| Strategiediskussion
Sehr geehrter Leser,
Per Lennart Aae Sehr geehrter Herr Aae, aus allen Ihren Schriftsätzen, die ich bisher gelesen habe, konnte ich Sie in meiner Wahrnehmung als einen aufrechten Deutschen erkennen, der sich sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen für die Rettung unseres Volkes und Vaterlandes einsetzt. Weiter habe ich Sie jedoch auch als einen, überwiegend in der Materie lebenden und denkenden Menschen erlebt, der die zur Zeit bestehenden „Realitäten“ als feststehende und unveränderliche Größen berücksichtigt und zur absoluten Grundlage seines politischen Denken und Handelns erhebt. Ihre heutige Antwort auf die Anfrage von Herrn Keweloh hat mich in dieser Sichtweise noch einmal bestärkt. Sicher sind viele Ihrer vorgebrachten Argumente aus einer rein materialistischen
Weltsicht heraus durchaus nachvollziehbar, und ich möchte nun
auch nicht in eine Grundsatzdiskussion über einzelne Punkte Ihrer
Ausführungen eintreten, denn der Worte sind in den letzten 50 Jahren
nun wirklich schon genug gewechselt.
Klaus Kaping Sehr geehrter Herr Kaping, vielen Dank für Ihren Brief. Da es schon spät ist, werde ich ihn nicht jetzt vollständig beantworten, sondern morgen oder übermorgen darauf zurückkommen. Sie haben aber eine Frage an mich gerichtet, die ich sofort beantworten kann, und zwar z.B. mittels der beiden anliegenden Artikel. Bitte lesen Sie im Offenen Brief an Weizsäcker ab Seite 20! Dort befasse ich mich mit der eindeutigen Verfassungswidrigkeit des § 130 III StGB, und zwar in einer Art und Weise, wie es keiner außer mir getan hat. Noch ausführlicher gehe in einem Beitrag im Sammelband "Patriotenverfolgung in Deutschland" von Rolf-Josef Eibicht auf diese Frage ein. An einer technischen Diskussion über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Massenvergasungen oder von millionenfachen rückstandslosen Leichenverbrennungen unter nicht gerade optimalen Bedingungen habe ich mich zwar nie beteiligt. Das ist mir einfach zu makaber. Aber Ich habe seit nunmehr fast 50 Jahren - schon in der Schule!!! - Fragen Sie bitte Mahler, ob er das auch getan hat! - immer ganz offen und freimütig bekannt, daß ich an die Authentizität der behaupteten systematischen Ermordung von Millionen Juden durch Deutsche nicht glaube. Und ich wiederhole es auch gerne an dieser Stelle: ICH GLAUBE NICHT AN DIE AUTHENTIZITÄT DES ?HOLOCAUST?. Dagegen bin ich davon überzeugt, daß antideutsche Greuelbehauptungen seit dem Kriege systematisch instrumentalisiert werden, um die nationale Bewegung in Deutschland zu unterdrücken und Deutschland politisch zu erpressen. Habe ich mich da deutlich genug ausgedrückt? Mit freundlichen Grüßen Per Lennart Aae Sehr geehrter Herr Kaping, nachdem ich Ihnen gestern abend aus gegebenem Anlaß ein paar Hinweise bzgl. meines Verhältnisses zum "Holocaust" und der diesbezüglichen Unrechtspraxis in Deutschland gegeben habe, will ich jetzt auf die eigentliche Kernfrage eingehen. Das erscheint mir wichtig, denn Sie haben in Ihrem Brief deutlich gezeigt, daß Sie meine Argumentation so gut wie überhaupt nicht verstehen. Das muß freilich nicht nur an Ihnen liegen. Ganz im Gegenteil, wenn ich Sie mit meinen bisherigen Texten nicht überzeugen konnte, schreibe ich mir das eher selbst zu und versuche es noch einmal - aber besser. Ihre Vermutung, ich sei ein "in der Materie lebender und denkender Mensch", ist allenfalls in trivialer, rein biochemischer Hinsicht wahr, aber nicht in dem von Ihnen gedachten Sinne. Diese falsche Einschätzung meiner Person wäre an sich belanglos, da es ja nicht um mich, sondern um die Sache geht. Aber Sie knüpfen daran noch die Behauptung, ich würde "die zur Zeit bestehenden 'Realitäten' als feststehende und unveränderliche Größen [berücksichtigen](...) und zur absoluten Grundlage [meines] (...) politischen Denkens und Handelns" erheben. Das ist ein fatales Mißverständnis. Ich will versuchen, es Ihnen mit einem Gleichnis zu erklären: Nehmen wir etwa an, Sie ärgern sich über die Mängel des
Hauses, welches Sie für sich selbst und Ihre Familie erworben haben.
Zumal da Sie vor längerer Zeit im Rahmen eines fehlgeschlagenen
Geschäfts zum Kauf der Immobilie mehr oder weniger genötigt
wurden. Nicht desto trotz haben Sie sich im Haus eingerichtet, wenn auch
mehr schlecht als recht. Nun kommt aber eine Räuberbande und erklärt,
Sie hätten grundsätzlich kein Recht, mit Ihrer Familie in
einem eigenen Haus zu leben, sondern hätten gefälligst
in eine nahegelegene Mietskaserne einzuziehen und sich dem dortigen Mieterkollektiv
anzuschließen. Gleichzeitig fängt die Bande an, Ihr Haus
in Besitz zu nehmen und Maßnahmen zu treffen, um es
einem anderen Zweck zuzuführen. Was machen Sie in dieser Situation?
Steigern Sie noch Ihre Wut auf das Haus? Reagieren Sie mit Genugtuung
– etwa nach dem Motto: das geschieht der alten Hütte recht -, wenn
Fremde das Kommando übernehmen und Ihnen selbst letztlich nichts
anderes übrig bleibt, als auszuziehen? Nerven Sie Ihre Familienmitglieder
mit Unmutsäußerungen über das ungeliebte Haus,
statt sie zum Widerstand gegen die Eindringlinge zu ermutigen?
Überlassen Sie schließlich letzteren kampflos das Anwesen
und ziehen mit Ihrer Familie in die Mietskaserne, obwohl Sie wissen,
daß weit und breit kein Grundstück für ein neues Haus mehr
frei ist, Ihre Familie also möglicherweise für immer auf
ein eigenes Zuhause und damit vielleicht über kurz oder
lang sogar auf den familiären Zusammenhalt verzichten muß?
Wie die meisten Gleichnisse, hinkt natürlich auch dieses in der einen oder anderen Hinsicht. Aber im großen und ganzen trifft es doch zu, zumindest insofern, daß Sie sicherlich wissen, was ich meine, oder? - Wie dem auch sei, stellen Sie sich jetzt bitte vor, daß Sie sich für den Widerstand entscheiden – natürlich nicht den Widerstand gegen das Haus, sondern gegen die Eindringlinge! Jetzt kommt ein Mitglied Ihres Haushalts und wirft Ihnen vor, Sie würden "die zur Zeit bestehenden 'Realitäten' als feststehende und unveränderliche Größen berücksichtigen und zur absoluten Grundlage Ihres Denkens und Handelns erheben", und zwar weil Ihre Wut über die Mängel des Hauses etwas nachläßt und Ihre Aufmerksamkeit sich einer akuten Gefahr zuwendet, deren sofortige Abwehr Sie für unabdingbar und unaufschiebbar halten. Was würden Sie wohl dazu sagen? Möglicherweise würden Sie den Betreffenden für einen Verbündeten der Eindringlinge oder für einen Vollidioten oder für beides halten, nicht ganz zu Unrecht, wie ich meine. Aber letztlich würde sich wahrscheinlich herausstellen, daß es nur der ständige Ärger und die in langen Zeiträumen entstandenen, in weiten Teilen durchaus berechtigten Ressentiments gegen die Tücken des Hauses waren, die diesem, an sich loyalen und intelligenten Haushaltsmitglied den Blick für das Wesentliche verstellten. Lieber Herr Kaping, ich bin mir sicher, daß Sie verstehen, was ich mit diesem Gleichnis sagen will. Trotzdem will ich den Sinngehalt auch mit unmittelbarem Bezug zu unserem Thema verdeutlichen, zumal einige Aspekte des Gleichnisses nicht deutlich genug herausgestellt werden können. Dazu gehört vor allem der Umstand, daß der politische Kampf stets am real existierenden Konfliktszenario ausgerichtet sein muß. Warum? Weil nur der, der diese aktuelle Konfliktkonstellation ?zur Grundlage seines Handelns und Denkens macht?, in der Lage ist, zu polarisieren, aus dem Spektrum der tatsächlich vorhandenen Interessen und Meinungsströmungen eine ernstzunehmende politische Kraft zu formen. - Bitte beachten Sie, daß ich von real existierenden Konfliktstrukturen spreche, nicht etwa real existierenden Zuständen, an denen man um jeden Preis krampfhaft festhalten müsse!! Das muß man unterscheiden können. Sie erwähnen Martin Luther und deuten an, daß dessen Auftreten aus eigenem Antrieb, sozusagen aufgrund einer Hegelschen Kopfgeburt erfolgte, ohne eigentlichen Bezug zu gesellschaftspolitischen Realitäten. Das ist m.E. nur im sehr eingeschränkten Sinne wahr. Denn auch Luthers Erscheinen in der deutschen Geschichte hatte in dem oben genannten Sinne zutiefst politische Gründe, für welche seine religiöse Spiritualität und sein inneres Ringen um das Seelenheil durch Buße oder Gnade u.s.w. im wesentlichen als geistiger Translationsriemen diente. Ein Translationsriemen kann nur eine existierende Kraft übertragen. Diese speiste sich im Falle der Reformation aus einem grundsätzlichen Konfliktszenario zwischen wichtigen Teilen der damaligen deutschen Gesellschaft und Rom. Starke geistige und politische Grundströmungen in Deutschland spielten dabei eine Rolle: der deutsche Humanismus (Johannes Reuchlin, Erasmus von Rotterdam etc.), die gegen Rom gerichteten Interessen der deutschen Fürsten, die starke Anti-Rom-Stimmung auch in den niederen Ständen, die durch die Buchdruckerkunst entstandene, verstärkte Stellung der deutschen Sprache gegenüber dem Latein u.s.w. Ohne diese sehr bedeutenden gesellschaftspolitischen Grundtatbestände, die alle geeignet waren, die Wirkung Luthers zu verstärken, hätte sich die Reformation nie durchgesetzt. Heute birgt die Parallelität zwischen der Entmachtung unserer Staatsorgane und unseres gesamten politischen und gesellschaftlichen Systems in all seinen Gliederungen und Facetten einerseits und dem immer deutlicheren Unvermögen, existentielle Probleme zu lösen, Politik zu gestalten, andererseits die mit weitem Abstand größte potentielle politische Sprengkraft, die mit an Gewißheit grenzender Wahrscheinlichkeit für künftige politische Entwicklungen in Deutschland bestimmend sein wird. Warum? Weil mit dem zunehmenden sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfall der deutschen Gesellschaft das Unvermögen der Machthaber immer deutlicher werden wird und diese Unfähigkeit zweifellos in der allgemeinen Wahrnehmung immer mehr mit dem Verlust der nationalstaatlichen Selbstbestimmung in einen ursächlichen Zusammenhang gebracht werden wird. Das ist ein Automatismus, der das Potential in sich birgt, zu einem Paradigmenwechsel zu führen, weg vom Kosmopolitismus, hin zum völkischen Nationalismus. Wenn ich sage, daß wir uns an den Realitäten orientieren müssen, meine ich, daß wir uns an diesem, für die meisten offenbar noch unsichtbaren, aber doch realen Kraftfeld auszurichten haben und uns nicht gewissermaßen quer zu dessen Feldlinien stellen sollten, indem wir durch irrationales Verhalten uns von vornherein selbst um jegliche Glaubwürdigkeit als Verteidiger der nationalen Selbstbestimmung bringen. Letzteres tut man aber, wenn man, wie Mahler und einige andere vorschlagen, in der heutigen Situation, in der man direkt zuschauen kann, wie die nationalstaatliche Selbstbestimmung auf allen Ebenen wie Butter in der Gluthitze wegschmilzt, eben diesen Nationalstaat zum Erzfeind erklärt, weil er in Deutschland nun mal BRD heißt. Das wäre in der Tat der entscheidende und endgültige strategische Fehler der nationalen Bewegung, der uns unwiderruflich um den Erfolg bringen und Deutschlands Schicksal besiegeln würde. Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt, der aber, im Gegensatz zu dem gerade genannten, vom obigen Gleichnis gar nicht abgedeckt wird: die Internationalität des Nationalismus, d.h. den internationalen Charakter des nationalen Kampfes gegen Kapital, Globalismus und Imperialismus. Aufgrund der Internationalisierung des Kapitals, der immer besseren, aber auch deutlicheren (!) Aufstellung der Kräfte des Globalismus und der Zusammenarbeit all dieser Kräfte mit dem jüdisch-zionistisch gesteuerten US-Imperialismus wird das althergebrachte soziale Konfliktszenario zwischen ?Oben und Unten? in den einzelnen Gesellschaften zunehmend ersetzt werden durch das Streben der Völker, Nationen und Staaten nach wirtschaftlicher und kultureller Selbstbestimmung und nach Unabhängigkeit von den eben genannten Herrschaftsstrukturen. Die innergesellschaftliche Auseinandersetzung wird immer mehr zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gesellschaften einerseits und den globalen Mächten andererseits. Eine Synthese zwischen Klassenkampf und nationalem Kampf wird stattfinden, und zwar mit der Konsequenz, daß viele linke Kräfte sich in völkisch-nationale Richtung entwickeln werden. Zwei politisch-weltanschauliche Paradigmen werden gegen einander stehen: der auf Expansion im Ganzen und Zersetzung in den Teilen basierende Globalismus einerseits und der lebensrichtige, raumorientierte, also am Ökosystem Mensch-Umwelt orientierte völkische Nationalismus andererseits. Dieser Kampf zwischen zwei universellen, weltanschaulichen Prinzipien wird die neue geistesgeschichtliche Epoche prägen. Eine nationale Bewegung, die sich daran ausrichtet, kann erfolgreich, sehr, sehr erfolgreich werden. Das schließt die Vision des Deutschen Reiches keineswegs aus. Aber es ist wichtig, daß wir in einer Art und Weise nach dem Reich streben, die nicht unsere Rolle im derzeit stattfindenden, eben nicht unmittelbar auf das Reich bezogenen Schicksalskampf zwischen nationalstaatlicher Selbstbestimmung und globalem Herrschaftsanspruch in Frage stellt. Das würde aber passieren, wenn wir die tatsächlich existierende, den immer wütenderen Angriffen der kapitalistischen Internationale ausgesetzte nationalstaatliche Selbstbestimmung bekämpfen und an ihre Stelle eine Vision setzen wollten. Lieber Herr Karping, Sie sprechen vom ?Geist?. Wenn Sie selbst einen starken Geist haben, wovon ich ausgehen möchte, sollten Sie sich in erster Linie darum bemühen, die oben genannten Zusammenhänge zu verstehen. Denn sie sind für Erfolg oder Mißerfolg im nationalen Kampf entscheidend. Aber es eilt. Denn es liegen schon ganz andere Leute in den Startlöchern, nämlich etablierte Politiker und Intelektuelle, die in bewährter Manier versuchen werden, die Wahrheit an ihre eigene Sprachregelung anzupassen, sie zu verbiegen, zu monopolisieren und letztlich zu ersticken. Denen müssen wir zuvorkommen. Zumindest darüber sollte im nationalen Lager Einigkeit bestehen. Mit freundlichen Grüßen Per Lennart Aae |
| Sehr geehrter Herr Aae
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, zeigt sie doch, daß bei mir in der Tat eine falsche Einschätzung vorliegt, was die Sichtweise in Bezug auf Ihre Realitäten betrifft. Weiter zeigen Ihre Argumentationen jedoch in geradezu klassischer Weise, daß meine Erkenntnis von der Relativität der sogenannten Realitäten sicher richtig ist. Dies möchte ich dadurch erklären, indem ich Ihr angeführtes Beispiel aufgreife und es so verändernd erweitere, daß meine Sichtweise der Realitäten so klar wie möglich zum Ausdruck kommt. Ich ärgere mich nicht über die Mängel des Hauses in dem
ich jetzt wohnen muß, da dieses Haus nicht mein Haus ist. Dieses
Haus, oder besser gesagt dieses Behelfsheim, wurde von Räubern auf
meinem eigenen Grund und Boden, einem wunderschönen Anwesen, dazu
errichtet, um mich von dem Raub und der Zerstörung meines Vaterhauses
abzulenken. Damit ich nun auch ja nicht auf den Gedanken komme, mein altes
Gut zurückzufordern, wurde zusätzlich eine Hausordnung erlassen,
auf deren Formulierung ich ebenfalls keinen wirklichen Einfluß hatte.
Gleichzeitig wurde mir ein großes Schuldgefühl eingeredet
nach dem Motto, ich sei ein so großer und unverbesserlicher Verbrecher,
daß ich doch froh sein soll, in diesem Behelfsheim wohnen zu dürfen,
und daß ich sowieso an allem Übel was mich erreicht, so auch
am Verlust meines Vaterhauses, selbst schuld sei. Außerdem hätte
ich ja nun eine Wohnung und auch genug materielle Nahrung, daß
muß für alle Zukunft ausreichend sein. Sie sehen als, lieber
Herr Aae, nicht das Haus hat Mängel, nicht die Hausordnung ist verbesserungsbedürftig,
sondern das Haus und die Hausordnung selbst sind der Mangel.
Sehr geehrter Herr Kaping, soeben habe ich Ihre Antwort erhalten und gelesen. Ich kann es einfach nicht lassen, Ihnen sofort ein paar Bemerkungen dazu zu schreiben: Sie beginnen Ihren Brief mit der Feststellung, daß Ihre Einschätzung in bezug auf die "Realitäten" falsch war. Sie haben also verstanden, daß es mir nicht etwa um institutionelle Realitäten o.ä. geht, sondern um das in der Gesellschaft real vorhandene Problembewußtsein und Konfliktpotential und die daraus erwachsenden, wirklich realisierbaren Möglichkeiten einer nationalen politischen Bewegung. Trotzdem gehen Sie in Ihren weiteren Ausführungen mit keinem Wort auf diesen wichtigen Gesichtspunkt ein, sondern beschränken sich auf die übliche Brandmarkung der derzeitigen Bundesrepublik Deutschland als geradezu verbrecherische Fehlentwicklung von Anfang an, die restlos beseitigt werden müsse. Ihnen ist scheinbar immer noch nicht aufgefallen, daß diese Betrachtungsweise angesichts der mit Riesenschritten voranschreitenden, totalen Zerschlagung des Nationalstaates und des Volkstums derzeit beinahe keine politische Relevanz besitzt. Vor allem nehmen Sie nicht dazu Stellung, mit welcher Problematik eine politische Mobilisierung denn besser (oder überhaupt) möglich wäre: mit der Verteidigung des Gemeinwesens gegen die HEUTE mit erheblichen, nachweisbaren negativen Folgen permanent erweiterte Fremdbestimmung ODER - -ALLEIN! - - mit der, für die meisten leider nur schwer nachvollziehbaren und verständlichen Wiedererrichtung des Reiches, bzw. mit der Propagierung derselben. Sie erklären auch nicht, wie es Ihrer Meinung nach möglich wäre, einen Abbau ganz konkreter staatlicher Selbstbestimmungsrechte zu bekämpfen, wenn man selber diesen Staat kategorisch ablehnt und sich zur politischen Hauptaufgabe gemacht hat, ihn zu zerschlagen. Oder sind Sie mit Oberlercher der Meinung, daß der Souveränitätsabbau nur gut sei, weil dadurch die BRD um so eher zusammenbreche? Schließlich ist es m.E. auch bedenklich, daß Sie sich scheinbar in keinster Weise über die enorme Gefahr Gedanken machen, daß nach der absehbaren, völligen Zerschlagung der heutigen staatlichen Souveränität die Wiedererrichtung eines souveränen deutschen Nationalstaates überhaupt, also in welcher Form auch immer, nicht mehr möglich sein könnte. Sie brauchen sich nur den Zustand Deutschlands, die europäische und internationale Großwetterlage und die entsprechenden Veränderungsgeschwindigkeiten anzugucken, um dies zu erkennen. Denken Sie bitte z.B. an die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland: Anzahl der "alteingesessenen" westdeutschen 20- bis 30-jährigen zwischen 1988 und 2003 HALBIERT; Jede Generation ung. 2/3 von der Vorgängergeneration. Ergibt die Zeitreihe 1 - 0,65 - 0,42 - 0,27 - 0,18 - 0,12 - 0,07 - 0,05 mit einem Zeitschritt von jeweils ca. 26 Jahren (1 Generation). Die Reduzierung von 1 auf 0,05 dauert also bei gleichbleibender Nettoreproduktionsrate 182 Jahre. Aber bis dahin sind die Lichter schon längst ausgegangen. Mit freundlichen Grüßen
Lieber Herr Aae, so ist das nun einmal mit den Schnellschüssen, die nur allzu oft
Fehlschüsse sind. Ich habe nicht geschrieben, das ich mich in
Bezug auf die zur Zeit vorherrschenden Realitäten geirrt hätte
- alle Argumente, die Sie diesbezüglich vorbringen sind, mir
nur zu bekannt - nein, ich habe mich
Mit reichstreuen Grüßen,
Lieber Herr Kaping, jetzt betreiben Sie aber, mit Verlaub gesagt, Rabulistik. Es ist doch völlig klar, was ich meine. Und etwas anderes können auch Sie nicht gemeint haben: nämlich, daß mein Appell, die "Realitäten" zu berücksichtigen, sich auf die politischen Stimmungen und Erfolgsmöglichkeiten sowie die AKUTE Problemlage bezieht, NICHT auf irgendwelche Zustände, die ich damit etwa konservieren möchte. Jede Zeit hat ihre Stimmungen, akuten Probleme und sonstigen Bewandtnisse. In jeder Epoche gibt es bestimmte Dinge, die auf der Tagesordnung der Geschichte stehen, die den Nerv der Zeit treffen. Wer Politik machen will, muß diese Dinge aufgreifen. Heute geht es um das Prinzip des Nationalstaates bzw. der selbstbestimmten Gesellschaft (die im Idealfall eine Volksgemeinschaft ist) contra Globalismus. Letzterer ist heute in Form des Neoliberalismus zwar stark auf dem Vormarsch und droht, die völkischen und nationalen Biotope völlig zu zerstören, nicht nur, aber besonders in Deutschland. Der nächste logische Schritt wird aber die Reaktion (im guten Sinne) darauf sein. Diese kommt als negative Rückkopplung, weil das wachstumsabhängige globale System, für sich allein betrachtet, von Hause aus instabil ist, ab einem (un-)bestimmten Zeitpunkt die sich auftürmenden Probleme nicht mehr lösbar sind und weil durch den Globalismus die Länder und Regionen mit ihren soziokulturellen Systemen und Binnenwirtschaften "austrocknen" und in einen immer desolateren Zustand geraten. Dieser Rückkopplungsprozeß hat schon begonnen, wird aber immer stärker werden. Genau darin stecken die operativen Möglichkeiten völkisch-nationaler Bewegungen. Sie ergeben sich einfach aus dem leicht verständlichen Sachverhalt, daß der Gegenpol eines expansionistischen Internationalismus die Hinwendung zum Nationalbewußtsein ist, also zur soziokulturellen und ökologischen Integrität der organisch gewachsenen Gesellschaften, der Volksgemeinschaften (Volk und Land). Dementsprechend muß eine nationale Bewegung also versuchen, diejenigen Kräfte in der Gesellschaft anzusprechen, die die Rückkopplungseffekte repräsentieren. Das sind alle Kräfte, die überwiegend an der Binnengesellschaft, an der Binnenwirtschaft, an Land und Volk, an der Heimat orientiert sind. Zum Beispiel: Kommunalpolitiker und andere auf Gemeindeebene Engagierte, binnenwirtschaftlich orientierter Mittelstand und die entsprechenden Arbeitnehmer, wohnortgebundene Arbeitnehmer, viele Freiberufler, regional orientierte Kreditinstitute, also öffentlich-rechtliche und genossenschaftliche Banken, Sozialversicherungsverbände, Gewerkschaften. - Womit können wir diese Gruppen ansprechen? Mit der Zerstörung der Bundesrepublik und der Ausrufung des Deutschen Reiches? Das glauben Sie wohl selbst nicht! Diese Gruppen, die zunehmend unter der Globalisierung leiden werden, können wir nur ansprechen, indem wir den Schutz der Heimat, der heimatlichen Wirtschaft, der Selbstbestimmungsrechte unserer Gesellschaft fordern. Wir haben dabei den unschätzbaren Vorteil, daß wir dies mit außerordentlich guten Argumenten tun können, sowohl was soziale und wirtschaftliche Theorie und Praxis als auch was demokratische Rechte und v.a. die Erfordernisse des Grundgesetzes betrifft. Nach Art. 20 GG ist nämlich der gesamte Ausverkauf der nationalen Selbstbestimmung seit Maastricht KRASS VERFASSUNGSWIDRIG. - Weigern Sie sich, diese Tatsache politisch zu nutzen, weil Ihnen das Grundgesetz so zuwider ist? Können Sie das verantworten? Das wäre m.E. mehr als nur töricht. Genau das ist aber die "Strategie" von Mahler und Konsorten. Eine Schwachsinnsstrategie, mit Verlaub gesagt, die ausschließlich unseren Gegnern nützt. Diese reiben sich wahrscheinlich die Hände vor Begeisterung bei der Aussicht, auf so einfache Art und Weise das Aufkommen einer (potentiell für sie sehr gefährlichen!) nationalen Opposition verhindern zu können. Diese Aussicht besteht leider tatsächlich. Das ist der Grund, warum ich so hartnäckig argumentiere. Nichts für ungut! Mit freundlichen Grüßen
Lieber Herr Aae,
Lieber Herr Kaping, 1) Ich begehe keinen Rufmord. Aber, wenn Sie schon von Rufmord sprechen: Wissen Sie z.B., daß Horst Mahler in einem Brief an den Innenausschuß des Bundestages mich als V-Mann des Militärischen Abschirmdienstes verdächtigt hat und dabei ein Unternehmen hereingezogen hat, für welches ich als Freiberufler eine Reihe von Softwareentwicklungsaufträgen hatte? Ich bekomme jetzt natürlich keine Aufträge mehr von dieser Firma, wodurch mir ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. 2) Ich bin kein "Rechter", denn ich halte die Koordinatenachse Links/Rechts für völlig überholt und der heutigen politischen Lage nicht angemessen. Horst Mahler hingegen mit seinem "Antijudaismus", seiner erklärten Demokratiefeindlichkeit, seinem Eintreten für die Monarchie, seiner Ablehung des völkischen Denkens als "Biologismus" etc. ist m.E. geradezu der Prototyp für einen Rechten, und zwar im alten, reaktionären Sinne. 3) Ich säe keinen Unfrieden, sondern führe eine für die politische Auseinandersetzung und die Erfolgsaussichten der Nationalen absolut unverzichtbare Grundsatzdiskussion. Wenn Sie mir aber vorwerfen, gegen Mahler Rufmord zu begehen, so muß ich darauf natürlich angemessen reagieren, was oben (unter Pkt. 1) auch geschehen ist. 4) Bei der Anfrage des Journalisten bei Horst Mahler und dessen Antwort ging es mir nicht in erster Linie um den Inhalt der Antwort, sondern vielmehr darum, daß ich es für schlecht hielte, wenn die Finnen den Eindruck bekämen, die Nationalen in Deutschland würden vor allem den "Antijudaismus" und die Abschaffung der Demokratie propagieren. - Daß ich es für schlecht hielte, ist übrigens eher untertrieben. Ich hielte es für katastrophal. 5) In der Politik bestehen die Taten zum großen Teil aus Worten. Also können wir nicht sagen, daß genug Worte gewechselt seien. Wir kommunizieren ja hauptsächlich mit Worten und wenn ich für eine politische Auffassung werbe, gebrauche ich selbstverständlich eben WORTE, so z.B. an einem Informationsstand, wo ich nicht zuletzt bestrebt bin, mit möglichst vielen Bürgern ins GESPRÄCH zu kommen. 6) Daß wir durch diesen kurzen E-Post-Dialog "zusammenkommen", war bei unseren unterschiedlichen Standpunkten sicherlich auch nicht zu erwarten. Aber trotzdem ist das Gespräch immer wertvoll, besonders wenn man einen streibaren Gesprächspartner wie Sie hat. Dafür danke ich Ihnen und hoffe, auch weiterhin mit Ihnen in Verbindung bleiben zu können. Mit freundlichen Grüßen
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