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Am 22. 1. 2011 fand in der sog. Event-Pyramide in Vösendorf (Niederösterreich) das traditionelle Neujahrstreffen der FPÖ statt. Neben Bundesparteiobmann H. C. Strache waren auch Barbara Rosenkranz, Martin Graf, Andreas Mölzer und Harald Vilimsky dabei. Strache meinte in seiner Rede, man habe in den vergangenen Jahren „Geschichte geschrieben“ und die FPÖ wieder zur Mittelpartei gemacht. „Nun ist es Zeit, das zweite Kapitel aufzuschlagen.“ Die FPÖ sei auf dem Sprung zur stärksten Kraft in Österreich. „Und dann werden wir das dritte Kapitel aufschlagen und den Führungsanspruch in diesem Land stellen.“ Ja, er wolle regieren, sagt der FPÖ-Obmann. „Diesem Faymann wird sein Grinsen noch vergehen – spätestens 2013.“ Aber: „Nichts kommt von selbst.“ Der Erfolg der vergangenen Jahre sei keine Selbstverständlichkeit. Daher: „Demut, Dienen ist gefragt.“ Mit „Österreichische Arbeitnehmer zuerst“, verlangt Strache eine Verlängerung der Übergangsfristen für EU-Osteuropäer. Die FPÖ werde dafür sorgen, „dass unsere Kinder nicht zur Minderheit werden in Österreich“. In einer Gesamtschule würden Niveau und Leistungsbereitschaft weiter sinken. Multikulti sei gescheitert, so Strache. Jenen Zuwanderern, die anständige Inländer geworden seien, rief er aber zu: „Ihr seid ein Teil von uns!“ Man wolle nur nicht islamisiert werden. Strache spricht sich zudem für die Wehrpflicht aus: „Frag nicht immer, was das Land für dich tut, frag, was du für unser Land tun kannst.“ Auf Bruno Kreisky, dessen hundertster Geburtstag gerade gefeiert wird, nahm Strache am Ende kurz Bezug: „Er war ein großer Österreicher“. Im Gegensatz zu den „heutigen Figuren“ in der SPÖ. In einer Imas-Umfrage für die „Krone“ liegt die FPÖ bereits gleichauf mit der ÖVP bei 25 Prozent, nur einen Prozentpunkt hinter der SPÖ. Bei den 14- bis 29-Jährigen kommt die Strache-Partei gar auf 42 Prozent – und ist damit klar die Nummer eins. Man werde die Systemparteien bald abgehängt haben, prophezeit der Gastgeber, der Bezirksobmann von Mödling, Christian Höbart. Und Generalsekretär Vilimsky meint: „Auf dich, Heinz-Christian, kommt die Aufgabe, Bundeskanzler zu sein, früher zu als du glaubst.“ Dann wäre es nicht mehr möglich, dass ein ausländischer Gewalttäter, der ein Kind zu Tode prügle, eine Frühpension bekäme, spielt er auf den Fall Cain in Vorarlberg an. An die Funktionäre aber appelliert er, jetzt nur nicht die Bodenhaftung zu verlieren... [22. Januar 2011]
FPÖ-Neujahrstreffen 2009 In der Wörtherseehalle in Klagenfurt fand am 18. Januar das diesjährige Neujahrstreffen der FPÖ statt. Unter Applaus marschierten die Parteigrößen in den Saal. Fast ebenso viel Applaus wie Strache erhielt der dritte Nationalratspräsident Martin Graf, auch der EU-Abgeordnete Andreas Mölzer wurde begeistert begrüßt. Die Begrüßung durch Landesobmann Franz Schwager stand ganz im Zeichen der Wahlen in Kärnten und Salzburg am 1. März 2008. Nach Schwager kam auch der Kärntner Spitzenkandidat Mario Canori auf die Bühne. Er begann mit den Worten: "Es ist ein sehr schönes Gefühl, wieder zu Hause zu sein." Canori wies erneut auf seine jahrzehntelange Verbundenheit mit Jörg Haider hin und attackierte dessen Nachfolger Gerhard Dörfler: "Das, was Dörfler tut, trägt nicht Jörg Haiders Handschrift." Die FPÖ sei der legitime Erbe Haiders, so Canori. Der Salzburger FPÖ-Obmann und Spitzenkandidat Karl Schnell ging in seiner Ansprache auf die gleichen Themen ein, wobei er besonders "Banker, Manager und Spekulanten" ins Visier nahm. Kritik übte er, wie schon Canori, an den Milliarden für die Banken, während für die "Kleinen" kein Geld da sei, auf diese Weise werde "der Mittelstand ausradiert". Österreich brauche Amerika nicht als Vorbild, rief Schnell: "Wir brauchen keinen Obama, wir haben HC." [18. Januar 2009] |
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Die Grazer FPÖ-Chefin Susanne Winter ist am 22. 1. 2009 in Graz wegen Verhetzung und Herabwürdigung religiöser Lehren zu einer bedingten Haftstrafe von drei Monaten und einer Geldstrafe von 24000 Euro verurteilt worden. Ihre Äußerungen seien objektiv geeignet gewesen, Hass zu schüren, begründete der Richter das Urteil. Winters Anwalt meldete Rechtsmittel an, das Urteil ist somit nicht rechtskräftig. Da ihr Vornahme Susanne hebräisch "Lilie" bedeuted und sie zur Verhandlung mit einer weißen Lilie erschien ist zu befürchten, dass ihre parteischädigenden Aussagen tatsächlich auf Sympathien bzw. Rechtfertigung für den Zionismus zurückzuführen sind, ähnlich wie die antiislamischen Ausfälle des niederländischen Politikers De Wilders, der regelmäßig Israel besucht. FPÖ-Neujahrstreffen 2008 Anstatt die einheimischen Politiker zu kritisieren, die für die Masseneinwanderung von Wirtschaftsflüchtlingen verantwortlich sind, gibt es leider auch in der FPÖ - ähnlich wie in der philosemitischen Gruppierung "Pro Köln" - Tendenzen, die Einwanderer selbst zu beschimpfen und zu beleidigen. Ein skandalöses Musterbeispiel dafür lieferte die Spitzenkandidatin der FPÖ in Graz beim Neujahrstreffen vom 13. 1. 2008 in Unterpremstetten bei Graz. Solchen Angriffen auf den "Islamismus", "Terrorismus" usw. liegen sehr oft prozionistische Tendenzen zugrunde, weil man damit die Unterdrückung, Vertreibung und Ermordung von Palästinensern rechtfertigen will. Womöglich wird die FPÖ bereits wieder von einer entsprechenden Gruppierung gesteuert wie seinerzeit von der Haider-Clique. Es mag aber auch sein, daß es sich im vorliegenden Fall um reine politische Dummheit handelt. Unter den Moslems von Afghanistan über den Iran bis Palästina gibt es sicher mehr Freunde der volkstreuen Kräfte Europas als unter den Zionisten und deren Lobbyisten von New York bis Brüssel. Susanne Winter, Spitzenkandidatin der FPÖ bei der Grazer Gemeinderatswahl Gemeinderatswahl am 20. Januar, peitschte das FPÖ-Neujahrstreffen mit heftigen Beschimpfungen des Islam ein: Sie ortete einen "muslimischen Einwanderungs- Tsunami" in der steirischen Landeshauptstadt und eine "schleichende Islamisierung". Heftige Attacken ritt sie gegen den islamischen Propheten Mohammed: Dieser habe ein sechsjähriges Mädchen geheiratet und wäre "im heutigen System" ein "Kinderschänder", so Winter [Im Mittelalter und nachfolgenden Jahrhunderten wurden unter Europas Adeligen oft dreijährige und auch etwas ältere Kinder verheiratet...]. Weiters bezeichnete sie Mohammed als "Feldherrn", der den Koran in "epileptischen Anfällen" geschrieben habe. Der Islam sei ein "totalitäres Herrschaftssystem" und gehöre "dorthin zurückgeworfen, wo er hergekommen ist - hinter das Mittelmeer", so Winter. [Frage: Woher kommt das Christentum ?] In einem Interview mit der Zeitung "Österreich" steigerte Susanne Winter noch ihre Attacken: "Es gibt einen weit verbreiteten Kindesmissbrauch durch islamische Männer". Die Kritik an ihren Äußerungen versteht sie nicht: "Warum darf man das nicht sagen? Das hat nichts mit Volksverhetzung zu tun. Wir wollen keine österreichischen und ausländischen Kinderschänder. Ich wollte niemanden verletzen, keine Religionsgemeinschaft beleidigen". Sie hält also die in vielen islamischen Populationen und vielen noch normalen Naturvölkern üblich Sitte, Mädchen oft bereits nach Eintritt der Geschlechtsreife (zwischen elf und dreizehn Jahren) zu verheiraten für Kinderschändung. Es wäre interessant, was Susanne Winter über die massenhafte Tötung ungeborenen Lebens in der westlichen Wertegemeinschaft denkt, dazu hörte man keine Stellungnahme, das wäre aber ein näheliegendes Problem. Stimmung machte Strache auch gegen gewalttätige und kriminelle Ausländer. Er stellte zudem die Armut im Land in Zusammenhang mit der Zuwanderung: Wenn es schon so viele Armutsgefährdete gebe, dürfe man Armut nicht zusätzlich importieren. Einen merkwürdigen Vergleich zog Strache zwischen dem EU-Reformvertrag und dem Anschluß Österreichs an das Deutsche Reich 1938: Die FPÖ wolle über den EU-Vertrag abstimmen und "nicht wie 1938 unsere Freiheit verlieren. Es wird ein Anschluss vorgenommen, den wir nicht wollen." Bekanntlich gab es am 10. April 1938 eine Abstimmung über den Anschluß, vor der u. a. Kardinal Innitzer und der Sozialdemokrat und vorherige (1918) bzw. spätere (1945) Bundespräsident Karl Renner die Österreicher aufforderten mit "Ja" zu stimmen, was auch ca. 98 % der Wähler befolgten..... [13. Januar 2008] |
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Am Vormittag des 23. 1. 2005 hat in Graz (Steiermark) das Neujahrstreffen der FPÖ begonnen, das am 24. 1. mit einer Klausur in Pöllauberg beendet wird. Unter dem Motto "Endlich geschafft!" wollte die Partei ihren Anteil an der Regierungsarbeit hervorstreichen und die eigenständige Positionierung auch gegenüber der ÖVP deutlicher machen. Generalsekretär Uwe Scheuch gab sich positiv überrascht von der Besucherzahl, die Sitzplätze wurden zu wenig. Scheuch: "Die freiheitliche Partei lebt, mehr als alle glauben." Künftig werde man statt der kleinsten wieder die größten Säle des Landes buchen können. Auf dem Programm standen Reden des steirischen Landesparteiobmannes Leopold Schöggl, der 2005 eine Landtags- und eine Gemeinderatswahl schlagen muss, des Kärntner Landeshauptmannes Jörg Haider, von Vizekanzler Hubert Gorbach und zum Abschluss von Parteichefin Ursula Haubner. Im Anschluss wollte sich die blaue Spitze bis Montag nach Pöllauberg in der Oststeiermark zu einer Klausur zurückziehen, um die Regierungsarbeit für das Jahr 2005 vorzubereiten. Im mehrere hundert Sitzplätze fassenden Grazer "Dom im Berg" jedenfalls waren selbst für die blauen Spitzenpolitiker nicht genügend Plätze vorhanden. "Die Parteispitze wird zur Kenntnis nehmen, dass nicht alle Platz haben, weil die Basis Platz braucht", so Moderator Scheuch. Ein freiheitlicher Spitzenfunktionär werde während einer Veranstaltung wohl auch stehen können... Die Chancen für die FPÖ bei den kommenden Landtagswahlen seien dieses Jahr besonders gut, meinte der Obmannder FPÖ Steiermark, L. Schöggl, weil SPÖ und ÖVP relativ wenig zu bieten hätten. Die SPÖ bringe in der Landesregierung nichts weiter, nichts abgewinnen kann Schöggl auch dem SPÖ-Landesvorsitzenden Franz Voves. Die ÖVP wiederum sei machtbesessen und überheblich, und tappe daher von einem Fettnäpfchen ins nächste: Zuerst eine Grapschaffäre, dann der EStAG-Skandal - und schließlich der stümperhafte Umgang der ÖVP mit dem Projekt Spielberg. Landeshauptfrau Waltraud Klasnic sei die Situation entglitten. Als Themen für den Wahlkampf gab Schöggl den Einsatz gegen ein Ausländerwahlrecht sowie Sicherheits- und Infrastrukturthemen vor. Die freiheitliche Parteiobfrau Ursula Haubner forderte in ihrer Rede zum Neujahrsauftakt der FPÖ strenge Regelungen für Asylwerber ein: "Wir dürfen uns in Österreich nicht von kriminellen Asylwerbern für unsere Gastfreundschaft noch auf der Nase herumtanzen lassen." Und sie kündigte an, sich für eine Anhebung der Mindestpensionen und die steuerliche Absetzbarkeit von privaten Spenden für humanitäre Zwecke einsetzen zu wollen. Ohne Namen oder irgendwelche Details zu nennen, kündigte Haubner auch an, dass rechtzeitig die personellen Weichen für die Nationalratswahl 2006 gestellt werden sollen. FPÖ-Generalsekretär Uwe Scheuch hatte im ORF-Radio angekündigt, "mittelfristig" sollten die Führungsfunktionen - Parteispitze und Vizekanzler - wieder zusammen geführt werden. In der Ausländerfrage sprach sich Haubner auch gegen "Parallelgesellschaften" von Zuwanderern aus: "Nicht wir müssen uns anpassen, sondern die, die zu uns kommen." Nötig sei auch eine Neufassung des Integrationsvertrages, derzeit gelte für 90 Prozent der Zuwanderer eine Ausnahme. Vor allem Frauen sollten mit erfasst werden. Auch die Forderung nach einer höheren Mindestpension begründete Haubner mit dem Ausländerthema: Ein Asylwerber bekomme 700 Euro im Durchschnitt an Leistungen pro Monat aus der Grundversorgung. Der Bezieher einer Ausgleichszulage hingegen müsse mit 653 Euro auskommen. Haubner unterstützte weiters die Forderung von Scheuch nach verpflichtenden DNA-Tests bei Straftätern und straffällig gewordenen Asylwerbern: "Hier werden wir auch der ÖVP noch einige Nachhilfe geben müssen." Und sie gab sich skeptisch zur Bundesheer-Reform: "Es kann sich nicht eine Reform der Landesverteidigung auf eine Reduzierung von Monaten beschränken." Zum Jubiläumsjahr sprach Haubner vor allem den Wiederaufbau an: Die FPÖ wolle einen intensiven Dialog mit jenen führen, "die damals durch ihrer Hände Arbeit, durch ihren Mut und ihre Zuversicht dieses Land wieder aufgebaut haben". Vizekanzler Hubert Gorbach startete mit einem Aufruf zur Geschlossenheit. Jeder habe seine Aufgaben - "Und alle müssen zusammen spielen. Dann kommt ein schönes Lied heraus, das man wieder bestellt und wieder wählt." Die FPÖ sei der "Motor" der Regierung, und die ÖVP solle froh sein, dass sie mit der FPÖ einen Antrieb für Reformen habe. Gorbach bekräftigte weiters seine Forderung nach Aufhebung des Kündigungsschutzes bei den ÖBB. Und er wandte sich gegen die Eisenbahner-Gewerkschaft. Man werde darüber nachdenken, wer für jene Kosten gerade zu stehen habe, die der Öffentlichkeit durch Streiks entstanden seien: "Wir werden sie zur Verantwortung ziehen, wenn sie ungerechtfertigt streiken." Als Leistungen der Regierung und vor allem der FPÖ nannte Gorbach Steuerreform, Pensionsreform und höhere Forschungsausgaben. Dies müsse die FPÖ auch für sich reklamieren: "Es kann nicht sein, dass wir arbeiten und der Lohn dann auf ein anderes Konto überwiesen wird, wie das zuletzt der Fall war." Leider hörte man bei dem Neujahrstreffen nichts zu den Themen EU-Verfassung, Abfangjäger und Auslandseinsätze des österreichischen Bundesheeres gemeinsam mit NATO-Truppen. Auch über den eklatanten Bruch der Wahlversprechen von 1999 wie z. B. das Veto gegen die Osterweiterung wegen der Benes-Dekrete wurde nichts geredet..... [23. Januar 2005] |
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Das Neujahrstreffen der FPÖ Kärnten fand am 16. 1. 2005 im Klagenfurter Konzerthaus statt. Landeshauptmann Jörg Haider (FPÖ) forderte die österreichische Bundespolitik auf, im Jubiläumsjahr 2005 die Rolle Kärntens im Hinblick auf eine demokratische Entwicklung Österreichs zu würdigen. Stattdessen würde aber von Tugend-Terroristen immer wieder behauptet, dass "die bösen Kärntner" die Bestimmungen des Staatsvertrages noch immer nicht erfüllt hätten. Haider reagierte damit beim Neujahrstreffen der Kärntner FPÖ auf die Kritik des Verfassungsgerichtshofs-Präsidenten Karl Korinek an der offenen Ortstafelfrage. "Die Tugendwächter der politisch-korrekten Gesellschaft wollen in Kärnten ein Fanal setzen", wovor aber sogar die Vertreter der slowenischen Volksgruppe Angst hätten, sagte Haider bei der FPÖ-Veranstaltung im Klagenfurter Konzerthaus. Gerade im Jahr der großen Feiern zum österreichischen Staatsvertrag müsse aber auf die große Rolle hingewiesen werden, die das Land Kärnten nach den beiden Weltkriegen im Hinblick auf eine demokratische Entwicklung Österreichs gespielt habe. Er erwarte sich eine solche Stellungnahme von allen Bundespolitikern, die anlässlich der bevorstehenden Feierlichkeiten nach Kärnten kommen, sagte der Landeshauptmann. FPÖ-Landesparteiobmann Martin Strutz kritisierte in seiner Ansprache nicht nur Verfassungsrichter Korinek, sondern auch ÖVP-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Dieser würde versuchen, Themen wie den Ortstafelkonflikt, der schon längst im Konsens erledigt sei, mittels einer so genannten Konsenskonferenz wieder aufzuwärmen. Der Artikel 7 des Staatsvertrages sei laut Strutz nämlich "nicht zu 100 Prozent, sondern zu 110 Prozent erfüllt". Die Forderungen der Kärntner Slowenen würden in allen Bereichen - Kultur, Medien, Bildung und Sport - "weit über die gesetzlichen Regelungen hinaus erfüllt", machte der FPÖ-Chef geltend. Korinek hat am Wochenende angesichts des 50-jährigen Staatsvertragsjubiläums auf eine Lösung der Ortstafelfrage gedrängt. "Ich hoffe sehr, dass es unter dem Druck dieses Jubiläumsjahres zu einer politischen Lösung, zu einer rechtlich einwandfreien Lösung kommt, die auch von ein bisschen Großzügigkeit gegenüber der Minderheit getragen ist", sagte er im APA-Interview. Haider (FPÖ) sprach sich im Zuge seiner Rede anlässlich des FPÖ-Neujahrstreffens außerdem erneut für ein Programm 2005 auf der Wörtherseebühne aus. Er räumte Fehler in der Festspiel-Gesellschaft ein. Es seien jedoch bereits Konsequenzen gezogen worden. ÖVP-Obmann Josef Martinz erneuerte unterdessen seine Kritik an der Auflösung der Seebühnen-Gesellschaft: Damit entziehe sich die Politik der Kontrolle. Die Frühpensionierungen bei den ÖBB stellen für Haider "ein Unding" dar und er hoffe auf eine rasche Verfassungsänderung im Nationalrat mit Hilfe der SPÖ. Es dürfe keine Sonderregelungen mehr geben und man dürfte beim Pensionsantritt nicht in Eisenbahner und Normalsterbliche unterscheiden, sagte Haider am Sonntag beim FPÖ-Neujahrsempfang. Es gehe nicht an, dass die überwiegende Mehrzahl der Menschen bis über 60 arbeiten müsse, während ÖBB-Mitarbeiter mit 48 Jahren in Frühpension geschickt würden. "Diese Klassengesellschaft ist zu beenden und dieser Gruppenegoismus ist abzubauen", so Haider. An die SPÖ richtete der Landeshauptmann den Appell, endlich mitzuziehen und einer Verfassungsänderung zuzustimmen. [16 Januar 2005] |
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Bei der FPÖ-Klausur in Pöllauberg (Steiermark) wurde am 24. 1. 2005 die Ablösung von Sozialminister Herbert Haupt beschlossen. Ihm folgt seine bisherige Staatssekretärin, Parteiobfrau Ursula Haubner, die Schwester Jörg Haiders. Neuer Staatssekretär wird Sozialsprecher Sigisbert Dolinschek. H. Haupt begründete seinen Rückzug mit gesundheitlichen Erwägungen: "Ich will mich nicht im Amt umbringen." Haupt, der vorher auch FPÖ-Parteiobmann und Vizekanzler war, findet den Zeitpunkt für den Abschied als Sozialminister günstig, da die Pensionsharmonisierung jetzt abgeschlossen sei. H. Haupt, der mehrere Unfälle überstand und der an Hepatitis-C leidet, geht es gesundheitlich nicht gut: Sein Amt habe er seit fünf Wochen nur mit Antibiotika ausüben können, berichtete der Minister angesichts seines baldigen Ausscheidens. Er sei Kandidat für Herzinfarkt und Hirnschlag - deshalb der Abschied aus der Regierung. Ob er jetzt zurück ins Parlament wechselt, will sich Haupt noch überlegen. Jedenfalls möchte sich der Kärntner künftig wieder in seinem Brotberuf als Tierarzt betätigen. Die Hauptlast im großen und prestigeträchtigen Sozialressort ruht nun auf Haubners Schultern, sie ist übrigens bereits die elfte Ministerin der FPÖ in nur fünf Jahren Schwarz-Blau. Den Posten des Vizekanzlers übernimmt die künftige Ressortchefin aber entgegen anders lautenden Überlegungen. Sie wolle Hubert Gorbach in dieser Rolle nicht missen, betonte die Parteichefin. Auch Jörg Haider hält diese Aufgabenteilung für sinnvoll. Die Entscheidung über die nächste Spitzenkandidatur ist damit offen wie eh und je. Künftig erster Assistent Haubners ist jedenfalls Sigisbert Dolinschek. Mit der Nominierung des Klagenfurter Langzeit-Nationalratsabgeordneten bleibt die Mannzahl der Kärntner in der Regierung erhalten. Der von den Freiheitlichen gerne als Erfinder der Abfertigung neu verkaufte bisherige Sozialsprecher gilt als treuer Diener des Kärntner Landeshauptmanns Jörg Haider sowie als etwas spröder Sachpolitiker. Als eines seiner Hauptziele im neuen Amt nannte er die Bekämpfung des Sozialmissbrauchs. [24. Januar 2005] |