|
Die Zahl der Asylanträge für Europa und Nordamerika sei 2005 auf den tiefsten Stand seit 1987 gefallen, behauptet das sog. Flüchtlingshilfswerk UNHCR am 17. 3. 2006 in Genf. Insgesamt stellten im Jahr 2005 336000 Personen einen Antrag auf politisches Asyl auf einem der beiden Kontinente, wie das Flüchtlingshilfswerk in Genf mitteilte. Dies seien rund 15 Prozent weniger als 2004, gegenüber 2001 habe sich die Zahl der Bewerbungen sogar nahezu halbiert. Besonders stark sei der Rückgang in Grossbritannien, Dänemark und Deutschland ausgefallen. Das wichtigste Ziel von Asylbewerbern war im vergangenen Jahr Frankreich mit rund 50´000 Anträgen, gefolgt von den Vereinigten Staaten, Grossbritannien und Deutschland. Gemessen an der Einwohnerzahl seien in kleineren Staaten wie Österreich, Zypern, Norwegen, Schweden und die Schweiz aber weitaus mehr Asylanträge gestellt worden, erklärte das UNHCR. Tatsächlich sind aber z. B. in Österreich 2005 mehr illegale Wirtschaftsflüchtlinge "aufgegriffen" worden als 2004, weitere hunderte wenn nicht tausende wurden nicht entdeckt und konnten untertauchen oder in andere EU-Länder weiterwandern. Dazu kommen noch hunderte wenn nicht tausende, die mit den in österreichischen Botschaften illegal vergebenen Visa ganz offiziell eingereist sind. Besorgniserregend ist auch die dramatische Zunahme des organisierten Schleuserwesens: 33 Prozent mehr kamen mit kriminellen Schleuserorganisationen nach Österreich als im Jahr zuvor. Insgesamt 39.485 Personen wurden an der österreichischen Grenze oder im Bundesgebiet aufgegriffen. Das sind 843 mehr als im Vorjahr. Den dramatischsten Anstieg des Schlepperwesens gab es bei Einwanderern aus Serbien-Montenegro: Von den 4209 illegal Eingewanderten sind mehr als drei Viertel Geschleppte. Insgesamt kamen doppelt so viele Serben wie im Jahr zuvor ohne Einreisegenehmigung nach Österreich. Mit der Visa-Affäre habe dies nichts zu tun, wurde von Seite des österreichischen Innenministeriums behauptet. Die größte Gruppe von einem Viertel der illegalen Einwanderer kommt aus Rumänien, gefolgt von Menschen aus Serbien-Montenegro und der Russischen Föderation. Die italienische Küstenwache hat südlich von Sizilien knapp 250 illegale Einwanderer abgefangen. Nahe der Insel Lampedusa seien Beamte in der Nacht auf Freitag auf ein Motorboot mit 210 Menschen gestoßen, sagte ein Sprecher des Hafens von Palermo am 17. 3. 2006. Kurze Zeit später seien auf einem kleineren Boot weitere 32 Menschen entdeckt worden. Sie wurden in das Auffanglager der Insel Lampedusa gebracht, wo ihr Anspruch auf Asyl geprüft werden soll. Rund 900 Afrikaner waren innerhalb der Woche vom 8. bis zum 15. 3. 2006 auf den zu Spanien gehörenden Kanarischen Inseln angekommen und haben damit nach Meinung der Eurokraten das Recht, in die EU eingeschleust und alsbald "legalisiert" zu werden (siehe Legalisierung illegaler Wirtschaftsflüchtlinge >> ).
Der Fall des Afrikaners, der sein 19. Kind im Westerwald anerkennen soll, damit dessen Mutter nicht nach Afrika abgeschoben wird, zeigt, wie wirksam die Gesetze der vergangenen ausländerfreundlichen Regierungen (hier: Kindschaftsreformgesetz, s. u.) die Masseneinwanderung fördern. Der in Berlin lebende Togoer ist wegen seines dauerhaften Bleiberechts für Asylbewerberinnen interessant: Seine Kinder erhalten automatisch die deutsche Staatsbürgerschaft. Der verheiratete Sozialhilfeempfänger hat bereits 18 Vaterschaften in der BRD anerkannt. Jetzt gibt ihn auch eine Afrikanerin in Nordrhein-Westfalen als Vater ihres Babys an, um in der BRD bleiben zu können. Der Justizminister von Nordrhein-Westfalen, Herbert Mertin (FDP), forderte am 8. 3. 2006 das Recht für Behörden (Jugend- oder Ausländeramt), im Zweifel eine Vaterschaft anfechten zu können. "Wenn Männer gegen Geld und zum Schein Vaterschaften anerkennen, missbrauchen sie den Sozialstaat und umgehen das Ausländerrecht." Dabei will er "nicht tatenlos zusehen". Pro Jahr kaufen sich schätzungsweise 1700 Frauen von zumeist mittellosen Männern mit bis zu 5000 Euro die Anerkennung der Vaterschaft. Mit ihr sind sie vor Abschiebung sicher, haben Anspruch auf Sozialhilfeleistungen und den Nachzug von Angehörigen. Mertin hat Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SP) im März 2006 aufgefordert, endlich eine "Gesetzeslücke" zu schließen. Das fordern seit langem Innen- und Justizminister der Länder. Mit dem Kindschaftsreformgesetz von 1998 kann ein Mann eine Vaterschaft eines Kindes anerkennen, das nicht von ihm stammt. Missbrauchsmöglichkeiten sind damals "übersehen" worden, so Mertin. In Soest (Nordrhein-Westfalen) holte der Kurde Süleyman Ö. nach Bewilligung seines Asylantrags, in dem er falsche Angaben machte, seine 70 Familienmitglieder in die Bundesrepublik. Von der Sozialhilfe erstand er zehn Wohnungen im türkischen Ferienort Izmir. Mittlerweile besitzt er ein Vermögen von rund 1,7 Millionen Euro. Ein Schwarzafrikaner gab in Niedersachsen seinen Namen mit „Sunday Monday“ an. Auf die Frage, wie er nach Deutschland gekommen sei, sagte er: „Mein Vater ist in Afrika um mich herumgetanzt. Dann hat es Peng gemacht, und plötzlich war ich in Deutschland.“ Bis zu zwei Drittel aller Asylanten in Berlin nennen ihre Identität und ihr Herkunftsland nicht und können deshalb nicht abgeschoben werden“, schätzt Martin Steltner, Sprecher der Berliner Innenverwaltung. „Der absolute Hauptgrund, warum wir Asylanten haben.“ Laut Innenministerium der BRD halten sich Anfang 2006 rund 300 000 Ausländer in der BRD auf, die eigentlich ausreisen müßten. 192 000 davon werden weiter hier geduldet, weil sie nicht abgeschoben werden können. Darunter 130000 abgelehnte Asylbewerber. Anleitung zum Asylbetrug In Ländern der Ex-Sowjetunion gibt es Websites krimineller Schleuserorganisationen, die Flüchtlingen zeigen, wie sie sich erfolgreich um Asyl bewerben können. Einige der Websites wirken sehr professionell und geben ausführliche Informationen über eine Reihe von Ländern, darunter EU-Staaten, die USA, Kanada und Australien. Es finden sich unter anderem detaillierte Auskünfte über die Möglichkeiten zur Einreise und Verbleib in einem Land, über die Beantragung von Asyl und den Ablauf der Verfahren sowie über die Erlangung der Staatsbürgerschaft. Nicht zuletzt wird auch über die Aussichten am Arbeitsmarkt sowie über finanzielle Hilfen vom Staat informiert. Die Internetseiten werden vorwiegend in Russland, der Ukraine und anderen GUS-Staaten betrieben. Die Betreiber der Websites bieten oft auch Beratungsgespräche an, was der erste Schritt zur Schleusung ist. Auf machen Homepages werden beispielsweise Fragen angeführt, mit denen Asylwerber bei Gesprächen mit der Fremdenpolizei konfrontiert werden könnten. Dabei wird auch vor Fangfragen gewarnt, wie die, ob man andere Regionen des Heimatlandes oder Nachbarstaaten bereisen kann. „Seien sie vorsichtig! Viele, die darauf ehrlich geantwortet haben, sind abgewiesen worden“, heißt es dort. Man erfährt weiters, dass Wirtschaftsflüchtlinge kaum bzw. keine Chance auf Aufnahme haben und man daher auf Verfolgung und Ähnliches plädieren müsse, denn „die Aufnahme basiert auf der Genfer Flüchtlingskonvention oder andere Verträge“. „Um überhaupt in ein Land zu kommen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, etwa ein Touristen- oder Studentenvisum. (...) Diese Visa erlauben ihnen, sich im Staatsterritorium aufzuhalten, sie berechtigen sie aber nicht zu arbeiten. (...) Sie müssen wissen, dass in den meisten Ländern besondere Bestimmungen für Fremdstaatenangehörige gelten und sie nicht ohne weiteres Beschäftigung bekommen. Wenn sie gegen diese Regeln verstoßen, drohen ihnen Strafen, etwa die Abschiebung“, heißt es weiter. An dieser Stelle wird auf einigen Internetseiten auch die Möglichkeit zur Schwarzarbeit in Österreich erwähnt. Auswanderungswilligen wird darüber hinaus geraten, bevor sie sich für ein Land entschieden, zu klären, wie dort die Chancen auf Erhalt der Staatsbürgerschaft stehen. Denn „eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis bedeuten nicht eine Gleichstellung mit den Einheimischen“. So hätten Migranten aus den GUS-Staaten in den letzten Jahren in Tschechien und Spanien praktisch keine Staatsbürgerschaft mehr bekommen. Österreich wird neben der Schweiz, Großbritannien, Deutschland, den USA und Kanada als beliebtes Auswanderungsland dargestellt. Die Alpenrepublik wird als „schön, gastfreundlich und reich an kulturellen Gütern beschrieben“, aber auch als „gut bewacht“. Über die Schweiz heißt es übrigens: „Hören sie nicht auf Leute, die meinen, die Schweiz würde keine Flüchtlinge aufnehmen, die sind wahrscheinlich selber nie dort gewesen.“ Die Schweiz habe eine Asyltradition und vor allem Bürger aus den GUS-Staaten hätten dort gute Aufnahmechancen, so die Informationen. Behörden, die Asylanträge bearbeiten haben gemerkt, dass viele Asylsuchende auf bestimmte Fragen stereotype Antworten geben. Die Beamten versuchen deswegen, die Fragen immer wieder umstellen, um dem entgegenzuwirken. Aus Gesprächen mit kooperativen Antragstellern weiß man, dass hinter diesen Homepages oft Schlepperbanden stehen. Sie erwarten sich, dass die Menschen mit ihnen Kontakt aufnehmen und sich für teures Geld über die Grenzen schleusten lassen. Neben den professionellen Homepages finden sich im Web auch Foren, wo Menschen ihre Erfahrungen mit Asylanträgen austauschen und Tipps geben bzw. darum bitten. So rät ein Autor auf einer solchen Plattform zu Geduld, denn die Asylverfahren in Österreich seien langwierig. Bei Ablehnung könne man berufen oder eben „illegal im Land bleiben und ohne staatliche Unterstützung leben“. [20. März 2006] Wirtschaftsflüchtlinge werden weiter in die EU gelockt.. Wenig erfährt die Öffentlichkeit von dem ständigen Zustrom von Wirtschaftsflüchtlingen in die EU auch auf dem Landwege über die Ostgrenzen. So wurden z. B. in der Zeit vom 24. 12. bis zum 27. 12. 2003, also in drei Tagen nicht weniger als 217 Wirtschaftsflüchtlinge an den Grenzen Österreichs zu Ungarn und der Slowakei "aufgegriffen", d. h. auf Kosten der Steuerzahler in luxuriösen Hotels und Pensionen einquartiert und instruiert, einen Asylantrag zu stellen. Während des langjährigen Asylverfahrens kann man bestens auf Kosten der österreichischen Steuerzahler leben und bei etwaiger Ablehnung gerfahrlos untertauchen. Die meisten Flüchtlinge - nämlich fast 200 - wurden an der
slowakischen Grenze im Bereich Berg-Kittsee aufgegriffen.
Kein Asylwerber soll auf die Straße müssen, hat Innenminister Ernst Strasser (ÖVP) verkündet. Platz für die Asylwerber zu finden ist schwierig. Die Notquartiere von Caritas und Diakonie sind ihrerseits überbelegt. Die meisten Zimmer im Lager Traiskirchen sind überbelegt. In einem kaum zwanzig Quadratmeter großen Raum schlafen zwei Familien mit insgesamt elf Menschen. Bald werden es zwölf sein. Eine Frau aus dem Kosovo ist hochschwanger. Die zweite Familie im Zimmer stammt aus Tschetschenien. Stoffdecken als Sichtschutz schaffen ein wenig Privatsphäre. Man unterhält sich in einem Kauderwelsch aus Serbisch und Russisch. Flüchtlingslager Traiskirchen (Niederösterreich) ist voll - es wird niemand mehr aufgenommen, erklärte der Bürgermeister der Gemeinde, Fritz Knotzer (SPÖ). Im Innenministerium spricht man zwar nicht wie Knotzer von einer "Aufnahmesperre", tatsächlich sei aber kein Bett mehr frei. Traiskirchen sei wie alle anderen 8500 Betreuungsplätze (meist Hotels und Pensionen) des Bundes bis auf den letzten Platz voll. Eine Sprecherin der SPÖ-nahen Organisation SOS-Mitmensch verlangte, daß überall in den Grenzregionen "Empfangsstrukturen" errichtet werden, wodurch die Masseneinwanderung weiter erleichtert wird und neue Wirtschaftsflüchtlinge angelockt werden. Am dringendsten nötig wäre die Aktivierung sämtlicher Notunterkünfte. Das könne man nicht alleine den NGOs überlassen. Ähnliche Aussagen gibt es von anderen Organisationen, die auf Kosten der Steuerzahler von der Wirtschaftsflüchtlingsbetreuung leben. Natürlich wird auch von den im Parlament sitzenden Vertretern der Hochfinanz dafür gesorgt, daß die Masseneinwanderung weitergeht und ein Reservoir von Lohndrückern bereitsteht, z. B. durch die Aufhebung der Visumpflicht für Länder wie Rumänien und die offizielle Einschleusung von "Saisoniers" trotz hoher Arbeitslosigkeit bei der einheimischen Bevölkerung... [27. Dezember 2003] |
|
Die FPÖ-Sicherheitssprecherin Helene Partik-Pable forderte am 21. 11. 2002 in Wien mit Nachdruck eine rasche Reform des Asylgesetzes. Österreich könne nicht weiter zum Hauptziel-Land von Einwanderern, die das Asylgesetz mißbrauchen, werden, erklärte Partik-Pable. Selbst der UNHCR habe zugeben müssen, daß Österreich vom Asylstrom überproportional betroffen sei. "Während in Europa die Asylanträge zurückgingen, erhöhten sich die Anträge in Österreich um beachtliche 17 Prozent. Im Vorjahr wuchsen die Anträge sogar um 56 Prozent. Die meisten Asylanträge wurden von Afrikanern aus Nigeria gestellt, deren Prozentsatz wuchs um 37 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Österreich rangiert bei der Aufnahme von Flüchtlingen vor den meisten europäischen Staaten. Länder wie Spanien, Schweden, Griechenland, Finnland, Italien und Portugal weisen weitaus geringere Asylwerberzahlen auf", erläutert Partik-Pable. Handlungsbedarf ortet Partik-Pable auch wegen der womöglich bevorstehenden
Erweiterung, da in diesen Staaten gerade ein Ansturm von Asylwerbern stattfinde.
90 Prozent davon seien jedoch keine Flüchtlinge, die unter die Bestimmungen
der Genfer Konvention fallen, sondern Wirtschaftsflüchtlinge mit der
Absicht, die Einwanderungsbestimmungen zu umgehen. Gegen derartigen Mißbrauch
müsse entschieden vorgegangen werden, forderte Partik-Pable.
Wiener SPÖ-Stadtregierung will sogar Ausländerwahlrecht Der Wiener FPÖ-Obmann Hilmar Kabas hat sich am 12. 11. 2002 für eine Volksabstimmung über das in Wien geplante Ausländerwahlrecht auf Bezirksebene ausgesprochen. Ein derart weitreichender Beschluß solle und dürfe nicht ohne Mitwirkung der Wiener gefaßt werden, so Kabas in einer Aussendung. Sollte sich die im Wiener Landtag mit einer absoluten Mehrheit ausgestattete SPÖ quer legen, will der Wiener FPÖ-Chef beim Verfassungsgerichtshof (VfGH) klagen. "Wenn die SPÖ davon überzeugt ist, die Mehrheit der Wienerinnen und Wiener hinter sich zu wissen und auch glaubt, über bessere Argumente für die politische Diskussion zu verfügen, braucht sie auch keine Angst vor einem solchen Schritt zu haben. Sollte dies allerdings nicht der Fall sein, soll die SPÖ über die Mehrheit in dieser wichtigen Frage nicht drüberfahren", meinte Kabas. Beim Wahlrecht handle es sich um ein elementares Staatsbürgerschaftsrecht, das mit dem Ausländerwahlrecht massiv in Frage gestellt werde. Auch der "Wille zur Integration" würde weiter gebremst, so der Wiener FP-Obmann. Darüber hinaus bestehe die massive Gefahr, daß über die Kandidatur von ethnischen Listen Konflikte geschürt und auch in die Bezirkspolitik getragen würden. Verfassungsrechtlich gesehen werde durch den für 13. Dezember im Landtag geplanten Gesetzesbeschluß über das Ausländerwahlrecht insbesondere das Homogenitätsgebot, in dem der Gedanke der Einheit der verfassungsrechtlichen Wahlgrundsätze zum Ausdruck komme, das demokratische Prinzip und der Artikel 3 des Staatsgrundgesetzes (StGG), wonach ein öffentliches Amt nur von Staatsbürgern ausgeübt werden kann, massiv verletzt, zeigte sich Kabas überzeugt. [21. November 2002] |