Stellungnahme zur Unterschriftensammlung für H. Mahler

Sehr geehrter Herr XYZ, 

ich komme jetzt auf Ihre Bitte zurück, den Aufruf für Horst Mahler zu unterstützen. Ich muß Ihnen mitteilen, daß ich darin keinen Sinn sehe, obwohl ich zumindest bei Ihnen, Herrn XYZ, durchaus gelten lasse, daß Sie sich für die Meinungsfreiheit als solche einsetzen, also ohne Ansehen der Person für das Recht eintreten, die persönliche Meinung frei zu äußern. 

Das kann aber für den wirklichen Kampf gegen die Meinungsunterdrückung - in unserem Fall für den Kampf gegen das menschenrechtswidrige "Geschichtsverbot" für Deutsche - sogar schädlich sein, nämlich dann, wenn man sich für einen Provokateur einsetzt. 

Horst Mahler ist nach meiner Überzeugung eben ein Provokateur, der das gerechte Anliegen, das deutsche Volk zum rechtlich und moralisch begründeten Widerstand gegen einen der spektakulärsten Rechtsmißbräuche der modernen Geschichte zu bewegen, durch Vermengung mit allen möglichen sachfremden, mehr oder weniger abwegigen, skurrilen, z.T. abstoßenden Äußerungen (bzgl. BRD, Judentum etc.) gezielt zu diskreditieren versucht.

Ich bin der festen Meinung, daß Mahler NICHT aus nationaler Überzeugung handelt, sondern aus dem Motiv heraus, das nationale Deutschland vorzuführen und auf eine falsche Fährte zu locken, eventuell in Verbindung mit dem Wunsch, irgendwelche eigenen Rechnungen aus der RAF-Zeit zu begleichen. Dieser Schluß ergibt sich nach meinem Dafürhalten schon aus seinem Agieren im Vorfeld des NPD-Verbotsverfahrens. Die spätere Einstellung des Verfahrens war bekanntlich nicht Mahlers Verdienst, sondern eine Folge der VS-Infiltration der NPD. Es würde zu weit führen, wenn ich diese Dinge hier noch einmal ausbreiten würde, aber einiges dürfte noch im Internet zu lesen sein. Ansonsten könnte ich Ihnen auch die betreffenden Stellungnahmen raussuchen und zuschicken - wenn Sie daran Interesse haben sollten.

Auch die Art und Weise, wie die Herren Töpfer und Heldt sich in Szene setzen, ist mir suspekt und entspricht m.E. nicht der gebotenen Ernsthaftigkeit, mit der man gegen die staatlich verordnete geistige Vergewaltigung immer neuer deutscher Generationen vorgehen sollte. Auch hier habe ich das Gefühl, daß es sich um eine gezielte oder zumindest grob fahrlässige Diskreditierung eines rechtlich und moralisch begründeten historischen Revisionismus handelt.

Selbst mache ich mir seit meiner Jugend über diesen Fragenkomplex Gedanken. Ich habe mich schon in der Schule (50er Jahre) mit Lehrern und Mitschülern über die nach meiner persönlichen Überzeugung - damals wie heute - aus politischem Kalkül erlogenen Gaskammern etc. gestritten und seitdem in unzähligen Diskussionen in meiner Heimat Schweden wie auch in Deutschland meine Meinung dazu offen vertreten.

Insbesondere habe ich die diesbezügliche verfassungswidrige Rechtsetzung in Deutschland und die damit einhergehende (manipulierte) öffentliche "Diskussion" sehr genau verfolgt. Die wichtigsten Ergebnisse können sie dem Artikel "Der Fall Günter Deckert", erschienen im Sammelband "Patriotenverfolgung...." (Eibicht/Bohlinger), entnehmen. Siehe Anhang. Darin sind die gesamten Gründe für die Verfassungswidrigkeit des "Leugnungsstrafrechts" und des entsprechenden Rechtsetzungsprozederes enthalten. Meines Wissens hat noch kein Strafverteidiger bei einem "Leugnungsprozeß" davon Gebrauch gemacht. Warum?

Mit freundlichen Grüßen 

Per Lennart Aae

[5. März 2004]

 Offener Brief an das Simon-Wiesenthal-Center (CA) >> 

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Zwei Dialoge über politische Strategie und Holocaust

a) Diskussion mit Annemarie Paulitsch über die Strategie von Horst Mahler

Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Frage: "können Sie mir das konkrete oppositionelle Konzept von Herrn Mahler beschreiben?!"):

1. Besagtes Konzept ist den elektronischen Schaufenstern des DK, von Horst Mahler und Dr. Oberlercher zu entnehmen.

PLA: Ich wollte es aber gerne von Ihnen hören. Warum? Weil es mich interessiert, wie Sie daraus ein Konzept zur Rehabilitierung der wegen des Bestreitens des Holocausts Verfolgten entnehmen können. Und weil Ihnen vielleicht etwas auffallen würde, wenn Sie selbst die betreffenden Aussagen als "Konzept" formulieren würden.

Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Frage: "Gehe ich falsch in meiner Annahme, daß Mahler die Grundgesetz- und Menschenrechtswidrigkeit der Leugnungsgesetzgebung gar nicht anprangern will, weil er die entsprechenden Wert- und Rechtsmaßstäbe nicht durch eine solche Bezugnahme anerkennen möchte?"):

2. Ganz sicher wird Herr Mahler die Wert- und Rechtsmaßstäbe eines "Grundgesetzes" nicht anerkennen, das dem Deutschen Volk nach seiner Niederwerfung vom Todfeind als längerfristiger Euthanasieplan aufgenötigt wurde.

PLA: Warum haben Sie mich dann gefragt, ob meine Ausarbeitung über den Fall Deckert im Rahmen der Bemühungen des Vereins zur Rehabilitierung der wegen des Bestreitens des Holocausts Verfolgten verwendet werden könnte? Denn diese Ausarbeitung basiert auf Art. 5 GG, auf der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Grundrecht der Meinungsfreiheit und auf dem Menschenrecht der freien und ungehinderten Auseinandersetzung mit der Geschichte des eigenen Volkes und der eigenen Vorfahren.

Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Kritik an Mahlers Thematisierung des Judaismus):

Herrn Mahlers Äußerungen über die Juden erscheinen uns materialistisch denkenden Zwangssäkularisierten nur deshalb dubios, weil wir nicht einsehen wollen, daß die Juden ein aussschließlich religiös geprägtes Volk sind, das dem Wahn unterliegt, den von seinem Gott zugewiesenen Vernichtungsauftrag erfüllen zu müssen.

PLA: Haben Sie sich schon mit den Feststellungen des Wiener Rabbis Friedman auseinandergesetzt? Er vertritt innerhalb des Judentums eine antizionistische Linie und wendet sich vehement gegen die Politik Israels - im Grunde sogar gegen den Staat Israel überhaupt - und gegen die politischen Ambitionen der jüdischen Kapital- und Funktionärsseilschaften, insbesondere gegen deren antideutschen Verdikte (Holocaust etc.). Und er tut dies gerade WEIL er ein gläubiger, also kein säkularisierter Jude ist. - Wie können Sie dies mit den Theorien von Mahler unter einen Hut bringen?

Annemarie Paulitsch (Bemerkung zu meiner Feststellung, daß eine Politik nur erfolgreich sein kann, wenn sie auf die Befindlichkeiten relevanter gesellschaftlicher Gruppen eingeht):

Für die von Ihnen erwähnten "gesellschaftlich und politisch wichtigen Menschen" gibt es zahlreiche institutionalisierte Möglichkeiten sich auszuweinen und dabei weiterhin im Kreis zu drehen: Reps, DVU, BFF, Schillpartei, NPD oder für solche, die gar kein Risiko eingehen wollen, auch die CSU. Diese Leute kommen mir vor wie Schwerkranke, die ihre Erkrankung zwar erkannt haben, aber sich einreden, ihr tödliches Leiden auf kosmetischem Weg und nicht durch den notwendigen chrurgischen schmerzhaften Eingriff heilen zu können.

PLA: Ist Ihnen nicht der Gedanke gekommen, daß Politik nur dann eine Zeitenwende einläuten kann, wenn es in der Bevölkerung Ängste und Sehnsüchte und ein unterschwelliges, wenn auch bisher hilfloses Suchen nach einer Formel zu deren Beseitigung beziehungsweise Erfüllung gibt? Und wenn eine neue Geistesrichtung das formuliert, was die Menschen wortlos in ihren Herzen tragen? Was die "wichtigen Menschen" betrifft, haben Sie mich wahrscheinlich mißverstanden: Ich meine nicht irgendwelche "wichtigen" Einzelpersonen, sondern gesellschaftliche Gruppen, Schlüsselgruppen innerhalb des Volkes, deren Interessenlage heute national ist, auch wenn sie es noch nicht bewußt, in politisch artikulierter Form wahrzunehmen in der Lage sind. Letzteres sollte uns aber nicht veranlassen, sie verächtlich den "institutionalisierten Möglichkeiten" zu überlassen, wo sie sich "ausweinen" und "im Kreis drehen" können. Das wäre zutiefst unpolitisch, auch wenn es leider der Gemütslage vieler enttäuschter und verbitterter nationaler Deutscher entspricht. - Ich sage Ihnen: Wenn die nationale Bewegung entgegen allen Prognosen die Zerstörung der deutschen Nation aufhalten will, MUSS sie diese Formel finden und politisch umsetzen. Man erkennt sie daran, daß sie durch Umdeutung des derzeitigen prägenden Paradigmas den Widerstand entfesseln und den Weg für Veränderungen frei machen kann, Veränderungen, an deren ENDE das Reich steht. Ganz konkret gesprochen, geht es zunächst um die Bewußtmachung der Identität zwischen Menschenwürde und soziokultureller Identität, sozialer Verantwortung und Volksgemeinschaft, Demokratie und nationalstaatlicher Selsbtbestimmung. Sie ahnen wahrscheinlich nicht, WIE viele Menschen in Deutschland, bei weitem nicht nur "Nationale", auf ein solches erlösendes Wort warten. Ihnen allen muß aber auch deutlich gemacht werden, daß die Revolte gegen die Diktatur des Kapitals und der überstaatlichen Seilschaften (EU etc.) auf einer LEGALEN Grundlage steht, so wie Luther die Revolte gegen die Romkirche entfesselte, indem er die Deutungshoheit über die Evangelien errang und den Papst delegitimierte (s. meinen Artikel in der aktuellen DS). Hier spielt in der Tat die von Ihnen wahrscheinlich aus Unkenntnis verpönte sog. freiheitliche demokratische Grundordnung (FDGO) eine entscheidende Rolle, und zwar deswegen, weil ihre strikte Auslegung zum Ergebnis führt, daß die EU-Rechtsetzung gegen Art. 20 GG verstößt und deswegen in Deutschland illegal ist, daß 80 Prozent der heute beschlossenen Gesetze rechtswidrig zustandekommen und somit null und nichtig sind, und daß die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals ebenfalls die Volkssouveränität und zudem das Gebot der Sozialpflichtigkeit des Kapitals verletzt.

Annemarie Paulitsch (Feststellung zu meiner Aussage, Mahler könnte eine große Gestalt der deutschen Geschichte werden, wenn er rechtzeitig die politisch-strategischen Erfordernisse der Zeit erkennen und berücksichtigen würde):

Herr Mahler ist bereits eine Gestalt in der deutschen Geschichte, ob groß oder nicht, hängt wie immer bei geschichtlichen Gestalten vom Erfolg ab. Rein biologisch kann er hundert Jahre alt werden, während die biologische Uhr des Deutschen Volkes ohne umgehende revolutionäre Hilfe auf jeden Fall vorher ablaufen wird.

PLA: Ich will mich nicht mit Ihnen darüber streiten, was für eine Gestalt Horst Mahler tatsächlich ist. Es ging mir lediglich darum, daß er bei Wahl der richtigen Strategie möglicherweise eine Gestalt wie Hermann der Cherusker oder Martin Luther WERDEN könnte. Oder ist das wegen seiner mentalen und öffentlichen Festlegung auf eine ganz andere Marschrichtung schon zu spät? Was das Alter betrifft, sind wir uns im übrigen einig, was Sie feststellen können, wenn Sie die betreffenden Zeilen in meinem vorhergehenden Brief noch einmal genau lesen.
 

b) Diskussion mit Dieter Nagel über die Auseinandersetzung mit dem antideutschen Schuldstigma und der Unterdrückung der Meinungsfreiheit
 

Dieter Nagel an Per Lennart Aae:

Lieber Per Lennart Aae,

(...) Nun noch zu eurem Thema über das ihr euch so sehr ereifert.
Ich möchte, wie schon oft, mit aller Entschiedenheit darauf hinweisen, daß es völlig sinnlos ist über TABU-Themen zu diskutieren. Eines, allerdings eines der Herausragendsten, ist das Kapitel über die Judenverfolgung.
Die Gesetze der BRD schreiben vor, wie man sich dazu äußern darf. Eine andere Meinung zu haben als die regierungsamtliche ist per Gesetz verboten, daher lehne ich es ab, mich überhaupt zu diesem Thema zu äußern.
Das gleiche gilt für eine Erörterung des historischen Nationalsozialismus. Eine freie Diskussion wird durch eine
Mauer von Gesetzen unmöglich gemacht. Diese Gesetze ermöglichen es den Machthabern jeden der es dennoch wagt, darüber objektiv zu reden, fertigzumachen.

Es kommt noch hinzu, daß die Organe der politisch herrschenden Klasse hocherfreut sind, wenn ein Nationalist
ein TABU-Thema aufgreift. Das hilft von den Mißständen dieses Staates abzulenken und die Diskussion in die erwünschte Richtung zu lenken. Begreift doch endlich mal, daß es darauf ankommt die Schwächen dieses Regims anzuprangern.
Es gibt doch genug Probleme: Arbeitslosigkeit, soziale Ungerechtigkeit, Globalisierung, ungehemmter Kapitalismus, internatiomale Konflikte u. s. w. , u. s. f.

Man greift doch den Gegner dort an, wo er schwach ist und nicht dort, wo er eine unüberwindliche Mauer errichtet hat.
Im ersten Fall besteht die Chance, eine Bresche zu schlagen, im zweiten Fall sich unter hohen Verlusten blutige Köpfe zu holen.

Jedoch sind drei Säulen unabdingbar bei denen ich nicht bereit bin, Kompromisse einzugehen.
1. Erhalt des souveränen unabhängigen Nationalstaats.
2. Verteidigung des Sozialstaates mit Beteiligung aller gesellschaftlichen Schichten.
3. Verteidigung der nationalen Ehre; dazu gehört das Eintreten für die Ehre unserer Soldaten und das Ablehnen jeglicher einseitiger Schuldzuweisung wegen historischer Erweignisse.

Als Schlagwort gilt: Laßt doch die herrschende Klasse sich mit der Vergangenheit beschäftigen. Wir kämpfen für die Beseitigung der Mißstände und Ungerechtigkeiten der Gegenwart und dafür, die Zukunft des deutschen Volkes zu gestalten. Unsere Blicke sind nach vorne gewandt; die unserer Gegner sind rückwärtsgewandt!
Jetzt noch ein Wort zu den nationalen Aktivisten in den verschiedenen Organisationen.
Ich bin und war mir immer im Klaren, daß der Großteil aus gutgläubigen Idealisten besteht, die das beste wollen. Leider wurden und werden viele von ihnen von einigen Politclowns und Politkriminellen in die Irre geführt. Sie werden oft verheizt und für ganz andere Zwecke mißbraucht. Das weiß ich wohl. Das beste Beispiel dafür sind die Machenschften eines Teils (allerdings des maßgebenden) der NPD-Führung. Ich hatte das seinerzeit sogar in einem Brief an die Parteizentrale in Berlin angedeutet. (...)

Wolfgang Thierse als einer der gefährlichsten und profiliertesten Gegner hatte die Gefahr für das Establishment klar erkannt, als er in Berlin sinngemäß sagte, bedrohlich würde es werden wenn eine Partei wie die NPD die sozialen Probleme aufgreifen würde.

Mit kameradschaftlichen Grüßen
Dieter Nagel
 

Per Lennart Aae an Dieter Nagel:

Lieber Dieter Nagel,
vielen Dank für Ihre Zeilen. Das Verbot für Deutsche, sich mit ihrer Geschichte frei und ungehindert auseinanderzusetzen und Greuelvorwürfe gegen das eigene Volk kritisch zu behandeln, ist eine in der bisherigen Menschheitsgeschichte in dieser Form nicht gekannte Ungeheuerlichkeit. Außerdem ist es kraß verfassungswidrig und somit, rechtlich gesehen, null und nichtig, wie ich in meiner Ausarbeitung über den Fall Deckert nachgewiesen habe. Trotzdem verstehe ich Ihre Bedenken. Ich muß aber davon abraten, die Frage ob es richtig sei, dieses Thema anzusprechen, zu einem Kardinalpunkt in der Strategiediskussion zu machen, und zwar aus folgenden Gründen:

Erstens können Sie angesichts der Ungeheuerlichkeit der gegnerischen Vorgehensweise, der Intensität der täglichen Greuelpropaganda, der vielen moralischen, politischen und finanziellen Implikationen, die sich daraus ergeben und der unendlichen Demütigung und persönlichen Betroffenheit, die viele nationale Deutsche dabei empfinden, von letzteren nicht verlangen, daß sie dazu aus Prinzip schweigen sollen. Das wirkt wie eine Provokation und führt zur Spaltung im nationalen Lager.

Zweitens spielt diese Frage in der derzeitigen nationalen Politik ohnehin keine dominierende Rolle mehr. Heute gibt es meines Wissens an Infoständen etc. keine erregten Gaskammerdiskussionen mehr, wie vor 20, 30 Jahren. Statt dessen sind vor allem die sozialen Fragen an der Tagesordnung, was ja in Ihrem Sinne ist.

Drittens ist das Grundrecht der Meinungsfreiheit ein wichtiges Rechtsgut, das wir verteidigen müssen. Denken Sie daran, daß heute schon die Forderung nach Bewahrung des deutschen Charakters des Landes als "Volksverhetzung" ausgelegt wird, weil dadurch Ausländern das Existenzrecht in Deutschland verwehrt werde.

Viertens sind auch die von Ihnen genannten drei Punkte, die ich voll teile und, wie Sie, als primär ansehe, z.T. schon tabuisiert oder werden es zumindest in absehbarer Zeit sein. So ist z.B. abzusehen, wenn die Entwicklung so weitergeht wie jetzt, daß die "hoheitlichen Rechte" "europäischer" Organe gesetzlich gegen scharfe Kritik oder Ablehnung ("Verunglimpfung") geschützt werden. Wir stehen aber auf dem Standpunkt, daß diese Rechte in Deutschland schon aus verfassungsrechtlichen Gründen null und nichtig sind, weil ihre Anwendung das Legitimationskettenprinzip des Art. 20 GG und damit die FDGO verletzt. Daraus ergibt sich ein latenter Konflikt, bei dem wir nur die Wahl haben, die radikale Kritik an den Rechtsbrüchen aufzugeben oder Tabuverletzer zu werden. Hier kann es aber nie und nimmer richtig sein, klein beizugeben. Ganz im Gegenteil, es entsteht eine wahrhaft revolutionäre Situation, in der wir das Recht, die Moral und den Freiheitswillen der Menschen auf unserer Seite haben.

MkG

Per Lennart Aae

[9. März 2004]


 
Diskussion über BRD, Reich, Leugnungsstrafrecht, Mahler etc.

Ein Briefwechsel zwischen Annemarie Paulitsch und mir:

Lieber Herr Aae,

meiner Meinung nach würde die Entlarvung des Holocausts als Lüge, d.h. seine Entweihung, den jüdischen Macht-Mythos vielleicht nicht auf der Stelle aber allmählich zusammenbrechen lassen, womit der Weg zur Freiheit der Völker und Errichtung des Deutschen Reiches frei wäre.

Herr Mahler ist aus meiner Sicht der Einzige, der wirklich erstens ein konkretes oppositionelles Konzept vorliegen hat und zweitens sich tatkräftig bemüht, (mit einigen Reibungsverlusten) dieses umzusetzen. 
Darum bin ich dem Verein zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten" beigetreten.

Ich fühlte mich wie eine mit vielen Anderen im (politischen) Meer hilflos Treibende. Eines Tages kam jemand auf einem wackligen Floß vorbei und bot uns an einzusteigen. Wenige nahmen das Angebot an, die meisten meinten, das Floß sehe nicht seetauglich aus, sein Betreiber nicht glaubwürdig usw. Ein Schwimmweltmeister sagte sogar, ein Floß zu haben sei zwar nicht verkehrt, aber der Zeitpunkt zum Aufsteigen viel zu früh, weil die Leute noch nicht abgeschlafft genug seien und der Floßbetreiber hätte besser zehn Jahre warten sollen. Daß die Hilflosen sehr wahrscheinlich nicht einmal das nächste Jahr überleben würden, weil sie bis dahin an Erschöpfung oder Unterkühlung gestorben bzw. von den Haien gefressen worden sind, wurde von ihm wohl nicht bedacht.
Also entschloß ich mich aufzusteigen.

Mfg
Annemarie Paulitsch
 

Liebe Frau Paulitsch,

zwei Fragen:

1) können Sie mir das konkrete oppositionelle Konzept von Herrn Mahler beschreiben?!

2) Gehe ich falsch in meiner Annahme, daß Mahler die Grundgesetz- und Menschenrechtswidrigkeit der Leugnungsgesetzgebung gar nicht anprangern will, weil er die entsprechenden Wert- und Rechtsmaßstäbe nicht durch eine solche Bezugnahme anerkennen möchte? 

Ich kann verstehen, daß Sie Mitglied des "Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten" von Herrn Mahler geworden sind, zumal da es meines Wissens nichts Vergleichbares gibt. Das enthebt Sie aber nicht von der Pflicht, zu hinterfragen, wie die geplante Vorgehensweise ist, und ob sie in rechtlicher und politischer Hinsicht erfolgversprechend ist. 

Ich persönlich halte es nicht für erfolgversprechend, wenn man in einem Verfahren die Zuständigkeit des Gerichts, ja des ganzen Staates verneint, statt auf die offensichtliche Verfassungswidrigkeit der für den Fall relevanten Rechtsbestimmungen und auf deren Unvereinbarkeit mit der Menschenwürde hinzuweisen. Des Weiteren verstehe ich nicht, warum die Angelegenheit mit dubiosen Äußerungen über die Juden belastet werden muß. Das ist erstens sachfremd und zweitens unzweckmäßig. 

Mahler HÄTTE in einem reinen Leugnungsverfahren mit einer lupenreinen rechtlichen und moralisch/menschenrechtlichen Argumentation - in Verbindung mit seinen Persönlichkeitsrechten als Deutscher, s. Art. 1 GG - bei seiner juristischen und rhetorischen Begabung durchaus die Möglichkeit, einen spektakulären Einsatz zu machen, mit dem er die Sympathien weiter Bevölkerungskreise gewinnen und so vielleicht den Stein der Veränderung ins Rollen bringen könnte. Würde er so vorgehen, würde ich sofort alle meine Bedenken gegen ihn über Bord werfen und mich mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vorbehaltslos an seine Seite stellen.

Ähnliches gilt für seine ganze politische Stoßrichtung. Statt die einmalige Chance zu ergreifen, seinen ehemaligen linken Gefährten die Identität der nationalen Volksgemeinschaft mit den linken Idealen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aufzuzeigen und eine breite intelektuelle Bewegung von "rechts" bis "links" gegen Globalisierung, EU-isierung und die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals aufzuabuen, muß er sich mit dem "Antijudaismus", der Wiedereinführung der Monarchie und was weiß ich beschäftigen. Auch hier gilt: Er KÖNNTE heute darauf hinweisen, daß die Freiheit, die soziale Gerechtigkeit, die Geborgenheit und Solidarität in der Gesellschaft nur auf der Grundlage des Nationalstaates verteidigt werden können. Und er KÖNNTE viele wichtige Mitstreiter aus verschiedenen, bisher verfeindeten Lagern gewinnen, wenn er zum Widerstand gegen den offensichtlichen Generalangriff der kapitalgesteuerten Internationalisten auf diesen Nationalstaat und die in ihm befindlichen Selbstbestimmungsstrukturen aufrufen würde. Das ist schon deswegen das Gebot der Stunde, weil in diesen Strukturen unzählige, gesellschaftlich (und damit politisch) wichtige Menschen existieren, deren persönliches Selsbtverständnis durch den Verfall bedroht ist. Dazu gehören praktisch alle, die irgendwie gesellschaftlich engagiert sind, seien es untere und mittlere politische Mandatsträger, Angestellte und Vertrauensleute in öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Genossenschaften/Standesorganisationen und Interessenvertretungen (Gewerkschaften!), bodenständige Unternehmer oder "nur" Eltern, die das soziale und kulturelle Umfeld für die Erziehung ihrer Kinder mitgestalten wollen. - Siehe hierzu u.a. meinen Artikel in der aktuellen DS.

Aber nein, statt zum Schutz der staatlichen Selbstbesimmung des deutschen Volkes als Grundvoraussetzung für Demokratie und Sozialstandards aufzurufen, stellt er staatsrechtliche Fragen in den Vordergrund und legt in erster Linie Wert auf den vollständigen Austausch des derzeitigen Staates (den er offenbar als statisch und unveränderbar ansieht) gegen ein abstraktes Reich, worunter sich jeder vorstellen kann, was er möchte. - Mahler selbst will das Kaiserreich wiederhaben, andere denken vielleicht an das Dritte Reich. Daß das in einer Zeit der EXISTENTIELLEN BEDROHUNG DES DEUTSCHEN NATIONALSTAATES ÜBERHAUPT und der äußersten Dringlichkeit einer breiten Abwehrfront gegen dessen endgültige Zerschlagung absolut anachronistisch und unsinnig ist, müßte eigentlich Mahler selbst mit seiner Intelligenz verstehen.

Ich habe ihm dies einmal in einem - leider zu kurzen - Gespräch gesagt. Als Antwort gab er mir sein Buch "Antwort auf Friedman" (oder so ähnlich).

Ich bin der Meinung: Mahler KÖNNTE heute noch umkehren und zu einer großen Gestalt in der deutschen Geschichte werden. Er hat ja schon manche Umkehr hinter sich. Das ist auch keine Schande - nicht bei den komplexen und widersprüchlichen Verhältnissen in unserer Zeit.

Aber er müßte es bald tun! Nicht in erster Linie wegen seines Alters, sondern wegen der Verhältnisse, denn diese ändern sich in diesen Tagen sogar schneller als die biologische Uhr.

Würde er einen solchen Weg einschlagen, würde ich ihn - bei aller Feindschaft - sofort vorbehaltslos und selbstlos unterstützen.
 

Mit freundlichen Grüßen
Per Lennart Aae
 

Ein Dialog zwischen Jürgen Schwab und mir:

Schwab:
Lieber Kamerad Aae,
wie nicht anders zu erwarten, haben Sie meine Aufforderung, dem Publikum mitzuteilen, für welchen Geheimdienst Horst Mahler arbeitet, nicht beantwortet. Genau auf diese Nicht-Beantwortung ist es mir ja angekommen.

Antwort: 
Horst Mahler „arbeitet“ nicht für irgendeinen Geheimdienst. Aber er verfolgte seine eigenen Ziele im NPD-Verfahren und diese hatten als grundlegende Voraussetzung den Verbotsantrag der Bundesregierung. Der Antrag stand allerdings auf der Kippe, nachdem Otto Schily hinsichtlich der Erfolgsaussichten (zurecht) äußerst skeptisch war. Hier leistete Mahler zweifelsohne ganz bewußt Schützenhilfe, indem er scheinbar den Nachweis erbrachte, daß die NPD seinem Kurs folgen würde. Es ist auch äußerst wahrscheinlich, wenn auch nicht zwingend notwendig, daß er dabei mit seinem alten Duzfreund Schily zumindest indirekt in Verbindung stand. Mahler WOLLTE das NPD-Verbotsverfahren als Plattform für eine spektakuläre Entlarvung der BRD als nichtswürdiges Produkt des Kapitals und des US-amerikanischen militärisch-industriellen Komplexes, in neuer Mahler-Diktion ergänzt um das Judentum und die amerikanische „Ostküste“. Das kann man gewissermaßen als konsequente Fortführung der RAF sehen. Es entbehrt auch nicht jeder Logik. Schily WOLLTE ebenfalls das Verbotsverfahren, weil er dem Arsch Beckstein in punkto Antifaschismus nicht nachstehen wollte und - natürlich - weil der Judenrat Druck machte. Somit bestand zwischen Mahler und seinem alten Freund Schily Interessenidentität. Das ist alles, aber es reicht um das Bild hinreichend scharf zu machen.

Schwab:
Daß Sie ein unfreiwilliger Kollaborateur (Mitarbeiter) des Systems sind, haben Sie doch selbst immer wieder bewiesen, in dem Sie mehrfach die Bezugnahme auf das Deutsche Reich und eine intellektuelle Fundamentalkritik bezüglich der sogenannten Judenfrage als unmoralisch und verwerflich gebrandmarkt haben - vor einiger Zeit gegenüber dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe und jetzt, da der Berliner Prozeß gegen MOM am Laufen ist. 

Antwort:
„Kollaborateur“ ist natürlich für Wortfetischisten wie Sie ein schönes Wort. Aber warum müssen Sie es übersetzen?
Wann habe ich irgendwelche Positionen gegenüber dem Bundesverfassungsgericht als „unmoralisch und verwerflich gebrandmarkt“? Wann habe ich mich überhaupt an dieses Gericht gewandt? - Meines Wissens das letzte Mal Anfang der neunziger Jahre, als ich Verfassungsbeschwerde wegen Verletzung des Grundrechts auf Meinungsfreiheit einlegte.
Die Bezugnahme auf das Deutsche Reich habe ich nie als „unmoralisch und verwerflich gebrandmarkt“. Bitte, sagen Sie doch, welche Aussage von mir Sie dahingehend mißverstanden haben!
Ich habe lediglich festgestellt, daß heute die Eigenstaatlichkeit Deutschlands an sich verteidigt werden muß, ohne Ansehen der genauen staatsrechtlichen Form. Wer dies, angesichts des massiven - möglicherweise irreversiblen! - Abbaus staatlicher Selbstbestimmung, nicht erkennt, ist m.E. arm dran.
Was die „intellektuelle Fundamentalkritik bezüglich der sogenannten Judenfrage“ betrifft, so muß ich erstens feststellen, daß es sich in der Tat um eine „sogenannte“ Judenfrage handelt, denn in Wirklichkeit geht es nicht um die Juden als Volk oder Religionsangehörige, sondern um Zionisten, Berufsjuden (Funktionäre) und die jüdische Kapitalmacht. Zweitens muß ich auch feststellen, daß ich Mystizismus nicht als „intelektuelle Fundamentalkritk“ akzeptieren kann. Da stelle ich schon höhere Anforderungen.

Schwab:
Wenn unsere „eigenen“ Leute schon unsere Völkerrechtsposition als unmoralisch darstellen, brauchen wir uns über die Anzahl unserer Feinde keine Gedanken mehr zu machen ... Es ist statthaft, MOM nicht zu unterstützen, aber nicht, denen drei die wenigen Unterstützer, die sie nur haben, abzuwerben.

Antwort:
Der Anspruch Deutschlands auf staatliche Selbstbestimmung ist u.a. völkerrechtlich begründet und geht, staatsrechtlich gesehen, auf das Deutsche Reich zurück. Da sind wir uns einig. Daß das Reich darüber hinaus eine geschichtliche Kontinuität und eine wertvolle historische Metapher darstellt, auf die bei einer künftigen staatlichen Erneuerung in Deutschland zurückgegriffen werden sollte, darüber brauchen wir auch nicht zu streiten. Doch, wer wegen einer ausschließlichen Fixierung auf diese schöne, aber konturlose Vision die derzeitige staatliche Selbständigkeit bzw. den derzeitigen NOCH VERTEIDIGUNGSFÄHIGEN ANSPRUCH auf staatliche Selbständigkeit aufgibt, der handelt nicht nur verantwortungslos, sondern begeht Verrat am Reich. Denn dieses würde aller Voraussicht nach niemals wiedererrichtet werden können, wenn die derzeitige Zerschlagung der deutschen Eigenstaatlichkeit als solcher noch einige Jahre weitergehen sollte. Ich habe dies schon so oft in aller epischen Breite erläutert, daß ich es nicht hier noch einmal tun muß. Sie wissen schon, was ich meine, und Sie wissen, daß ich recht habe.
Ich kritisiere lediglich die EXTREMPOSITION von Ihnen, Oberlercher, Mahler und anderen, wonach die derzeitige staatliche Selbstbestimmung Deutschlands nichts wert sei und der Widerstand gegen ihre Zerstörung durch internationale Kräfte zwecklos sei, weil der Untergang der BRD nicht schnell genug kommen könne (Oberlercher). - Daraus die Aufgabe einer „Völkerrechtsposition“ oder gar ihre Diffamierung als „unmoralisch“ zu konstruieren, halte ich für infam.

Schwab:
Ihre unbewiesene Behauptung, Horst Mahler sei nicht national denkend, fällt auf Sie selbst zurück. Mahler hat einen klaren Begriff von Volksgemeinschaft und Nationalstaat, auch wenn ich in manchen Punkten, etwa in solchen der Staats- und Regierungsform von ihm abweiche. Mahler weiß, was ein Staat ist, nämlich ein souveränes Herrschaftsgebilde, und er nennt dieses bei seinem geschichtlichen Namen: „Deutsches Reich“. 

Antwort:
Sie lenken vom Wesentlichen ab. Ich habe lediglich das Motiv Mahlers bei der von mir beschriebenen Vorgehensweise in Frage gestellt. Das ist bei einem Mann mit seiner Vorgeschichte nicht nur naheliegend, sondern geradezu zwingend. Leider wurde es bei der Mandatserteilung für das Verbotsverfahren viel zu wenig beachtet. 

Schwab:
Ihr „Nationalstaat“ hingegen, Herr Aae, ist die BRD, die nicht souverän ist und auf Besatzerherrschaft beruht. Das ist weder „nationalstaatlich“ noch „national“, was Sie schreiben. Zur „Nation“ gehört das Bewußtsein um Geschichte und politische Lage des eigenen Volkes. Ihre Rolle besteht darin, diese Zusammenhänge zu verschleiern.
Wir sind BRD-Bürger nur in dem Sinne, daß es auch im Zuge der Fremdherrschaft eine Ordnung (FDGO) geben muß, damit das Leben unseres Volkes weiterbestehen kann; damit der Straßenverkehr und der Arztbesuch geregelt sind. Ansonsten sind wir Reichsbürger. Sie natürlich ausgeschlossen!

Antwort:
Erstens ist die BRD nicht der deutsche Nationalstaat, sondern nur der derzeitige NAME dieses Staates. Zweitens ist ein Staat nicht statisch, sondern veränderbar. Das anschaulichste Beispiel hierfür ist die Wandlung der Weimarer Republik zum Dritten Reich ohne jede Veränderung der Weimarer Reichsverfassung. Drittens ist die FDGO nicht, wie Sie zu glauben scheinen, ein Kürzel für die Straßenverkehrsordnung, sondern die - bei allen verfassungsmäßigen Mängeln in anderen Hinsichten - vom Grundgesetz garantierte freiheitliche Grundordnung, die unsere beste verfassungsrechtliche Waffe gegen die zunehmende Fremdbestimmung sein sollte. Auch dies habe ich so oft ausführlich erläutert - ohne daß Sie auch nur oberflächlich darauf eingegangen sind -, daß ich mir hier die Mühe spare.

Per Lennart Aae

[7. März 2004]

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