Verluste für die Südtiroler Volkspartei Bei der Landtagswahl vom 26. 10. 2008 in Südtirol ("Autonome Provinz Bozen") sank der Stimmenanteil der Südtiroler Volkspartei (SVP) von 55,6 % auf 48 %. Die Partei erreichte jedoch aufgrund der Wahlarithmetik 18 der 35 Sitze im Südtiroöer Landtag und damit die absolute Mehrheit an Mandaten.
"Die Freiheitlichen" Südtirols verdreifachten ihren Stimmenanteil beinahe von 5 % auf 14,3 %. Ferner erreichte die Gruppe "Südtiroler Freiheit" 4,9 %, die "Grünen" 5,8 %, "Il Popolo della Liberta" (Liste Berlusconi) 8,3 % und "Partito Demokratia" 6 %.
Die Wahlbeteiligung betrug 80,1 %Landtagswahl vom 26. Oktober 2008
Partei Stimmen Prozent Sitze SVP 146555 48,1 % 18 Freiheitliche 43615 14,3 % 5 L. Berlusconi 25297 8,3 % 3 Part. Democr. 18141 6,0 % 2 Grüne 17745 5,8 % 2 Südt. Freiheit 14888 4,9 % 2 Union f. Südt. 7048 2,3 % 1 Lega Nord 6413 2,1 % 1 Uniitalia 5689 1,9 % 1 Dipietro Italia 5009 1,6 % 0 [7. November 2008]
Südtiroler Volkspartei behält 2003 die absolute Mehrheit Am 26. 10. 2003 fanden in Südtirol Landtagswahlen statt. Nach dem vorläufigen Endergebnis ist die Südtiroler Volkspartei (SVP) weiterhin stärkste Partei mit absoluter Mehrheit.
Die SVP kommt auf 55,6 Prozent und liegt damit nur 1,1 Prozent unter dem Ergebnis von 1998. Verluste muß auch Alleanza Nazionale hinnehmen. Die italienische Partei holte nur 8,4 Prozent gegenüber 9,6 Prozent von 1998. Dritte Partei bleiben die Grünen. Sie legen leicht von 6,5 Prozent im Jahr 1998 auf 7,9 Prozent zu. In den ländlichen Gebieten wechselten viele Wähler von der SVP zur Union für Südtirol und zu den Freiheitlichen, die ihren Stimmenanteil auf 5% verdoppeln konnten.
In den Städten Bozen und Leifers konnte die SVP teils deutliche Stimmenzugewinne verbuchen. In Leifers überholte die SVP sogar Alleanza Nazionale und ist nun mit 27,8 Prozent stärkste Partei (+5,4 Prozent). In Bozen, wo jeder vierte Wahler lebt, legte die Volkspartei von 18,7 auf 20,7 um zwei Prozentpunkte zu.
Liste Stimm. 2003 %
2003Sitze
2003%
1998Sitze 1998 SVP 167.347 55,6 21 56,60 % 21 Alleanza Nazionale 25.370 8,4 3 9,65 % 3 Grüne/DPS 23.701 7,9 3 6,49 % 2 Union für Südtirol 20.548 6,8 2 5,46 % 2 Die Freiheitlichen 15.122 5,0 2 2,48 % 1 Insieme a sinistra 11.572 3,8 1 3,47 % 1 Unione Autonomista 11.180 3,7 1 2,71 % 1 Forza Italia 10.187 3,4 1 3,74 % 1 Unitalia 4497 1,5 1 1,78 % 1 Ladins 4108 1,4 - 3,63 % 1 Rosa Alternative 2879 1,0 - / / Comunisti italiani 2631 0,9 - 1,36 % 0 Lega Nord 1.625 0,5 - 0,86 % 0 Die SVP wurde in letzter Zeit von volkstreuen Organisationen wegen ihrer Schulpolitik kritisiert, da ein Italienischunterricht bereits in der ersten Klasse Volksschule und sogar im Kindergarten geplant ist und der Unterricht in der Deutschen Schriftsprache stark vernachlässigt wird. Die früheren Katakombenlehrer, die in der Zeit des Verbotes der deutschen Sprache die Südtiroler Kinder an geheimen Orten unterrichteten, schrieben einen offenen Brief an den Obmann der SVP Siegfried Brugger, in dem sie diese Politik kritisierten. Die Abgeordnete der Union für Südtirol, Eva Klotz, setzt sich auch für einen besseren Deutschunterricht ein und unterstützt die Forderungen der Katakombenlehrer. Die Union für Südtirol und die Südtiroler Freiheitlichen gewannen in den ländlichen Gebieten Stimmen von der SVP.
[27. Oktober 2003]