|
Mit der heutigen Erklärung des Bundesverteidigungsministers Struck
wurde das, was politische Beobachter schon länger erwartet haben,
zur traurigen Gewißheit. Die vor einigen Monaten dem Minister entrutschte
Aussage, daß die Verteidigung der Bundesrepublik künftig am
Hindukusch beginnt, war nun doch kein schlechter Witz, sondern der Vorgriff
auf die künftige militärische Planung, die nun heute deutlich
und unmißverständlich der Öffentlichkeit vorgetragen wurde.
Entsprechend werden viele Bundeswehrstandorte aufgelöst, um Mittel
und Kräfte für die künftig zu erwartenden Auslandseinsätze
freizumachen.
Anstatt die Lehren aus dem Bruch des Völkerrechtes seitens der NATO-Mächte USA und Großbritannien im Irak zu ziehen, reiht sie sich Bundesregierung wieder artig ein, in der Hoffnung, daß sich der Zorn des George W. Busch gegen das alte Europa bald legen wird. Die politische Vermessenheit und Arroganz der USA sind heute weltweit unbestritten. Das imperialistische Machtgehabe der USA, das an die Kanonenbootpolitik im 19. Jahrhundert erinnert, haben die USA zum meist gehaßten Staat der Erde aufsteigen lassen. Wenn dieses Verhalten mit der „westlichen Wertegemeinschaft“ identisch sein sollte, wäre es höchste Zeit, daß das deutsche Volk und somit die Bundesrepublik sich möglichst bald davon verabschieden. Pikant ist es doch, daß ausgerechnet diejenigen aus dem Rot/Grünen-Lager,
die jahrzehntelang „Nie wieder Krieg vom deutschen Boden!“ gepredigt haben,
sich jetzt nach über 65 Jahren anschicken, wieder deutsche Soldaten
in ferne Kriege zu entsenden. Damals geschah es, um einen Freund, nämlich
General Franco zu unterstützen und dem Terror der roten Brigaden zu
begegnen. Heute soll der US-Amerikanische Präsident unterstützt
werden, um die „arabische Bedrohung“ auszuschalten bzw. das Erdöl
für die USA zu sichern. Andere Namen, die gleiche Politik!
Das Bündnis Rechts fordert den Einsatz deutscher Soldaten nur zur Verteidigung des eigenen Landes, denn etwas anderes ist der Welt, nach zwei Weltkriegen, doch nicht mehr zuzumuten. Oder? Pressemitteilung
Wie immer finden Sie die Pressemitteilung auch in schriftlicher Form
auf unseren Netzseiten unter:
|
| Betreff: Irak-Krieg, Ihr heutiges
Interview bei Frau Maischberger
Absender: Per Lennart Aae <Sytec-PLA@T-Online.de> Empfänger: <Peter.Struck@Bundestag.de> Datum: 10. April 2003 Sehr geehrter Herr Struck,
Mit freundlichen Grüßen Per Lennart Aae
|
|
Kriegsminister Struck (SP), der auf Befehl der USA die "Freiheit Deutschlands" am Hindukusch verteidigen lassen will, konnte sich am 10. 2. 2003 persönlich ein Bild von der Lage in Afghanistan machen. Nach einer Propagandaveranstaltung mit der Marionettenregierung Afghanistans stattete er dem Lager der BRD-Truppen in Kabul ein Besuch ab. Der Kriegsminister, der - typisch für die Politikerkaste der BRD - selbst nie beim Militär gedient hatte, wurde von einem Raketenangriff auf das Militärlager überrascht und mußte mit dem Journalistentroß und den Bundeswehrangehörigen eilends in den Luftschutzbunker des Lagers flüchten, wo alle drei Stunden ausharren mußten und somit Gelegenheit hatten, über die "Bedingungslose Solidarität" zur USA nachzudenken. Anfang Februar gab es einen ähnlichen Anschlag auf das Bundeswehrlager. Zuvor hatten die BRD und die Niederlande mit einem feierlichen militärischen Appell gemeinsam die ISAF-Führung übernommen. An der Zeremonie in Anwesenheit des unter Bewachung von US-Elitetruppen stehenden afghanischen Präsidenten Hamid Karsai nahmen rund 300 Ehrengäste teil, darunter Struck und sein niederländischer Kollege Henk Kamp. Aus Angst vor Anschlägen fand die Kommandoübergabe auf dem Gelände einer deutschen Schule unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt. Karsai dankte in einer kurzen Ansprache dem scheidenden türkischen ISAF-Oberbefehlshaber Generalmajor Hilmi Akin Zorlu für die Leistungen in den vergangenen acht Monaten und äußerte sich überzeugt, daß der deutsche Generalleutnant Norbert van Heyst diese Arbeit ebenso erfolgreich fortsetzen werde. Dank der Tätigkeit von ISAF beginne sich das Leben in Kabul und Umgebung wieder zu normalisieren, behauptete Karsai. [10. Februar 2003] |