Protest gegen Islamzentrum in Wien-Floridsdorf

Zu der Protestkundgebung gegen ein geplantes Islamzentrum in Floridsdorf sind am Nachmittag des 18. 6. 2010 rund 200 Teilnehmer erschienen. 

Die "Bürgerinitiative Rappgasse", die ihre Demonstration am Spitz abhielt, fürchtet unter anderem die Entstehung von Parallelgesellschaften, Lärmbelästigung und die Abwertung der Wohngegend. Nach einigen Reden von Initiatoren der Bürgerinitiative fuhr gegen 14.30 Uhr FPÖ-Parteiobmann H. C. Strache vor und betrat die provisorische Bühne. Immer wieder begleitet von "HC"-Rufen versicherte Strache der Bürgerinitiative seine Unterstützung, "weil es wichtig ist, dass man sich nicht alles gefallen lässt". Noch zuvor betonten Sprecher der Initiative, dass es sich um eine überparteiliche Initiative handle und diese sich "nicht parteipolitisch instrumentalisieren lassen wolle".

Strache kritiserte die "falsche Zuwanderungspolitik" der Wiener SPÖ, durch die Parallel-und Gegengesellschaften entstünden und beschwor den "echten Wiener", der nicht untergehe, wenn man dies nicht zulasse.

Der türkische Verein Atib - dieser betreibt das Islamzentrum - sei vom türkischen Staat gesteuert und habe laut Strache keine Berechtigung, Gebetshäuser zu bauen.

Unter dem Motto "Rassistischen Aufmarsch in Floridsdorf stoppen" hatte ein Bündnis mit Unterstützung der Sozialistischen Jugend (SJ), des VSStÖ und der Sozialistischen Links Partei zum Widerstand gegen die Demo der Bürgerinitiative Rappgasse aufgerufen. Die ersten Gegendemonstranten sammelten sich bereits um 12.00 Uhr am Franz-Jonas-Platz. Bis 14.00 Uhr hatten sich rund 250 Gegendemonstranten versammelt. Transparente mit der Aufschrift "Stoppt die Hetze gegen Muslime. Kein Platz für Nazis" waren zu sehen. Beide Demos waren gegen 15.00 Uhr beendet.

[18. Juni 2010] 

In Wien weitere Moschee geplant

Bereits 2007 wurde in Wien gegen den Bau einer weiteren Moschee protestiert. In dem betroffenen Bezirk hat sich eine Bürgerinitiative gebildet, die der schleichenden Islamisierung Wiens entgegentreten will. Es wurde folgende Erklärung abgegeben:

In der Dammstraße 37, im Herzen von Wien-Brigittenau, betreibt der türkische Verein ATIB (http://www.atib.org/) ein islamisches Zentrum. Dieses soll nunmehr für über 1.000 Besucher und parallel dazu zur Moschee ausgebaut werden.Auf einer Gesamtfläche von 1.500 m2 werden neben einer großen Gebetshalle auch Seminarräume, Kindergarten, Wohnungen und ein türkischer Supermarkt errichtet. All diese Einrichtungen gehen über den das Bauvorhaben rechtfertigenden Anspruch der „freien Religionsausübung“ weit hinaus.

Die Dammstraße soll so zu einem islamischen Pilgerzentrum werden. Die heute schon unerträglichen Begleiterscheinungen des Kulturzentrums, wie Lärmbelästigung, Abgasbelastung, Verschmutzung und Parkplatznot, werden sich dramatisch verschärfen.Um dieses verstetigte Konfliktpotential und die Herabminderung unserer Wohn- und Lebensqualität zu vermeiden, fordern wir die Schließung des islamischen Zentrums und dessen Absiedlung an einen geeigneten Standort außerhalb des Wohngebietes. Selbst Bezirksvorsteher Lacina hat sich vor Jahren in einer Presseaussendung dezidiert gegen dieses Zentrum ausgesprochen, welches den städtebaulichen Zielsetzungen in diesem Bereich widerspricht und mit folgenden Begründungen abgelehnt:

    * dicht verbautes Wohngebiet
    * Verkehrsberuhigende Wohnzone
    * Wohnqualität der Anrainer und
    * vorhersehbare Konflikte u. Spannungen zwischen einer Religionsgemeinschaft u. Bürger/innen 

Heute ist alles vergessen, bzw. diesen Versprechen wurde von der SPÖ, als Mehrheitspartei im Bezirk, an der Spitze mit Bezirksvorsteher Lacina gebrochen. Die Initiative Dammstraße steht zur freien Religionsausübung in Österreich, wo aber der Versuch eines Miteinander scheitert, Integration zur Invasion und das Angebot der Teilnahme an unserer Gemeinschaft zu deren Übernahme führt, muss Toleranz aus Gründen des Selbstschutzes enden.

Wir haben den muslimischen Mitbürgern und -bürgerinnen einen Finger gereicht und müssen heute feststellen, dass uns nicht nur eine Hand, sondern bald ein ganzer Arm genommen wird. Wir müssen daher mit Sorge - speziell in unserm Bezirk - erkennen:

Wo der Halbmond aufgeht, geht das goldene Wienerherz unter!

Und das Schlimmste dabei: Die Wiener SPÖ-Stadtregierung und auch der allmächtige SPÖ-Bezirksvorsteher Karl LACINA fördern diese Fehlentwicklung, die ein gedeihliches Zusammenleben in unserer Stadt und in unserem Bezirk unmöglich macht.

Brüssel - Wien
Brüssel,11. 9. 2007                        Wien,13. 9. 2007

Am 11. 9. 2007 wurde in Brüssel eine Demonstration gegen die Islamisierung von der Polizei brutal niedergeknüppelt und aufgelöst. Eine Demonstration der Bürgerinitiative Dammstraße
gegen den Bau einer Moschee am 13. 9. in Wien verlief dagegen ohne Zwischenfälle.

[13. September 2007]

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