Kommunalwahlen vom 10. 9. 2006 in Niedersachsen:

Die CDU erreichte wieder die Mehrheit der Stimmen, gefolgt von der SP, an dritter Stelle kommen die lokalen Wahlgemeinschaften mit über 10 %. Die beiden Linksparteien marschierten getrennt und kamen zusammen auf ca. 0,3 %, für die NPD stimmten 0,1 %. Die NPD trat nur in wenigen Orten bzw. Kreisen an. Im Unterbezirk Braunschweig z. B. gibt es acht Vertretungen der  NPD in Kommunalparlamenten. Der bereits seit 15 Jahren im Helmstedter Stadtrat vertretene Friedrich Preuß wird zukünftig eine NPD-Ratsherrin an seiner Seite haben. Preuß gelang außerdem mit einem hervorragenden Resultat von 10,8% der Einzug in den Ortsrat zu Emmerstedt. Außerdem werden Helmsteder Nationaldemokraten in den nächsten fünf Jahren im Kreistag ( 3,3% ), im Samtgemeinderat Nord-Elm ( 6,1% ) und im Gemeinderat Süpplingen ( 10,9% ) vertreten sein.
1,7% reichten auch in Wolfenbüttel für ein Mandat im Kreistag. Gute Ergebnisse in der Gemeinde Achim ( 4,5% ), der Gemeinde Haverlah ( 4,02% ) und der Samtgemeinde Oderwald ( 3,1% ) brachten leider keine Mandate. Auch bei der Ortsratswahl in Wiedelah im Kreis Goslar brachten 3,9% keinen Sitz. In Bad Lautenberg (Kreis Osterode) gab es mit 3,6 % einen Sitz für die NPD...
 
Nieders. 2006 % 2001 %
Wahlber. 5.552.150 . 5.410.352 .
Wähler 2.928.979 52,8 3.100.549 57,3
Ungültige 62.020 57.390
Gültige 8.353.693 8.928.150
CDU 3.455.659 41,4 3.803.563 42,6
SP 3.073.456 36,8 3.380.156 37,9
Grüne 475.661 5,7 447.436 5,0
FDP 429.694 5,1 415.285 4,7
REP 3.114 0,0 17.254 0,2
NPD 5.956 0,1 2.849  0,0
DKP 2.175 0,0 3.054 0,0
LP(PDS) 13.602 0,2 21.880 0,2
ASG 5.709 0,1 - -
Listen 860.833 10,3 802.860 9,0

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Kommunalwahlen in Niedersachsen

Drei Sieger und ein Verlierer präsentierten sich nach den Kommunalwahlen in Niedersachsen vom 9. 9. 2001. Tatsächlich sind alle als Wahlverlierer: Die Wahlbeteiligung war so niedrig wie bei keiner Kommunalwahl in Niedersachsen zuvor. Den Wählern dämmert es allmählich, daß ihre Interessen von diesen Parteien nicht vertreten werden, es bietet sich aber noch keine überzeugende Alternative an. Die NPD erreichte einige Achtungserfolge. Z. B. in Helmstedt hat das Wahlergebnis dazu geführt, daß die Regierungsparteien SP und Grüne keine Mehrheit mehr haben. Die Kartellparteien müssen nun ihre Mehrheiten untereinander aushandeln, bevor das Parlament befragt wird. Einen deutlichen Stimmengewinn hat in Helmstedt die NPD zu verbuchen: auf Anhieb 3,11 Prozent und einen Sitz im Rat. Friedrich Preuß, der NPD-Spitzenkandidat, kommentierte seinen Erfolg so: »Ich hatte erwartet, daß ich reinkomme. Der Bürger hat es honoriert, daß ich Sach- und keine Parteiarbeit mache. Es kann sein, daß ich das Zünglein an der Waage werde, aber damit habe ich keine Probleme. Ich kann mit allen anderen Parteien zusammen arbeiten«. Dr. Karl Birker (SP) gibt sich weniger demokratisch: »ich lasse mich nicht von einem NPD-Mann zum Bürgermeister wählen«. In Süpplingen lag die NPD mit 10,3 Prozent noch vor den Grünen. Im Stadtrat sind die Nationaldemokraten mit Adolf Preuß vertreten. 

Der FDP-Bundesvorsitzende Guido Westerwelle bezeichnete seine Partei als "die eigentlichen Gewinner dieser Wahl". Die Liberalen legten von 4,6 auf 6,2 Prozent zu.

Die CDU baute ihren Vorsprung vor der SP in den niedersächsischen Kommunen aus. Mit 42, 6 Prozent liegt sie 0,9 Prozentpunkte über dem Kommunalwahlergebnis von 1996. Auch mit Blick auf das Abschneiden der FDP sprach CDU - Generalsekretär Laurenz Meyer von einem klaren Sieg für das "bürgerliche Lager".

Die SP legte ebenfalls zu - allerdings nur um 0,1 Prozent. Sie kam auf 38,6 Prozent der Stimmen. SP-Generalsekretär Franz Müntefering meinte, seine Partei habe sich deutlich behauptet. Niedersachsens Ministerpräsident Siegmar Gabriel (SP) äußerte sich allerdings enttäuscht. Als Grund für den mageren Zugewinn seiner Partei sah er unter anderem die Debatte um Verteidigungsminister Rudolf Scharping (SP). Die Grünen verteidigten ihren dritten Platz in der niedersächsischen Lokalpolitik nur knapp. Sie fielen von neun auf 6,7 Prozent zurück. "Wir sind überhaupt nicht zufrieden", sagte die Fraktionschefin der Grünen im niedersächsischen Landtag, Rebecca Harms. Wahlbeteiligung auf Rekordtief

Die schlechte Wahlbeteiligung löste allgemein Besorgnis aus. Harms sagte, gefragt seien "mehr Kanten und weniger Konsens" zwischen den Parteien. Gabriel erklärte, die Möglichkeiten der Kommunalpolitik müßten gestärkt werden. Der niedersächsische CDU-Chef Christian Wulff urteilte, die niedrige Wahlbeteiligung spiegele eine Enttäuschung der Bürger über die Politik der Bundesregierung wider.

In der Landeshauptstadt Hannover wurde der seit 29 Jahren regierende Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg (SP) im Amt bestätigt. Der Sozialdemokrat setzte sich überraschend bereits im ersten Wahlgang mit 51 Prozent gegen die CDU-Politikerin Rita Pawelski durch. Pawelski gratulierte Schmalstieg zum Sieg und wünschte ihm für seine fünfjährige Amtszeit "eine glückliche Hand".

Entschieden wurde über die Zusammensetzung von 2.239 Stadt- und Gemeinderäten sowie Kreistagen. Zudem wurden 218 Bürgermeister und Landräte direkt gewählt. Vom ersten Urnengang seit der Europawahl im Juni 1999 versprachen sich die Parteien auch Aufschluß über ihren Stand bei den Wählern mit Blick auf das Bundestagswahljahr 2002 und das Landtagswahljahr 2003. 

[12. September 2001]

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Landtagswahl in Baden-Württemberg

Die CDU/FDP-Koalition in Baden- Württemberg wird auch in den kommenden fünf Jahren unter Führung von Ministerpräsident Erwin Teufel regieren. Sie kam bei den Landtagswahlen am 25. 3. 2001 auf rund 45 Prozent. Die FDP mußte mit rund 8 Prozent einen Dämpfer hinnehmen. Die SPD erreichte rund 34 Prozent. Die Republikaner bekamen die verdiente Quittung für ihre laufende Ausgrenzung der NPD, mit der sie sich den anderen Parteien anzubiedern versuchte. Allerdings erreichten nichteinmal REP und NPD zusammen 5 % der Stimmen, was darauf schließen läßt, daß die Hetzkampagne gegen rechts z. Z. erfolgreich ist.

Sitzverteilung im Landtag von Baden - Württemberg: 
CDU: 63, SPD 45, FDP 10 und Grüne 10.
Baden-W. 2001 % 1996 %
Wahlber. 7 316 876 . 7189906 .
Wähler 4.577.705 62,6 4.859.305 67,6
Ungültige 46.810 1,0 75.176 1,5
Gültige 4.530.895 99,0 4.784.129 98,5
CDU 2.029.948 44,8 1.974.619 41,3
SP 1.508.341 33,3 1.199.123 25,1
Grüne 350.549 7,7 580.801 12,1
FDP/DVP 367.556 8,1 458.478 9,6
REP 198.425 4,4 437.228 9,1
NPD 7.656 0,2 - -
DKP 1.164 0,0 1.794 0,0
Tierschutz 8.985 0,2 10.512 0,2
ÖDP 32.543 0,7 69.775 1,5
PBC 20.412 0,5 23.250 0,5

 

Landtagswahl in Rheinland-Pfalz

Die sozialliberale Koalition in Rheinland-Pfalz unter Führung von Ministerpräsident Kurt Beck kann weitere fünf Jahre regieren. Die SPD ging als großer Gewinner aus der Landtagswahl vom 25. 3. 2001 hervor und erreichte rund 45 Prozent. Die CDU rutschte dagegen auf rund 35 Prozent ab. Die Grünen schafften schließlich knapp den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde. NPD und REP erreichten zusammen nur 2,9 %, allerdings gewann die NPD an Stimmen, während die REPs verloren.
Sitzverteilung im Landtag von Rheinland-Pfalz:
SPD 48(+5), CDU 38(-3), FDP 9(-1), Grüne 6 (-1)
Rheinld-Pf.
2001
 %
1996
 %
Wahlber. 3.024.631  . 2.987.099  .
Wähler 1.879.430 62,1  2.114.933 70,8 
Ungültige  46.385  2,5 51.207 2,4
Gültige 1.833.045  97,5  2.063.726 97,6
SP 820.218  44,7  821.539 39,8 
CDU 647.013  35,3  798.166  38,7 
FDP 143.372  7,8  184.426  8,9 
Grüne 95.529 5,2 142.665  6,9 
REP 44.568  2,4  71.499 3,5 
NPD 9.136  0,5  7.633  0,4 
FWG 46.427  2,5 - -
ÖDP 5.464  0,3  10.879  0,5 
PBC 5.413  0,3  3.402 0,2

[25. März 2001]

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