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Bezugnehmend auf mein Studium des Sanskrit sowie des Altindoarisch im Rahmen der vergleichenden indogermanischen Sprachforschung, kann ich Lindtners Wiedergabe von arisch mit „arisch“ als den wissenschaftlichen Gepflogenheiten entsprechend und vollumfänglich gültig bestätigen. „Politisch korrekte“ Übersetzungen mit edel und vornehm können in bestimmtem Kontext zulässig sein, bringen aber jeweils nur einen mehr oder weniger geringen bis dürftigen Aspekt des im Begriffe arisch Enthaltenen zum Ausdruck. Völlig sinnentstellend, ja geradezu hanebüchen, wäre es etwa, anaryajustam in Bhagavadgita 2.2 mit „un-edel“ o.ä. zu übersetzen statt mit dem hier allein idiomatischen und gebotenen „un-arisch“. Dieses Wort gebraucht Krishna dem Arjuna gegenüber, als der herausragende Krieger in Anbetracht der bevorstehenden Schlacht plötzlich von Verzagtheit und Zweifel überwältigt wird: kutas tva kashmalam idam / visame samupasthitam
Woher kommt dir in dieser schweren Stunde die Bestürzung?
In zwei Punkten allerdings bedürfen die Aussagen Lindtners meines
Erachtens des Widerspruches: So, wenn er sagt, Schopenhauers These, der
Buddhismus sei „die Urreligion unserer Rasse“, wäre „völlig richtig.“
Dies stimmt schon deshalb nicht, da der Buddhismus eine vergleichsweise
späte Richtung aus der vedischen Tradition der arischen Rishis (Seher,
Weise) ist. Die an sich bereits schwierige Frage nach einer arischen Urreligion
kann also nur tief in der Vergangenheit, noch vor vedischer Zeit, gelöst
werden. Vor allem aber entfernt sich gerade mit dem Buddhismus der vedische
Genius von der arischen Bindung zur weltzugewandten und entschlossenen
Tat (karma) - wie sie im hellenischen Ariertum so unübertrefflich
in der strahlenden Gestalt der Athene wirkmächtig gegenwärtig
ist - und verliert sich in der beliebigen Hingabeseligkeit (bhakti) einer
weltvergessenen Erlösungssehnsucht typisch orientalischer Prägung.
Zum zweiten Punkt meiner Kritik möchte ich vorausschicken, daß hier auch evtl. eine mißverständliche Übersetzung aus dem Dänischen eine Rolle spielen könnte. Mir ist nämlich nicht klar, was mit „buddhistischem Wort“ gemeint sein soll, wenn sich das auf den Sanskritbegriff arya dharma bezieht. Ist hier die buddhistische Auslegung von dharma angesprochen? Andernfalls wäre nichts falscher als die erfolgte annähernde Gleichsetzung von dharma mit dem griechischen arete oder dem lateinischen virtus, die vom Übersetzer des Artikels dann allesamt unter dem deutschen Idiom Tugend subsumiert werden. Zweifelsohne bildet das deutsche Wort Tugend das sinnkongruente Idiom zu arete; dharma hingegen ist, wenn überhaupt, dann nur durch das griechische nomos einigermaßen zu fassen. (Gr. arete zeigt gewisse Anklänge zu sanskr. bhava.) Dharma ist zunächst als außerhalb, ja transzendent jeder moralischen Sphäre zu betrachten, nur in welcher arete Sinn und Existenz haben kann, aus welcher es sich erst zu definieren vermag. (Wie sehr die Interpretation des Wortsinns von ethisch-moralischen Vorstellungen abhängig ist, zeigt das Beispiel sanskr. ahimsa, das durchaus richtig mit Gewaltlosigkeit übersetzt werden kann. Gewaltlosigkeit im weiteren Sinne beinhaltet im abendländischen Bereich als Selbstverständlichkeit auch die tätige Hilfe dem akut in Not Geratenen gegenüber und das Mitgefühl. In Indien jedoch besagt ahimsa im weiteren Sinne das Nichteingreifen in das karma (eigtl. Tat, Arbeit; hier jedoch in etwa Schicksal, Bestimmung) eines anderen – somit übt der Hindu ahimsa, indem er ohne innere Aufruhr, Anteilnahme oder sentimentales Mitgefühl selbst das größte Leid und Elend um sich herum gelassen ertragen kann, ohne sich bemüßigt zu fühlen, „helfend“ einzugreifen. Eine dritte, in höchstem Maße pathologisch-perverse Position, nimmt der politisch korrekte Gutmensch ein, der, innerlich zerrissen, nicht rastet und ruht bis er die Grundlagen der natürlichen Schöpfungsordnung homogener, glücklicher Völker restlos zersetzt und vernichtet hat, um auf dem Hintergrund des dann herrschenden Unglücks, Leids und Elends seine vermeintliche moralische Überlegenheit zur eitlen Schau zu stellen, die doch in Wirklichkeit nichts anderes ist als das Spiegelbild des Chaos, in welches dieser gewissenlose Erzverbrecher die Menschheit zu stürzen trachtet, um in seinem elementaren Haß auf die natürliche Schöpfungsordnung, und unfähig zur wesensechten, ursprünglichen Liebe, sich selbst die Erde seinem verderbenbringenden, ideologisch-egoistischen, als Moral verbrämten materialistischen Machtanspruch untertan zu machen.) Dharma also hat nichts mit „Moral“ zu tun, aber sehr viel mit der Schöpfungsordnung,
den Lebens- und Seinsgesetzen des Kosmos. Dharma ist der Zentralbegriff
der arischen Philosophie, welche die Materie geistig durchdringt und erhöht,
ohne sie zu negieren oder geringzuschätzen. Gerade darin unterscheidet
sie sich von der primitiv materialistischen, geistlos erbärmlichen
Judenreligion, welche unter Einsatz von verschlagener, hinterhältiger
Tücke und List allein auf Ausbeutung der Erde und gierigen Profit
aus ist, zu welchem Zwecke sie sich in erster Linie des Völkermordes
bedient. (Von den Persern bis zu den Palästinensern; einschließlich
zweier angezettelter Weltkriege.) Die im Purimfest ritualisierte Blutspur
jüdischen Mordbrennertums und völkermörderischer Skrupellosigkeit
führt in gerader, nur von gelegentlichen Notwehrreaktionen der gepeinigten
Völker unterbrochener Linie von den Zeiten der Königin Esther
hin zur Wehrlosmachung der Völker durch gleichgeschaltete Medienherrschaft,
Gesinnungsdiktatur, Glaubenszwanggesetze, Inquisitionsterror, Umerziehung,
Kriminalisierung Andersdenkender, Wissenschafts- und Forschungsverbote
und gnadenlose Meinungsverfolgung in unseren Tagen. Ein geschickt installierter,
weltweiter, allumfassender Einfluß übt auf die willfährig-hörigen
Vasallenregierungen überall dort, wo Gefahr besteht, daß jüdische
Machenschaften entlarvt werden, Druck aus zur Durchsetzung wirkungsvoller
Maulkorbparagraphen und der strafrechtlichen Verfolgung des kritischen
Hinterfragens wie im finstersten Mittelalter mangels wirklicher Beweise
dann eben zwangsglaubensverordneter Geschichtsdogmen.
Jesus Christus vollzog somit eine arische Tat zur Bewahrung des dharma, als er die jüdischen Schacherer und Wucherer in göttlichem Zorn zum Tempel hinauspeitschte (es sollte nicht der letzte göttliche Zorn gewesen sein, den sie auf sich gezogen haben) und die Juden als direkte „Abkömmlinge des Vaters der Lüge“ entlarvte (Joh. 8,44), „aus dessen Geiste sie geboren sind und dessen Werke sie verrichten“. Da Jesus Christus die Juden so als Erzfeind des dharma zu erkennen glaubte, sie offen durchschaute und ihnen die Maske herrunterriß, ließen diese ihn umbringen. „Hinfort aber wagte niemand mehr offen zu sprechen, aus Furcht vor den Juden.“ (Daß dies nicht nur eine fromme Parabel ist, sondern ein auch gerade in unseren Tagen leider fast täglich zu beobachtender, höchst virulenter Mißstand, zeigt die von jüdischer Seite sofort einsetzende Pogromhetze, die gar bis zu Rufmord und Existenzvernichtung geht, wenn immer ein Nichtjude selbst noch so berechtigte Kritik an Juden und jüdischen Machenschaften übt – das haßerfüllte, verlogene Gezeter von wegen „Antisemitismus“ kommt für den so Bezichtigten im Gesinnungsklima z. B. des BRD-Regimes oftmals einem gesellschaftlichen Todesurteil gleich. Auch an der Schwelle zum 3.Jahrtausend gilt deshalb, zur Schande der zivilisierten Menschheit: Hinfort aber wagte niemand mehr offen zu sprechen, aus Furcht vor den Juden. Zuwiderhandlungen maßregeln die einschlägigen, eigens installierten Maulkorbparagraphen.) Der atavistische Dualismus des Judentums trennt diese also nicht nur von Gott, sondern auch von der gesamten Schöpfung. Durchdrungen von der pathologischen Verirrung des Auserwähltheitswahns, glaubt sich der orthodoxe Thora-Jude dem Rest der Menschheit höherwertig; mit der neugeschaffenen globaljüdischen Identität der Holocaustreligion aber stellen sich zionistische Juden, deren Stätte des Bundes nicht Sinai, sondern Auschwitz heißt, den Gojim als Objekt der Anbetung gar über Gott. Der tiefgläubige Arier hingegen, der um die kosmische Einheit der Schöpfung weiß und den primitiven jüdischen Dualismus deshalb ablehnt, kämpft, das dharma bewahrend, erbittert gegen das jüdische Gesetz des „macht euch die Erde untertan“. Selbst schöpferisch und Werte schaffend, erkennt und heiligt er den Wert der Schöpfung voll Ehrfurcht und Achtung. Er ist sich seiner selbst und Gottes sicher in der Identität der Schöpfung und ihm ist nichts fremder und schauderhafter als die Unterwerfung und Ausbeutung derselben zur Reduzierung alles Natürlichen auf die Maßstäbe des Geldeswertes, aus dem allein der Jude zu erkennen glaubt, was er fälschlicherweise für Gott hält. Da jener aber eben gerade wegen seines Götzendienstes am Goldenen
Kalb von seinem Gott verstoßen wurde, vagabundierte er, abgetrennt
von der ihm als niedriges Unterwerfungsobjekt seiner materialistischen
Begehrlichkeit erscheinenden Schöpfung, getrieben und gierig auf der
Suche nach einem Gott (einen Götzen hatte er ja fortan) durch die
Welt – und fand dabei, seinem Empfinden nach, keinen anbetungswürdigeren
Gott als sich selbst. Er mußte sich zu seiner Selbstvergottung also
nur noch einen Mythos schaffen.
Der Mensch als geistiges, denkendes, fühlendes Wesen konnte als Gattung nur überleben, weil auch der schlimmste erlebte Schrecken irgendwann vor dem Fortgang des Daseins verblaßt. Nur ein mythisches, eigentümlich wesenloses Leid bläht sich zu monströsen Dimensionen des „Erinnerns“ auf, die aber gerade mit all ihrer Gigantomanie (und vor allem durch gegen jede humane Würde brutal zwangsverordnete Glaubensdogmen) in den Herzen der Menschen nie den Verdacht der hybriden Anmaßung ausräumen können – wenn diese auch durch Staatsterror, Strafandrohung und Verfolgung wie im finstersten Mittelalter gezwungen sind, mit ihren Worten anderes zu bekunden. Und da der Mensch als Seinsform auf der Erde nur überleben kann durch die Fähigkeit, selbst entsetzlichstes Reales eigenen Erlebens und Erleidens schließlich zu vergessen, wie könnte er existieren, wenn man ihn gewaltsam zwänge, sich absichtsvoll ersonnene Mythen eines anderen zur unvergeßlichen, unüberwindlichen Allgegenwart eines absurden „Erinnerns“ werden zu lassen? Und was, wenn schließlich eine Seinsform mehr und mehr die Oberhand gewönne, deren Antrieb im Daseinskampf die Vernichtung aller anderen Völker ist, um sich schließlich als eine selbsternannte Auserwähltheitsrasse deren sämtliches Gold und Gut anzueignen, während die natürliche Schöpfungsordnung einer lebendigen Vielfalt freier, selbstbestimmter, homogener Völker im „multikulturellen“ Wahnkonzept einer „eurasisch-negroiden Mischrasse“ in ebenso menschenverachtender wie gotteslästerlicher Weise zugrundegerichtet wird? Sollte sich dieses Prinzip behaupten, das dem schöpferischen Geist alles Lebens bis zur äußersten Perversion entgegengesetzt ist, dann bedeutete das unweigerlich das Ende der Menschheit insgesamt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Erkenntnis durchsetzen wird. Eine Frage der Machtverhältnisse und der Mittel, jene Erkenntnis in bedingungslosen, unabdingbar erforderlichen Maßnahmen umzusetzen ist allerdings, ob das noch rechtzeitig vor dem Punkt ohne Umkehr geschehen kann. Bei allem, was zur Bewahrung und Rettung der Menschheit und der Erde auch immer notwendig sein wird, darf der in die Verantwortung zur Verteidigung des dharma genommene Handelnde niemals vom schwächlichen Zweifel versagender Nerven überwältigt werden, sondern in allem was er tut sich unerschütterlich bewußt bleiben, daß ein plötzlich aufkommendes, unentschlossenes Wanken und Zaudern das ganze Werk gefährden, und somit die Erde, die Menschheit, die Schöpfung der Vernichtung preisgeben würden. Auch dem arischen Krieger (kshatriya) Arjuna versagten, wie die Bhagavadgita berichtet, angesichts des gewaltigen, alle gewohnten moralischen Maßstäbe außer Kraft setzenden Werkes, das von ihm zur Erhaltung des dharma in der bevorstehenden Schlacht gefordert wurde, die Nerven, als er dort im Streitwagen auf den Weiten von Kurukshetra neben seinem Pferdelenker Krishna stand und plötzlich von Zweifel und Kummer überwältigt entmutigt stammelte: „Ich will nicht kämpfen!“ (na yotsye). Mit der Erwiderung: „Du klagst um solche, die nicht zu beklagen sind, und willst doch Worte der Wahrheit sprechen. Der erleuchtete Mensch betrauert weder die Lebenden noch die Toten“ (Gita 2.11), entwickelt Krishna seinem Vetter und Freund in der Folge das Wesen des Handelns (karma), wie es zur Bewahrung des dharma, und damit zur Bewahrung der Schöpfungsordnung und der Erde von diesem als Arier gefordert wird. „Und auch wenn du deine Pflicht (svadharmam) berücksichtigst, sollst du nicht schwanken. Denn Größeres gibt es für einen Krieger nicht als den pflichtgemäßen (dharmyad) Kampf.“ / „Wenn du aber diesen Kampf für das Recht (dharmyam) nicht aufnimmst, hast du deine Pflicht (svadharmam), die Mannestugend und deinen Ruhm preisgegeben. Mit Sünde hast du dich beladen.“ (Gita 2. 31/33). „Hier gibt es, (o Arjuna), nur das entschlossene Verstehen. Die Gedanken der Unentschlossenen aber sind vielverzweigt und endlos.“ (Gita 2.41). „Deine Aufgabe liegt allein im Handeln, nicht in dessen Früchten. Lasse nicht die Früchte deines Tuns zum Beweggrund deines Wirkens werden; ergib dich nicht der Untätigkeit.“ / „Fest gegründet im Yoga vollbringe deine Taten, gleichmütig gegen Erfolg und Mißerfolg. Gleichmut wird Yoga genannt.“ (Gita 2.47/48). (Gerade diese Kernaussage arischer Sittlichkeit steht als hoher Ausdruck geistigen und seelischen Adels in krassestem Gegensatz zu den kleinkrämerischen Niederungen einer primitiv-materialistischen Schachermentalität, wie sie der verabscheuungswürdige, zu Mordmassakern und zur Lüge aufrufende Judengott seinem „auserwählten Volk“ mit den Worten auferlegt: „Macht euch die Erde untertan“.) Die Haltung, welche der Arier als Handelnder also einzunehmen hat, drückt am besten Gita 2.38 aus: „Rüste dich zum Kampfe indem dir Freude und Leid, Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage gleichviel für deine Seele geworden sind und stürze dich in die Schlacht. So wirst du nicht in Schuld geraten.“ In keinem modernen Volk verkörpert sich (wenn auch seit dem 8. Mai 1945 vorübergehend verdunkelt) jener in der Bhagavadgita geforderte arische Geist des Handelns so sehr wie im deutschen, das vor allen anderen die Fähigkeit besitzt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun, wenn es die Pflicht dem dharma gegenüber gebietet. Nur indem die Tat zur Aufrechterhaltung des dharma in arischer Haltung,
ohne auf Sieg und Niederlage oder die persönlichen Früchte des
Handelns zu achten, furchtlos und ohne Zögern aufgenommen und bis
zum Ende durchgeführt wurde, kann die Schöpfungsordnung gerettet,
das dharma bewahrt werden – ansonsten bedeutete es den Untergang der Völker
und der Menschheit.
shreyan svadharmo vigunah
(Gita 3.35) Es ist besser, das eigene Wesensgesetz unvollkommen zu erfüllen,
(Im Text wurden diakritische- und Längenzeichen in der Transkriptionsschreibweise
aus technischen Gründen weggelassen; der palatale sowie der cerebrale
Sibilant werden in diesem Fall ohne weitere Unterscheidung als „sh“ wiedergegeben.
)
Zirndorf, den 9. November 2000 |
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Eine unheilige Allianz vom Dritten Reich bis heute Debatte INDIEN, NATIONALSOZIALISMUS
Die Deutschen als Vollstrecker der Bhagavadgita ? Dass die im SS-Ahnenerbe kultivierte Pflege einer arischen Indologie im Neofaschismus weiterverfolgt wird und zwar keineswegs nur "okkultistisch", sondern ebenfalls "religionswissenschaftlich" zeigt ein hier vorliegender Aufsatz von Gehard Ittner (vom 9. Nov. 2000) über die Bhagavadgita. Ittner, engagierter Neo-Nazi, der mehrere Semester Sanskrit studiert hat, sieht in dem indischen Kriegsgedicht ein arisches Kulturdokument. Der indische Dharma-Begriff wird von ihm als rassistisches Wertesystem gegenüber der "Judenreligion" herausgestellt: "Dharma ist der Zentralbegriff der arischen Philosophie, welche die Materie geistig durchdringt und erhöht, ohne sie zu negieren oder gering zuschätzen. Gerade darin unterscheidet sie sich von der primitiv materialistischen, geistlos erbärmlichen Judenreligion, welche unter Einsatz von verschlagener, hinterhältiger Tücke und List allein auf Ausbeutung der Erde und gierigen Profit aus ist, zu welchem Zwecke sie sich in erster Linie des Völkermordes bedient." (Zitat) Um die arische Herkunft Christi zu herauszuarbeiten, wird dieser als Dharma-Anhänger dargestellt: "Da Jesus Christus die Juden so als Erzfeind des dharma zu erkennen glaubte, sie offen durchschaute und ihnen die Maske herunterriss, ließen diese ihn umbringen." - Auch das wurde schon im Dritten Reich behauptet. Die nun folgenden Darlegungen machen die Juden zu den eigentlichen Urhebern des Völkermordes und leugnen den Holocaust. Gegenüber dieser jüdischen "Verbrecherwelt" steht das erbarmungslose Kriegerethos, das Krishna den Feldherrn Arjuna in der Bhagavadgita lehrt. Ittner stellt nun die archaische Krieger-Ideologie des indischen Gedichtes mit mehreren martialischen Zitaten vor. Die Haltung, welche der Arier als "Handelnder" einzunehmen habe, drücke am besten Gita 2:38 aus: "Rüste dich zum Kampfe indem dir Freude und Leid, Gewinn und Verlust, Sieg und Niederlage gleichviel für deine Seele geworden sind und stürze dich in die Schlacht. So wirst du nicht in Schuld geraten." Wie Wüst, Hauer und andere in den 30er und 40er Jahren glaubt Ittner heute, dass die Deutschen die auserwählten Erben der altindischen Kriegertradition seien: "In keinem modernen Volk verkörpert sich (wenn auch seit dem 8. Mai 1945 vorübergehend verdunkelt) jener in der Bhagavadgita geforderte arische Geist des Handelns so sehr wie im deutschen, das vor allen anderen die Fähigkeit besitzt, eine Sache um ihrer selbst willen zu tun, wenn es die Pflicht dem dharma gegenüber gebietet. - Der Schutz des dharma ist die Pflicht des arischen Kriegers." - Das ist durchaus dieselbe Position, die auch im SS-Ahnenerbe vertreten wurde. Gerhard Ittner diskutiert über diese Fragen mit Horst Mahler. Beide haben die NPD verlassen, weil sie ihnen nicht radikal genug ist. Ganz im Gegensatz zu anderen rechtsradikalen Indologen erklärt Ittner den Buddhismus zu einer Verfallsform der arischen Urreligion: "Vor allem aber entfernt sich gerade mit dem Buddhismus der vedische Genius von der arischen Bindung zur weltzugewandten und entschlossenen Tat (karma)". Auf die Buddhismus-Debatte in der SS sind wir in unserem Buch "Hitler-Buddha-Krishna" ausführlich eingegangen und wir konnten zeigen, dass Walther Wüst (Kurator des SS-Ahnenerbe), der Indologe Jakob Wilhelm Hauer und der NS-Rassenpapst Hans Friedrich Karl Günther aber vor allem auch Heinrich Himmler den Buddhismus als arisches Urerbe interpretierten und in ihre Ideen von einer rassistischen Religionskonstruktion miteinbezogen. _________________ Obgleich dieser Artikel aus der FAZ den "religiösen Aspekt" der Hitlerverehrung in Indien außer Acht lässt, zeigt er, wie hochaktuell das Thema ist, das wir in "Hitler-Buddha-Krishna" behandeln. Es sind nicht nur Rechtsradikale, die bei ihrer Ideologiebildung auf östliche Lehren zurückgreifen, sondern auch umgekehrt: Bis heute werden Hitler und der Nationalsozialismus in Ländern des Ostens als westliche "Kulturgüter" importiert. Frankfurter Allgemeine Zeitung - 17. Dez. 2002 Machtmensch Warum Hitler bis heute in Indien verehrt wird Santiniketan, im Dezember Sechs von zehn Studenten nennen den Namen Adolf Hitler, wenn sie gefragt werden, welchen Menschen sie am meisten bewundern. Das ergab vor kurzem eine Umfrage im St. Stephen's College in Neu-Delhi, einem der Elite Colleges Indiens. Der Diktator habe seinem Volk nach der Demütigung durch den Versailler Vertrag Selbstachtung gegeben, lautet die häufigste Begründung der Studenten für Ihre Wahl. Die Hitler-Verehrung, die bis in hochgebildete Kreise reicht, ist ein indisches Phänomen, das viele deutsche Besucher seit jeher verwundert und erschreckt. Die indischen Gesprächspartner sind ihrerseits betroffen, dass Deutsche den von ihnen als Held empfundenen Mann herabsetzen. Wie kommt es zu dieser merkwürdigen Hitler-Verehrung? Indem er die Kolonialmacht England angriff, verhalf Hitler Indien indirekt zur Unabhängigkeit im Jahre 1947. Das vom Krieg geschwächte England konnte Indien nicht mehr halten. Dieser Aspekt der Geschichte blendet bis heute alle anderen aus: den Holocaust, die Kriegsleiden des gesamten Kontinents, die Ermordung des jüdischen Volks, das in Indien übrigens stets ehrenwert behandelt worden ist. Deutschland ist zu weit weg, seine Geschichte allzu isoliert von der indischen, als dass selbst die gebildete Schicht Indiens dieses Gesamtbild der Taten Hitlers gerecht wertend in den Blick bekäme. So konnte es etwa geschehen, dass man 1997 eine Hitlerstatue in der Nähe von Darjeeling aufstellen wollte oder dass 1999 mehrfach die ganzseitige Annonce einer Technologiefirma mit einem Baby in Hitleruniform erschien. Die Überschrift lautete: "Born to Rule". So wird auch einem populären rechtsradikalen Politiker in Bombay nicht energisch widersprochen, wenn er immer wieder seiner Bewunderung für Hitler Ausdruck verleiht. Der schmerzlich empfundene eigene Mangel an nationaler Selbstachtung gibt der Hitler-Verehrung eine psychologische Richtung. Die immer noch stark hierarchisch aufgebaute Gesellschaft sucht nach "Gurus", auch nach Machtmenschen, die dem Volke jene Selbstachtung, welche sie durch fortgesetzte Armut, ständige soziale Konflikte und Probleme und durch die Bevormundung des Auslandes verlieren. Praful Bidwai, der sich in der "Hindustan Times" entsetzt von den Umfrageergebnissen zeigt, sieht darin eine Verbindung zu der nationalen indischen Erziehung, die Nationalstolz und Nationalismus überbetonen. Vor allem die gegenwärtige rechtsgerichtete Koalitionsregierung versuche, diesen Stolz aufzuputschen und in Aktionsprogrammen - etwa gegen Minoritäten - zu kanalisieren. MARTIN KÄMPCHEN Quelle: http://www.trimondi.de/H-B-K/deba.hi.01.htm
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