Feiern zum 80. Jahrestag der Kärntner Volksabstimmung Vor dem Festumzug am 10. Oktober, dem Jahrestag der Volksabstimmung, hielt der Kärntner Landtag am 9. 10. 2000 eine Festsitzung im Klagenfurter Landhaus ab. Bundeskanzler Schüssel und Bundespräsident Klestil nahmen an der Festsitzung des Kärntner Landtags teil. Vorher fand eine Heldengedenkfeier im Soldatenfriedhof Klagenfurt statt, bei der Landeshauptmann Haider anwesend war. Die Mitglieder der Landesregierung legten für die Gefallenen des Abwehrkampfes Kränze nieder. Beim Abwehrkampf von 1918 bis 1920 kamen 270 Kärntner ums Leben.
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Gedenkfeier am 9. 10. 2000 in KlagenfurtIm November 1918 versuchten Truppen des SHS (Serbien - Kroatien - Slovenien) Staates (später Jugoslawien) Südkärnten zu besetzen. Sie wurden von den Kärntner Abwehrkämpfern teilweise zurückgeschlagen, die Slovenen versuchten aber immer wieder in Kärnten einzudringen, sogar noch im November 1920, nach der Volksabstimmung. Eine Komission der alliierten Weltkriegssieger bereiste die Region im Jahre 1919 und vereinbarte gemäß den Versprechungen des US - Präsidenten W. Wilson für Südkärnten eine Volksabstimmung. Andere Volksabstimmungen, wie z. B. in Südtirol, dem Sudetenland oder im gesamten damaligen Deutschösterreich wurden von den Siegermächten Frankreich und England und tw. auch Italien verhindert.
Bei der Abstimmung in Südkärnten entschieden sich am 10. Oktober 1920 59,04 % der Bevölkerung für einen Verbleib bei Deutschösterreich. Auf Druck der Alliierten mußte später auch der Name der Republik von Deutschösterreich auf Österreich geändert werden, außerdem wurde ein Verbot des Zusammenschlusses mit dem Deutschen Reich ausgesprochen. 1920 bis 1922 fanden in einzelnen Bundesländern Abstimmungen wie Salzburg oder Steiermark Abstimmungen über den Anschluß an das Deutsche Reich statt, die jeweils eine große Mehrheit für den Anschluß brachten.
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Denkmal für W. Wilson
Am 9. Oktober 2000 wurde in Klagenfurt ein Denkmal für den amerikanischen Präsidenten Wodrow Wilson am Arnulfplatz, vor dem Amt der Kärntner Landesregierung enthüllt. Das 10 Punkte Programm Wilsons proklamierte 1919 das Selbstbestimmungsrecht der Völker, das leider nur in sehr wenigen Fällen durchgesetzt wurde. Außer in Südkärnten kam 1920 auch Deutschwestungarn als "Burgenland" zu Deutschösterreich. Bei der Volksabstimmung in Ödenburg, der Hauptstadt des Gebietes, kam es zu Schwindeleien der Ungarn, sodaß diese Stadt bei Ungarn blieb und für das Burgenland eine neue Hauptstadt (Eisenstadt) proklamiert werden mußte.
[9. Oktober 2000]