Import von Asbestmüll von Italien nach Niederösterreich

Mit Genehmigung der niederösterreichischen ÖVP - Landes- und der ÖVP-BZÖ Bundesbehörden soll Asbestmüll von Italien nach Österreich importiert und bei Markgrafneusiedl in Niederösterreich abgelagert werden.

Markgrafneusiedl

Die erste Lieferung Asbestmüll aus Italien ist bereits eingetroffen

Zu diesem Thema fand am 22. 11. 2006 eine Bürgerversammlung in Markgrafneusiedl statt, bei der vom Betreiber und Profiteur dieser geplanten Deponie behauptet wurde, da der Asbest gebunden sei, bestehe keine Gefahr. Laut Bildbericht des Nachrichtensenders 3sat ist das Material aber brüchig und gibt daher Asbest in die Umgebung ab, was extrem bedrohlich ist, da durch Asbestfasern u. a. Asbestose und Lungenkrebs ausgelöst wird. 

150 Anrainer haben die Chance genützt, um ihrer Besorgnis Ausdruck zu verleihen. Die Bewohner befürchten Schäden für die Umwelt und ihre Gesundheit. Der private Betreiber betont, es bestünde keine Gefahr, zudem habe er alle nötigen Genehmigungen.

Trotz einer großteils sachlichen Atmosphäre gingen die Emotionen im Volkssschulsaal von Markgrafneusiedl zeitweise hoch: Wortmeldungen wie diese waren zu hören:

"Warum wollen die Italiener den Asbestmüll loswerden, wenn er ohnehin so ungefährlich ist ?"

"Asbest, sagt man allgemein, ist eines der Krebserregendsten Mittel - Wenn man sich das wirklich anschaut, sieht man, dass 1000 Meter weg unser Ortsbrunnen ist für sämtliche Haushalte!"

Asbest Entgegen der Behauptung der Profiteure des Müllimports werden hier Asbestfasern freigesetzt

Der auf der Deponie gelagerte Asbestzement sei nicht wasserlöslich und daher nicht gefährlich, betont Roman Rusy, Sprecher des Hainfelder Deponiebetreibers Zöchling: "Asbestzement ist Eternitbaustoff. Jeder hat ihn hier auf den Häusern, zum Beispiel als Welleternit an den Fassaden. Hier wird kein Asbest freigesetzt", sagt Rusy. 

Bund und Land haben die Ablagerung von bis zu 9000 Tonnen Asbestzement genehmigt, man könne sie nicht mehr verhindern, so Bürgermeister Erwin Hrabal, er will daher künftig streng kontrollieren: "Bei der Firma Zöchling wird in den nächsten Tagen eine zusätzliche Überprüfung mit allen Behörden stattfinden."

Von Seiten des Landesbehörden Niederösterreichs  heißt es, dass die Lieferung und Ablagerung des Asbestmülls aus Italien rechtlich einwandfrei erfolgt ist. Die Schottergrube sei von der Abteilung Umweltrecht des Landes geprüft worden und entspreche der Deponieverordnung !!

[23. November 2006] 

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