Tag der Oberschlesier 2008

Das 30. Bundestreffen der Landsmannschaft der Oberschlesier
fand vom 30.  bis 31. August 2008 in D-47495 Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) statt. Am 30. und 31. August 2008 fand in den Hallen der Messe Niederrhein in Rheinberg das 30. Bundestreffen der Landsmannschaft der Oberschlesier, besser bekannt als „Tag der Oberschlesier“, statt. Unter dem Motto „Heimat ist Leben – Mein Herz für Oberschlesien“ bot die Landsmannschaft ihren Landsleuten und allen interessierten Besuchern wieder ein bunt gemischtes Programm aus verschiedenen Bereichen und leistet ihren Beitrag zur Verständigung zwischen Deutschen und Polen.

Die offizielle Eröffnung der Veranstaltung fand am 30. August in Halle 3 statt und wurde von Sebastian Wladarz moderiert. Daran nahm auch der Minister für Bundesangelegenheiten, Europa und Medien des Landes Nordrhein-Westfalen Andreas Krautscheid teil. und sprach das Grußwort zur Eröffnung. Für die Stadt Rheinberg überbrachte Bürgermeister Hans Theo Mennicken ein Grußwort.

Vom Oppelner "Sejmik" war Abgeordneter Bruno Kosak anwesend und VdG-Präsident Henryk Kroll.
Darüberhinaus waren auch die beiden Bezirksvorsitzenden Martin Lippa (Bezirk Schlesien) und Norbert Rasch (Bezirk Oppeln) anwesend.

Es folgte eine Diskussionsveranstaltung mit dem Titel „Oberschlesien im 21. Jahrhundert: wirtschaftlich – kulturell – europapolitisch“ moderiert von Sebastian Wladarz.

Rheinberg
Treffen der Oberschlesier 2008 in Rheinberg
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Das 29. Bundestreffen der Landsmannschaft der Oberschlesier fand vom 3. und 4. 6. 2006 unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Dr. Jürgen Rüttgers in Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) statt. 

Pfingsttreffen 2004 der Oberschlesier in NRW

Beim Bundestreffen der Oberschlesier ist am 29. 5. 2004 in  Rheinberg (Nordrhein-Westfalen) das 40-jährige Bestehen der Patenschaft Nordrhein-Westfalens über die Landsmannschaft gefeiert worden. Das Land unterstützt unter anderem finanziell das Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen, wie ein Sprecher der Landsmannschaft auf Nachfrage mitteilte. Die Veranstalter rechneten mit mehreren tausend Teilnehmern an dem alle zwei Jahre stattfindenen Bundestreffen.

Der Direktor der NRW-Staatskanzlei, Wolfram Kuschke (SP), der am Sonntag zu dem Treffen erwartet wurde, betonte: "Wir können auf das Ergebnis unserer gemeinsamen Arbeit stolz sein." Aus einem zerstörten, verfeindeten Kontinent sei ein Europa des Friedens und der offenen Grenzen entstanden. Daran hätten die Oberschlesier ihren Anteil.

Das Land hatte 1964 die Patenschaft über die Landsmannschaft und die in Deutschland lebenden Oberschlesier übernommen. Seit Januar 2000 ist das Land zudem Partner der polnisch verwalteten "Wojewodschaft" Schlesien. In den letzten Jahren ist nach Angaben Kuschkes ein enges Netzwerk von regionaler und lokaler Zusammenarbeit entstanden, in dem auch die Oberschlesier ihren Platz gefunden hätten. Leider gab es keine Stellungnahmen zur Frage der Rückkehr der Heimatvertreibenen und der Rückgabe des geraubten Vermögens...

[30. Mai 2004]

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Schlesiertreffen 2005 in Nürnberg

Beim Schlesiertreffen am 3. 7. 2005 in Nürnberg (Mittelfranken) erklärte der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Rudolf Pawlka, es gebe auch 60 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges noch eine Reihe offener Fragen: Dazu zählten insbesondere die noch immer vorenthaltenen deutschen Kulturgüter, die Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter und die Rechte der deutschen Volksgruppe in Schlesien

Pawelka hatte außerdem davor gewarnt, das Unrecht der Vertreibung von Millionen von Deutschen zu verdrängen und auf "offene Fragen" im deutsch-polnischen Verhältnis hingewiesen. Neben der Aufarbeitung der Vertreibung seien dies die weiter vorenthaltenen deutschen Kulturgüter, die Entschädigung deutscher Zwangsarbeiter und die Rechte der deutschen Volksgruppe in Schlesien. Pawelka ist in Polen vor allem als Vertreter der Preußischen Treuhand, die Eigentumsklagen vertriebener Deutscher durchsetzen will, umstritten.

Auf diesem Treffen der Schlesier hatte der bayerische Innenminister Günther Beckstein u. a. eine zentrale Gedenkstätte für die deutschen Vertriebenen gefordert.
 
 

Deutschladtreffen der Schlesier mit der Schlesischen Jugend

Zum Deutschlandtreffen der Schlesier am 12. und 13. Juli 2003 in Nürnberg (Mittelfranken) haben sich viele junge Schlesier im "Schlesischen Dorf" zusammen gefunden. Schlesisches Dorf, so nennt man die Begegnungs- und Informationsecke der Schlesischen Jungend auf dem Messegelände in Nürnberg. Insgesamt 12 Informations- und Verkaufstände hat die Schlesische Jugend dort aufgebaut.

Es gab dort schlesischen Kuchen, Schmalzschnitten, Häckerlebrötchen, Informationen aus und über Schlesien, schlesisches Bier "Ein Schlesier" aus Görlitz -. "Und an der Neiße, da steht ein Backsteinhaus, da fließt das edle Landskronbier heraus". Mittendrin war eine Bühne, bei der die schlesischen Jugendgruppen aus Nordrhein Westfalen "Silesia" unter der Leitung von Gisela Stelzer und "Altvater Rübezahl" unter der Leitung von Hans - Joachim Muschiol, sich mit Volkstänzen,  Gedichten und Fahnenschwingen präsentierten. Sabrina Heimann aus Düsseldorf, Leiterin der Kinder- und Jugendgruppe "Adler" auf der Bundesebene, spielte gekonnt Keyboard.

Die Schlesische Jugend, Landesgruppe Bayern, unter dem Vorsitz vom Andreas Tiedermann, schwingten das Bein bei rhythmischen Volkstänzen.

Aus Schlesien sind 50 Mitglieder des Bundes der Jugend der Deutschen Minderheit angereist, unter dem Vorsitz vom Martin Lippa, und brachten als Geschenk für die Schlesische Jugend einen Chor aus Siemanowitz.

Das Programm ist von dem Bundesvorsitzenden der Schlesischen Jugend, Christoph Wylezol, und der Jugendblaskapelle aus Bodland / Oberschlesien unter der Leitung vom Alois Benk eröffnet worden. Die zahlreichen Zuschauer füllten begeistert die Halle von der Schlesischen Jugend.

Der Volkstumsabend ist ebenfalls von der Schlesischen Jugend aus Bayern mit Volkstänzen bereichert worden. Als Moderatorin im Volkstumsabend konnte die Landsmannschaft Schlesien Renate Sappelt, Landesvorsitzende der Schlesischen Jugend Nordrhein Westfalen, gewinnen. Natürlich haben viele Mitglieder der Schlesischen Jugend eine doppelte Mitgliedschaft, bei der Schlesischen Jugend und auch bei der Landsmannschaft Schlesien. So auch Renate Sappelt. Sie bekleidet das Amt des stellv. Vorsitzenden bei der Landsmannschaft Schlesien, in Nordrhein Westfalen.

Kurz vor Mitternacht ging das Programm mit Tanzmusik, gespielt durch Martin Werner, für den Samstag zu Ende.

Am Sonntag, direkt nach dem Gottesdienst, stellten sich alle Trachten - und Fahnenträger der Schlesischen Jugend und der Landsmannschaft Schlesien und aus Oberschlesien zur Parade auf. Die Parade, angeführt vom Bundesvorsitzenden Christoph Wylezol, ging durch alle Treffenshallen und ist dann zur Kundgebung in die Frankenhalle einmarschiert, wo etwa 10.000 Schlesier sich versammelten. Das Schlesierlied, gespielt durch die Jugendblaskapelle, begleitete den Einzug zu der Kundgebung. Man konnte wie immer die Schönheit und Vielfalt der schlesischen - und oberschlesischen Trachten bewundern.

Die Rede vom stellv. Bundesvorsitzenden der Schlesischen Jugend, Jürgen Hösl, über die Aktivitäten der Schlesischen Jugend wurde mit riesigem Applaus begleitet.

Wir bedanken uns auch bei allen Helfern, die schon Tage vor dem Beginn der Veranstaltungen sich mit dem Aufbau des Dorfes und mit der Organisation beschäftigt haben. Drei Helfer der Landsmannschaft Schlesien sind hier besonders zu erwähnen, die schon seit Jahren immer dabei sind und sich sehr viel Zeit für das Deutschlandtreffen der Schlesier nehmen: Karl Biedermann, Uli Moll und Jochen Heck.

Sie sind unermüdlich und für die Landsmannschaft und für die Jugend unersetzbar!!!
Vielen Dank!!!

Schlesische Jugend Bundesgruppe e.V.
Krischelstraße 4
D-02826 Görlitz/Niederschlesien
Mobil +49175 1662603
info@schlesische-jugend.de 

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Schlesiertreffen in Nürnberg

Das 52. Treffen der Schlesischen Heimatvertriebenen fand am 14. und 15. 7. 2001 in Nürnberg statt. Dabei wurde die Aufhebung der polnischen Vertreibungsdekrete vor einem EU - Beitritt Polens gefordert. „Wer Menschen ihrer Abstammung oder Staatsangehörigkeit wegen weniger Rechte zugesteht, verstößt gegen das Diskriminierungsverbot der Europäischen Menschenrechtskonvention und ist nicht europareif“, betonte der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft Schlesien, Rudi Pawelka. Mitgliedern der deutschen Volksgruppe in Polen werde noch heute die Rückgabe enteigneten Besitzes verweigert. Einer Aufnahme Polens und der Tschechischen Republik werde man ohne vorherige Aufhebung der Vertreibungsdekrete nicht zustimmen.

„Vertreibungsdekrete haben keinen Platz in diesem Europa“, sagte auch Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU). „Die Vertreibung der Deutschen aus dem Osten war Unrecht.“ Anachronistisch sei nicht das Verlangen der Vertriebenen, die Dekrete endlich aus der Welt zu schaffen, sondern vielmehr, daß diese zwölf Jahre nach der Wende in Europa immer noch Bestand hätten. Die CSU denkt natürlich nicht daran, ein Veto gegen den Beitritt Polens zur EU zu verlangen, da sie ihren Gönnern um jeden Preis billige Arbeitskräfte aus den Oststaaten zukommen lassen will.

Nürnberg
Deutschlandtreffen der Schlesier am 15. 7. 2001 in Nürnberg

Auch heute noch wird nach Ansicht Pawelkas die kulturelle Aushungerung der betroffenen Gebiete fortgesetzt. So sei in den neuen Richtlinien eine Förderung der Kultur der Vertreibungsgebiete in Schlesien, Pommern und Ostpreußen nicht mehr vorgesehen. Damit werde das Aufleben alter Kulturtraditionen verhindert, die sich immer stärker zum verbindenden Element entwickelt hätten.

Der westdeutsche Bundesinnenminister Otto Schily (SP) ist am 15. 7. 2001 bei seiner Rede auf dem Deutschland-Treffen der Schlesier in Nürnberg mit Buhrufen und Pfiffen überschüttet worden. Der Minister hatte von dem „von Deutschland angezettelten, massenmörderischen Zweiten Weltkrieg“, vom „verbrecherischen Nazi-Regime“ sowie vom "Massenmord an den Juden als das schlimmste Schandmal der deutschen Geschichte“ gesprochen und damit die Vertreibungen der Deutschen aus den Ostgebieten rechtfertigen wollen. 

„Diese historischen Tatsachen müssen Sie zur Kenntnis nehmen. Wenn Sie das nicht tun, sind Sie noch immer verblendet“, reagierte Schily als typischer Verzichtpolitiker auf die Buhrufe. 

Auch die Bemerkung Schilys, daß sich rechtliche Fragen um die polnischen Vertreibungsdekrete von 1945/46 besser in einem vereinten Europa lösen ließen, stieß auf heftige Ablehnung der Anwesenden. Insgesamt hatten sich rund 100 000 Menschen an der zweitägigen Veranstaltung beteiligt.

 „Wir begrüßen die vielen Maßnahmen, mit denen die Landsmannschaft eine Brücke zu unseren Nachbarn gebaut hat“, versuchte Schily anschließend die Wogen zu glätten. Die aktuelle Diskussion in Polen zeige, daß das Land begonnen habe, sich den Verbrechen der Vergangenheit gegenüber Minderheiten zu stellen. „Kein Unrecht rechtfertigt Unrecht“, sagte der Minister. Dennoch sollten sich die Vertriebenen mit ihren Kenntnissen, Erfahrungen und Verbindungen in die europäische Verantwortung einbringen.

[15. Juli 2001]

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1999

Bekenntnis zu Schlesien

Unter diesem Motto fand am 10. und 11. Juli 1999 das
fünfzigste Treffen der Schlesischen Landsmannschaft in
Nürnberg statt. Etwa 100 000 Besucher nahmen daran  teil.

Der Vorsitzende der Landsmannschaft, H. Hupka, forderte die polnische Regierung auf, den Eigentumsraub an den deutschen Vertriebenen zu verurteilen. In Gebieten Schlesiens mit deutschem Bevölkerungsanteil sollten zweisprachige Verkehrs- und Ortsschilder eingeführt werden.

Außerdem sollte der Unterricht in deutscher Sprache intensiviert werden, forderte Hupka.

Hupka
 Der Vorsitzende der Schlesischen Landsmannschaft 
Herbert Hupka

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