| Die Außenminister der fünf Vetomächte des UNO-Sicherheitsrates
und der BRD haben am 1. 6. 2006 in Wien eine Einigung über ein gemeinsames
Angebot an den Iran erzielt. Wenn die Regierung in Teheran sämtliche
Aktivitäten zur Uran-Anreicherung einstelle, werde die Staatengemeinschaft
dem Iran eine Reihe von wirtschaftlichen Anreizen in Aussicht stellen,
sagte die britische Außenministerin Margaret Beckett am Abend des
1. 6. nach mehrstündigen Verhandlungen mit ihren Amtskollegen in der
britischen Botschaft in Wien. Einzelheiten werden erst nach einer Übermittlung
des Angebotes an den Iran bekanntgegeben. Chinas Chefdelegierter bei den
Vereinten Nationen, Wang Guangya, hat am Vorabend der Wiener Gespräche
die amerikanischen Vorbedingungen kritisiert. "Viel besser wäre gewesen,
wäre das Angebot bedingungslos abgegeben worden." Zudem brauche der
Iran Garantien, dass er nicht angegriffen werde und dass er seine Forschungen
zur Urananreicherung weiterführen könne, sagte Wang.
[1. Juni 2006] |