demand For Oil Strains Production Capacity” (Steigender Ölbedarf beengt die Produktions-Kapazität) – Wall Street Journal – 3/22/04 • “Check That Oil” (Überprüfe das Öl) – Washington Post – 11/14/03 • “China’s Demand For Foreign Oil Rises At Breakneck Pace” (Chinas ausländischer Ölbedarf steigt mit atemberaubender Geschwindigkeit) – Knight Ridder –1/26/04 • “World Oil And Gas Running Out” (Öl und Gas werden weltweit knapp) – CNN – 10/02/03 • “Debate Rages On Oil Output By Saudis In Future” (Die Debatten gehen um die Ölförderung der Saudis in Zukunft) – The New York Times – 2/25/04 • “Fossil-Fuel Dependency: Do Oil Reserves Foretell Bleak Future?” (Erdöl-Abhängigkeit: Weisen die Ölreserven auf eine düstere Zukunft?) – San Francisco Chronicle – 4/02/04 • “The End Of The Oil Age: Ways To Break The Tyranny Of Oil Are Coming Into View. Governments Need To Promote Them” (Das ende des Öl-Zeitalters: Wege die Tyrannei des Öl zu brechen kommen in sicht. Die Regierung muß sie fördern.) – The Economist – 10/23/03 Um die Sache zu verstehen bedarf es keiner großen Wissenschaft. Seit 1962 gehen die neuen Ölfunde rapide zurück, während der Bedarf steigt. Manche halten das Jahr 2007 für entscheidend. Eine neue Studie, von Petroleum Review veröffentlicht, sagt, daß die Produktion mit der Nachfrage ab 2007 nicht mehr schritthalten kann. Die Studie gibt einen Überblick über die Großprojekte (mit Reserven von über 500 Mio. Faß) und einem Potential 100.000 Faß/Tag zu fördern. Großprojekte sind wichtig, nicht nur, weil sie die Masse der Weltölförderung aus machen, sondern weil sie eine bessere Energie-Bilanz als kleinere haben, wie sie auch profitabler sind. Man muß sich vergegenwärtigen, daß wir alle 11½ Tage eine Mrd. Faß benötigen (= zwei Großprojekte), aber die Rate der Neuentdeckungen großer Felder ist auf praktisch null gesunken. Man erkennt dies, wenn man die letzten 5 Jahre betrachtet: 2000 – 16 neue Funde mit über 500 Mio. Faß, 2001 - 8; 2002 – 3. Von der Entdeckung bis zur Produktion vergehen im Schnitt 6 Jahre, wenn die Infrastruktur schon da ist, sind es nur 4 Jahre. 2003 sind 7 Großprojekte in Produktion gegangen, 2004 werden es 11 sein, 2005 wird die Spitze mit 18 Projekten erreicht, und es fällt dann 2006 auf wieder 11, und in 2007 und 2008 auf nur noch 3 zurück. Es gibt keine in den Jahren 2009 und 2010. Was immer neu entdeckt wird, kann nicht vor 2008 in Produktion gehen. Die Studie weist darauf hin , daß 1/3 der heutigen Produktion von zur Neigen gehenden Feldern stammt, mit einer Rate des Rückganges von 4% p.a. Als Ergebnis wird die Weltölförderung um über eine Million Faß pro Tag zurückgehen. Um dies zu kompensieren wären neue Förderungen die einzige Möglichkeit. Die jüngsten Ereignisse heben gezeigt, daß die weltweite Ölförderung am Limit operiert. Die Sabotage einer irakischen Ölpipeline erhöht gleich den Preis; wenn Putin den Druck von Yukos nimmt, gibt der Ölpreis wieder nach. Sorgen. daß in Venezuela Hugo Chavez in einem Coup gestürzt werden könnte, läßt den Preis hochfahren. Es ist bemerkenswert, daß Chavez, den die Bush-Regierung in Washington nicht leiden kann, seine 7. Wahl in 7 Jahren gewonnen hat, was nebenbei bemerkt um 7 mehr sind, als Bush gewann. Trotz der wiederholten Beteuerungen der Saudis, daß sie die Ölförderung erhöhen könnten und würden, ist die Lage anders: sie können nicht. FTW berichtete schon ein Jahr vor der NYTimes, daß die Ölförderung der Saudis den Höhepunkt erreicht hat. Neue Studien sagen, daß im größten aller Ölfelder, Ghawar, 55% Wasserabscheidung sei. Das heißt, daß 55% der Förderung jenes Meerwasser ist, das man hineinpumpen mußte, um das Öl noch herauszubekommen. Aus Erfahrung weiß man, daß das Ölfeld am Ende ist, wenn der Wasseranteil zwischen 70 und 80% erreicht hat. Der Druck immer mehr Öl zu fördern hat die Ölfelder auch zerstört, die sonst länger vorgehalten haben würden. Dies bereitet zusätzliche Sorge wegen Saudi Arabien. Wichtige Finanzkommentatoren nehmen die Ankündigungen der Saudis auch nicht mehr ernst und sie haben auch auf die Märkte keine Auswirkungen mehr. Ghawar wurde vor 60 Jahren entdeckt, es hatte geschätzte Reserven von etwa 100 Mrd. Faß Öl. Prof. Michael Klare, berichtete, daß, um mit dem Bedarf Schritt halten zu können, die Welt 3 neue Ghawars in den nächsten 10 bis 15 Jahren entdecken müßte. Nach einer führenden Beratungsfirma wurde 2003 erstmals seit 1920 kein einziges Mega-Feld – 500 Mio. Faß oder größer – entdeckt. Ab 2007 würde die Produktion um 3-4 Mio. Faß/Tag sinken, was aber noch von den neu in Produktion gehenden Feldern mit 8 Mio. F/T überkompensiert wird. In nächster Zeit werden die Ölpreise vom Markt bestimmt, nicht von der Geologie, die uns aber sagen wird, wieviel wir – unabhängig von Investitionen und Ökonomie - herausholen können. Ein anderer Engpaß liegt bei den Raffinerien. Warum werden keine neuen gebaut? Nun, dies hängt mit dem Überschreiten der Höchstfördermenge an Öl zusammen. Die Kosten für eine Raffinerie von ca. 150 Mio. $ kommen in 5 – 7 Jahren herein, der „return on investment“ ist ungewiß. Man baut sie nicht, wie es ja keine neuen Ölfunde gibt. Der frühere englische Minister für Umwelt, Michael Meacher, sagte: „Wir sind mit dem schärfsten und vielleicht gewalttätigsten Aufruhr der Gesellschaft in jüngerer Geschichte konfrontiert“, und man kann hier nur an den ehemaligen deutschen SP-Minister Andreas von Bülow erinnern, der schrieb und sagte, daß die Anschläge vom 11. September von der US Regierung verübt worden sind. Der größte englische Elektrizitätsversorger hat angekündigt, daß die Preise im kommenden Jahr um 40% steigen würden. Großabnahmepreise haben sich im vergangen Jahr verdoppelt, nachdem Bloomberg abgekündigt hatte, daß sich in der Nordsee bei der Förderung eine Lücke auftue, die weitreichende Arbeitslosigkeit zur Folge haben wird. Im März berichtete Reuters, daß Argentinien die schlimmste Energiekrise seit 15 Jahren erlebe, und die Lage so instabil wurde, daß sie für die ganze Region eine Gefahr darstelle. Es hat die Gas-Exporte nach Chile um 15% gekürzt, was die chilenische Energieerzeugung gefährdet. Argentinien versucht nun auf dem Welt-Ölmarkt einzukaufen – für Stromerzeugung und Transport – nachdem die eigenen Reserven sich verringert haben. BBC berichtete kürzliche, daß die hohen Ölpreise die asiatische Wirtschaft bedrohten. Zwei Wochen zuvor hat die Australische Regierung eine Energie-Not Verordnung zur Vorbeugung künftiger Krisen angeordnet. Im Juni führte sie eine Übung aus, um zu studieren wie das Land und die Regierung auf eine „Unterbrechung“ der Öl-Lieferungen reagieren würde. Am 25. August wurde berichtet, daß Brasilien neue Verhandlungen mit Ecuador begonnen hat, um zurückgehende Öl-Lieferungen zu ersetzen. China, inmitten einer geringer werdenden Ausbeute und in einer wirtschaftlichen Wachstumsphase mit zugleich noch wachsender Bevölkerung fürchtet eine große Krise. So sind Hongkong, Shanghai und Hangzhou mit zwingenden Strom-Abschaltungen konfrontiert, die die Produktion, den Handel und das Geschäftsleben beeinträchtigen. Die chinesischen Ölimporte sind um 15% allein im ersten Quartal 2004 gestiegen. Deutschland begann Energie-Profile für Häuser einzuführen, und unternimmt große Anstrengungen den Verbrauch zu senken. Kanzler Schröder, im Kielwasser der jüngsten Offenbarung von Shell – die in einem Jahr vier mal ihre Schätzungen der Reserven nach unten korrigieren mußten – rief die G8 Nationen auf, völlige und verifizierbare Transparenz bei allen Zahlen bezüglich der Öl-Reserven zu fordern. Indien, dessen Öl-Importe in einem Monat um 23% anstiegen, legt nun strategische Ölreserven an. Indonesien, ein OPEC-Mitglied, kündigte an, daß die Produktion ab 2008 schrumpfen würde. Japan kümmert sich nicht um die heftigen Proteste Washingtons, und hat einen großen Öl-Kontrakt mit dem Iran unterzeichnet, und streitet zur selben Zeit mit China, Vietnam und den Philippinen über die relativ kleinen Öl- und Gas-Lager bei den Spratly Inseln im Südchinesischen Meer. In Erwartung von militärischen Konflikten in dieser Region hat sich China entschlossen eine Pipeline durch Burma zum Indischen Ozean zu bauen, so daß die Tanker, die Chinas wachsenden Bedarf befriedigen sollen, nicht durch eine zunehmend gefährlichere Region fahren müssen. Japan hat drei Gesetze beschlossen, die ihre nicht-kriegerische Verfassung suspendierte und eine umfassende Wiederaufrüstung erlaubt. Rußland hat jüngst erklärt, daß seine Ölreserven zu Ende gehen und daß die Produktion innerhalb der nächsten 5 Jahre scharf zurückgehen werde, und kündigte an, daß es ein Pipeleine von den sibirischen Feldern nach Wladiwostok und Sachalin bauen will, und stimmte somit zu, an Japan, Korea und die Philippinen Öl zu verkaufen. Rußlands andere Wahl wäre eine Pipeline nach China gewesen. Das Industrie-Magazin, This Week in Petroleum, berichtete, daß Nicht-OPEC-Länder begonnen haben Öl zu horten und alles zu kaufen, was sie – egal um welchen Preis - bekommen können In Thailand wurden zwingende Sperrstunden an zwei Tagen je Woche vorgeschrieben, um Energie zu sparen. Am 24. August bestätigte Englands Zentrum für Öl-Ressourcen (-änderung) mit bezug auf Daten von Petroleum Review , daß der Rückgang des Öls in einer Minderproduktion von 1,14 Faß/Tag sich zeige. Jeden Tag fördere die Welt um 1,14 Mio. Faß weniger zuvor. Die Analyse von Daten der 18 größten Öl-Förderländer ließ Petroleum Review zum Schluß kommen, daß diese Länder den Höhepunkt schon 1997 mit 24,7 Mio. Faß/Tag erreicht hatten und sie heute bei 22,1 Mio. Faß /Tag stehen. Am 21. August hat der Houston Chronicle eine große Frage gestellt: Wenn die Ölpreise steigen und es eine nicht befriedigte Nachfrage gibt, warum gibt es dann keine neuen Jobs und kein Unternehmenswachstum? Die Zeitung schob es auf die Finanzmärkte und gab eine dubiose Erklärung, daß die Ölfirmen „es nicht übertreiben wollten“. Tatsächlich verkleinern sich die Ölfirmen auf der ganzen Welt, sie verkaufen Firmenvermögen, kündigen Mitarbeiter und fusionieren. Vergangene Woche wurde eben angekündigt, daß die französische Total ein Angebot zum Kauf von Royal Dutch Shell legen wolle. Und in den USA steigen die Ölpreise und haben die großen Fluggesellschaften gezwungen die Pensionsfonds der Mitarbeiter zu plündern, um die gestiegenen Kosten für Treibstoff zu kompensieren, da sonst die Alternative der Bankrott wäre. So ist die Lage, und es ist dies erst der Anfang. Keiner der US-Präsidentschaftskandidaten hat diese existenziellen Fragen auch nur im Entferntesten angesprochen oder denkt daran die Amerikaner über das Schlimmste zu unterrichten. Die einzige Sorge sind die Finanzmärkte: „wir können dies und das nicht machen, es könnte zu einem Crash der Märkte führen.“ Als ob die Märkte die Probleme der Menschen lösten oder dies überhaupt eine ernsthafte Sorge sein könnte. Wir müssen eine Änderung herbeiführen, aber die bedingt ein komplett neues Paradigma, anders wird es nicht gehen: es betrifft die Art und Weise, wie wir unser Geld gestalten. Was wir heute erleben ist eine Kollision zwischen dem Finanzsystem, das auf dem „fractional reserve banking“ (d.h. nur ein Bruchteil des verliehenen Geldes muß die Bank überhaupt besitzen, d.h. sie schöpft es selbst aus dem Nichts), einem Schulden-finanzierten Wachstum und einem fiat-Geldsystem und einem Planeten, dessen begrenzte Energie-Ressourcen zu Ende gehen. Unendliches Wachstum kämpft mit begrenzter Energie. Das eine ist ohne das andere nicht möglich, und es gibt keinen Zweifel, welche dieser beiden Seiten die siegreiche sein wird. [1] Michael Ruppert hielt zu diesem Thema am 21. Aug. 2004 einen Vortrag im Commonwealth-Club, San Francisco, Kalifornien. Dies sind einige Auszüge daraus, die von G. Reisegger übersetzt und leicht abgewandelt bzw. ergänzt wurden. [2] Gerhoch Reisegger, „Wir werden schamlos irregeführt. – Vom 11. September zum Irak-Krieg.“ Hohenrain Verlag, 2003, 3. Aufl. [3] Deutsche Ausgabe: Amerika die einzige Weltmacht. [4] Von G. Wischnewski wurde dies ausführlich berichtet. Die Linien-Maschinen flogen, nach seiner Darstellung, mit ihrer richtigen Kennung (dem Transponder-Signal zur Identifikation auf dem Radarschirm der Luftüberwachung), machten dann diese angeblichen merkwürdigen Kursänderungen/-abweichungen und flogen dann scheinbar mit einer anderen Kennung – bis zum angeblichen Einschlag - weiter. Wischnewski knüpfte daran die Hypothese, daß sie nach Abschalten des richtigen Signals zu unbekannten Ziel geflogen sein konnten und ein anderes – z.B. Militärflugzeug – an deren Stelle zum Ziel weitergeflogen sein sollte. – Das könnte so gewesen sein, aber es ist dies nicht zu verifizieren, weil man nicht einmal die diesbezüglichen Aussagen nicht prüfen kann, die dann immer noch weiter Interpretation zugänglich wären. (Übersetzung eines Vortrages des Autors M. Ruppert vor dem Commonwealth-Club
San Francisco (CA))
|