Asylanten ermorden indischen Prediger Sechs bewaffnete Attentäter, darunter mindestens vier Asylwerber, stürmten am 24. Mai 2009 einen indischen Gebetstempel in Wien-Fünfhaus und richteten ein Blutbad an. Auslöser für den Angriff dürfte ein Religionsstreit gewesen sein. Während des Gottesdienstes betreten die sechs radikale Sikhs das Gotteshaus und mischen sich unter die Gläubigen. Plötzlich zieht einer der Männer eine Waffe und feuert auf die Prediger, einer der Attackierten ist Shri Guru Ravidas Sabha, der für diesen Gottesdienst in der Pelzgasse extra aus Indien angereist war. Der 57jährige Guru Sant Rama Nand. wurde so schwer verletzt, dass er in der Nacht auf den 25. 5. im Krankenhaus verstorben ist.
Die Besucher reagieren mit Panik. Während viele zum Ausgang flüchten, ziehen die fünf Begleiter des Attentäters sofort ihre Messer und attackieren die Besucher des Gebetshauses. Es sollen zwischen 150 und 350 Besucher in dem Tempel gewesen sein.
Leibwächter bringen die zwei indischen Prediger in Sicherheit; die Gläubigen wehren sich und gehen zum Gegenangriff über. Weitere Schüsse fallen, die Attentäter setzen wieder ihre Messer ein; die verbliebenen Tempelbesucher attackieren die Angreifer mit Fäusten und Stühlen. Zurück bleiben mindestens elf Verletzte; davon sechs schwer Verletzte, die in das SMZ Ost, das Unfallkrankenhaus Meidling, in das Lorenz-Böhler-Spital und in das Krankenhaus Krems (Niederösterreich) geflogen werden – drei Rettungshubschrauber und 16 Rettungswagen waren im Einsatz, während das Gebiet von der Polizei abgeriegelt wird
Unter den Verletzten befinden sich auch die sechs Angreifer, die von der Polizei festgenommen wurden. Einer der Attentäter ringt mit dem Tod.
Auslöser des Angriffs dürfte nach ersten Meldungen ein Glaubenskrieg unter Sikhs in Wien sein. Der Prediger Shri Guru Ravidas Sabha soll eine größere Unabhängigkeit von den traditionellen Werten der Sikhs propagieren; womit er sich die Feindschaft radikaler Sikhs zugezogen hat.
Obwohl die Sikhs im Gegensatz zu den Hindus das Kastensystem ablehnen, soll es sich bei dem Streit auch um ein Kastenproblem handeln. Im Tempel in der Pelzgasse sollen sich niedere Kasten, darunter viele Frauen treffen, während die Tempel in Donaustadt und Meidling von höheren Kasten besucht werden, überwiegend Männer mit Turban und Bart.Die Tatsache, dass es sich bei den Angreifern um Männer mit Turban und Bärten handelte läßt vermuten, dass es fundamentalistische Sikhs waren, die höheren Kasten angehören:
Die Tempelbetreiber in der Pelzgasse hatten vor längerer Zeit um Polizeischutz angesucht, der aber abgelehnt wurde.
Nach Bekanntwerden der Attentate auf die Prediger kam es bei deren Anhängern in Indien zu Protesten, am 25. 5. soll im Norden Indiens demonstriert werden.
[24. Mai 2009]
Karadzic als Wunderheiler in Wien ? Nach einem Bericht des Wiener Boulevardblattes "Kurier" (http://www.kurier.at/) soll der frühere Präsident der Republik Srpska, Radovan Karadzic, mehrmals für einige Tage in Wien als Wunderheiler "Pera" gewirkt haben. Er sei mit einem kroatischen Paß eingereist und habe in Privatwohnungen von in Wien lebenden Serben seine Sprechstunden abgehalten, wobei er Mittel gegen Erektionsstörungen und Kinderlosigkeit verkauft haben soll. Ein Zeuge habe laut "Kurier" den in Belgrad festgenommenen Karadzic auf Fernsehbildern als "Pera" wiedererkannt. "Pera" habe die Kinderlosigkeit der serbischen Frau des Zeugen im Jahre 2006 durch Handauflegen und mittels eines Elixiers zum Preis von 25 Euro behandelt und zwar in einem Haus in der Märzstraße im 14. Wiener Gemeindebezirk. Auch die Eltern und weitere Verwandte der Serbin wollen Karadzic alias Pera wiedererkannt haben.
Laut Kurier stand ihr Ehemann den Methoden des angeblichen Wunderheilers skeptisch gegenüber: "Er war mir unsympathisch. Er war sehr überheblich. Ich habe von der Sache nichts gehalten und ihn genau beobachtet. Dabei ist mir aufgefallen, dass seine Hände bei Weitem nicht so alt aussahen wie seine sonstige Erscheinung. Gut in Erinnerung ist mir auch seine Frisur mit dem schwarzen Knäuel am Kopf. Er war immer schwarz gekleidet und hatte eine lange Kette mit einem Kreuz um den Hals. Er wirkte wie ein orthodoxer Priester." Die Frau bekam in der Folge tatsächlich ein Kind, das Paar weigerte sich aber, an "Pera" eine Erfolgsprämie zu bezahlen....
Diese Angaben wurden laut "Kronenzeitung" (http://www.krone.at/) durch einen Vorfall im Mai 2007 indirekt bestätigt. Bei Durchsuchung einer Wohnung in der Wiener Märzstraße wegen einer Schießerei mit Todesfall in einem nahegelegenen Lokal wurde am 4. Mai 2007 ein älterer Mann vom Sonderkommando "Kobra" perlustriert, er konnte sich aber mit seinem kroatischen Paß ausweisen und erregte keinen Verdacht. Nach der Personenbeschreibung dürfte es sich um den Wunderheiler "Pera" gehandelt haben. Laut Kroaten-Paß hieß er allerdings Petar Glumac (Glumac ist das serbische Wort für Schauspieler). "Pera" hat sich möglicherweise sogar von Juni von 2006 bis Ende 2007 in Wien aufgehalten. Er soll u. a. bei einer 53jährigen Serbin, die nichts von seiner Identität wußte, in Untermiete gewohnt haben. Ein Lokalbesitzer sagte, Pera sei fast das ganze Jahr 2007 zwei bis dreimal pro Woche zum Essen gekommen
Nach Angaben aus Serbien soll es jedoch einen Petar Glumac tatsächlich geben, er ist 73 Jahre alt und sah dem verkleideten Karadciz verblüffend ähnlich.
Der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic, den das NATO-Tribunal in Den Haag wegen behaupteter Kriegsverbrechen in den Jahren 1992 bis 1995 angeklagt hatte, wurde nach offiziellen Angaben des serbischen Sicherheitsrates am 21. 7. 2008 in Belgrad festgenommen. Der Anwalt Karadzics, Svetozar Vujacic, erklärte jedoch, Karadzic sei bereits am 18. 7. in einem Bus festgenommen und drei Tage widerrechtlich festgehalten worden.
Karadzic soll zuletzt in Belgrad als Alternativ-Mediziner unter dem Namen Dragan Dabic (mit eigener Webseite) tätig gewesen sein. Er hielt öffentliche Vorträge und behandelte Patienten. Dabei wurde er an seiner Stimme erkannt und anschließend observiert und festgenommen.
[24. Juli 2008]
Everyone's Favorite Villain >>
Die NATO-Lügen zum Überfall auf Serbien >>
NATO-Kriegsverbrecher in Belgrad verurteilt (Sep. 2000) >>