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Die in Wien ansässige, von den EU-Nettozahlern finanzierte "Beobachtungsstelle von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit" kritisiert eine angeblich fremdenfeindliche Haltung von EU-Bürgern. Durchschnittlich jeder zweite EU-Bürger hat eine ablehnende Haltung gegenüber Zuwanderern. Das heißt, er will weniger von ihnen, und meint, dass sie schlechten Einfluss auf sein Heimatland hätten, egal ob wirtschaftlich oder kulturell. Das Konzept von der multi-kulturellen Gesellschaft stößt auf immer mehr Widerstand. Zwei Drittel der Befragten meinen, es sei an seine Grenzen gestoßen, fast ein Drittel lehnt das friedliche Neben- und Miteinander von Menschen unterschiedlicher Herkunft generell ab. Ausländern, auch wenn sie legal gekommen sind, wollen 40 Prozent der Menschen nicht die gleichen Rechte wie im Land Geborenen geben. Sollten sie straffällig werden, müssten sie nach Meinung von 70 Prozent abgeschoben werden. Die negative Grundhaltung gegenüber Zuwanderern ist, das machten die Autoren des Berichtes bei der Präsentation klar, generell stark angewachsen. Je niedriger Einkommensklasse und Bildungsschicht, desto stärker ausgeprägt ist die ablehnende Haltung. Je jünger dagegen die Befragten waren, desto offener zeigten sie sich gegenüber neuen Mitbürgern. Durchschnittlich ein Viertel der EU-Bürger lehnt eine multikulturelle Gesellschaft ab. Dieser Wert ist zwischen 1997 und 2003 stabil geblieben, so die europäischen Beobachtungsstelle für Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC). Die Auffassung, die multikulturelle Gesellschaft sei an ihre Grenzen gestoßen, hat sich jedoch verbreitet: 2003 waren in Österreich genau 61,3 dieser Meinung. Das EUMC hat Erhebungen zu den Themen Migration und Minderheiten von Eurobarometer-Umfragen der Jahre 1997, 2000 und 2003 sowie der Europäischen Sozialstudie 2003 analysiert und präsentiert. EUMC-Direktorin Beate Winkler wies auf widersprüchliche Haltungen hin: Den 60 Prozent in den "alten" EU-15, die das Ende des Multi-Kulti erreicht sahen, stünden 80 Prozent in den neuen EU-Ländern gegenüber, die angaben, keine Schwierigkeiten im Zusammenleben mit Einwanderern und Angehörigen von Minderheiten zu haben (Kein Wunder - es gibt praktisch keine Einwanderer und Migranten in den neuen EU-Ländern). 50 Prozent der EU-Bürger in den alten und neuen Mitgliedstaaten zusammen genommen, äußerten sich in der Europäischen Sozialstudie von 2003 ablehnend gegenüber Zuwanderern. Österreich lag dabei mit über 64 Prozent nur hinter Ungarn und Griechenland, wo noch mehr die Zuwanderer ablehnen . Die Befürwortung von Rückführungsmaßnahmen für straffällig gewordene Migranten überstieg im europäischen Durchschnitt die Zwei-Drittel-Marke. Der Studienleiter der Umfrage stellte folgende Tendenzen fest: Besser ausgebildete Menschen und Menschen mit höherem Einkommen zeigen weniger Ablehnung für die multikulturelle Gesellschaft, Minderheiten und Einwanderern. Jüngere Menschen treten weniger häufig für die Ausgrenzung von Fremden ein als ältere. In ländlichen Regionen ist der Widerstand gegen Ausländer größer als in Städten. Die Haltung der Österreicher gegenüber Fremden liegt im europäischen Durchschnitt, noch ablehnender zeigen sich vor allem die Griechen. Auch Ungarn und Tschechen haben deutlich größere Probleme mit Minderheiten als die meisten anderen EU-Länder. Für die von der westdeutschen SP kommende Direktorin der EU-Rassismusstelle, Beate Winkler, ist vor allem die Politik gefragt: "Nur eine klare Haltung der Regierungen führt dazu, dass Fremdenfeindlichkeit zurückgeht." Die Studienautoren vergaßen zu erwähnen, daß die von den Globalisierern forcierte Masseneinwanderung hauptsächlich dazu dient, durch die eingeschleusten Lohndrücker das Lohn- und soziale Niveau der eingesessenen Bevölkerung zu drücken, um die Profite der Spekulanten zu maximieren. Das wurde jüngst wieder in Spanien gezeigt, wo trotz hoher Arbeitslosigkeit von über 12 % hunderttausende illegale Wirtschftsflüchtlinge "legalisiert" wurden und jetzt auch in andere EU-Länder als Lohndrücker weiterwandern können. Die sog. Fremdenfeindlichkeit ist in Wirklichkeit hauptsächlich eine Ablehnung des von den Eurokraten betriebenen Sozialdumpigs. Es ist verständlich, daß die Millionen Arbeitslosen den "Fremden" ablehnender gegenüberstehen als etwa gut verdienende Bürokraten, deren Arbeitsplätze durch Zuwanderer nicht gefährdet sind. Wie das Treiben der mit eingeschleusten ausländischen Kriminaltouristen die Meinung über die "Fremden" beeinflußt, wurde in der Studie nicht erörtert. [15. März 2005] |