Strategiediskussion

Sehr geehrter Leser,
anbei alle Beiträge der Strategiediskussion Kaping-Aae. Mitunter hört und liest man Äußerungen, die einen derartigen Diskurs generell in Frage stellen. Das ganze Gerede würde nichts nützen, man müßte vielmehr HANDELN. Diejenigen, die sich so äußern, vergessen aber, daß wir nur HANDELN können, indem wir mit Menschen REDEN. Und wenn wir reden, müssen wir uns vorher überlegt haben, was und vor allem WORÜBER wir reden wollen. Die Gretchenfrage ist dabei: Wollen wir über ein tabula rasa, aus welchem sich das Reich wie ein Vogel Phönix aus der Asche erheben werde, reden, oder wollen wir zunächst versuchen, jene Kräfte zu sammeln, denen es heute dämmert, daß die rasche Demontage jeder nationalstaatlichen Selbstbestimmung gestoppt werden muß, weil sonst alle Freiheitsrechte, alle soziale Gerechtigkeit und alle Werte der Solidargemeinschaft verloren gehen werden? Leider geht nicht beides gleichzeitig, denn wir können nicht in einem Atemzug dem Niederreißen und dem Verteidigen das Wort reden. Das geht schon aus psychologischen Gründen nicht. Mein Standpunkt in dieser Diskussion ist klar. Er basiert auf der Überzeugung, daß der ganz normale, potentiell nationalgesinnte Deutsche nun mal jemand ist, der eher zur Verteidigung seiner Lebensgrundlagen und seiner derzeitigen oder ihm gerade erst weggenommenen Rechte neigt als zum Plattmachen unseres ganzen Gemeinwesens mittels der Abrißbirne. - Wie dem auch sei, wichtig ist m.E. vor allem die Erkenntnis, daß wir hier einen KLÄRUNGSBEDARF haben. Das heißt aber nichts anderes, als daß wir tatsächlich eine Strategiediskussion führen MÜSSEN, um überhaupt einen erfolgversprechenden Weg einschlagen zu können. Aus diesem Grund möchte ich mich, unbeschadet der Meinungsunterschiede, bei Klaus Kaping, Jürgen Schwab und anderen, die ebenfalls bereit sind, diese Diskussion zu führen, ausdrücklich bedanken.

Per Lennart Aae

Sehr geehrter Herr Aae,

aus allen Ihren Schriftsätzen, die ich bisher gelesen habe, konnte ich Sie in meiner Wahrnehmung als einen aufrechten Deutschen erkennen, der sich sicherlich nach bestem Wissen und Gewissen für die Rettung unseres Volkes und Vaterlandes einsetzt. Weiter habe ich Sie jedoch auch als einen, über­wiegend in der Materie lebenden und denkenden Menschen erlebt, der die zur Zeit bestehenden „Realitäten“ als feststehende und unveränderliche Größen berücksichtigt und zur absoluten Grundlage seines politischen Denken und Handelns erhebt.

Ihre heutige Antwort auf die Anfrage von Herrn Keweloh hat mich in dieser Sichtweise noch einmal bestärkt.

Sicher sind viele Ihrer vorgebrachten Argumente aus einer rein materialistischen Weltsicht her­aus durchaus nachvollziehbar, und ich möchte nun auch nicht in eine Grundsatzdiskussion über einzelne Punkte Ihrer Ausführungen eintreten, denn der Worte sind in den letzten 50 Jahren nun wirklich schon genug gewechselt.
Einen Punkt jedoch muß ich herausgreifen, und Ihnen an diesem Punkt aufzeigen, daß Horst Mahler völlig Recht hatte, als er sich vor einiger Zeit einmal sinngemäß wie folgt äußerte. Er sagte: „Es wer­den die Rechten sein, die Patrioten, die Volkstreuen, die sich national nen­nenden Parteien, die als letzte das Grundgesetz und die BRD verteidigen werden.“
Die Richtigkeit dieser Worte belegen Sie in Ihrem Brief an Herrn Keweloh in geradezu klassi­scher Weise.
Doch nicht nur dieses ist mir durch Ihren Brief klargeworden, sondern ein noch wichtigerer Punkt hat bei mir seine Klärung gefunden.
Sie bemühen den Reformator, um nicht zu sagen Revolutionär, Martin Luther für Ihre Argumen­tatio­nen. Dadurch haben Sie, sicher ungewollt, einen Vergleich heraufbeschworen. Als Martin Luther in Worms vor dem Reichstag stand und den Mächtigen des Reiches die berühmten Worte, „hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen“, entgegenschmetterte, da hat er mit Sicherheit keine verstandesmäßige Realitätsanalyse vorgenommen und Möglichkei­ten, Vor- und Nachteile vorsichtig gegeneinander aufgerechnet, sondern er hat aus seinem star­ken Geist heraus, ohne Wenn und Aber gewirkt und dieses Wirken ist noch heute zu verspüren, da er durch sein mutiges Auftreten die damals scheinbar gültigen Realitäten nachdrücklich ver­ändert hat.
Und richtig ist auch, daß Horst Mahler, als er zusammen mit einigen Reichsbürgern am 31. Juli dieses Jahres gerade dort auf der geschichtsträchtigen Wartburg der Welt verkündete, daß es DEN Holo­caust nicht gegeben hat, sich nicht an den bestehenden Realitäten ausgerichtet hat.
Ich stelle die provokante Frage an Sie, ob auch Sie in der Lage gewesen wären, vor dem Reichtag in Worms oder aber auch in der heutigen Zeit auf der Wartburg in ähnlicher Weise auf­zutreten. Sicher würden Sie durch die Analyse der sogenannten Realitäten daran gehindert.
Um zu derartigen Taten fähig zu sein, bedarf es der Freiheit des Geistes, der sich nicht vom Verstand, vom materiellen Werkzeug des Geistes unterdrücken und beherrschen läßt. Dazu bedarf es eines Geistes, der den Verstand und die Intelligenz dazu benutzt, die Erkenntnisse des Geistes in die Mate­rie hinein zu transformieren und dadurch die Realitäten zu verändern.
Mögen in unserem Volk viele Frauen und Männer aufstehen, die von einem solchen Geist der Freiheit beseelt sind, und die ihr Tun und Handeln nicht ausschließlich auf die mehr oder weni­ger klugen Be­trachtungen über angeblich zwingende Realitäten aufbauen.
Realitäten sind keine festen und unveränderlichen Größen, sondern sie sind abhängig von der Kraft und dem Willen des jeweils wirkenden Geistes.
In diesem Sinne grüße ich Sie mit reichstreuen Grüßen,

Klaus Kaping

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Sehr geehrter Herr Kaping, 

vielen Dank für Ihren Brief. Da es schon spät ist, werde ich ihn nicht jetzt vollständig beantwor­ten, sondern morgen oder übermorgen darauf zurückkommen. Sie haben aber eine Frage an mich ge­richtet, die ich sofort beantworten kann, und zwar z.B. mittels der beiden anliegenden Artikel. Bitte lesen Sie im Offenen Brief an Weizsäcker ab Seite 20! Dort befasse ich mich mit der eindeutigen Verfassungswidrigkeit des § 130 III StGB, und zwar in einer Art und Weise, wie es keiner außer mir getan hat. Noch ausführlicher gehe in einem Beitrag im Sammelband "Pa­triotenverfolgung in Deutschland" von Rolf-Josef Eibicht auf diese Frage ein. An einer techni­schen Diskussion über die Möglichkeit oder Unmöglichkeit von Massenvergasungen oder von millionenfachen  rückstandslosen Leichenverbrennungen unter nicht gerade optimalen Bedin­gungen habe ich mich zwar nie beteiligt. Das ist mir einfach zu makaber. Aber Ich habe seit nunmehr fast 50 Jahren - schon in der Schule!!! - Fragen Sie bitte Mahler, ob er das auch getan hat! - immer ganz offen und freimütig bekannt, daß ich an die Authentizität der behaupteten sy­stematischen Ermordung von Millio­nen Juden durch Deutsche nicht glaube. Und ich wiederhole es auch gerne an dieser Stelle: ICH GLAUBE NICHT AN DIE AU­THENTIZITÄT DES ?HOLO­CAUST?. Dagegen bin ich davon überzeugt, daß antideutsche Greuelbe­hauptungen seit dem Kriege systematisch instrumentalisiert werden, um die nationale Bewe­gung in Deutschland zu unterdrücken und Deutschland politisch zu erpressen. 

Habe ich mich da deutlich genug ausgedrückt?  

Mit freundlichen Grüßen 

Per Lennart Aae

Sehr geehrter Herr Kaping,

nachdem ich Ihnen gestern abend aus gegebenem Anlaß ein paar Hinweise bzgl. mei­nes Ver­hältnis­ses zum "Holocaust" und der diesbezüglichen Unrechtspraxis in Deutschland gegeben habe, will ich jetzt auf die eigentliche Kernfrage eingehen. Das erscheint mir wichtig, denn Sie haben in Ihrem Brief deutlich gezeigt, daß Sie meine Argumen­tation so gut wie überhaupt nicht verstehen. Das muß freilich nicht nur an Ihnen liegen. Ganz im Gegenteil, wenn ich Sie mit mei­nen bisherigen Texten nicht über­zeu­gen konnte, schreibe ich mir das eher selbst zu und versu­che es noch einmal - aber besser.

Ihre Vermutung, ich sei ein "in der Materie lebender und denkender Mensch", ist allenfalls in trivialer, rein biochemischer Hinsicht wahr, aber nicht in dem von Ihnen ge­dachten Sinne. Diese falsche Ein­schätzung meiner Person wäre an sich belang­los, da es ja nicht um mich, sondern um die Sache geht. Aber Sie knüpfen daran noch die Behauptung, ich würde "die zur Zeit be­stehenden 'Realitäten' als fest­stehende und unveränderliche Größen [berücksichtigen](...) und zur absoluten Grundlage [meines] (...) politischen Denkens und Handelns" erheben.  Das ist ein fatales Mißverständ­nis. Ich will versuchen, es Ihnen mit einem Gleichnis zu er­klären: 

Nehmen wir etwa an, Sie ärgern sich über die Mängel des Hauses, welches Sie für sich selbst und Ihre Familie erworben haben. Zumal da Sie vor längerer Zeit im Rah­men eines fehlge­schla­genen Ge­schäfts zum Kauf der Immobilie mehr oder weniger genö­tigt wurden. Nicht desto trotz haben Sie sich im Haus eingerichtet, wenn auch mehr schlecht als recht. Nun kommt aber eine Räuberbande und erklärt, Sie hätten grund­sätzlich kein Recht, mit Ihrer Familie in einem eige­nen Haus zu leben, son­dern hät­ten ge­fälligst in eine nahegelegene Mietskaserne einzuziehen und sich dem dortigen Mieter­kollektiv anzu­schließen. Gleichzeitig fängt die Bande an, Ihr Haus in Be­sitz zu nehmen und Maß­nah­men zu treffen, um es einem anderen Zweck zuzuführen. Was ma­chen Sie in dieser Situation? Stei­gern Sie noch Ihre Wut auf das Haus? Reagieren Sie mit Genugtuung – etwa nach dem Motto: das geschieht der alten Hütte recht -, wenn Fremde das Kom­mando übernehmen und Ihnen selbst letztlich nichts anderes übrig bleibt, als auszu­ziehen? Nerven Sie Ihre Familienmitglieder mit Un­mutsäuße­rungen über das ungeliebte Haus, statt sie zum Widerstand gegen die Ein­dringlinge zu ermu­tigen? Überlassen Sie schließlich letzteren kampflos das Anwe­sen und ziehen mit Ihrer Familie in die Miets­kaserne, obwohl Sie wissen, daß weit und breit kein Grundstück für ein neues Haus mehr frei ist, Ihre Familie also mögli­cherweise für immer auf ein eigenes Zu­hause und damit  vielleicht über kurz oder lang sogar auf den familiären Zusammen­halt verzichten muß?
Oder versuchen Sie erst einmal den Frust über die Fehlkonstruktion des Hauses und den betrü­geri­schen Kaufvertrag zurückzustellen, um Ihre Familie zum Wider­stand ge­gen die Eindringlinge und zum Kampf für das Recht, überhaupt in einem eigenen Haus zu wohnen, zusammenzu­schweißen? Kön­nen Sie dieser Situation viel­leicht sogar etwas Positives abgewinnen, weil sie Ihnen die Möglichkeit bietet, endlich Ihre zerstrit­tene Familie zu einen und zum gemeinsamen Handeln zu bewe­gen?

Wie die meisten Gleichnisse, hinkt natürlich auch dieses in der einen oder ande­ren Hinsicht. Aber im großen und ganzen trifft es doch zu, zumindest insofern, daß Sie sicherlich wissen, was ich meine, oder? - Wie dem auch sei, stellen Sie sich jetzt bitte vor, daß Sie sich für den Wider­stand entscheiden – natürlich nicht den Wider­stand gegen das Haus, sondern gegen die Ein­dring­linge! Jetzt kommt ein Mitglied Ihres Haushalts und wirft Ihnen vor, Sie würden "die zur Zeit bestehenden 'Realitä­ten' als festste­hende und unveränder­liche Größen berücksichtigen und zur absoluten Grundlage Ih­res Den­kens und Handelns erheben", und zwar weil Ihre Wut über die Män­gel des Hauses etwas nachläßt und Ihre Aufmerk­samkeit sich einer akuten Gefahr zu­wen­det, deren sofortige Abwehr Sie für unab­dingbar und unaufschiebbar halten. Was würden Sie wohl dazu sagen? Möglicherweise würden Sie den Betreffenden für einen Verbündeten der Ein­dring­linge oder für einen Vollidioten oder für beides halten, nicht ganz zu Un­recht, wie ich meine. Aber letztlich würde sich wahrscheinlich her­ausstellen, daß es nur der ständige Ärger und die in langen Zeiträumen entstande­nen, in weiten Teilen durchaus berechtigten Ressenti­ments ge­gen die Tücken des Hau­ses waren, die diesem, an sich loyalen und intelligenten Haushalts­mitglied den Blick für das Wesentliche ver­stellten.

Lieber Herr Kaping, ich bin mir sicher, daß Sie verstehen, was ich mit diesem Gleichnis sagen will. Trotzdem will ich den Sinngehalt auch mit unmittelbarem Bezug zu unserem Thema ver­deutlichen, zumal einige Aspekte des Gleichnisses nicht deut­lich genug herausgestellt werden können. Dazu ge­hört vor allem der Umstand, daß der po­litische Kampf stets am real existieren­den Konfliktszenario ausgerichtet sein muß. Warum? Weil nur der, der diese aktuelle Konflikt­konstellation ?zur Grundlage seines Handelns und Denkens macht?, in der Lage ist, zu polarisie­ren, aus dem Spek­trum der tat­sächlich vorhandenen Interessen und Meinungsströmungen eine ernstzuneh­mende po­litische Kraft zu formen. - Bitte beachten Sie, daß ich von real existie­ren­den Kon­fliktstrukturen spreche, nicht etwa real existierenden Zuständen, an de­nen man um je­den Preis krampfhaft festhalten müsse!! Das muß man unterscheiden kön­nen. 

Sie erwähnen Martin Luther und deuten an, daß dessen Auftreten aus eigenem Antrieb, sozu­sagen aufgrund einer Hegelschen Kopfgeburt erfolgte, ohne eigentlichen Bezug zu gesell­schaftspolitischen Realitäten. Das ist m.E. nur im sehr eingeschränkten Sinne wahr. Denn auch Luthers Erscheinen in der deutschen Geschichte hatte in dem oben genannten Sinne zutiefst politische Gründe, für welche seine religiöse Spirituali­tät und sein inneres Ringen um das See­lenheil durch Buße oder Gnade u.s.w. im we­sentlichen als geistiger Trans­lationsriemen diente. Ein Translationsriemen kann nur eine existie­rende Kraft über­tragen. Diese speiste sich im Falle der Reformation aus einem grundsätzlichen Kon­fliktszenario zwischen wichtigen Teilen der da­maligen deutschen Gesellschaft und Rom. Starke gei­stige und politische Grundströmungen in Deutschland spielten dabei eine Rolle: der deutsche Huma­nismus (Johannes Reuchlin, Eras­mus von Rotterdam etc.), die gegen Rom gerichteten Interessen der deutschen Fürsten, die starke Anti-Rom-Stimmung auch in den niederen Ständen, die durch die Buchdruckerkunst ent­stan­dene, verstärkte Stellung der deutschen Sprache gegenüber dem Latein u.s.w. Ohne diese sehr bedeutenden gesellschaftspolitischen Grundtatbe­stände, die alle geeignet waren, die Wir­kung Luthers zu verstärken, hätte sich die Reformation nie durchge­setzt. 

Heute birgt die Parallelität zwischen der Entmachtung unserer Staatsorgane und un­seres ge­samten politischen und gesellschaftlichen Systems in all seinen Gliederun­gen und Facetten ei­nerseits und dem immer deutlicheren Unvermögen, existentielle Probleme zu lösen, Politik zu gestalten, anderer­seits die mit weitem Abstand größte potentielle politische Sprengkraft, die mit an Gewißheit grenzen­der Wahrscheinlich­keit für künftige politische Entwicklun­gen in Deutsch­land bestimmend sein wird. Warum? Weil mit dem zunehmenden sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen Verfall der deutschen Gesellschaft das Unvermögen der Machthaber immer deutli­cher werden wird und diese Unfähigkeit zweifellos in der allgemeinen Wahrnehmung immer mehr mit dem Verlust der nationalstaatlichen Selbstbestimmung in einen ursächlichen Zusam­menhang gebracht werden wird. Das ist ein Automa­tismus, der das Potential in sich birgt, zu einem Paradigmenwechsel zu führen, weg vom Kosmopoli­tismus, hin zum völ­kischen Nationa­lismus. Wenn ich sage, daß wir uns an den Realitäten orientieren müssen, meine ich, daß wir uns an diesem, für die meisten offenbar noch unsichtba­ren, aber doch realen Kraftfeld auszu­richten haben und uns nicht gewissermaßen quer zu dessen Feldlinien stellen sollten, indem wir durch irrationales Verhalten uns von vornherein selbst um jegliche Glaubwürdigkeit als Verteidi­ger der nationalen Selbstbestimmung bringen. Letzteres tut man aber, wenn man, wie Mahler und einige andere vorschlagen, in der heutigen Situation, in der man direkt zuschauen kann, wie die nationalstaatliche Selbstbestimmung auf allen Ebenen wie Butter in der Gluthitze weg­schmilzt, eben diesen Nationalstaat zum Erzfeind erklärt, weil er in Deutschland nun mal BRD heißt. Das wäre in der Tat der entscheidende und endgültige strategische Fehler der nationalen Bewegung, der uns unwiderruflich um den Erfolg bringen und Deutschlands Schicksal besiegeln würde.

Es gibt einen weiteren wichtigen Aspekt, der aber, im Gegensatz zu dem gerade ge­nannten, vom obi­gen Gleichnis gar nicht abgedeckt wird: die Internationalität des Nationalismus, d.h. den internationa­len Charak­ter des nationalen Kampfes gegen Ka­pital, Globalismus und Imperialis­mus. Aufgrund der In­ternationalisierung des Kapi­tals, der immer besseren, aber auch deutliche­ren (!) Aufstellung der Kräfte des Globalismus und der Zusammenarbeit all dieser Kräfte mit dem jüdisch-zionistisch gesteu­erten US-Imperialismus wird das althergebrachte so­ziale Konfliktsze­nario zwi­schen ?Oben und Unten? in den einzelnen Gesellschaften zunehmend ersetzt werden durch das Streben der Völker, Nationen und Staaten nach wirtschaftlicher und kultu­reller Selbstbestimmung und nach Unabhängigkeit von den eben genannten Herr­schafts­strukturen. Die innergesellschaftliche Auseinandersetzung wird immer mehr zu einer Auseinandersetzung zwischen den Gesellschaften einerseits und den globalen Mäch­ten andererseits. Eine Synthese zwischen Klassenkampf und na­tionalem Kampf wird statt­finden, und zwar mit der Konsequenz, daß viele linke Kräfte sich in völkisch-natio­nale Richtung entwickeln wer­den. Zwei politisch-welt­anschauliche Paradigmen werden gegen einander stehen: der auf Expansion im Ganzen und Zersetzung in den Teilen basierende Globalismus einerseits und der lebensrich­tige, raumorien­tierte, also am Ökosystem Mensch-Umwelt orientierte  völkische Na­tionalismus anderer­seits. Dieser Kampf zwischen zwei universellen, weltanschauli­chen Prinzipien wird die neue gei­stes­geschichtliche Epoche prägen. Eine nationale Bewegung, die sich daran ausrich­tet, kann erfolg­reich, sehr, sehr erfolgreich wer­den. Das schließt die Vision des Deut­schen Reiches keineswegs aus. Aber es ist wichtig, daß wir in einer Art und Weise nach dem Reich streben, die nicht un­sere Rolle im der­zeit stattfindenden, eben nicht unmittelbar auf das Reich bezogenen Schick­salskampf zwischen natio­nal­staatlicher Selbstbestimmung und globalem Herr­schaftsanspruch in Frage stellt. Das würde aber passieren, wenn wir die tat­sächlich existierende, den immer wüten­deren Angriffen der kapitalistischen Internationale ausgesetzte  nationalstaatliche Selbstbe­stimmung bekämpfen und an ihre Stelle eine Vision setzen wollten.

Lieber Herr Karping, Sie sprechen vom ?Geist?. Wenn Sie selbst einen starken Geist haben, wovon ich ausgehen möchte, sollten Sie sich in erster Linie darum bemühen, die oben ge­nann­ten Zusam­menhänge zu verstehen. Denn sie sind für Erfolg oder Mißer­folg im nationalen Kampf entscheidend. 

Aber es eilt. Denn es liegen schon ganz andere Leute in den Startlöchern, nämlich eta­blierte Politiker und Intelektuelle, die in bewährter Manier versuchen werden, die Wahrheit an ihre ei­gene Sprachre­gelung anzupassen, sie zu verbiegen, zu monopo­lisie­ren und letztlich zu erstic­ken. Denen müssen wir zuvorkommen. Zumindest dar­über sollte im nationalen Lager Einigkeit bestehen.

Mit freundlichen Grüßen

Per Lennart Aae

Sehr geehrter Herr Aae 
vielen Dank für Ihre ausführliche Antwort, zeigt sie doch, daß bei mir in der Tat eine falsche Ein­schät­zung vorliegt, was die Sichtweise in Bezug auf Ihre Realitäten betrifft. Weiter zeigen Ihre Argumenta­tionen jedoch in geradezu klassischer Weise, daß meine Erkenntnis von der Relati­vität der soge­nannten Realitäten sicher richtig ist. 
Dies möchte ich dadurch erklären, indem ich Ihr angeführtes Beispiel aufgreife und es so verän­dernd erweitere, daß meine Sichtweise der Realitäten so klar wie möglich zum Ausdruck kommt. 

Ich ärgere mich nicht über die Mängel des Hauses in dem ich jetzt wohnen muß, da dieses Haus nicht mein Haus ist. Dieses Haus, oder besser gesagt dieses Behelfsheim, wurde von Räubern auf meinem eigenen Grund und Boden, einem wunderschönen Anwesen, dazu errichtet, um mich von dem Raub und der Zerstörung meines Vaterhauses abzulenken. Damit ich nun auch ja nicht auf den Gedanken komme, mein altes Gut zurückzufordern, wurde zusätzlich eine Haus­ordnung erlassen, auf deren Formulierung ich ebenfalls keinen wirklichen Einfluß hatte. Gleich­zeitig wurde mir ein großes Schuld­gefühl eingeredet nach dem Motto, ich sei ein so großer und unverbesserlicher Verbrecher, daß ich doch froh sein soll, in diesem Behelfsheim wohnen zu dürfen, und daß ich sowieso an allem Übel was mich erreicht, so auch am Verlust meines Va­terhauses, selbst schuld sei. Außerdem hätte ich ja nun eine Wohnung und auch genug materi­elle Nahrung, daß muß für alle Zukunft ausreichend sein. Sie sehen als, lieber Herr Aae, nicht das Haus hat Mängel, nicht die Hausordnung ist verbesserungsbe­dürftig, sondern das Haus und die Hausordnung selbst sind der Mangel. 
Doch weiter in der Geschichte: Die Räuber, die mein schönes Gut geraubt haben und mich zwingen in diesem Behelfsheim zu wohnen merken, daß trotz all der Mängel, die dieses proviso­rische Heim auf­weist, meine Familie immer noch funktioniert, daß die Tüchtigkeit, der Überle­benswille immer noch wirken, und sie beschließen weitere Bewohner ? Familienfremde - in die­ses Haus einzuweisen, damit einmal weniger Platz zur Entfaltung vorhanden ist, weiter durch eine Vermischung die Familienbande aufgelöst werden und letztlich die Kosten für die Lebens­führung so groß werden, daß keine Zeit mehr vorhanden ist, an des verlorene Gut, das geraubte Vaterhaus zu denken, denn das Zusammenleben in der Enge des Behelfsheimes muß ja orga­nisiert werden. Und nun kommt es zu der von den Räu­bern geplanten Entwicklung. Die Bewoh­ner des Behelfsheimes spalten sich in sich gegenseitig be­kämpfende Parteien. Eine Partei, dies ist der größte Teil der Bewohner, kümmert sich nur noch um das eigene Wohlergehen. Dann gibt es die Partei(en), die aus der Situation das Beste macht, und sich mit den Räubern zusam­mentut, um ein gutes Leben zu führen und die übrigen Bewohner zu beherr­schen. 
Dann gibt es eine Gruppe von Bewohnern, die sich ?Familientreu? nennt und meint der Familie hel­fen zu können, indem sie versucht sich mit den Räubern, aber auch den Herrschenden zu arrangie­ren, um die Bausubstanz aber auch die Hausordnung so zu verändern, daß die einge­wiesenen Mit­bewohner aus fernen Ländern wieder ausgewiesen werden können. Dabei verges­sen sie aber vol­lens, daß sie erstens nicht Herr im im Behelfsheim sind, und die Räuber, die diese Situation ja bewußt herbeigeführt haben, mit Argusaugen darüber wachen, daß
diese Familienangehörigen im Familienrat und der Hausverwaltung keinerlei Bedeutung und Einfluß gewinnen. Außerdem können sich diese gutmeinenden Bewohner zu allem Unglück noch nicht einmal über die Vorgehensweise einigen und geraten darüber in einen so unseligen Streit, daß ihre gutge­meinten Absichten völlig wirkungslos bleiben, was von den Räubern ja auch so geplant ist und bei ihnen große Freude hervorruft. 
Dann gibt es aber in diesem Behelfsheim noch eine weitere Gruppe, die sich auf dererlei Spiele­reien nicht einläßt. Die Angehörigen dieser Gruppe erheben ihre Stimme und rufen laut: ?Es ist genug, die Verbrechen derer man uns beschuldigt, haben wir nicht begangen, nein es sind die Räuber selbst, die Verbrechen begangen haben und auch heute noch begehen.? Sie rufen fer­ner hinaus in die Welt, ?das Gut, was uns unrechtmäßig geraubt wurde, ist nicht verloren, es ist das Erbe unserer Väter und wir lassen es uns nicht rauben, sondern wir kämpfen darum, dieses Gut wieder selbst und eigenver­antwortlich verwalten und bewohnen zu können. Dann können wir wieder in unsere angestammten Wohnungen einziehen, daß ungeliebte Behelfsheim abrei­ßen und alle unerwünschten Bewohner wie­der in ihre eigenen Wohnungen in den fernen Län­dern zurückschicken.? Noch sind es wenige, die dieser Gruppe angehören, aber sicher werden bald immer mehr Bewohner dieses Heimes erkennen, daß nur durch die Rückbesinnung auf die Wurzeln und die Offenlegung der Lügen, eine Änderung der immer  unerträglicher werden Um­stände herbeiführen kann. 
Soweit das Beispiel. Sicher werden Sie den gravierenden Unterschied in den zwei Versionen des Bei­spiels erkennen, wenn Sie vielleicht auch als nicht in Deutschland Geborener, die geisti­gen Dimension nicht ganz erfassen können. Fazit: Ich sagte es schon in meinem ersten Brief, der Worte sind genug gewechselt, Analysen und Strategien haben wir bei den zahlreichen 
> Hinterzimmerstammtischstrategen in großer Auswahl zur Verfügung. Wenn wir nicht mit den BRD- und Grundgesetzverbesserungsversuchen aufhören und uns nicht darauf besinnen, daß das Deut­sche Reich nicht untergegangen ist und es nur darauf wartet, wieder in seine Hand­lungsfähigkeit und Selbstherrlichkeit eingesetzt zu werden, dann wird es in der Tat zu spät wer­den, um das Deutsche Volk, um die Völker Europas vor dem drohenden Untergang zu retten. Auch wenn es sich in der von vielen geschauten ?Realität? anders darstellt: 
Alle Kämpfe der Geschichte Mitteleuropas der letzten 2000 Jahre waren Sandkastenspiele im Ver­gleich zu dem Schicksalskampf, in dem sich das Deutsche Volk in dieser Zeit befindet. Noch nie war die Gefahr des Unterganges, nicht eines deutschen Staatsgebildes, sondern des ge­samten Volkes so groß, wie in der Zeit, in der wir leben. 
Sie, Herr Aae, sprechen in Ihrem Brief von unserer BRD, von unserem Grundgesetz, von unse­rer Re­gierung! Nein, es ist die BRD und das Grundgesetz, daß unsere Feinde als Beherr­schungsinstrument für uns geschaffen haben, (siehe die Rede von Carlo Schmidt vor dem par­lamentarischen Rat 1848 ? bei Bedarf bitte anfordern) und es ist die Regierung oder besser gesagt, um beim Beispiel zu bleiben, die von den Räubern eingesetzte Hausverwaltung, die den Willen der Räuber vollstreckt, auch wenn wir unter diesen willigen Vollstreckern des Räuberwil­lens scheindemokratisch wählen dürfen. 
Nicht Worte, sondern aus Gedanken geborene Taten verändern die Welt !! 
In diesem Sinne verabschiede ich mich von Ihnen mit reichstreuen Grüßen, 
 
Klaus Kaping

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Sehr geehrter Herr Kaping,  

soeben habe ich Ihre Antwort erhalten und gelesen. Ich kann es einfach nicht lassen, Ihnen so­fort ein paar Bemerkungen dazu zu schreiben:  

Sie beginnen Ihren Brief mit der Feststellung, daß Ihre Einschätzung in bezug auf die "Realitä­ten" falsch war. Sie haben also verstanden, daß es mir nicht etwa um institutionelle Realitäten o.ä. geht, sondern um das in der Gesellschaft real vorhandene Problembewußtsein und  Konfliktpotential und die daraus erwachsenden, wirklich realisierbaren Möglichkeiten einer na­tionalen politischen Bewe­gung.  

Trotzdem gehen Sie in Ihren weiteren Ausführungen mit keinem Wort auf diesen wichtigen Ge­sichts­punkt ein, sondern beschränken sich auf die übliche Brandmarkung der derzeitigen Bun­desrepublik Deutschland als geradezu verbrecherische Fehlentwicklung von Anfang an, die restlos beseitigt wer­den müsse. 

Ihnen ist scheinbar immer noch nicht aufgefallen, daß diese Betrachtungsweise angesichts der mit Riesenschritten voranschreitenden, totalen Zerschlagung des Nationalstaates und des Volk­stums der­zeit beinahe keine politische Relevanz besitzt. 

Vor allem nehmen Sie nicht dazu Stellung, mit welcher Problematik eine politische Mobilisierung denn besser (oder überhaupt) möglich wäre: mit der Verteidigung des Gemeinwesens gegen die HEUTE mit erheblichen, nachweisbaren negativen Folgen permanent erweiterte Fremdbestim­mung ODER - -ALLEIN! - - mit der, für die meisten leider nur schwer nachvollziehbaren und ver­ständlichen Wiederer­richtung des Reiches, bzw. mit der Propagierung derselben.  

Sie erklären auch nicht, wie es Ihrer Meinung nach möglich wäre, einen Abbau ganz konkreter staatli­cher Selbstbestimmungsrechte zu bekämpfen, wenn man selber diesen Staat kategorisch ablehnt und sich zur politischen Hauptaufgabe gemacht hat, ihn zu zerschlagen. Oder sind Sie mit Oberlercher der Meinung, daß der Souveränitätsabbau nur gut sei, weil dadurch die BRD um so eher zusammenbre­che? 

Schließlich ist es m.E. auch bedenklich, daß Sie sich scheinbar in keinster Weise über die enorme Gefahr Gedanken machen, daß nach der absehbaren, völligen Zerschlagung der heuti­gen staatlichen Souveränität die Wiedererrichtung eines souveränen deutschen Nationalstaates überhaupt, also in welcher Form auch immer, nicht mehr möglich sein könnte. Sie brauchen sich nur den Zustand Deutschlands,  die europäische und internationale Großwetterlage und die entsprechenden Veränderungsge­schwindigkeiten anzugucken, um dies zu erkennen.  

Denken Sie bitte z.B. an die Bevölkerungsentwicklung in Deutschland: Anzahl der "alteingeses­senen" westdeutschen 20- bis 30-jährigen zwischen 1988 und 2003 HALBIERT; Jede Genera­tion ung. 2/3 von der Vorgängergeneration. Ergibt die Zeitreihe 1 - 0,65 - 0,42 - 0,27 - 0,18 - 0,12 - 0,07 - 0,05 mit einem Zeitschritt von jeweils ca. 26 Jahren (1 Generation). Die Reduzie­rung von 1 auf 0,05 dauert also bei gleichbleibender Nettoreproduktionsrate 182 Jahre. Aber bis dahin sind die Lichter schon längst ausgegangen.  

Mit freundlichen Grüßen  
Per Lennart Aae  

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Lieber Herr Aae, 

so ist das nun einmal mit den Schnellschüssen, die nur allzu oft Fehlschüsse sind. Ich habe nicht ge­schrieben, das ich mich in Bezug auf die zur Zeit vorherrschenden Realitäten geirrt hätte - alle Argu­mente, die Sie diesbezüglich vorbringen sind, mir nur zu bekannt - nein, ich habe mich 
geirrt in Bezug auf die Art und Weise, wie Sie diese Realitäten wahrnehmen und interpretieren. 
Versuchen Sie doch noch einmal vor diesem Hintergrund meine Worte zu verstehen, vielleicht geht Ihnen dann auf, welch gravierende Unterschiede Ihrer und meiner Sicht der Dinge zugrunde liegen. 

Mit reichstreuen Grüßen, 
Klaus Kaping 

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Lieber Herr Kaping,  

jetzt betreiben Sie aber, mit Verlaub gesagt, Rabulistik. Es ist doch völlig klar, was ich meine. Und etwas anderes können auch Sie nicht gemeint haben: nämlich, daß mein Appell, die "Rea­litäten" zu berücksichtigen, sich auf die politischen Stimmungen und Erfolgsmöglichkeiten sowie die AKUTE Problemlage bezieht, NICHT auf irgendwelche Zustände, die ich damit etwa konser­vieren möchte. Jede Zeit hat ihre Stimmungen, akuten Probleme und sonstigen Bewandtnisse. In jeder Epoche gibt es bestimmte Dinge, die auf der Tagesordnung der Geschichte stehen, die den Nerv der Zeit treffen. Wer Politik machen will, muß diese Dinge aufgreifen. Heute geht es um das Prinzip des National­staates bzw. der selbstbestimmten Gesellschaft (die im Idealfall eine Volksgemeinschaft ist) contra Globalismus. Letzterer ist heute in Form des Neoliberalismus zwar stark auf dem Vormarsch und droht, die völkischen und nationalen Biotope völlig zu zerstören, nicht nur, aber besonders in Deutschland. Der nächste logische Schritt wird aber die Reaktion (im guten Sinne) darauf sein. Diese kommt als negative Rückkopplung, weil das wachstumsab­hängige globale System, für sich allein be­trachtet, von Hause aus instabil ist, ab einem (un-)be­stimmten Zeitpunkt die sich auftürmenden Pro­bleme nicht mehr lösbar sind und weil durch den Globalismus die Länder und Regionen mit ihren so­ziokulturellen Systemen und Binnenwirt­schaften "austrocknen" und in einen immer desolateren Zu­stand geraten. Dieser Rückkopp­lungsprozeß hat schon begonnen, wird aber immer stärker werden. Genau darin stecken die operativen Möglichkeiten völkisch-nationaler Bewegungen. Sie ergeben sich einfach aus dem leicht verständlichen Sachverhalt, daß der Gegenpol eines expansionistischen Inter­nationalis­mus die Hinwendung zum Nationalbewußtsein ist, also zur soziokulturellen und ökologi­schen Integrität der organisch gewachsenen Gesellschaften, der Volksgemeinschaften (Volk und Land). Dementsprechend muß eine nationale Bewegung also versuchen, diejenigen Kräfte in der Ge­sellschaft anzusprechen, die die Rückkopplungseffekte repräsentieren. Das sind alle Kräfte, die über­wiegend an der Binnengesellschaft, an der Binnenwirtschaft, an Land und Volk, an der Heimat orien­tiert sind. Zum Beispiel: Kommunalpolitiker und andere auf Gemeindeebene Engagierte, binnenwirt­schaftlich orientierter Mittelstand und die entsprechenden Arbeitnehmer, wohnortgebundene Arbeit­nehmer, viele Freiberufler, regional orientierte Kreditinstitute, also öf­fentlich-rechtliche und genossen­schaftliche Banken, Sozialversicherungsverbände, Gewerk­schaften. - Womit können wir diese Grup­pen ansprechen? Mit der Zerstörung der Bundesrepu­blik und der Ausrufung des Deutschen Reiches? Das glauben Sie wohl selbst nicht! Diese Gruppen, die zunehmend unter der Globalisierung leiden werden, können wir nur ansprechen, indem wir den Schutz der Heimat, der heimatlichen Wirtschaft, der Selbstbestimmungsrechte unserer Gesellschaft fordern. Wir haben dabei den unschätzbaren Vorteil, daß wir dies mit au­ßerordentlich guten Argumenten tun können, sowohl was soziale und wirt­schaftliche Theorie und Praxis als auch was demokratische Rechte und v.a. die Erfordernisse des Grundgesetzes betrifft. Nach Art. 20 GG ist nämlich der gesamte Ausverkauf der nationalen Selbstbe­stimmung seit Maastricht KRASS VERFASSUNGSWIDRIG. - Weigern Sie sich, diese Tatsache poli­tisch zu nutzen, weil Ihnen das Grundgesetz so zuwider ist? Können Sie das verantworten? Das wäre m.E. mehr als nur töricht. Genau das ist aber die "Strategie" von Mahler und Konsorten. Eine Schwachsinnsstrategie, mit Verlaub gesagt, die ausschließlich unseren Gegnern nützt. Diese reiben sich wahrscheinlich die Hände vor Begeisterung bei der Aussicht, auf so einfache Art und Weise das Aufkommen einer (potentiell für sie sehr gefährlichen!) nationalen Opposition verhin­dern zu können. Diese Aussicht besteht leider tatsächlich. 

Das ist der Grund, warum ich so hartnäckig argumentiere. Nichts für ungut!  

Mit freundlichen Grüßen  
Per Lennart Aae

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Lieber Herr Aae,  
so kommen wir sicher nicht zusammen. Sie wollen eine Einrichtung benutzen, die ich abschaffen will. Nun, die Zukunft wird es erweisen, welche Sicht der Dinge zum Ziele führt. Im Prinzip ist es ja auch gar nicht weiter schlimm, wenn man verschiedene Wege zu einem gemeinsamen Ziel geht, manchmal kann das sogar sehr nützlich sein. Nur sollte die unterschiedliche Sichtweise nicht dazu führen, daß man 
sich gegenseitig Steine in den Weg legt und Rufmord begeht, anstatt mit allen Kräften den gemeinsamen Feind zu bekämpfen. Ihnen dies zu vermitteln war die eigentliche Triebfeder meiner Bemühungen. 
Solange Sie und vielen Ihrer Gesinnungsgenossen und Mittäter der sogenannten Rechten den gemeinsamen Feind noch nicht als solchen erkannt haben, wird es immer wieder dazu kommen, daß Sie sich dazu hergeben, bewußt oder auch unbewußt Unfrieden in die Reihen derer zu säen, die eigentlich angetreten sind, gemeinsam für Deutschland zu streiten, so wie es durch den Ausgangsschriftsatz von Ihnen in Bezug auf die Aussage von Horst Mahler bezüglich der Vorhaben der Deutschen Rechten, leider wieder einmal geschehen ist. 
Warum haben Sie denn nicht Horst Mahler zunächst einmal gefragt, warum er so und nicht anders auf die Gesprächsanfrage reagiert hat. Gerade diejenigen, die sich in Wort und Schrift äußern, tragen eine große Verantwortung für unseren gemeinsamen Kampf. Deshalb sollten wir es uns reiflich überlegen und 
vorher alle Informationsstränge ausnutzen, bevor wir etwas in die Welt setzen, was trennend und destruktiv wirken kann. Ich sage es noch einmal: An ihren Taten werdet ihr sie erkennen. Und: Der 
Worte sind genug gewechselt, nun laßt uns Taten sehen. Daran werden wir bei der Endabrechnung gemessen werden.  
Mit reichtreuen Grüßen,  
Klaus Kaping

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Lieber Herr Kaping,

1) Ich begehe keinen Rufmord. Aber, wenn Sie schon von Rufmord sprechen: Wissen Sie z.B., daß Horst Mahler in einem Brief an den Innenausschuß des Bundestages mich als V-Mann des Militärischen Abschirmdienstes verdächtigt hat und dabei ein Unternehmen hereingezogen hat, für welches ich als Freiberufler eine Reihe von Softwareentwicklungsaufträgen hatte? Ich bekomme jetzt natürlich keine Aufträge mehr von dieser Firma, wodurch mir ein erheblicher wirtschaftlicher Schaden entstanden ist.

2) Ich bin kein "Rechter", denn ich halte die Koordinatenachse Links/Rechts für völlig überholt und der heutigen politischen Lage nicht angemessen. Horst Mahler hingegen mit seinem "Antijudaismus", seiner erklärten Demokratiefeindlichkeit, seinem Eintreten für die Monarchie, seiner Ablehung des völkischen Denkens als "Biologismus" etc. ist m.E. geradezu der Prototyp für einen Rechten, und zwar im alten, reaktionären Sinne.

3) Ich säe keinen Unfrieden, sondern führe eine für die politische Auseinandersetzung und die Er­folgsaussichten der Nationalen absolut unverzichtbare Grundsatzdiskussion. Wenn Sie mir aber vor­werfen, gegen Mahler Rufmord zu begehen, so muß ich darauf natürlich angemessen reagieren, was oben (unter Pkt. 1) auch geschehen ist.

4) Bei der Anfrage des Journalisten bei Horst Mahler und dessen Antwort ging es mir nicht in erster Linie um den Inhalt der Antwort, sondern vielmehr darum, daß ich es für schlecht hielte, wenn die Fin­nen den Eindruck bekämen, die Nationalen in Deutschland würden vor allem den "Antijudaismus" und die Abschaffung der Demokratie propagieren. - Daß ich es für schlecht hielte, ist übrigens eher unter­trieben. Ich hielte es für katastrophal.

5) In der Politik bestehen die Taten zum großen Teil aus Worten. Also können wir nicht sagen, daß genug Worte gewechselt seien. Wir kommunizieren ja hauptsächlich mit Worten und wenn ich für eine politische Auffassung werbe, gebrauche ich selbstverständlich eben WORTE, so z.B. an einem Infor­mationsstand, wo ich nicht zuletzt bestrebt bin, mit möglichst vielen Bürgern ins GESPRÄCH zu kom­men.

6) Daß wir durch diesen kurzen E-Post-Dialog "zusammenkommen", war bei unseren unter­schiedli­chen Standpunkten sicherlich auch nicht zu erwarten. Aber trotzdem ist das Gespräch immer wertvoll, besonders wenn man einen streibaren Gesprächspartner wie Sie hat. Dafür danke ich Ihnen und hoffe, auch weiterhin mit Ihnen in Verbindung bleiben zu können.

Mit freundlichen Grüßen
Per Lennart Aae

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