Präsident Yushchenko besucht Wien

Der Präsident der Ukraine, V. Yushchenko, war vom 12. bis 13. 7. 2005 zu Besuch in Wien.  Am 12. 7. besuchte er gemeinsam mit seiner Frau die griechisch-katholische Pfarrkirche St.Barbara in der Inneren Stadt. 

Anschließend legte er einen Kranz am Denkmal des ukrainischen Schriftstellers Iwan Franko nieder. Franko stammte aus dem damals zu Österreich-Ungarn gehörenden Galizien und dissertierte 1893 an der Universität Wien.

Am Abend des 12. 7. legte Yushchenko, begleitet von seiner Gattin Katharina, am Kosakendenkmal im Türkenschanzpark in Wien XIX Blumen in den Nationalfarben Blau und Gelb nieder. Zahlreiche in Österreich lebende Ukrainer waren dabei.
Auch urkainische Waisenkinder, die derzeit im Burgenland Ferien machen, haben an der Zeremonie beigewohnt. Anschließend sangen die Kinder zu Ehren Yushchenkos die ukrainische Nationalhymne.

Das Kosakendenkmal wurde 2003 enthüllt und erinnert daran, dass die Kosaken im Jahr 1683 an der Befreiung Wiens von der zweiten Türkenbelagerung mitwirkten.

Yushchenko war am 12. 7. in Wien eingetroffen und führte Gespräche mit  Bundespräsident Heinz Fischer, Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (ÖVP) und Nationalratspräsident Andreas Khol (ÖVP).

Die Ukraine hofft auf die Unterstützung der österreichischen EU-Präsidentschaft im ersten Halbjahr 2006 bei ihrer angestrebten EU-Integration.

[13. Juli 2005]
 

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Neue Zweifel an Dioxin-Saga Yushchenkos

In Wien sind im Zusammenhang mit der angeblichen Dioxinvergiftung des damaligen ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Viktor Yushchenko neue Zweifel aufgetaucht. Ende Juni 2005 wurde eine Anzeige wegen Verdachtes auf Betrug erstattet. Speziell wurde angeführt, daß die angeblich von Yushchenko stammende Blutprobe, an der in einem niederländischen Labor Dioxin festgestellt wurde, ohne Kennzeichnung zunächst ins Wiener Allgemeine Krankenhaus (AKH) und von dort mit einem privaten Botendienst nach Amsterdam gebracht wurde. Diese Vorgehensweise widerspreche allen gesetzlichen und ethischen Standards der Medizin, heißt es in der Anzeige...

Bereits im März d. J. wurde bekannt, daß die Vereinigten Staaten im Dezember 2004 mehrere Ärzte nach Österreich geschickt hatten, die dort bei der Erstellung des Dioxin-Befundes des damaligen Oppositionsführers und heutigen ukrainischen Präsidenten Viktor Yushchenko kräftig mitgewirkt haben dürften. 

Prof. Dr. L. Wicke, der mit der damaligen Vorgangsweise nicht einverstanden war, wurde vom Rudolfinerhaus entlassen. Das Rudolfinerhaus hatte Wicke vorgeworfen, eine Vergiftung Jushchenkos noch vor dem Abschluss der Untersuchungen dementiert zu haben. Wicke bestreitet das. Seiner Darstellung nach wandte er sich mit seinen Aussagen gegen Gerüchte (u. a. wurde in der "London Times" bereits über eine Dioxinvergiftung berichtet..), eine Vergiftung sei schon nachgewiesen worden, was zum besagten Zeitpunkt noch nicht der Fall gewesen sei. Wicke hatte daraufhin gegen seine Entlassung geklagt. (Die nächste Verhandlung in dieser Sache findet am 7. 7. 2005 statt)

Der von Yushchenko selbst bei seinem ersten Besuch im Rudolfinerhaus mitgebrachte Arzt Nikolai Korpan (ein geborener Ukrainer !) nahm nach der Ausschaltung Dr. Wickes an den Untersuchungen teil. Korpan, der gar nicht zum Ärzteteam des Rudolfinerhauses gehörte hielt am 11. 12. 2004 gemeinsam mit dem administrativen Direktor des Rudolfinerhauses, Dr. Zimpfer, die abschließende Pressekonferenz, in der die Dioxin-Vergiftung Yushchenkos bestätigt wurde.

[29. Juni 2005]
 

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Wiener Ärzte bestätigen Dioxinvergiftung

Der ukrainische Präsidentschaftskandidat der Opposition Viktor Yushchenko (Juschtschenko) ist am 10. 12. 2004 wieder zu medizinischen Untersuchungen in Wien eingetroffen. In einer Testreihe wurde erneut untersucht, was im Präsidentenwahlkampf im September d. J. eine mysteriöse Krankheit auslöste. Nach Abschluß der Untersuchungen am 11. 12. gaben die Ärzte des Wiener Privatkrankenhauses wieder eine Pressekonferenz, bei der die Ärzte erklärten, daß die Haut- und Blutproben des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Yushchenko nunmehr tatsächlich auf eine Vergiftung mit Dioxin schließen ließen. Sie erklärten auch, nicht feststellen zu können, ob diese Vergiftung absichtlich herbeigeführt worden sei. Allerdings sagte ein Arzt, eine solche Dioxinmenge, wie sie der Vergiftung Yushchenkos zugrundeliege, könnte man beispielsweise in einer Suppe mit Schlagsahne auflösen.
"Wir haben unsere Untersuchungen in den letzten 24 Stunden größtenteils abgeschlossen und es besteht für uns kein Zweifel - insbesondere nach den Blutuntersuchungen -, dass eine Vergiftung mit Dioxin vorliegt", erklärte Michael Zimpfer, Präsident des Wiener Rudolfinerhauses, am Nachmittag des 11. 12. 2004 auf einer Pressekonferenz über den Krankheitsfall des ukrainischen Präsidentschaftskandidaten Viktor Yushchenko.

"Wir schließen ab mit der Zusatzdiagnose 'Verdacht auf Fremdverschulden'", sagte Zimpfer weiter. Eine weitere Abklärung obliege den zuständigen Behörden. In Blut und Gewebe des Patienten habe man mindestens das Tausendfache der normalen Konzentration gefunden. "Das entspricht einer Dosierung im Milligramm-Bereich bzw. im unteren Gramm-Bereich und ist sehr leicht z.B. in eine Schlagoberssuppe zu verpacken." Auf Grund der Schäden im Verdauungstrakt gehe man von einer Einnahme über den Mund aus. "Ob er das gegessen oder getrunken hat, ist nicht herauszuarbeiten und macht auch keinen Unterschied", so Zimpfer weiter. "Wir wissen nicht mit letzter Sicherheit, ob eine Monovergiftung oder eine Kombination von Giften vorliegt. Es kann leicht sein, dass wir nur das Dioxin gefunden haben, das sehr lange im Körper verbleibt", erklärte der Arzt außerdem. Die Ärzte betonten weiter, Yushchenko Zustand habe sich in der vergangenen Zeit sehr verbessert. Er werde zwar noch weiterer Behandlung bedürfen, allerdings sei dazu kein Spitalsaufenthalt notwendig. Zimpfer sagte, Yushchenko könne am 12. 12. in die Ukraine zurückkehren. 

Am Nachmittag des 12. 12. 2004 hat Yushchenko das Wiener Spital verlassen, nachdem die Ärzte rechtzeitig zum Höhepunkt des Wahlkampfes für die Stichwahl vom 26. 12. endlich seine Dioxinvergiftung bestätigt haben. Die Vergiftung sei nicht sofort sichtbar gewesen, weil bisher nur Fälle bekannt seien, in denen das Gift inhaliert wurde, sagte sein Arzt. (Es wurde auch eine Virenerkrankung für möglich gehalten..) Yushchenko sei wieder voll arbeitsfähig. Yushchenko dankte während einer Pressekonferenz am 12. 12. den Journalisten für die Berichterstattung über die Vorgänge in der Ukraine und verglich seine Kampagne mit den Geschehnissen vor dem Fall der Berliner Mauer. Die Tage der jetzigen Regierung in Kiew seien gezählt, meinte er in Hinblick auf die Wahl am 26.12. 2004.

In einer Pressekonferenz vom 8. 12. 2004 erklärten die Ärzte des Wiener Privatkrankenhauses Rudolfinerhaus noch, daß bis zu diesen Zeitpunkt noch keine Vergiftung festgestellt werden konnte. Bei dieser ersten Pressekonferenz sagte Dr. N. Korpan, der laut "London Times" vom 8. 12. 2004 die Vergiftung bereits zu diesem Zeitpunkt  bestätigt haben soll, man arbeite lediglich an drei verschiedenen Vergiftungstheorien, davon auch eine bezüglich Dioxin. Zur Zeit wisse man aber nicht, was die Krankheit verursacht hatte. Der Direktor des Rudolfinerhauses Dr. M. Zimpfer sagte, die Untersuchungen wurden dadurch kompliziert, daß sich Yushchenko weigerte, Hautproben zur Untersuchung nehmen zu lassen, und daß er erst vier Tage nach Auftreten seiner Beschwerden zur Behandlung kam. Zur Zeit werden Untersuchungen auf eine mögliche Vergiftung unternommen, man habe aber bisher diesbezüglich keine chemischen oder biologischen Substanzen nachweisen können. Es werden aber auch neue Spuren verfolgt und weitere Labors  mit der Analyse beauftragt (eines davon in den USA...). Bisher gebe es nur eine beschreibende Diagnose, man wisse aber nicht, was zu den Beschwerden führte. Yushchenko sei zwar sehr krank, es bestehe aber keine Gefahr für sein Leben, erklärte Direktor Zimpfer am 8. 12...

Yushchenko wurde am 10. September 2004 erstmals im Rudolfinerhaus kurz behandelt, die Ärzte diagnostizierten eine Entzündung im Magen, Dünndarm, in der Bauchspeicheldrüse und im Ohr, sowie eine Leberschwellung und die Lähmung eines peripheren Gesichtsnervs. Yushchenkos Gesicht ist seitdem mit Blasen und Wunden übersät. Gegen den Willen der Ärzte setzte er dann den Wahlkampf in der Ukraine fort und kam war dann wieder von Mitte September bis Anfang Oktober 2004 im  Rudolfinerhaus zur Behandlung.

Yushchenko behauptet, er sei bei einem Essen mit dem Geheimdienstchef der  Ukraine vergiftet worden.

Yushchenko
Pressekonferenz am 12. 12. 2004 im Wiener Rudolfinerhaus.. Präsidentschaftskandidat Yushchenko scheint seine Erklärungen bereits auf den Wahlkampf in der Ukraine abgestimmt zu haben.

Der Oppositionskandidat Yushchenko soll nach Vorbild der Vorgänge nach den Präsidentenwahlen in Serbien und Georgien mit massiver finanzieller Unterstützung westlicher Organisationen zum Präsidenten der Ukraine gemacht werden. Mehrere Botschaften westlicher Länder finanzierten die getürkten Wählerbefragungen (exit-polls) wonach Yushchenko die Wahl mit 53 % gewonnen hätte. Besonders die US-Organisationen "National Endowment for Democracy", "US Aid", "Freedom House" "Carnegie Endowment for International Peace" oder das "Open Society Institute" von George Soros haben bereits viele Millionen in die Materialschlacht des ukrainischen Wahlkampfes gepumpt Im Gegensatz zu Belgrad und Tiblisi gelang es den US-Agenten in Kiev nicht, das Parlament zu stürmen und ihren Kandidaten gleich zum Sieger zu erklären, sondern in der Ukraine muß die Wahl immerhin wiederholt werden. Alleine die US-Regierung gab über diese diversen Organisationen in den letzten zwei Jahren über 65 Millionen Dollar an ukrainische prowestliche Gruppen, die Yushchenko mit allen Mitteln zum Präsidenten machen wollen. Interessant ist, daß der Großteil der europäischen  Medien die pro-Yushchenko Jubelberichterstattung voll übernehmen und die massive Einmischung der USA schamhaft verschweigen. 

[12. Dezember 2004]

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