60 Jahre Terror-Tribunal von Nürnberg

Mit Lesungen, Film- und Theateraufführungen wurde in der Stadt Nürnberg Mitte November 2005 an den Beginn der "Nürnberger Prozesse" vor 60 Jahren erinnert. Als besonderer Höhepunkt der Gedenkveranstaltungen kamen am 20. November Zeitzeugen des Prozesses zu Wort, u. a. das ehemalige Mitglied im US-Anklageteam, Whitney R. Harris, und der Assistent der Verteidigung von Rudolf Heß, Johann Schätzler.

Bei den Feierlichkeiten wurde schamhaft verschwiegen, dass dieser Schauprozess eine Justizfarce sondergleichen war, in der die Aggressoren, die sich durch Angriffskriege ganze Kolonialreiche eroberten, die Besiegten u. a. für  Angriffskriege verurteilen wollten. Besonders kennzeichnend war auch, dass die Sowjets, auf deren Konto die Morde an den polnischen Offizieren in Katyn ging, unter Mithilfe der westalliierten "Richter" deutschen Wehrmachtsoffizieren das Verbrechen in die Schuhe schieben konnten. Besonders skandalös war die Behandlung der Angeklagten. Selbst vor brutalsten Folterungen und grausamen Drohungen schreckten die Schergen der Sieger nicht zurück. Z. B. wurde der ehemalige Kommandant des Konzentrationslagers Auschwitz Höß vor dem Prozess tagelang brutal gefoltert bis er ein Geständnis über die Vergasung von 2 Millionen Juden während seiner Dienstzeit unterschrieb. Anschließend wurde ihm eine Auslieferung nach Polen angedroht, falls er vor Gericht sein Geständnis widerrufen sollte (er wurde trotzdem ausgeliefert und dort wahrscheinlich ähnlich bearbeitet wie in Nürnberg). 
(siehe:  Die Folterung deutscher Gefangener >>

Im Nürnberger Urteil ist u. a. auch zu lesen, daß im KZ Mauthausen 3 Millionen Häftlinge ermordet wurden. Während des Prozesses existierte auch noch ein geheimes  Folterlager der Alliierten in London, wo belastende Geständnisse von deutschen Gefangenen erpresst wurden. Unmittelbar vor und während des Prozesses, der eine bessere Weltordnung begründen sollte, wurden Millionen Deutsche brutal enteignet und aus ihre Heimat vertrieben und hunderttausende davon ermordet. Das hindert die Umerzieher und viele Umerzogene nicht daran, den Nürnberger Prozess als leuchtendes Beispiel für die neue internationale Gerechtigkeit und die Bewältigung der deutschen Vergangenheit sowie als Vorbild für künftige Verfahren gegen Aggressoren und Massenmörder hinzustellen. Beispielsweise wird der  Internationale Gerichtshof in Den Haag oft mit dem Siegertribunal von Nürnberg verglichen, obwohl er einigermaßen neutral ist (nicht zu verwechseln mit dem NATO- Siegertribunal in Den Haag, das tatsächlich einige Ähnlichkeiten mit dem Nürnberger Tribunal hat).

[20. November 2005]

........................

Nürnberg

Das Werk TERROR-TRIBUNAL – Die „Rechtsprechung“ der Siegermächte 1945/1946 (416 Seiten, zahlreiche Bilder und Dokumente, Euro 19,90, Best.Nr. 4300) ist gerade anlässlich des 60. Jahrestages der Eröffnung der Nürnberger Prozesse sowie des Beginns des Siegertribunals gegen den früheren irakischen Präsidenten Saddam Hussein in Bagdad hochaktuell. Zahlreiche Tabu-Themen werden in dem Buch behandelt: Wer waren die Drahtzieher und Hintermänner der Siegerjustiz? In welchem Ausmaße wurde gefoltert und gefälscht? Was hatten Ankläger und Richter auf dem Kerbholz? Außerdem werden verheimlichte Dokumente offenbart und vertuschte Erlebnisberichte alliierter und deutscher Prozessbeteiligter publik gemacht. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Stellungnahmen bedeutender ausländischer Persönlichkeiten, meist des einstigen Feindeslagers, die das „Internationale Militär-Tribunal“ kritisch beurteilen. Das äußerst empfehlenswerte Werk untersucht ferner, wie sich die so genannte „Volkspädagogik“ der letzten drei Jahrzehnte auch auf die deutsche Haltung zur „Rechtsprechung“ der Sieger ausgewirkt hat.

..........................

Vor 60 Jahren fand in Nürnberg der sogenannte Hauptkriegsverbrecherprozess gegen führende Repräsentanten des Deutschen Reiches statt. Das Verfahren hatte gegen zahlreiche grundlegende, altbewährte und seit langem anerkannte europäische Rechtsnormen verstoßen. Schon der Name "Internationales Militär-Tribunal" war eine mehrfache Lüge, denn es war weder international, da nur von den vier Siegern besetzt, noch ein Militärgericht, da zivile Ankläger und Richter – außer bei den Sowjets – auftraten, noch ein ordentliches Gericht, da es allein zum Zweck der Aburteilung der Besiegten mit eigens dazu erlassener, das Recht verhöhnender Satzung von den Siegern eingesetzt war. Der britische Historiker David Irving hat mit seinem Werk NÜRNBERG – DIE LETZTE SCHLACHT – Hinter den Kulissen der Siegerjustiz (512 Seiten, 82 teils farbige Abbildungen, Euro 24,80, Best.Nr. 4656) eine beeindruckende Dokumentation vorgelegt. Der Autor beschreibt Vorgeschichte, Ablauf und Hintergründe der Rachejustiz 1945/46. Aus den Aufzeichnungen der alliierten Ankläger und Richter bringt er viele neue Einzelheiten über deren bewusste Rechtsbrüche und Verletzungen bis dahin geltender Rechtsnormen. Nach langem Vergriffensein ist das Buch nun mit einem imponierenden farbigen Bildteil neu erscheinen. Konnte man bisher zur Entschuldigung der beteiligten Juristen noch annehmen, dass diese wenigstens guten Glaubens gehandelt hätten, so zeigt Irvings Buch, wie zynisch Richter und Ankläger des Nürnberger Prozesses sich dessen bewusst waren, wie sehr sie das Recht brachen. Nicht weniger skandalös war die Behandlung der Angeklagten. Selbst vor brutalsten Folterungen und grausamen Drohungen schreckten die Schergen der Sieger nicht zurück. Nach zahlreichen Büchern zur Zeitgeschichte hat David Irving hier eine äußerst spannende und packende, mit rund 1.000 Anmerkungen im einzelnen belegte grundlegende Studie zu dem "Prozess des Jahrhunderts" vorgelegt. Erstmalig wurden die privaten Nachlässe der direkt am Prozess beteiligten US-amerikanischen Ankläger und Richter berücksichtigt. So ergibt sich eine zwar von der offiziellen Sicht stark abweichende, aber doch in Wirklichkeit wesentlich besser treffende Darstellung des damaligen Geschehens.

........................

Die erschütternde DVD-Dokumentation
ALLIIERTE KRIEGSVERBRECHEN– Vergessene Kriegsgräuel im Zweiten Weltkrieg (90 Minuten plus 35 Minuten Bonusfilme, Euro 19,95, Best. Nr. 4662) macht deutlich, dass völkerrechtswidrige Schandtaten auf allen kriegführenden Seiten stattfanden und keine Spezialität einzelner Nationen waren. Der Film ermöglicht Einblicke in einige der zahllosen Kriegsverbrechen, die auf alliierter Seite verübt wurden. Die Basis des von dem renommierten amerikanischen Völkerrechtler Alfred de Zayas aufbereiteten Materials stellen die Akten der „Wehrmacht-Untersuchungsstelle für Verletzungen des Völkerrechts“ dar. Mit diesen Akten konnte jedes der alliierten Kriegsverbrechen belegt werden. Der Film dokumentiert unter anderem das Massaker an Lazarettinsassen in Feodosia durch die Rote Armee, die Versenkung von Rot-Kreuz-Schiffen und das Beschießen von Rot-Kreuz-Einrichtungen durch die britische und amerikanische Luftwaffe, die Massenvergewaltigungen und zahllosen Ermordungen beim Einmarsch der französischen Armee in Stuttgart, die Massenvergewaltigungen und Ermordungen nahezu der kompletten Dorfbevölkerung im ostpreußischen Nemmersdorf beim Einmarsch der Roten Armee und den anglo-amerikanischen  Bombenterror gegen die deutsche Zivilbevölkerung.

.........................

Der Spöttinger Friedhof ist der älteste noch vorhandene Friedhof in Landsberg am Lech und gleichzeitig ein Geschichtszeugnis von besonderem Rang. Auf dem Gottesacker oberhalb der Justizvollzugsanstalt liegen etwa 140 deutsche Soldaten begraben, die als Opfer US-amerikanischer Siegerjustiz nach dem Zweiten Weltkrieg hingerichtet wurden. Bundesdeutsche "Vergangenheitsbewältiger" entfernten dort vor zwei Jahren trotz heftiger Proteste aus der Bevölkerung die Namenstafeln von den Holzkreuzen. Dieser Entscheidung vorausgegangen war ein Treffen von CSU-Größen in München, an dem auch die Präsidentin der dortigen Israelischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, teilgenommen hatte. Die Schandtat war der Auslöser für Heinrich Pflanz, seine Dokumentation DER SPÖTTINGER FRIEDHOF IN LANDSBERG AM LECH (425 Seiten, Euro 34,90, Best.Nr. 4565) zu veröffentlichen. Der Autor führt in seinem hochinteressanten Werk die historische Bedeutung und die lange Geschichte dieses einmaligen Friedhofs vor Augen und klärt darüber auf, wer dort begraben liegt. In diesem Zusammenhang zeichnet er das Schicksal der von den Besatzern verurteilten deutschen Soldaten nach - unter ihnen auch Opfer des berüchtigten "Malmedy-Prozesses". Die beeindruckende Dokumentation von Heinrich Pflanz enthält viele neue Erkenntnisse über die deutschen Opfer der US-amerikanischen Siegerjustiz nach dem Zweiten Weltkrieg. Eine Lektüre, die sich wirklich lohnt!

.........................

Die sensationelle neue Filmdokumentation ÜBER GALGEN WÄCHST KEIN GRAS (85 Minuten, Euro 19,95, DVD: Best.Nr. 4619; Video: Best. Nr. 4620) beleuchtet US-Verbrechen in Vergangenheit und Gegenwart und zeigt den "roten Faden" der US-Folterjustiz vom "Malmedyprozess" bis Abu Ghraib (Irak) schonungslos auf. Kein zeitgeschichtlich Interessierter sollte sich den hochinteressanten Film entgehen lassen. Zum ersten Mal brechen die "Rotjacken" von Landsberg ihr Schweigen - jene zum Tode verurteilten früheren deutschen Soldaten, die oft jahrelang die "rote Jacke" der Todeskandidaten im "Death Block" der Festung Landsberg trugen. Obwohl seitdem Jahrzehnte vergangen sind, haben die Misshandelten bis heute geschwiegen. Erst nachdem Medien in jüngster Zeit über US-Folterungen in irakischen Gefängnissen berichteten und Fotos die Vorgehensweise US-amerikanischer "Verhörspezialisten" belegen, waren die letzten noch lebenden Augenzeugen bereit, ihr Schweigen zu brechen. Fünf Bonusfilme mit einer Gesamtlaufzeit von 120 Minuten: Langfassungen der Interviews mit Prof. Dr. Dr. Alfred de Zayas, Prof. Dr. Franz W. Seidler, Prof. Dr. Bernd Rabehl sowie US-Originalaufnahmen der Hinrichtungen in Landsberg und Bruchsal runden die hochinteressante DVD-Dokumentation ab.

..........................

Der atomare Bombenholocaust von Hiroshima und Nagasaki vor 60 Jahren war eines der größten Kriegsverbrechen der Menschheitsgeschichte. In wenigen Sekunden verglühten hunderttausende wehrlose japanische Zivilisten, die meisten Frauen und Kinder in einem Feuersturm von über 15 Millionen Grad Celsius. Die US-Amerikaner hatten zwei Atombomben über dem längst kapitulationsbereiten Japan abgeworfen, um ihre Stärke zu demonstrieren. Noch heute sterben unzählige Menschen an den Folgen der Strahlung. Das im FZ-Verlag erschienene Buch ALLIIERTER LUFTTERROR – Von Dresden bis Bagdad (160 Seiten, 12,90 Euro, Best.Nr. 4374) dokumentiert die bis heute ungesühnten Massenmorde alliierter Luftkriegsverbrecher an der deutschen und japanischen Zivilbevölkerung und wirft anschließend einen Blick auf die Bombardierung von „Schurkenstaaten“ (Vietnam, Serbien, Irak etc.) in neuerer Zeit. Das Buch ist sehr empfehlenswert!

http://www.deutscher-buchdienst.de/

Deutscher Buchdienst
Postfach 600464
D-81204 München 

Tel.: +498989608521
Mo-Do 8.00 -16.15 Uhr
Fr. 8.00 -15.30 Uhr.
Außerhalb der Geschäftszeiten können Sie Ihre Nachricht
auf dem Anrufbeantworter hinterlassen.

Fax: 0049898341534

info@deutscher-buchdienst.de

 < Geschichte