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Sehr geehrter Herr XYZ, ich komme jetzt auf Ihre Bitte zurück, den Aufruf für Horst Mahler zu unterstützen. Ich muß Ihnen mitteilen, daß ich darin keinen Sinn sehe, obwohl ich zumindest bei Ihnen, Herrn XYZ, durchaus gelten lasse, daß Sie sich für die Meinungsfreiheit als solche einsetzen, also ohne Ansehen der Person für das Recht eintreten, die persönliche Meinung frei zu äußern. Das kann aber für den wirklichen Kampf gegen die Meinungsunterdrückung - in unserem Fall für den Kampf gegen das menschenrechtswidrige "Geschichtsverbot" für Deutsche - sogar schädlich sein, nämlich dann, wenn man sich für einen Provokateur einsetzt. Horst Mahler ist nach meiner Überzeugung eben ein Provokateur, der das gerechte Anliegen, das deutsche Volk zum rechtlich und moralisch begründeten Widerstand gegen einen der spektakulärsten Rechtsmißbräuche der modernen Geschichte zu bewegen, durch Vermengung mit allen möglichen sachfremden, mehr oder weniger abwegigen, skurrilen, z.T. abstoßenden Äußerungen (bzgl. BRD, Judentum etc.) gezielt zu diskreditieren versucht. Ich bin der festen Meinung, daß Mahler NICHT aus nationaler Überzeugung handelt, sondern aus dem Motiv heraus, das nationale Deutschland vorzuführen und auf eine falsche Fährte zu locken, eventuell in Verbindung mit dem Wunsch, irgendwelche eigenen Rechnungen aus der RAF-Zeit zu begleichen. Dieser Schluß ergibt sich nach meinem Dafürhalten schon aus seinem Agieren im Vorfeld des NPD-Verbotsverfahrens. Die spätere Einstellung des Verfahrens war bekanntlich nicht Mahlers Verdienst, sondern eine Folge der VS-Infiltration der NPD. Es würde zu weit führen, wenn ich diese Dinge hier noch einmal ausbreiten würde, aber einiges dürfte noch im Internet zu lesen sein. Ansonsten könnte ich Ihnen auch die betreffenden Stellungnahmen raussuchen und zuschicken - wenn Sie daran Interesse haben sollten. Auch die Art und Weise, wie die Herren Töpfer und Heldt sich in Szene setzen, ist mir suspekt und entspricht m.E. nicht der gebotenen Ernsthaftigkeit, mit der man gegen die staatlich verordnete geistige Vergewaltigung immer neuer deutscher Generationen vorgehen sollte. Auch hier habe ich das Gefühl, daß es sich um eine gezielte oder zumindest grob fahrlässige Diskreditierung eines rechtlich und moralisch begründeten historischen Revisionismus handelt. Selbst mache ich mir seit meiner Jugend über diesen Fragenkomplex Gedanken. Ich habe mich schon in der Schule (50er Jahre) mit Lehrern und Mitschülern über die nach meiner persönlichen Überzeugung - damals wie heute - aus politischem Kalkül erlogenen Gaskammern etc. gestritten und seitdem in unzähligen Diskussionen in meiner Heimat Schweden wie auch in Deutschland meine Meinung dazu offen vertreten. Insbesondere habe ich die diesbezügliche verfassungswidrige Rechtsetzung in Deutschland und die damit einhergehende (manipulierte) öffentliche "Diskussion" sehr genau verfolgt. Die wichtigsten Ergebnisse können sie dem Artikel "Der Fall Günter Deckert", erschienen im Sammelband "Patriotenverfolgung...." (Eibicht/Bohlinger), entnehmen. Siehe Anhang. Darin sind die gesamten Gründe für die Verfassungswidrigkeit des "Leugnungsstrafrechts" und des entsprechenden Rechtsetzungsprozederes enthalten. Meines Wissens hat noch kein Strafverteidiger bei einem "Leugnungsprozeß" davon Gebrauch gemacht. Warum? Mit freundlichen Grüßen [5. März 2004] |
| Zwei Dialoge über politische Strategie und Holocaust
a) Diskussion mit Annemarie Paulitsch über die Strategie von Horst Mahler Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Frage: "können Sie mir das konkrete oppositionelle Konzept von Herrn Mahler beschreiben?!"): 1. Besagtes Konzept ist den elektronischen Schaufenstern des DK, von Horst Mahler und Dr. Oberlercher zu entnehmen. PLA: Ich wollte es aber gerne von Ihnen hören. Warum? Weil es mich interessiert, wie Sie daraus ein Konzept zur Rehabilitierung der wegen des Bestreitens des Holocausts Verfolgten entnehmen können. Und weil Ihnen vielleicht etwas auffallen würde, wenn Sie selbst die betreffenden Aussagen als "Konzept" formulieren würden. Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Frage: "Gehe ich falsch in meiner Annahme, daß Mahler die Grundgesetz- und Menschenrechtswidrigkeit der Leugnungsgesetzgebung gar nicht anprangern will, weil er die entsprechenden Wert- und Rechtsmaßstäbe nicht durch eine solche Bezugnahme anerkennen möchte?"): 2. Ganz sicher wird Herr Mahler die Wert- und Rechtsmaßstäbe eines "Grundgesetzes" nicht anerkennen, das dem Deutschen Volk nach seiner Niederwerfung vom Todfeind als längerfristiger Euthanasieplan aufgenötigt wurde. PLA: Warum haben Sie mich dann gefragt, ob meine Ausarbeitung über den Fall Deckert im Rahmen der Bemühungen des Vereins zur Rehabilitierung der wegen des Bestreitens des Holocausts Verfolgten verwendet werden könnte? Denn diese Ausarbeitung basiert auf Art. 5 GG, auf der ständigen Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum Grundrecht der Meinungsfreiheit und auf dem Menschenrecht der freien und ungehinderten Auseinandersetzung mit der Geschichte des eigenen Volkes und der eigenen Vorfahren. Annemarie Paulitsch (Antwort auf meine Kritik an Mahlers Thematisierung des Judaismus): Herrn Mahlers Äußerungen über die Juden erscheinen uns materialistisch denkenden Zwangssäkularisierten nur deshalb dubios, weil wir nicht einsehen wollen, daß die Juden ein aussschließlich religiös geprägtes Volk sind, das dem Wahn unterliegt, den von seinem Gott zugewiesenen Vernichtungsauftrag erfüllen zu müssen. PLA: Haben Sie sich schon mit den Feststellungen des Wiener Rabbis Friedman auseinandergesetzt? Er vertritt innerhalb des Judentums eine antizionistische Linie und wendet sich vehement gegen die Politik Israels - im Grunde sogar gegen den Staat Israel überhaupt - und gegen die politischen Ambitionen der jüdischen Kapital- und Funktionärsseilschaften, insbesondere gegen deren antideutschen Verdikte (Holocaust etc.). Und er tut dies gerade WEIL er ein gläubiger, also kein säkularisierter Jude ist. - Wie können Sie dies mit den Theorien von Mahler unter einen Hut bringen? Annemarie Paulitsch (Bemerkung zu meiner Feststellung, daß eine Politik nur erfolgreich sein kann, wenn sie auf die Befindlichkeiten relevanter gesellschaftlicher Gruppen eingeht): Für die von Ihnen erwähnten "gesellschaftlich und politisch wichtigen Menschen" gibt es zahlreiche institutionalisierte Möglichkeiten sich auszuweinen und dabei weiterhin im Kreis zu drehen: Reps, DVU, BFF, Schillpartei, NPD oder für solche, die gar kein Risiko eingehen wollen, auch die CSU. Diese Leute kommen mir vor wie Schwerkranke, die ihre Erkrankung zwar erkannt haben, aber sich einreden, ihr tödliches Leiden auf kosmetischem Weg und nicht durch den notwendigen chrurgischen schmerzhaften Eingriff heilen zu können. PLA: Ist Ihnen nicht der Gedanke gekommen, daß Politik nur dann eine Zeitenwende einläuten kann, wenn es in der Bevölkerung Ängste und Sehnsüchte und ein unterschwelliges, wenn auch bisher hilfloses Suchen nach einer Formel zu deren Beseitigung beziehungsweise Erfüllung gibt? Und wenn eine neue Geistesrichtung das formuliert, was die Menschen wortlos in ihren Herzen tragen? Was die "wichtigen Menschen" betrifft, haben Sie mich wahrscheinlich mißverstanden: Ich meine nicht irgendwelche "wichtigen" Einzelpersonen, sondern gesellschaftliche Gruppen, Schlüsselgruppen innerhalb des Volkes, deren Interessenlage heute national ist, auch wenn sie es noch nicht bewußt, in politisch artikulierter Form wahrzunehmen in der Lage sind. Letzteres sollte uns aber nicht veranlassen, sie verächtlich den "institutionalisierten Möglichkeiten" zu überlassen, wo sie sich "ausweinen" und "im Kreis drehen" können. Das wäre zutiefst unpolitisch, auch wenn es leider der Gemütslage vieler enttäuschter und verbitterter nationaler Deutscher entspricht. - Ich sage Ihnen: Wenn die nationale Bewegung entgegen allen Prognosen die Zerstörung der deutschen Nation aufhalten will, MUSS sie diese Formel finden und politisch umsetzen. Man erkennt sie daran, daß sie durch Umdeutung des derzeitigen prägenden Paradigmas den Widerstand entfesseln und den Weg für Veränderungen frei machen kann, Veränderungen, an deren ENDE das Reich steht. Ganz konkret gesprochen, geht es zunächst um die Bewußtmachung der Identität zwischen Menschenwürde und soziokultureller Identität, sozialer Verantwortung und Volksgemeinschaft, Demokratie und nationalstaatlicher Selsbtbestimmung. Sie ahnen wahrscheinlich nicht, WIE viele Menschen in Deutschland, bei weitem nicht nur "Nationale", auf ein solches erlösendes Wort warten. Ihnen allen muß aber auch deutlich gemacht werden, daß die Revolte gegen die Diktatur des Kapitals und der überstaatlichen Seilschaften (EU etc.) auf einer LEGALEN Grundlage steht, so wie Luther die Revolte gegen die Romkirche entfesselte, indem er die Deutungshoheit über die Evangelien errang und den Papst delegitimierte (s. meinen Artikel in der aktuellen DS). Hier spielt in der Tat die von Ihnen wahrscheinlich aus Unkenntnis verpönte sog. freiheitliche demokratische Grundordnung (FDGO) eine entscheidende Rolle, und zwar deswegen, weil ihre strikte Auslegung zum Ergebnis führt, daß die EU-Rechtsetzung gegen Art. 20 GG verstößt und deswegen in Deutschland illegal ist, daß 80 Prozent der heute beschlossenen Gesetze rechtswidrig zustandekommen und somit null und nichtig sind, und daß die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals ebenfalls die Volkssouveränität und zudem das Gebot der Sozialpflichtigkeit des Kapitals verletzt. Annemarie Paulitsch (Feststellung zu meiner Aussage, Mahler könnte eine große Gestalt der deutschen Geschichte werden, wenn er rechtzeitig die politisch-strategischen Erfordernisse der Zeit erkennen und berücksichtigen würde): Herr Mahler ist bereits eine Gestalt in der deutschen Geschichte, ob groß oder nicht, hängt wie immer bei geschichtlichen Gestalten vom Erfolg ab. Rein biologisch kann er hundert Jahre alt werden, während die biologische Uhr des Deutschen Volkes ohne umgehende revolutionäre Hilfe auf jeden Fall vorher ablaufen wird. PLA: Ich will mich nicht mit Ihnen darüber streiten, was für
eine Gestalt Horst Mahler tatsächlich ist. Es ging mir lediglich darum,
daß er bei Wahl der richtigen Strategie möglicherweise eine
Gestalt wie Hermann der Cherusker oder Martin Luther WERDEN könnte.
Oder ist das wegen seiner mentalen und öffentlichen Festlegung auf
eine ganz andere Marschrichtung schon zu spät? Was das Alter betrifft,
sind wir uns im übrigen einig, was Sie feststellen können, wenn
Sie die betreffenden Zeilen in meinem vorhergehenden Brief noch einmal
genau lesen.
b) Diskussion mit Dieter Nagel über die Auseinandersetzung mit
dem antideutschen Schuldstigma und der Unterdrückung der Meinungsfreiheit
Dieter Nagel an Per Lennart Aae: Lieber Per Lennart Aae, (...) Nun noch zu eurem Thema über das ihr euch so sehr ereifert.
Es kommt noch hinzu, daß die Organe der politisch herrschenden
Klasse hocherfreut sind, wenn ein Nationalist
Man greift doch den Gegner dort an, wo er schwach ist und nicht dort,
wo er eine unüberwindliche Mauer errichtet hat.
Jedoch sind drei Säulen unabdingbar bei denen ich nicht bereit
bin, Kompromisse einzugehen.
Als Schlagwort gilt: Laßt doch die herrschende Klasse sich mit
der Vergangenheit beschäftigen. Wir kämpfen für die Beseitigung
der Mißstände und Ungerechtigkeiten der Gegenwart und dafür,
die Zukunft des deutschen Volkes zu gestalten. Unsere Blicke sind nach
vorne gewandt; die unserer Gegner sind rückwärtsgewandt!
Wolfgang Thierse als einer der gefährlichsten und profiliertesten Gegner hatte die Gefahr für das Establishment klar erkannt, als er in Berlin sinngemäß sagte, bedrohlich würde es werden wenn eine Partei wie die NPD die sozialen Probleme aufgreifen würde. Mit kameradschaftlichen Grüßen
Per Lennart Aae an Dieter Nagel: Lieber Dieter Nagel,
Erstens können Sie angesichts der Ungeheuerlichkeit der gegnerischen Vorgehensweise, der Intensität der täglichen Greuelpropaganda, der vielen moralischen, politischen und finanziellen Implikationen, die sich daraus ergeben und der unendlichen Demütigung und persönlichen Betroffenheit, die viele nationale Deutsche dabei empfinden, von letzteren nicht verlangen, daß sie dazu aus Prinzip schweigen sollen. Das wirkt wie eine Provokation und führt zur Spaltung im nationalen Lager. Zweitens spielt diese Frage in der derzeitigen nationalen Politik ohnehin keine dominierende Rolle mehr. Heute gibt es meines Wissens an Infoständen etc. keine erregten Gaskammerdiskussionen mehr, wie vor 20, 30 Jahren. Statt dessen sind vor allem die sozialen Fragen an der Tagesordnung, was ja in Ihrem Sinne ist. Drittens ist das Grundrecht der Meinungsfreiheit ein wichtiges Rechtsgut, das wir verteidigen müssen. Denken Sie daran, daß heute schon die Forderung nach Bewahrung des deutschen Charakters des Landes als "Volksverhetzung" ausgelegt wird, weil dadurch Ausländern das Existenzrecht in Deutschland verwehrt werde. Viertens sind auch die von Ihnen genannten drei Punkte, die ich voll teile und, wie Sie, als primär ansehe, z.T. schon tabuisiert oder werden es zumindest in absehbarer Zeit sein. So ist z.B. abzusehen, wenn die Entwicklung so weitergeht wie jetzt, daß die "hoheitlichen Rechte" "europäischer" Organe gesetzlich gegen scharfe Kritik oder Ablehnung ("Verunglimpfung") geschützt werden. Wir stehen aber auf dem Standpunkt, daß diese Rechte in Deutschland schon aus verfassungsrechtlichen Gründen null und nichtig sind, weil ihre Anwendung das Legitimationskettenprinzip des Art. 20 GG und damit die FDGO verletzt. Daraus ergibt sich ein latenter Konflikt, bei dem wir nur die Wahl haben, die radikale Kritik an den Rechtsbrüchen aufzugeben oder Tabuverletzer zu werden. Hier kann es aber nie und nimmer richtig sein, klein beizugeben. Ganz im Gegenteil, es entsteht eine wahrhaft revolutionäre Situation, in der wir das Recht, die Moral und den Freiheitswillen der Menschen auf unserer Seite haben. MkG [9. März 2004] |
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Ein Briefwechsel zwischen Annemarie Paulitsch und mir: Lieber Herr Aae, meiner Meinung nach würde die Entlarvung des Holocausts als Lüge, d.h. seine Entweihung, den jüdischen Macht-Mythos vielleicht nicht auf der Stelle aber allmählich zusammenbrechen lassen, womit der Weg zur Freiheit der Völker und Errichtung des Deutschen Reiches frei wäre. Herr Mahler ist aus meiner
Sicht der Einzige, der wirklich erstens ein konkretes oppositionelles Konzept
vorliegen hat und zweitens sich tatkräftig bemüht, (mit einigen
Reibungsverlusten) dieses umzusetzen.
Ich fühlte mich wie
eine mit vielen Anderen im (politischen) Meer hilflos Treibende. Eines
Tages kam jemand auf einem wackligen Floß vorbei und bot uns an einzusteigen.
Wenige nahmen das Angebot an, die meisten meinten, das Floß sehe
nicht seetauglich aus, sein Betreiber nicht glaubwürdig usw. Ein Schwimmweltmeister
sagte sogar, ein Floß zu haben sei zwar nicht verkehrt, aber der
Zeitpunkt zum Aufsteigen viel zu früh, weil die Leute noch nicht abgeschlafft
genug seien und der Floßbetreiber hätte besser zehn Jahre warten
sollen. Daß die Hilflosen sehr wahrscheinlich nicht einmal das nächste
Jahr überleben würden, weil sie bis dahin an Erschöpfung
oder Unterkühlung gestorben bzw. von den Haien gefressen worden sind,
wurde von ihm wohl nicht bedacht.
Mfg
Liebe Frau Paulitsch, zwei Fragen: 1) können Sie mir das konkrete oppositionelle Konzept von Herrn Mahler beschreiben?! 2) Gehe ich falsch in meiner Annahme, daß Mahler die Grundgesetz- und Menschenrechtswidrigkeit der Leugnungsgesetzgebung gar nicht anprangern will, weil er die entsprechenden Wert- und Rechtsmaßstäbe nicht durch eine solche Bezugnahme anerkennen möchte? Ich kann verstehen, daß Sie Mitglied des "Vereins zur Rehabilitierung der wegen Bestreitens des Holocaust Verfolgten" von Herrn Mahler geworden sind, zumal da es meines Wissens nichts Vergleichbares gibt. Das enthebt Sie aber nicht von der Pflicht, zu hinterfragen, wie die geplante Vorgehensweise ist, und ob sie in rechtlicher und politischer Hinsicht erfolgversprechend ist. Ich persönlich halte es nicht für erfolgversprechend, wenn man in einem Verfahren die Zuständigkeit des Gerichts, ja des ganzen Staates verneint, statt auf die offensichtliche Verfassungswidrigkeit der für den Fall relevanten Rechtsbestimmungen und auf deren Unvereinbarkeit mit der Menschenwürde hinzuweisen. Des Weiteren verstehe ich nicht, warum die Angelegenheit mit dubiosen Äußerungen über die Juden belastet werden muß. Das ist erstens sachfremd und zweitens unzweckmäßig. Mahler HÄTTE in einem reinen Leugnungsverfahren mit einer lupenreinen rechtlichen und moralisch/menschenrechtlichen Argumentation - in Verbindung mit seinen Persönlichkeitsrechten als Deutscher, s. Art. 1 GG - bei seiner juristischen und rhetorischen Begabung durchaus die Möglichkeit, einen spektakulären Einsatz zu machen, mit dem er die Sympathien weiter Bevölkerungskreise gewinnen und so vielleicht den Stein der Veränderung ins Rollen bringen könnte. Würde er so vorgehen, würde ich sofort alle meine Bedenken gegen ihn über Bord werfen und mich mit den mir zur Verfügung stehenden Möglichkeiten vorbehaltslos an seine Seite stellen. Ähnliches gilt für seine ganze politische Stoßrichtung. Statt die einmalige Chance zu ergreifen, seinen ehemaligen linken Gefährten die Identität der nationalen Volksgemeinschaft mit den linken Idealen Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit aufzuzeigen und eine breite intelektuelle Bewegung von "rechts" bis "links" gegen Globalisierung, EU-isierung und die Herrschaft des internationalen Finanzkapitals aufzuabuen, muß er sich mit dem "Antijudaismus", der Wiedereinführung der Monarchie und was weiß ich beschäftigen. Auch hier gilt: Er KÖNNTE heute darauf hinweisen, daß die Freiheit, die soziale Gerechtigkeit, die Geborgenheit und Solidarität in der Gesellschaft nur auf der Grundlage des Nationalstaates verteidigt werden können. Und er KÖNNTE viele wichtige Mitstreiter aus verschiedenen, bisher verfeindeten Lagern gewinnen, wenn er zum Widerstand gegen den offensichtlichen Generalangriff der kapitalgesteuerten Internationalisten auf diesen Nationalstaat und die in ihm befindlichen Selbstbestimmungsstrukturen aufrufen würde. Das ist schon deswegen das Gebot der Stunde, weil in diesen Strukturen unzählige, gesellschaftlich (und damit politisch) wichtige Menschen existieren, deren persönliches Selsbtverständnis durch den Verfall bedroht ist. Dazu gehören praktisch alle, die irgendwie gesellschaftlich engagiert sind, seien es untere und mittlere politische Mandatsträger, Angestellte und Vertrauensleute in öffentlich-rechtlichen Körperschaften, Genossenschaften/Standesorganisationen und Interessenvertretungen (Gewerkschaften!), bodenständige Unternehmer oder "nur" Eltern, die das soziale und kulturelle Umfeld für die Erziehung ihrer Kinder mitgestalten wollen. - Siehe hierzu u.a. meinen Artikel in der aktuellen DS. Aber nein, statt zum Schutz der staatlichen Selbstbesimmung des deutschen Volkes als Grundvoraussetzung für Demokratie und Sozialstandards aufzurufen, stellt er staatsrechtliche Fragen in den Vordergrund und legt in erster Linie Wert auf den vollständigen Austausch des derzeitigen Staates (den er offenbar als statisch und unveränderbar ansieht) gegen ein abstraktes Reich, worunter sich jeder vorstellen kann, was er möchte. - Mahler selbst will das Kaiserreich wiederhaben, andere denken vielleicht an das Dritte Reich. Daß das in einer Zeit der EXISTENTIELLEN BEDROHUNG DES DEUTSCHEN NATIONALSTAATES ÜBERHAUPT und der äußersten Dringlichkeit einer breiten Abwehrfront gegen dessen endgültige Zerschlagung absolut anachronistisch und unsinnig ist, müßte eigentlich Mahler selbst mit seiner Intelligenz verstehen. Ich habe ihm dies einmal in einem - leider zu kurzen - Gespräch gesagt. Als Antwort gab er mir sein Buch "Antwort auf Friedman" (oder so ähnlich). Ich bin der Meinung: Mahler KÖNNTE heute noch umkehren und zu einer großen Gestalt in der deutschen Geschichte werden. Er hat ja schon manche Umkehr hinter sich. Das ist auch keine Schande - nicht bei den komplexen und widersprüchlichen Verhältnissen in unserer Zeit. Aber er müßte es bald tun! Nicht in erster Linie wegen seines Alters, sondern wegen der Verhältnisse, denn diese ändern sich in diesen Tagen sogar schneller als die biologische Uhr. Würde er einen solchen Weg
einschlagen, würde ich ihn - bei aller Feindschaft - sofort vorbehaltslos
und selbstlos unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Ein Dialog zwischen Jürgen Schwab und mir: Schwab:
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[7. März 2004] |