Die fünf Invasionen Frankreichs zwischen 1940 und 1945

"Wir sind ausnahmslos die größten Räuber und Plünderer, die je auf der Erde existierten. Wir sind schlechter als andere Länder, weil wir auch Heuchler sind, weil wir plündern und immer behaupten, für das Wohl anderer Völker zu handeln" 
-Henry Labouchere, Liberal MP

Nach Beendigung des D-Day Karnevals ist ein günstiger Zeitpunkt sich daran zu erinnern, daß französisches Territorium zwischen 1940 und 1945 nicht weniger als fünf Mal attackiert wurde, davon nur einmal von Deutschland.

Die erste Invasion Frankreichs erfolgte nur auf Einladung im Mai 1940. Sie kam acht Monate nachdem Frankreich Deutschland den Krieg erklärt und ständig die deutsche Grenze attackiert hatte. Diese Vergeltungsaktion der deutschen Armeen hatte den zusätzlichen Effekt, die Pläne Britanniens für eine Invasion Europas zu durchkreuzen.

In wenigen Wochen fügte die deutsche Armee mit nur 100000 Soldaten der französischen Armee von 6 Millionen Mann eine Niederlage zu. Die deutsche Armee wurde in den besetzten Ländern willkommen geheißen und es gab vielfach eine Zusammenarbeit mit der Bevölkerung nicht nur Frankreichs sondern auch Belgiens und der Niederlande, wo die Leute froh waren, die stehenden Armeen Frankreichs und Großbritanniens los zu sein. 

Das Verhalten der deutschen Armee in Frankreich war tadellos und der jüdische Autor W. J. Shirer schrieb das auch in seinem Buch "Der Aufstieg und Fall des Dritten Reiches". Er schreibt: "Ich bemerkte Szenen offener Verbrüderung zwischen den Deutschen Truppen und den Einheimischen. Die meisten deutschen Soldaten benehmen sich wie naive Touristen, was sich als angenehme Überraschung für die Pariser herausstellte. Es war spaßig - jeder Deutsche hatte eine Kamera. 

Hitler erlaubte Frankreich sogar, die eigene Marine zu behalten und erklärte, Frankreich müsse sein Territorium verteidigen können.

Die zweite Invasion

Die Briten führten die zweite Invasion Frankreichs durch. Churchill verlangte, daß Frankreich seine freie Flotte den Briten übergeben soll. Nachdem die Franzosen klar gemacht hatten, daß sie nicht daran denken, attackierten die Briten die französische Flotte, die damals im algerischen Hafen Mers-el Kebir stationiert war. Während des Überfalls wurden 1200 französische Matrosen getötet. Im Wasser schwimmende Überlebende wurden von den RAF-Kanonieren mit Maschinengewehrsalven niedergemacht.

Das Debakel von Dakar

Die dritte Attacke gegen Frankreich war der Angriff auf die französische Kriegsmarine in Dakar, Senegal, wo auch das Schlachtschiff "Richelieu" lag, das belgisches und polnisches Gold im Wert von 60 Millionen Pfund an Bord hatte. Charles de Gaulle, der mit den Resten seiner Armee nach Britannien geflohen war, wollte die Invasion Dakars anführen, aber die Franzosen in Senegal machten klar, daß sie den General zurückschlagen würden.

Jedoch am Morgen des 23. 9. 1940 attackierte die Royal Navy den Hafen von Dakar, Senegal. David Irving, der bekannte Historiker schreibt dazu folgendes: "Es war ein demütigendes Fiasko. Die britischen Truppen stiegen nie aus ihren Truppentransportern, die Luftlandetruppen wurden auf dem Flughafen prompt von der Gendarmerie festgenommen. Seine Abgesandten wurden beschossen als ihr Boot in den Hafen einfuhr und sie zogen sich wieder zurück. 

Im aufsteigenden Nebel eröffnete die Richelieu mit den neuen 15 Zoll Kanonen das Feuer ebenso wie die Festungsbatterien von Dakar. Der britische Kreuzer Cumberland wurde mittschiffs getroffen und außer Gefecht gesetzt. 

Auch am nächsten Tag war der Kampf vor Dakar ähnlich verworren. Die Briten versenkten ein französisches U-Boot; die Festungskanonen beschossen die Barham. Einen Tag später verkündete General Spears, der De Gaulle begleitete, über Radio daß dieser aufgegeben habe und nach Bathust (Gambia), eine 100 km entfernte britische Kolonie weiterziehen werde. Um 9 Uhr schoß ein französisches U-Boot ein torpedo in das Schlachtschiff Resolution das dann ebenso einen wenig würdevollen Rückzug antrat. Churchill war wütend und seine Minister forderten einen rückzug um die Verluste zu beenden.

D-Day

Die vierte Invasion war der D-Day -Invasion der Alliierten am 6. Juni 1944, nach der viele Franzosen, ähnlich wie die Tschechen meinten, sie könnten noch einen anderen Krieg, aber nicht eine weitere Befreiung überstehen. Tatsächlich war es praktisch eine amerikanische Invasion mit den Briten als Hilfstruppe. In den Vereinigten Staaten wurde der Bevölkerung der Eindruck vermittelt, daß ihre Söhne eine Armee von Engeln sei. (So was ist neu ?) 

Als der NBC-Kommentator Tom Brokaw Jahre später über diese Ereignisse berichtete würdigte er die tatsächlichen Begebenheiten und sagte: " Die bluttriefende Landschaften Frankreichs und Belgiens waren ein Werk der Amerikaner. Die Verbrechen die von einzelnen amerikanischen Soldaten begangen wurden, Vergewaltigungen, Raubzüge und Morde
- übertrafen die der "Nazis" in jeder Beziehung. 

Sogar amerikanische Generale stahlen von französischen Zivilisten. Während dieser Zeit wurden über 500 Vergewaltigungen pro Monat gemeldet. Die Verbrechen nahmen so überhand, daß General Eisenhower drohte, die Täter hängen zu lassen, aber das war eine leere Drohung.

Vor dieser vierten Invasion warfen die Amerikaner über 500000 Tonnen Bomnen ab, das ist fast die Hälfte der Bomben die während des ganzen Krieges über Deutschland abgeworfen wurden. Über eine Million französische Wohnungen wurden durch alliierte Bombardements zerstört und einige Städte wie Caen, Saint-Lo Carentan Montbourg und Valgnes hörten auf zu existieren. 

Für jeden Deutschen, der im Kampf gegen die Invasion sein Leben verlor starben vier Franzosen. Während die Deutschen Truppen sich während ihrer Besetzung Frankreichs frei bewegen konnten wurden die britischen und amerikanischen Truppen in Kasernen festgehalten, da es großen Widerstand der Franzosen gegen ihre Anwesenheit auf französischen Boden gab.

Und dann kam die fünfte Invasion

Zum Schluß kam die fünfte Invasion Frankreichs, diesmal eine Invasion der Rachsüchtigen unter Führung von General de Gaulle. Nachdem die amerikanischen Streitkräfte es für den abgehalfterten französischen General sicher gemacht hatten, suchten sie Revanche für ihre Niederlage, unterstützt von Plünderern und kommunistischen Banden. 

Liberation
Unter dem Gejohle der Befreier wurden Frauen, die mit Deutschen befreundet waren, die Haare abgeschnitten..

Die schrecklichsten Massaker an Zivilisten begannen, während die Amerikaner untätig zusahen. Im allgemeinen ignorierte die britische Presse diese Vorgänge, aber unter anderen überlieferte auch ein britischer Journalist Berichte zu diesen Ereignissen. 

" In der französischen Geschichte hat es nie eine blutigere Periode gegeben als die, die der Befreiung von 1944-45 folgte. 
Die Massaker von 1944 waren nicht weniger grausam als die Massaker von Jacquerie, von St. Bartholomew, die des Revolutionsterrors, der Kommune und sie waren sicher zahlreicher und von einer höheren Größenordnung. 

Nach amerikanischen Angaben sind in Frankreich 80000 Personen bei Massenerschießungen in den ersten Monaten der Befreiung umgekommen. Der ehemalige französische Minister 
Adrian Tixier nannte später eine Zahl von 105000. [Bei dem Aufstand nach dem preußisch-französischen Krieg 1870-71 kamen in Frankreich 18000 Personen um].

Anmerkung: Weniger als ein Prozent der französischen Bevölkerung hatte etwas mit der "Resistance" zu tun. Daraus kann man schließen, daß 99 % die deutsche Besetzung akzeptierten oder unterstützten, die ohnehin nur Gebiete betraf, in denen eine alliierte Invasion zu befürchten war. 
 

Michael Walsh
neworder@execpc.com
 

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