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Probleme in Gemeindebauten der Stadt Wien am Beispiel des Josef-Bohmann-Hofes Ortsaugenschein im Josef-Bohmann-Hof: Eine Wohnhausanlage der Gemeinde Wien im 22. Wiener Gemeindebezirk, die in den Jahren 1976-1980 erbaut und in den Jahren 2003-2004 renoviert wurde. Mehr als 5.000 Menschen leben hier. Nach der Renovierung explodierten die durchschnittlichen Mieten von 400 auf über 550 Euro und das ohne Betriebskosten wie Warmwasser, Strom und Heizung. Nach 20 Jahren im Gemeindebau hat man sich hier an einiges gewöhnt, Taubenkot überall, auf den Fenstern und Fensterbänken, Balkonen, Hauseingängen und Spielplätzen. Neu ist das Hinterlassen von menschlichen Fäkalien. Es wird offen mitten in die Stiegenhäuser geschissen! Nicht etwa in ein Kellereck, nein sie lesen richtig, mitten in das Stiegenhaus am hellichten Tag. Anruf bei der Servicehotline von Wiener Wohnen (05 75 75 75) an einem Samstag um 15:00 Uhr: "Die Scheiße wird entfernt, wird aber ein paar Stunden dauern". Nachdem nichts geschah, neuerlicher Anruf am Sonntag um 10:00 Uhr: "Regen Sie sich nicht auf, die Auskunft des Kollegen gestern war falsch, es gibt für diese Dinge keinen Wochenenddienst, Sie müssen sich schon bis Montag gedulden!" Die Reaktion von Wiener Wohnen zur Taubenplage ist, daß nach Rücksprache mit der MA 22 und dem zoologischen Institut der Universität Wien keine wirklich effektiven Maßnahmen zur Taubenabwehr gibt. Auf gut Deutsch: "Leben? s damit!" Problembereich absperrbare Müllinseln, Papiersammelbehälter, Müll auf der Straße, Einkaufswagen, Altpapierberge auf den Postkästen: Nach vielen Jahren wurden die Müllinseln hierorts endlich für die Mieter versperrbar gemacht. Leider kommt es trotzdem oft vor, daß Sperrmüll in die Müllinseln gebracht wird. Kühlschränke, Waschmaschinen oder ganze Schlafzimmereinrichtungen liegen dann oft wochenlang vor oder neben den Müllcontainern und werden von den Bediensteten der MA 48 nicht angerührt. Dazu kommt noch, daß viele der neu eingezogenen Mieter, fast ausnahmslos frisch eingebürgert oder staatenlos, die Müllcontainer nicht benützen und ihren Abfall und Sondermüll einfach irgendwo abladen bzw. in die vor den Müllinseln freistehenden Altpapiercontainer entsorgen. In diesen findet man dann einen Mix aus Papier, Glas, Koch- und Speisresten, Sondermüll wie z.B. Autoaltöl und Autobatterien. Werden diese Mieter dabei btreten und von anderen Mietern auf diese Unsitte angesprochen, reagieren sie zumeist unwirsch und zunehmend aggressiv. Oft wird der Hausmüll auch auf Wiesen, Wegen, in Hauseingängen oder am Morgen beim Einsteigen in das auf der Straße geparkte Auto einfach "vergessen". An die unzähligen Einkaufswagen in den Wiesen, auf den Straßen, in den Stiegenhäusern, in den Kellern, in den Hauseingängen, stehend, liegend oder im Kreis zusammengeschlossen sowie an die Altpapierberge auf den Postkästen hat man sich ja hierorts bereits leider gewöhnen müssen. Die Reaktion von Wiener Wohnen zu diesen Problemen ist ein konsequentes Ignorieren und Wegschauen. Die Reaktion der Stadtregierung zu diesen Problemen ist eine saftige Gebührenerhöhung für die Mieter! Problembereich Rollsplitt, Müll und Hundekot in Wiesen und Grünflächen: Während der Instandsetzung des Bohmann-Hofes wurden sämtliche Grünflächen durch die Fassadenrenovierungen schwer in Mitleidenschaft gezogen. Diese wurden dann von einer Gartenbaufirma äußerst mangelhaft instand gesetzt. Ziegelschutt, Steine und Baumaterial wurden mit einer sehr dünnen Schicht Erde überdeckt und mit billigem Rasensamen besät. Mangelnde Bewässerung seitens der Hausbesorger, Rollsplitt der mit der Schneeräumung in die Grünflächen gelangt und Hundekot tragen ihren Teil zur weiteren konsequenten Zerstörung der Grünflächen bei. Der momentane Zustand wird von vielen Mietern als "katastrophal" bezeichnet. Die Reaktion von Wiener Wohnen ist ein Hinweis auf offensichtliche mutwillige Zerstörung durch Mitbürger sowie die mangelnde Disziplin der Mieter und der Hundebesitzer. Der Zustand der Grünflächen wird von Wiener Wohnen als "hier ortsüblich" bezeichnet. Trotzdem wurde eine neue Firma mit der Pflege der Grünflächen beauftragt. Problembereich unterschiedliche Kulturen, Sitten und Bräuche: Durch den Zuzug vieler neu eingebürgerter Mieter und deren ausländischen Mitbewohnern kommt es immer öfter zu Spannungen zwischen den Hausparteien. Oft hört man von nächtelangen Streitereien und hysterischem Geschrei in ausländischer Sprache. Auch Feiern bis in die Morgenstunden gepaart mit extrem lauter Musik sind an der Tagesordnung. Oft leben auch bis zu 10 Personen in einer Wohnung. Waschküchen sind nach der Übergabe der Zeiteinteilung durch Wiener Wohnen in die Selbstständigkeit der Mieter zur freien Kampfzone geworden. Oft sind sie tagelang besetzt, bzw. auch an Sonn- und Feiertagen im Dauerbetrieb und werden so zum Mittelpunkt von Machtkämpfen. Fahrradabstellräume gleichen Müllhalden. Spielplätze werden zu "Privatrevieren" erklärt, es war auch schon öfters von Zahlungen von "Benützungs- oder Schutzentgelten" an jugendliche Banden die Rede. Einwendungen und Beschwerden von Altmietern wird von der neuen Mieterschaft mit Unhöflichkeit und sofortiger extremer Aggression begegnet. Satelliten-Schüsseln werden an die Balkone montiert ebenso wie auf Flachdächer und sogar an die neu renovierte Fassade, welche dadurch natürlich erheblichen Schaden erleidet. Die Antennenkabel werden oft durch Rauchfänge in die Wohnungen geführt. Die Reaktion von Wiener Wohnen zu diesen Problemen ist immer gleich. Beschwerden werden telefonisch entgegen genommen, eine Reaktion darauf erfolgt nicht. Im Falle einer Beschwerde über ein Kabel, welches illegal in einem Kamin verlegt wurde, war die Antwort: "Wenn sie uns den genauen Mieter nennen, können wir gegen diesen vorgehen"! Im Falle einer Beschwerde über eine Attacke in einer Waschküche durch eine unbekannte verschleierte Frau, welche mit Sicherheit nicht in dieser Stiege wohnt und welche die halbgewaschene Wäsche, einer in den dort aufliegenden Kalender ordentlich eingetragenen Mieterin, aus der Waschmaschine entfernt und in den Mülleimer geworfen hat, war die Antwort von Wiener Wohnen: "Wenden Sie sich an die Polizei, da können wir nichts machen". In den Augen vieler alteingesessener Mieter ist hier weder ein Integrations- noch ein Anpassungswille von vielen neueingebürgerten neu hinzu gezogenen Mietern und ihren ausländischen Mitbewohnern bemerkbar. Mit großer Sorge und enormen Unbehagen wird daher von vielen alteingesessenen österreichischen Mietern, die oft ihre gesamten Ersparnisse in ihre Wohnungen investiert haben und sich einen Umzug oder Auszug einfach nicht leisen können oder wollen, die völlige Freigabe von Gemeindewohnungen an Ausländern betrachtet, da die Probleme des gegenseitigen Miteinanders mit den "bisherigen" Ausländern noch lange nicht gelöst sind. W. H. |