Landtagswahl in Hessen

Bei der Landtagswahl vom 18. 1. 2009 in Hessen wurde die CDU mit 37,2 % trotz eines Stimmenverlustes von fast 46000 Stimmen stärkste Partei, die SP verlor stark auf nunmehr 23,7%. FDP und Grüne gewannen Stimmen, REP verlor stark von 1 % auf 0,6 % während die NPD mit 0,9 % gleich schwach blieb. 

Es ergab sich folgende Mandatsverteilung: CDU 46, SP 29, FDP 20, Grüne 17 und Linke 6. Voraussichtlich werden CDU und FDP wie 2003 wieder eine Landesregierung bilden.

Vorläufiges Endergebnis der Landtagswahl  vom 18. Januar 2009 in Hessen

2009
+/-
2009
+/- %Pkte.
Wahlber.
4 375 269
+4 806
   
Abgeg.St.
2 670 412
-140 661
61,0 % 
-3,3
Gült. St.
2 591 857 
 
97,1 %
-0,5
Ung. St.
78 555
+10 441
2,9 %
+0,5
CDU
963 800
-45 975
37,2 %
+0,4
SP
614 653
-391 611
23,7 %
-13,0
FDP
420 383
+161 833
16,2  %
+6,8
DieGrünen
356 007
+149 397
13,7 %
+6,2
Die Linke
139 080
-1 689
5,4 %
+0,3
NPD
22 184
-1 820
0,9 %
0,0
FreieWähl.
42 139
+17 812
0,5 %
+1,6
REP
15 697
-12 027
0,6 %
-0,4
Piraten
13 784
+6 822
0,5 %
+0,2
BüSo.
4 130
+1 118
0,2 %
+0,2

[18. Januar 2009]

< Parteien
 
Landtagswahl 2008 in Hessen und Niedersachsen

Bei der Landtagswahl vom 27. Januar 2008 in Hessen und Niedersachsen verlor die CDU in beiden Ländern, die SP verlor etwas in Niedersachsen, gewann aber in Hessen einige Prozentpunkte dazu. Die Linkspartei zog erstmals in beide Parlamente ein. 

Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis von Hessen erhielt die CDU 36,7 % (-12), SP 36,7 (+8), FDP 9,4 % (+1,5), Grüne 7,5 % (-2,6) und Linke 5,1 %, REP 1,0 %, NPD 0,9 %, Sonstige: 2,6 %. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,3 % (-0,3%).

Sitzverteilung im Landtag von Hessen: CDU 42 (-14), SP 42 (+9), FDP 11 (+2), Grüne 9 (-3), Linkspartei 6 (+6).

In Niedersachsen erreichte die CDU nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 42,5 % (-5,8), SP 30,3 % (-3,1), FDP 8,2 (+0,1) %, Grüne 8% (+0,4), Linkspartei 7,1 %, NPD 1,5 %, REP 0,0 %, Sonstige 2,4 % (+1,3). Die Wahlbeteiligung lag bei 57 % (-10 %).

Sitzverteilung im Landtag von Niedersachsen: CDU 68 (-23), SP 63 (-15), FDP 15 (-2), Grüne 14 (-2), Linkspartei 11 (+11)

[27. Januar 2008]

Vorläufiges amtliches Endergebnis der Landtagswahl vom 27. 1. 2008 in Niedersachsen (Zweitstimmen)

2008
+/-
2008
+/-
Wahlber.
6088430
+64794
   
Abgeg.St.
3472945
-563072
57,0 % 
-10
Gült. St.
3422552 
-561.457
98,2 %
-0,2
Ung. St.
50.393
-1.615
1,5 %
+0,2
CDU
1455687
-469.368
42,5 %
-5,8
SP
1035894
-294.262
30,3 %
-3,1
FDP
279557
-43550
8,1  %
+0,1
DieGrünen
273934
-30598
8,0 %
+0,4
Die Linke
243106
+243106
7,1 %
+7,1
NPD
52817
+52817
1,5 %
+1,5
FreieWähl.
17932
+17932
0,5 %
+0,5
Tierschutz
17195
+17195
0,5 %
+0,5
Familien P.
13316
+13316
0,4 %
+0,4
Friesen
10071
+10071
0,3 %
+0,3
DieGrauen
9275
-1449
0,3 %
0
Volksabst.
5944
+5944
0,2 %
+0,2
Bibeltreue
5812
-2007
0,2 %
0
Ökol. P.
2012
-1659 
0,1 %
0

< Parteien
 
CDU und FDP gewinnen Landtagswahlen 2003

Einen erdrutschartigen Wahlsieg konnte die CDU am 2. 2. 2003 bei den Landtagswahlen in Niedersachsen und Hessen verbuchen. Damit haben CDU und FDP ihren Einfluß auf die Bundespolitik vergrößert. In der Bundesversammlung, die im nächsten Jahr einen neuen Bundespräsidenten wählt, eroberte Schwarz-Gelb die absolute Mehrheit. Johannes Rau hat damit kaum noch Chancen auf eine zweite Amtszeit. Im Bundesrat vergrößerten die von der Union regierten Länder mit dem Machtwechsel in Niedersachsen ihre Mehrheit. Im Vermittlungsausschuß gibt es nun einen Patt.

Bei den Wahlen erhielt Bundeskanzler Gerhard Schröder am 2. 2. einen schmerzhaften Denkzettel. Der hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) kann künftig sogar allein regieren und braucht die FDP nicht mehr. In Niedersachsen schafften CDU und FDP den Regierungswechsel; neuer Ministerpräsident wird Christian Wulff (CDU).

Der in Hannover bisher allein regierende Ministerpräsident Sigmar Gabriel verbuchte nach dem vorläufigen Endergebnis mit 33,4 Prozent das schlechteste niedersächsische SP-Ergebnis der Nachkriegsgeschichte. Die CDU schnitt mit 48,3 Prozent so gut ab wie seit 1982 nicht mehr. Die FDP zog nach neun Jahren Abwesenheit wieder in den Landtag ein und kam auf 8,1 Prozent - das beste Ergebnis seit 1963.

In Hessen kam die CDU auf 48,8 Prozent - ein Plus von rund fünf Prozentpunkten gegenüber der letzten Wahl 1999 und das beste Ergebnis seit 1946. Dagegen fuhr die SP mit Spitzenkandidat Gerhard Bökel mit 29,1 Prozent ihr schlechtestes Ergebnis der Nachkriegszeit ein. Sie verlor in ihrem einstigen Stammland nochmals rund zehn Prozentpunkte. Die FDP landete bei 7,9 Prozent (1999: 5,1 Prozent).

Schlecht sieht es bei den nationalen Parteien aus, NPD und DVU kandidierte in beiden Ländern nicht, die Republikaner erlitten weitere Verluste und liegen jetzt bei 0,4% (NS) bzw. 1,3 % (HS). Ähnlich schnitt die Schill-Partei mit 1,0 % (NS) bzw. 0,5% (HS) ab.

In Hessen zeichnete sich eine Alleinregierung der Union unter Ministerpräsident Koch ab. Bereits vor Bekanntgabe des vorläufigen Endergebnisses hatte die hessische FDP-Vorsitzende Ruth Wagner bekräftigt, daß ihre Partei bei einer absoluten CDU-Mehrheit in die Opposition gehen wird. Koch sprach von einem großen Tag für die CDU. Er werde der erste Ministerpräsident der Union sein, der in Hessen wiedergewählt worden sei.

Der hessische SP-Spitzenkandidat Gerhard Bökel gestand die "sehr bittere" Niederlage ein und trat noch am Abend als Landes- und Fraktionschef zurück. Zur Erklärung des Wahlausgangs sagte er, die Partei habe mit starkem Gegenwind aus der Bundespolitik zu kämpfen gehabt.

Der niedersächsische Ministerpräsident Gabriel räumte die schwere Niederlage seiner Partei ein. Darüber, welche Konsequenzen er aus der deutlichen Wahlniederlage ziehen werde, wolle er erst in den nächsten Tagen nachdenken. CDU-Wahlsieger Wulff sprach von einem Gesamtsieg der Union. Er will nun mit der FDP die Regierung bilden. CDU-Chefin Angela Merkel wertete den Ausgang der Landtagswahlen als Antwort auf die «misslungene Politik der Bundesregierung» und sprach von einem «sensationellen Sieg» der CDU. Kanzler Schröder setzte sich sehr stark im Wahlkampf ein, aber sein Versuch, die Frage der Kriegsbeteiligung wieder zu instrumentalisieren wurde von den Wählern nicht mehr akzeptiert. 

[2. Februar 2003]

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